Dialog-Orientierte Formate
Dialog-Orientierte Formate schaffen eine direkte Interaktion zwischen Forschenden, Akteuren in Politik und Verwaltung und weiteren Stakeholdern. Sie sind besonders wertvoll für den Auf- und Ausbau von Beziehungen, den Austausch von Perspektiven und die Förderung des gegenseitigen Verständnisses bezüglich politischer Gestaltungsprozesse.
Im Gegensatz zu schriftlichen Formaten, bei denen Erkenntnisse in erster Linie über Dokumente vermittelt werden, ermöglichen Dialog-Orientierte Formate Gespräche in Echtzeit und gemeinsames Lernen. Sie bieten Forschenden die Möglichkeit, Wissensbedarfe und Rahmenbedingungen besser zu verstehen, während Akteure in der Politik und Verwaltung Zugang zu Fachwissen erhalten, Fragen stellen und neue Herausforderungen mit Forschenden diskutieren können.
Dialog-Orientierte Formate können viele Formen annehmen, darunter Anhörungen, Expertengespräche, Führungen durch Forschungseinrichtungen, Workshops, Hackathons, Hospitationen, Fellowshops, 1:1-Gespräche oder Gespräche in kleinen Gruppen. Einige Formate sind stark strukturiert und formell, während andere den informellen Austausch und den Aufbau langfristiger Beziehungen fördern. Ihr gemeinsames Merkmal ist die Betonung der Interaktion statt einseitiger Kommunikation.
Diese Formate sind besonders wertvoll, wenn Akteure in Politik und Verwaltung Kontextwissen, praktische Einblicke oder Gelegenheiten zur Erörterung komplexer Themen suchen, die sich nicht ohne Weiteres in einem schriftlichen Dokument erfassen lassen. Gleichzeitig helfen sie Forschenden, ein besseres Verständnis für politische Realitäten, politische Prioritäten und Entscheidungsprozesse zu gewinnen.
Die in diesem Abschnitt vorgestellten Beispiele veranschaulichen eine Vielzahl dialogorientierter Ansätze, die europaweit zum Einsatz kommen. Sie zeigen, wie ein Austausch zwischen Wissenschaft und Politik/Verwaltung in unterschiedlichen institutionellen und politischen Kontexten organisiert werden kann, und verdeutlichen dabei sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen einer interaktiven Zusammenarbeit. Unabhängig davon, ob sie persönlich oder online stattfinden, können dialogorientierte Formate das Vertrauen stärken, den Wissensaustausch erleichtern und zu einer stärker evidenzbasierten Politikgestaltung beitragen.
