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Das ENGAGEgreen Policy Engagement Toolkit

Das Erasmus+-Projekt “Enhancing Institutional Capacities for Policy Engagement for Green and Digital Transitions” wird von der Europäischen Kommission gefördert und von den Rhein-Main-Universitäten gemeinsam mit fünf europäischen Partnern durchgeführt.

Dieses Projekt wurde von der Europäischen Union im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 101132079 finanziell gefördert. Finanziert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) wider. Weder die Europäische Union noch der DAAD können hierfür verantwortlich gemacht werden.
© ENGAGEgreen 2026

Mehr über das Toolkit

Das Policy Engagement Toolkit wurde entwickelt, um Forschernden, Wissenschaftsmanager und -managerinnen, Akteure in Politik und Verwaltung und andere Interessensgruppen bei der Planung und Umsetzung verschiedener Transfermaßnahmen zu untersützen. Es bietet praktische Anleitungen, Beispiele und Informationsquellen, die den Lesserinnen und Lesern helfen, die vielfältigen Möglichkeiten besser zu verstehen, wie der Austausch zwischen Wissenschaft und Politik/Verwaltung gelingen kann.

  • Wie ist das Policy Engagement Toolkit aufgebaut?

    Das Toolkit kann keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen für alle denkbaren Arten des Policy Engagements liefern. In dieser Hinsicht ist es kein Rezeptbuch und erst recht kein Buch über Ernährungswissenschaften. Stellen Sie sich das Toolkit vielmehr als eine Sammlung von Kapiteln (oder Modulen) vor. Jedes Kapitel besteht aus einer prägnanten Beschreibung eines Policy-Engagement-Formats oder einer -Struktur sowie einem oder mehreren konkreten Beispielen von Wissenschaftler*innen, Forschungsmanager*innen, Wissenstransfer-Beauftragten oder politischen Entscheidungsträger*innen zum jeweiligen Format. Auf diese Weise möchten wir zeigen, dass es für Formate des Policy Engagements keine Patentlösung (bzw. keinen „One-size-fits-all“-Ansatz) gibt.

  • Ist Policy Engagement für Wissenschaftler*innen nicht zu zeitaufwendig?

    Das ist nicht zwangsläufig der Fall.

    Natürlich sind das Verfassen eines 500-seitigen Policy-Berichts oder die mehrjährige Mitarbeit in einem Expert*innengremium sehr zeitaufwendige Tätigkeiten. Glücklicherweise sind dies jedoch nur einige der möglichen Formate oder Strukturen des Policy Engagements. Die untenstehende Tabelle bietet einen Überblick über den Zeitaufwand für die verschiedenen Formate des Policy Engagements.

     Die Tabelle zeigt, dass unterschiedliche Formate unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Dabei ist oft die Unterstützungsstruktur entscheidend: Muss ein*e Forscher*in einen 100-seitigen Bericht alleine oder im Team verfassen? Muss er oder sie einen Policy-Workshop alleine organisieren, oder kann der Fokus auf den Inhalten liegen, während das Support-Team organisatorische Fragen klärt?

    Das ENGAGEgreen Policy Engagement Toolkit bietet einen Überblick über mögliche Formate des Wissensaustauschs für verschiedene Zielgruppen: Wissenschaftler*innen, Support-Personal (Forschungsmanager*innen, Wissenstransfer-Beauftragte, Mitarbeiter*innen der Wissenschaftskommunikation) und politische Entscheidungsträger*innen. Um es klar zu sagen: Nicht jede*r muss jeden Tag alles machen! Es gibt auch keine Zauberformel für erfolgreiches Policy Engagement. Einige Formate zielen eher darauf ab, politische Entscheidungsträger*innen zu informieren, anstatt direkte politische Wirkung (Policy Impact) zu erzielen. Jedes Format hat seine eigenen Möglichkeiten und Grenzen, die wir im Folgenden erläutern.

