Skip to main content

So organisieren Sie Dialogveranstaltungen in regionalen Hauptstädten

Fallstudie zum zweiten „Impronta Granada“-Treffen und zum Workshop zu Unternehmertum und Beschäftigungsfähigkeit

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

● Ziel:                   ○ Schaffung einer effektiven Struktur für Dialogveranstaltungen, die lokale Interessengruppen mit Akteuren in Politik und Verwaltung                                                     zusammenbringen, um gemeinsam nachhaltige Lösungen für Beschäftigung und Unternehmertum zu entwickeln.

● Ansatz:             ○ Klare Ziele für die Veranstaltung, um akademische Forschung mit politischen Prioritäten in Einklang zu bringen.

○ Workshops mit mehreren Interessengruppen zur Förderung gemeinsamer Lösungen.

○ Einsatz interaktiver Instrumente (z. B. Kurzvorträge, Umfragen, Feedback-Runden), um eine aktive Beteiligung sicherzustellen.

● Ergebnis:         ○  Ein transparenter und inklusiver Prozess, in dem lokale Herausforderungen durch politikorientierte Lösungen angegangen werden, die auf                                         wissenschaftlicher Forschung und lokalem Fachwissen basieren.

 

 

Beschreibung

Die Organisation von Dialogveranstaltungen in Städten oder wichtigen städtischen Ballungsräumen erfordert einen strukturierten Ansatz, der die Bedürfnisse lokaler Akteure mit den Zielen der Vertreter aus Politik und Verwaltung in Einklang bringt.

Diese Veranstaltungen bieten eine Plattform für Forschende, Unternehmen und Akteure aus Politik und Verwaltung, um gemeinsam Lösungen für wichtige regionale Herausforderungen zu erarbeiten und dabei sicherzustellen, dass die Stimme der Gemeinschaft gehört und berücksichtigt wird.

Dieser Beitrag erörtert Strategien zur Organisation von Dialogveranstaltungen in städtischen Zentren und deren Nutzung zur Förderung einer inklusiven Politikgestaltung im Kontext von Unternehmertum und Beschäftigung junger Menschen.

 

Wie funktioniert das Format?

  1. Klare Ziele setzen: Vor der Veranstaltung ist es unerlässlich, die Ziele und erwarteten Ergebnisse des Dialogevents zu definieren. Beim Workshop zu Unternehmertum und Beschäftigung bestand das Ziel darin, die Jugendarbeitslosigkeit anzugehen und das Unternehmertum in der Region Poniente Granadino zu fördern, indem Forschende der UGR, lokale Unternehmen und Verantwortliche in Politik und Verwaltung einbezogen wurden.
  2. Interaktive Sitzungen und Workshops: Während der Veranstaltung wurden interaktive Workshops und Kurzvorträge organisiert, um Feedback in Echtzeit zu fördern. Forschende teilten Daten und Erkenntnisse, während Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung politische Rahmenbedingungen diskutierten und erörterten, wie diese mit wissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang gebracht werden könnten, um umsetzbare Strategien zu entwickeln.
  3. Zusammenarbeit mit lokalen und nationalen Akteuren: Es ist wichtig, sowohl lokale Akteure als auch nationale Akteure aus Politik und Verwaltung in die Diskussion einzubeziehen. Der Workshop zu Unternehmertum und Beschäftigung in Granada brachte lokale Jugendliche und politisch Verantwortliche mit nationalen Vertretern zusammen und stellte so sicher, dass die entwickelten Lösungen auf beiden Ebenen relevant und umsetzbar waren.
  4. Engagement nach der Veranstaltung: Es ist entscheidend, sicherzustellen, dass die Veranstaltung zu einer nachhaltigen Zusammenarbeit führt. Folgeaktivitäten, darunter Workshops und Feedback-Umfragen, sollten geplant werden, um zu gewährleisten, dass Akteure aus Politik und Verwaltung und Forschende auch nach der Veranstaltung weiterhin zusammenarbeiten.

