UGR County Councils: Eine Roadmap entwerfen
Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick
Die UGR County Councils/UGR-Kreisräte sind regionale Dialogforen, die Universitätsmitarbeitende, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, Akteure der Zivilgesellschaft und den privaten Sektor in den verschiedenen Regionen Granadas miteinander verbinden.
Sie fördern die Zusammenarbeit, um lokale Herausforderungen zu identifizieren und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Ihr Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse mit den regionalen Entwicklungsbedürfnissen in Einklang zu bringen. Sie basieren in erster Linie auf Treffen in Präsenz, wobei auch virtuelle Sitzungen stattfinden, um die Aktivitäten der einzelnen UGR-Kreisräte weiterzuverfolgen.
Die UGR-Bezirksräte sind neue Kooperationsforen, die folgende Ziele verfolgen:
- Förderung direkter Verbindungen zwischen der Universität Granada (UGR) und den verschiedenen Gemeinden und Regionen innerhalb der Provinz Granada
- Schaffung innovativer, nachhaltiger Lösungen durch die Einbindung der Universität, lokaler Verwaltungen, Unternehmen und der Öffentlichkeit in gemeinsame Gestaltungsprozesse
- Schaffung von Möglichkeiten und Transfer von wissenschaftlichem, bildungsbezogenem und innovativem Wissen, das zur Transformation und nachhaltigen Entwicklung der Regionen beiträgt
- Schaffung der Grundlagen für zukünftige Living Labs, in denen Innovationen in der öffentlichen Politik und in lokalen Praktiken erprobt und angewendet werden
Wie funktioniert das Format?
Die Methodik der UGR-Kreisräte basiert auf der Living-Lab-Methodik und folgt einem Kooperationsmodell, das als „Quadruple Helix“ bekannt ist und vier zentrale Akteure zusammenbringt: die Universität, den öffentlichen Sektor (Bürgermeister und Verwaltungen der Gemeinden), Unternehmen und Bürger.
Die UGR-Kreisräte zielen darauf ab, eng mit den lokalen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten, um lokale Bedürfnisse in Bezug auf drei Hauptthemenbereiche zu ermitteln: die Umweltauswirkungen städtischer Agenden, Boden und Kultur. Darüber hinaus ist es eines der Ziele der UGR-Kreisräte, durch regelmäßige Treffen, Workshops und Hackathons Lösungen für die lokale Entwicklung zu entwerfen, die mithilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse, technologischer Innovationen und öffentlicher Politik umgesetzt werden können.
Nach der Rekrutierung unserer Hauptteilnehmer (Dozenten, Forschende, Professoren und Techniker der Universität Granada) über Google Forms fand am 18. Dezember 2024 die erste Informationsveranstaltung zur Gründung der UGR-Bezirksräte statt, an der über 45 Personen teilnahmen. Der offizielle Start der UGR-Bezirksräte fand am 20. Januar 2025 im Rahmen der Initiative Impronta Granada statt, einer strategischen Allianz zwischen der Universität Granada und dem Provinzrat von Granada.
Dieser Rekrutierungsprozess wurde von Medialab UGR, dem Labor für soziale Innovation der Universität Granada, koordiniert. Der erste interne Aufruf erfolgte über ein Google-Formular, das zwischen Juni und Juli 2024 der gesamten Universitätsgemeinschaft offenstand. Nachdem diese erste Gruppe gewonnen worden war, organisierten wir am 18. Dezember 2024 die erste Informations- und Schulungsveranstaltung zur Living-Lab-Methodik.
Nachdem wir sichergestellt hatten, dass die Hochschulgemeinschaft mit der Initiative vertraut war, haben wir das Google-Formular aktualisiert, um die Teilnahme auch für die anderen drei Zielgruppen – Bürger, Akteure aus Politik und Verwaltung und die Wirtschaft – zu ermöglichen. Die Hochschulangehörigen selbst halfen dabei, das Formular an Vertreter und Vertreterinnen ihrer eigenen Gemeinden weiterzuleiten. Parallel dazu versandte Medialab UGR mit Unterstützung des Provinzrats von Granada das Formular ebenfalls an alle Gemeinden in der Provinz Granada.
Herausforderungen
- Einbindung lokaler Akteure. Die Gewährleistung einer aktiven und nachhaltigen Beteiligung lokaler Unternehmen, Kommunen und Bürger stellt eine Herausforderung dar
- Koordination unterschiedlicher Interessen. Die Interessen verschiedener Gruppen (Universität, öffentlicher Sektor, Unternehmen und Bürger) müssen in Einklang gebracht werden, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Projektziele erreicht werden
- Umsetzung von Lösungen. Es muss sichergestellt werden, dass die gemeinsam erarbeiteten Lösungen praxisnah und im lokalen Kontext umsetzbar sind und effektiv in die lokale Politik integriert werden
Aufgaben und Ressourcen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Über 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Granada haben sich der Initiative des Provinzrats der UGR angeschlossen. Die registrierten Forschenden haben unterschiedliche Hintergründe und sind auf mehr als 20 verschiedene Fachgebiete spezialisiert (von Psychologie und Linguistik bis hin zu Parasitologie und Ökologie), was den Wissenstransfer bereichert und fruchtbar macht.
Kernaufgaben
- Bereitstellung wissenschaftlicher Expertise und Kenntnisse, um lokale Bedürfnisse zu ermitteln und gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln
- Leitung gemeinsamer Forschungsprojekte, die sich mit regionalen Herausforderungen befassen, insbesondere im Rahmen der „Living Lab“-Methodik
- Aktive Beteiligung an der Bewertung vorgeschlagener Lösungen und Innovationen auf der Grundlage wissenschaftlicher Validität und lokaler Anwendbarkeit
- Präsentation der Ergebnisse gemeinsamer Bemühungen bei verschiedenen Tagungen, Workshops und Veranstaltungen, wie beispielsweise dem jährlichen Treffen von „Impronta Granada“
Managerinnen und Manager für Wissensaustausch und Forschung
Kernaufgaben
- Koordination des Wissenstransfers durch die Förderung der Weitergabe wissenschaftlicher Erkenntnisse an lokale Gemeinschaften
- Sicherstellung der aktiven Beteiligung aller relevanten Interessengruppen, einschließlich Kommunen, Unternehmen und Bürger, sowie Gewährleistung, dass deren Bedürfnisse durch geeignete Wissensbeiträge erfüllt werden
- Organisation logistischer Vorkehrungen für Tagungen, Workshops und Veranstaltungen, um einen reibungslosen Ablauf und eine reibungslose Kommunikation zu gewährleisten
- Überwachung der Umsetzung von Kooperationsprojekten zwischen der UGR, Unternehmen und Kommunalverwaltungen
- Förderung der Beteiligung an den Räten durch Kommunikationsstrategien wie Social-Media-Kampagnen
- Einholung von Teilnehmer-Feedback nach jeder Sitzung, um sicherzustellen, dass Ideen und Anliegen effektiv an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung
Kernaufgaben
- Beitrag zur Ermittlung lokaler Bedürfnisse unter Nutzung ihres Fachwissens, um die Projekte der Räte auf bestehende städtische Agenden sowie kommunale und regionale Entwicklungspläne abzustimmen
- Dazu beitragen, dass die durch die UGR-Kreisräte entwickelten innovativen Lösungen in die lokale Verwaltung und in politische Entscheidungsprozesse integriert werden.
- Institutionelle Unterstützung für die Projekte leisten, die aus den UGR-Kreisräten hervorgehen
- Mit lokalen Unternehmen, Bürgern und Forschenden zusammenarbeiten, um regionale Kooperationen und politische Initiativen auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse zu fördern.
Beispiel:
Die erfolgreiche Umsetzung der Living-Lab-Methodik in den zehn verschiedenen Regionen der Provinz Granada, in denen Forschende der Universität und lokale Akteure gemeinsam Lösungen für die Bedürfnisse ihrer Gemeinden entwickeln und realisieren.
Wie wurde das Format umgesetzt?
- Erste Informationsveranstaltung. Sie fand am 18. Dezember 2024 statt und wurde vom Medialab UGR im Rahmen der Initiative „Impronta Granada“ organisiert, mit institutioneller Unterstützung durch das Vizerektorat für soziale Innovation, Beschäftigung und Unternehmertum.
- Die Veranstaltung wurde von Mitarbeitenden des Medialab UGR moderiert, die auch für die Gestaltung und Leitung der Tagesordnung verantwortlich waren, und brachte 46 Teilnehmende zusammen, um die Struktur, die Ziele und die Methodik hinter der Gründung der UGR-Kreisräte zu erörtern.
- Interne Struktur
- Ratspräsidium. Vizerektorat für soziale Innovation, Beschäftigung und Unternehmertum.
- Ratssprecher. Verantwortlich für die Leitung der Sitzungen, die Gewährleistung des Zusammenhalts unter den Akteuren und die Koordinierung der Umsetzung von Maßnahmen. Diese Rolle könnte von einem Dozenten oder Mitarbeitenden der UGR übernommen werden.
- Dialogmoderator. Bei Bedarf werden Experten des Medialab UGR partizipative Prozesse moderieren, um sicherzustellen, dass alle Akteure zu Wort kommen und die Diskussionen produktiv und ausgewogen verlaufen.
- Laufender Fragebogen über Google Forms. Das ursprüngliche Google-Formular, das zur Ansprache der Dozenten, Professoren, Forschenden und Techniker der Universität Granada verwendet wurde, wurde auf die anderen drei Interessengruppen (Kommunalverwaltungen, Privatwirtschaft und Bürger in der Region Granada) ausgeweitet und zählt derzeit über 120 registrierte Teilnehmende.
- E-Mail-Verteiler. Einrichtung eines E-Mail-Verteilers pro UGR-Bezirksrat, damit die verschiedenen Teilnehmenden miteinander in Kontakt treten können.
- Organisationssitzung. Es wurden 10 verschiedene virtuelle Treffen organisiert, damit jeder Teilnehmende eines UGR-Bezirksrats seine Kolleginnen und Kollegen kennenlernen und die lokalen Bedürfnisse ermitteln kann, um diese bei der offiziellen Auftaktveranstaltung vorzustellen.
- Offizieller Auftakt. Die Räte trafen sich am 20. Januar 2025 im Rahmen der Veranstaltung „Impronta Granada“ offiziell, bei der alle Teilnehmenden vorgestellt und die Rollen verteilt wurden.
- Weitere Treffen. Nachfolgende Treffen werden je nach lokalen Bedürfnissen und Prioritäten entweder persönlich oder online stattfinden.
Verfügbare Ressourcen (Was sind die wichtigsten Aufgaben?)
- Koordination: Organisation von Treffen, Einholung von Feedback und sicherstellen, dass alle Beteiligten über die Entwicklungen informiert sind.
- Workshops und Living Labs: Moderation von Sitzungen zur gemeinsamen Problemlösung und Ideenfindung.
- Einbindung der Gemeinschaft: Sicherstellen der aktiven Beteiligung von Anwohnern, Unternehmen und Behörden vor Ort. Die Förderung des Engagements wird auf folgende Weise angestrebt:
- Teilnahmebescheinigungen;
- Fortlaufende Weiterbildung durch wissenschafts- und politikorientierte Workshops;
- Verleihung des „Best UGR County Council Award“ im Rahmen der Veranstaltung „Impronta Granada“ 2026;
- Sichtbarkeit und Verbreitung über die sozialen Medien der UGR.
Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Gewonnene Erkenntnisse)
- Was funktioniert? Klare Kommunikationskanäle und flexible Beteiligungsmöglichkeiten (Online- und Präsenztreffen) haben dazu beigetragen, die Beteiligten einzubinden
- Was funktioniert nicht? Eine übermäßige Abhängigkeit von digitalen Plattformen für die Einbindung kann einige Mitglieder der Gemeinschaft ausschließen, insbesondere in ländlichen Gebieten mit begrenztem Zugang zu Technologie.
Wie werden die Aktivitäten bewertet?
Die Bewertung erfolgt durch kontinuierliche Feedback-Schleifen, einschließlich Fokusgruppen nach jedem Treffen. Zu den Erfolgsindikatoren gehören:
- Anzahl der initiierten Projekte
- Zufriedenheitsgrad der Teilnehmenden
- Anzahl der in der lokalen Politik umgesetzten Lösungen
- Ausmaß der lokalen wirtschaftlichen Auswirkungen
Quellen und weiterführende Literatur:
Veröffentlichung/Werbung und Verbreitung sowohl der Informationsveranstaltung als auch der Konsolidierung der UGR-Kreisräte:
- UGR County Councils microsite via Impronta Granada website with the profile of the different participants: https://improntagranada.es/campaign/consejoscomarcalesugr/
- UGR County Councils news and informational video within the University of Granada via Medialab UGR: https://medialab.ugr.es/impronta-granada/la-universidad-de-granada-celebra-la-primera-reunion-informativa-sobre-la-constitucion-de-los-consejos-comarcales-ugr/
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