    Unser Toolkit beschreibt Formate des Wissensaustauschs und enthält einen Abschnitt zu Querschnittsthemen. Zu wissen, wie man ein Policy Brief schreibt, ist sehr wichtig. Genauso wichtig ist es jedoch zu wissen, wie man politische Entscheidungsträger*innen damit erreicht, wie man den politischen Kontext besser versteht, wie man den richtigen Zeitpunkt für das Policy Engagement wählt und wie man die eigenen Aktivitäten evaluiert.

    Wir haben Sekundärforschung (Desk Research) betrieben, um verschiedene Formate des Wissensaustauschs zu identifizieren. Dabei haben wir zahlreiche Websites von wissenschaftlichen Einrichtungen und politischen Organisationen durchsucht. Bitte beachten Sie: Das Toolkit ist nicht das Ergebnis eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts. Wir erläutern die Hauptmerkmale verschiedener Policy-Engagement-Formate. Wir hatten jedoch nicht die Ressourcen, um eine umfassende wissenschaftliche Analyse der vorgestellten Formate durchzuführen. Betrachten Sie unsere Beschreibungen daher nicht als in Stein gemeißelt. Andere Wissenschaftler*innen, Wissenstransfer-Beauftragte oder politische Entscheidungsträger*innen hätten die Formate unter Umständen anders beschrieben.

    Wir sind uns zudem bewusst, dass es aus geografischen und sprachlichen Gründen zu einer gewissen Verzerrung (Bias) gekommen sein könnte. Wir haben zahlreiche Websites auf Englisch sowie auf Katalanisch, Tschechisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch durchsucht. Unser Ziel ist es, Beispiele aus mehr Ländern einzubeziehen als nur aus dem englischsprachigen Raum oder den Ländern der Projektpartner. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe! Lassen Sie uns wissen, ob die von uns beschriebenen Formate in Ihrem Land anders funktionieren! Oder noch besser: Reichen Sie selbst ein Beispiel ein!

    Es ist auch möglich, dass wir unsere Beschreibungen in Zukunft anpassen, da viele der von uns aufgeführten Formate eher selten vorkommen.

    Wir haben kein dogmatisches Verständnis der verschiedenen Policy-Engagement-Formate. Beispielsweise geben wir an, dass Policy Briefs maximal wenige Seiten lang sind. Dennoch wird man auch Policy Briefs mit 15 oder mehr Seiten finden. Wir haben keine statistische Erhebung durchgeführt, um festzustellen, ob die durchschnittliche Länge eines Policy Briefs nun bei vier oder 6,5 Seiten liegt.

    Das Toolkit besteht aus einer Einleitung, gefolgt von verschiedenen Beispielen. Diese Beispiele zeigen, wie die jeweiligen Formate in der Praxis umgesetzt werden können. Sie ermöglichen es Wissenschaftler*innen, Wissenstransfer-Manager*innen und politischen Entscheidungsträger*innen, ihre eigenen Erfahrungen zu reflektieren: Wie haben sie die entsprechenden Formate geplant und umgesetzt? Was hat sehr gut funktioniert? Was würden sie im Nachhinein anders machen? Wenn Sie ein Format bereits kennen, können Sie auch direkt zu den Beispielen springen.

    Das Policy Toolkit ist auf Englisch, Katalanisch, Tschechisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch verfügbar. Bitte beachten Sie: Der Inhalt der verschiedenen Versionen kann variieren, da wir bei der Erstellung der Kapitel versucht haben, lokale oder nationale Kontexte zu berücksichtigen. Während beispielsweise Handlungsempfehlungen (Policy Recommendations) im angelsächsischen Raum ein wesentliches Merkmal von Policy Briefs sind, findet man sie in deutschsprachigen Ländern nur gelegentlich. Wenn Sie in einem der oben genannten EU-Länder leben, empfehlen wir Ihnen daher, die Kapitel in der jeweiligen Landessprache zu lesen. Andernfalls empfehlen wir die englische Version. Bitte berücksichtigen Sie zudem, dass wir die englischen Versionen zuerst veröffentlichen; die Versionen in den anderen Sprachen folgen jeweils einige Wochen später.