 

Herausforderungen

  • Erwartungsmanagement: Verschiedene Interessengruppen haben unterschiedliche Erwartungen. Während Akteure aus Politik und Verwaltung den Schwerpunkt möglicherweise auf die politische Abstimmung legen, könnte für Forschende die Datengenauigkeit im Vordergrund stehen. Die Abwägung dieser Prioritäten erfordert eine sorgfältige Moderation.
  • Aufrechterhaltung der Dynamik: Um das Engagement nach der ersten Dialogveranstaltung auf einem hohen Niveau zu halten, sind konsequente Folgemaßnahmen erforderlich, die jedoch durch Zeit- oder Budgetbeschränkungen behindert werden können.

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Aufgaben

○ Präsentation von Forschungsergebnissen mit Bezug zur Jugendbeschäftigung und zum Unternehmertum.

○ Entwicklung datengestützter Lösungen für lokale entwicklungsbezogene Herausforderungen

○ Teilnahme an Workshops und politischen Diskussionen.

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeit für die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen und die Teilnahme an Veranstaltungen.

○ Kommunikationsmittel zur Präsentation von Forschungsdaten und zum Austausch mit Interessengruppen.

 

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung

  • Aufgaben

○ Interaktive Workshops moderieren und den Austausch zwischen Forschern und politischen Entscheidungsträgern sicherstellen.

○ Feedback-Schleifen organisieren und eine kontinuierliche Kommunikation nach der Veranstaltung gewährleisten.

  • Erforderliche Ressourcen

○ Digitale Plattformen zur Verbreitung von Forschungsergebnissen und für kontinuierliches Feedback.

○ Logistische Unterstützung bei der Organisation von Sitzungen und zur Gewährleistung einer aktiven Teilnahme.

 

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung

  • Aufgaben

○ Forschungsergebnisse in die lokale Politik integrieren und Ressourcen zur Unterstützung forschungsorientierter Initiativen bereitstellen.

○ Eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Forschenden und lokalen Gemeinschaften sicherstellen.

  • Erforderliche Ressourcen

○ Politische Fachkompetenz, um Forschungsdaten zu interpretieren und in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.

○ Finanzielle Mittel für Maßnahmen nach der Veranstaltung und deren Umsetzung.

 

Beispiele

UGR County Councils bezeichnet die von der Universität Granada (UGR) im Rahmen des ENGAGEgreen-Projekts geleitete Initiative, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlich Forschenden, Kommunalverwaltungen und Akteuren aus den Gemeinden zu fördern.

Im Mittelpunkt dieser Initiative steht die Bewältigung regionaler Herausforderungen durch gemeinsam erarbeitete, forschungsbasierte Lösungen. Das zweite Impronta-Granada-Treffen ist die dritte Pilotveranstaltung, die von der UGR im Rahmen dieses Projekts organisiert wurde und bei der Forschende, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung und lokale Gemeinschaften zusammenkamen, um Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in ländlichen und städtischen Gebieten zu erörtern und zu entwickeln.

Der Workshop zu Unternehmertum und Beschäftigung, der im Rahmen des zweiten „Impronta Granada“-Treffens stattfand, organisierte erfolgreich Dialoge zwischen verschiedenen Interessengruppen in einem städtischen Umfeld und ermöglichte es Forschenden, Akteuren aus Politik und Verwaltung und jugendlichen Teilnehmenden, gemeinsam Herausforderungen in den Bereichen Beschäftigung und Unternehmertum anzugehen. Die interaktiven Workshops der Veranstaltung trugen dazu bei, die Forschung mit der lokalen Politik in Einklang zu bringen, und ebneten den Weg für eine weitere Zusammenarbeit.