    Das Policy Engagement Toolkit befindet sich noch in der Entwicklung. Bitte senden Sie eine E-Mail an science-policy@uni-frankfurt.de, wenn Sie Anmerkungen zu unseren Kapiteln oder Vorschläge für Beschreibungen von Formaten oder Fallstudien haben. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

  • Aufgaben und Ressourcen

    Wir definieren Support-Personal als Hochschulbeschäftigte, die Wissenschaftler*innen bei der Planung, Durchführung oder Evaluierung von Policy-Engagement-Aktivitäten mit finanziellen Mitteln, Weiterbildungen, Beratung oder organisatorischer Hilfe zur Seite stehen. Zum Support-Personal gehören beispielsweise Policy Engagement Officers. Da hauptberufliche Policy Engagement Officers an vielen Universitäten jedoch selten sind, können auch Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Wissenstransfer, Wissenschaftskommunikation, Forschungsmanagement oder Eventorganisation die Wissenschaftler*innen unterstützen. Zudem können Universitätsleitungen sowie Leiter*innen von Fachbereichen, Instituten und Forschungsgruppen wichtige Unterstützung leisten.

    Unsere Einschätzung der benötigten Ressourcen in Bezug auf Zeit und Finanzierung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen mit den Formaten, dem Feedback von Wissenschaftler*innen, Support-Personal und politischen Entscheidungsträger*innen sowie in vielen Fällen schlicht auf gesundem Menschenverstand. Bei der Bewertung des Zeitaufwands beziehen wir uns auf die reine Nettozeit, die benötigt wird, um das jeweilige Format einmalig durchzuführen.

    Beispielsweise geben wir an, dass das Verfassen eines Policy-Blogbeitrags einige Stunden dauert. Das Verfassen mehrerer Beiträge nimmt entsprechend mehr Zeit in Anspruch. Wir beziehen uns hierbei stets auf die tatsächliche Arbeitszeit. Angenommen, Wissenschaftler A schreibt in zwei Stunden ein Policy Brief und schickt es an seinen Co-Autor (Wissenschaftler B). Wissenschaftler B benötigt ebenfalls zwei Stunden für einige Änderungen, erledigt dies jedoch erst nach drei Wochen und zahlreichen Erinnerungen. In diesem Fall lag der reine Zeitaufwand für das Verfassen des Policy Briefs bei vier Stunden und nicht bei drei Wochen.

    In Bezug auf finanzielle Ressourcen haben wir bewusst auf die Nennung konkreter Summen verzichtet, da sich unser Toolkit an eine länderübergreifende Leserschaft richtet. Die Gehalts- und Kostenniveaus sind von Land zu Land unterschiedlich. Die Ausgabe von 5.000 Euro für die Organisation einer Policy-Veranstaltung mag für Wissenschaftler*innen in Land A viel Geld sein, in Land B jedoch nicht. Daher konzentrieren sich die Informationen zu den Ressourcen in den Beispielen des Toolkits auf den Zeitaufwand oder die Anzahl der Teilnehmer*innen.

Das Toolkit im Überblick

Über die Autoren

Das „Policy Engagement Toolkit“ ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Forschenden, Forschungsmanagern und -managerinnen und Expertinnen und Expertinnen für Science-Policy-Dialog aus ganz Europa. Die Autoren und Autorinnen stützen sich auf vielfältige wissenschaftliche, institutionelle und praktische Erfahrungen und verfolgen ein gemeinsames Ziel: die Stärkung der Vernetzung zwischen Forschung und Politikgestaltung sowie die Förderung eines konstruktiven Wissensaustauschs über sektorale Grenzen hinweg.

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