 

Quellen und weiterführende Literatur

 

Details zur Fallstudie

Durchführung des Formats

Dialogveranstaltungen in Städten, wie beispielsweise das zweite „Impronta Granada“-Treffen in Loja, verbinden Workshops, Networking-Sessions und Präsentationen. Diese Veranstaltungen werden mit einer Mischung aus Präsenz- und virtueller Teilnahme organisiert, um die Zugänglichkeit für ein breiteres Publikum zu gewährleisten.

Die Einbeziehung von Vertretern aus Politik und Verwaltung, Forschenden und Akteuren der Zivilgesellschaft ermöglicht einen vielschichtigen Dialog zu Themen wie Klimawandel, Stadtentwicklung und soziale Innovation.

Im Rahmen dieser Veranstaltung fand ein innovatives Dialogtreffen statt, bei dem eine Kombination aus Präsenz- und virtuellen Formaten eine maximale Beteiligung der Interessengruppen ermöglichte. Forschende der Universität Granada und anderer Partneruniversitäten nahmen teil und stellten ihre Arbeit in thematischen Workshops vor.

Die Veranstaltung umfasste eine Reihe von Diskussionen, Policy Briefs und Präsentationen sowie die wichtige Einbindung lokaler politischer Verantwortlicher über die Plattform „Impronta Granada“, die eine Brücke zwischen der akademischen Gemeinschaft und Politik und Verwaltung schlägt.

 

Verfügbare Ressourcen (wichtige Aufgaben)

  • Sicherung von Veranstaltungsorten in Städten für groß angelegte Treffen.
  • Koordination mit Interessengruppen aus lokalen und regionalen Verwaltungen, Universitäten und Forschungsinstituten.
  • Nutzung von Online-Plattformen wie Impronta Granada, um den Dialog zu fördern und Forschungsergebnisse einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

 

Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Erfahrungen)

Was funktioniert

Das hybride Veranstaltungsformat (vor Ort und online) ermöglichte eine breite Beteiligung und eine dynamische Interaktion. Insbesondere die Kurzvorträge erwiesen sich als erfolgreich, um Forschungsdaten in umsetzbare politische Empfehlungen zu übersetzen.

Was funktioniert nicht

Es bleibt eine Herausforderung, die Dynamik nach der Veranstaltung aufrechtzuerhalten, insbesondere um das langfristige Engagement von Politik und Verwaltung sicherzustellen, die mit konkurrierenden Prioritäten konfrontiert sind. Zudem kann es in ressourcenarmen Regionen schwierig sein, eine gleichberechtigte Mitwirkung aller Beteiligten, insbesondere lokaler Unternehmen, sicherzustellen.

 

Wie werden die Aktivitäten bewertet

Um die Wirksamkeit der Dialogveranstaltungen zu bewerten, wurden an alle Teilnehmenden Umfragen verteilt, um deren Zufriedenheit mit dem Format, den Inhalten und dem allgemeinen Engagement zu ermitteln.

Wichtige Indikatoren wie die Anzahl neu entstandener Kooperationen und die Umsetzung von Forschungserkenntnissen in die lokale Politik wurden ebenfalls erfasst, um die langfristigen Auswirkungen zu bewerten.

 

Möchten Sie mehr über das Policy Engagement Toolkit erfahren oder Ihre Erfahrung teilen?

Überlegen Sie, einen Beitrag für das Policy Engagement Toolkit zu verfassen? Konnten Sie die in diesem Beitrag vorgestellten Inhalte nutzen? Wenn ja, teilen Sie uns das gerne mit!

Kontaktieren Sie gerne Tome Sandevski über science-policy@uni-frankfurt.de


Esteban Romero-Frías

currently works as Vice-Rector for Social Innovation, Employability and Entrepreneurship at the University of Granada and is Full Professor in the Department of Accountancy and Finance. His academic and research work focuses on public and social innovation, digital learning, and digital humanities. Through UGR MediaLab, which he has directed since its foundation, he has led various collaborative projects such as Impronta Granada and UnInPública that are aimed at building bridges between universities, public institutions, and society to tackle regional challenges.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere