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Autor: Esteban Romero-Frías

currently works as Vice-Rector for Social Innovation, Employability and Entrepreneurship at the University of Granada and is Full Professor in the Department of Accountancy and Finance. His academic and research work focuses on public and social innovation, digital learning, and digital humanities. Through UGR MediaLab, which he has directed since its foundation, he has led various collaborative projects such as Impronta Granada and UnInPública that are aimed at building bridges between universities, public institutions, and society to tackle regional challenges.

Umsetzung partizipativer Ansätze

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Ziel: Umsetzung partizipativer Methoden, die eine breite Beteiligung der Bevölkerung in den Entscheidungsprozess zur lokalen Entwicklung gewährleisten
  • Ansatz: Kombination aus Online-Konsultationen, interaktiven Workshops und Kooperationsprojekten, in denen verschiedene Interessengruppen zusammenkommen, um Herausforderungen zu identifizieren und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten
  • Ergebnis: Ein demokratischer Prozess, bei dem die Lösungen die Bedürfnisse und Beiträge aller Interessengruppen widerspiegeln, wodurch Eigenverantwortung entsteht und die Nachhaltigkeit in der Umsetzungsphase gewährleistet wird

Beschreibung

Die Umsetzung partizipativer Ansätze erfordert die Einbindung verschiedener Interessengruppen – lokaler Gemeinschaften, Forschender, Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen –, um gemeinsam Lösungen für regionale Herausforderungen zu entwickeln.

Wirksame partizipative Methoden befähigen Gemeinschaften, eine aktive Rolle bei der Gestaltung lokaler Entwicklungsstrategien zu übernehmen, und stellen sicher, dass Lösungen nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern auch lokal relevant und nachhaltig sind.

„UGR County Councils“ bezeichnet die von der Universität Granada (UGR) im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen geleitete Initiative, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlich Forschenden, lokalen Behörden und Vertreterinnen und Vertreter aus den Gemeinden zu fördern.

 

Diese Initiative konzentriert sich auf die Bewältigung regionaler Herausforderungen durch gemeinsam erarbeitete, forschungsbasierte Lösungen und ist ein Beispiel für ein erfolgreiches Modell partizipativer Governance im Kontext der territorialen Entwicklung.

 

Wie funktioniert das Format?

  • Identifizierung der Interessengruppen. Der partizipative Ansatz beginnt mit der Identifizierung und Erfassung relevanter Interessengruppen – ein Prozess, der von Medialab UGR im Rahmen der Initiative „Impronta“ koordiniert wird. Diese Erfassung umfasst nicht nur Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Verwaltung und Forschende, sondern auch zivilgesellschaftliche Organisationen, lokale Unternehmen und Mitglieder der Gemeinschaft, die über wertvolles Wissen zu lokalen Herausforderungen verfügen.

 

  • Datenerhebung und Konsultation. Mithilfe von Online-Umfragen, Fokusgruppen und interaktiven Workshops werden Beiträge dieser Interessengruppen gesammelt. Die Bezirksräte der UGR nutzten beispielsweise Online-Vorbereitungssitzungen, um vor dem Präsenztreffen „Second Impronta Granada“ und den dazugehörigen interaktiven Workshops Erkenntnisse von den Interessengruppen zu gewinnen. Diese Methode stellt sicher, dass von Beginn an vielfältige Stimmen Gehör finden.

 

  • Gemeinsame Gestaltung und kooperative Planung. Sobald die Bedarfslage ermittelt ist, organisiert das Medialab UGR im Rahmen der Impronta-Initiative Workshops zur gemeinsamen Gestaltung, in denen Forschende, Mitarbeitende in Politik und Verwaltung, Vertreter der Zivilgesellschaft und lokale Unternehmen zusammenkommen, um gemeinsam Aktionspläne zu entwickeln. Diese Workshops finden in Echtzeit statt, was sofortiges Feedback und Anpassungen ermöglicht.

 

Dieser Ansatz wurde beim zweiten „Impronta Granada“-Treffen durch die Organisation von Mikropräsentationen umgesetzt, die vom Medialab UGR koordiniert wurden und bei denen Forschende ihre Projekte vorstellten und direktes Feedback von lokalen Akteuren erhielten.

 

  • Öffentliche Sichtbarkeit und kontinuierliches Engagement. Digitale Plattformen wie die Website Impronta Granada tragen dazu bei, Sichtbarkeit und Engagement aufrechtzuerhalten. Forschungsprojekte, Gemeinschaftsinitiativen und Profile der Beteiligten werden öffentlich zugänglich gemacht, sodass alle Teilnehmende den Fortschritt verfolgen und zur Diskussion beitragen können. Profile der Beteiligten und UGR-Projekteinträge sind wichtige Instrumente, um eine kontinuierliche Mitwirkung sicherzustellen und das Engagement der Gemeinschaft aufrechtzuerhalten.

 

Herausforderungen (und mögliche Lösungsansätze)

  • Koordination und Kommunikation. In komplexen Projekten mit vielen Akteuren kann es eine Herausforderung sein, eine klare Kommunikation zwischen den Beteiligten sicherzustellen. Die Initiative der UGR-Kreisräte unterstreicht die Notwendigkeit einer gezielten Moderation, um die Koordination zwischen verschiedenen Sektoren zu gewährleisten und sicherzustellen, dass alle Stimmen Gehör finden.
  • Nachhaltigkeit. Zwar kann die anfängliche Beteiligung stark sein, doch die Aufrechterhaltung des Engagements über einen längeren Zeitraum hinweg stellt eine häufige Herausforderung dar. Forschende, Verantwortliche in Politik und Verwaltung und Führungskräfte der Gemeinschaft müssen sich zu einer kontinuierlichen Zusammenarbeit über die anfänglichen Workshops oder Treffen hinaus verpflichten.

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Aufgaben

○ Bereitstellung von Forschungsergebnissen, die in den partizipativen Prozess einfließen

○ Moderation von Workshops und Aktivitäten zur gemeinsamen Gestaltung

 

  • Erforderliche Ressourcen

○ Instrumente zur Verbreitung von Forschungsergebnissen, wie Datenbanken, interaktive Websites und Instrumente zur gemeinschaftsbasierten Datenerhebung.

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung

  • Aufgaben

○ Koordination der Einbindung von Interessengruppen

○ Organisation von Online- und Präsenzkonsultationen

○ Sicherstellung, dass Rückmeldungen effektiv in den Entwicklungsprozess einfließen

  • Erforderliche Ressourcen

○ Kommunikationsinstrumente (z. B. Websites, Social-Media-Plattformen); Workshop-Materialien (z. B. visuelle Hilfsmittel, Instrumente zur Datenerhebung).

 

Verantwortliche in Politik und Verwaltung

  • Aufgaben

○ Schaffung politischer Rahmenbedingungen, die die Beiträge aus dem partizipativen Prozess widerspiegeln

○ Bereitstellung von Ressourcen für die Umsetzung

○ Sicherstellung einer kontinuierlichen Zusammenarbeit mit den Führungskräften der Gemeinschaft

  • Erforderliche Ressourcen

○ Politische Fachkompetenz und finanzielle Mittel zur Unterstützung der Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Lösungen.

 

Beispiele

Das ENGAGEgreen-Projekt und die UGR-Kreisräte

Das Erasmus+-Projekt „ENGAGEgreen“ und die Initiative der UGR-Kreisräte verdeutlichen, wie partizipative Ansätze die akademische Forschung effektiv mit der lokalen Verwaltung verbinden können.

Im Rahmen dieses Ansatzes wurden mehrere vorbereitende Aktivitäten durchgeführt, darunter das erste Impronta-Granada-Treffen im Januar 2025, gefolgt vom Treffen der UGR-Kreisräte im Juli 2025 und dem zweiten Impronta-Granada-Treffen im Dezember 2025, bei denen Forscher, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, Unternehmen und Akteure der Zivilgesellschaft zusammenkamen, um regionale Herausforderungen wie nachhaltigen Tourismus, Denkmalschutz und wirtschaftliche Entwicklung zu identifizieren und anzugehen.

Diese Treffen trugen dazu bei, die Forschung der UGR auf die Bedürfnisse von Poniente Granadino und anderer Regionen abzustimmen, indem Forschende aktiv in Diskussionen über lokale Prioritäten einbezogen wurden. Im Rahmen dieser Veranstaltungen stellten Forscher der UGR ihre laufenden Projekte vor; einige Projekte wurden dabei mithilfe einer Excel-Datenbank erfasst, in der Forschungsthemen, die Zugehörigkeit der Forschenden sowie die jeweils zuständigen Kreisräte katalogisiert wurden.

Dieser Prozess trug zudem dazu bei, Forschungsergebnisse in die lokalen politischen Diskussionen zu integrieren und förderte so die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und lokalen Akteuren. Darüber hinaus war die Website „Impronta Granada“ entscheidend für die Sichtbarkeit dieser UGR-Forschenden, da sie Profile der Beteiligten und Projektlisten enthielt, die nach den Bezirksräten der UGR kategorisiert waren. Dies ermöglichte es den Interessengruppen, relevante Forschungsarbeiten in ihren Regionen zu filtern und sich mit ihnen zu vernetzen. Der Einsatz von Online-Workshops und Kurzpräsentationen ermöglichte eine kontinuierliche Einbindung und die gemeinsame Erarbeitung von Lösungen, wodurch sichergestellt wurde, dass akademisches Wissen auf lokale Entwicklungsziele abgestimmt und in langfristige Strategien integriert wurde.

 

Quellen und weiterführende Literatur

 

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Kontaktieren Sie gerne Tome Sandevski über science-policy@uni-frankfurt.de

Wie man Forschende als Mitwirkende gewinnt

Fallstudie zum zweiten Impronta-Treffen in Granada und zum Poniente-Workshop

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

● Ziel

Erfolgreiche Gewinnung von Forschenden der Universität Granada (UGR) für kooperative, regional ausgerichtete Projekte mit Kommunalverwaltungen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft in der Region Poniente Granadino.

● Wichtige Strategien

○ Online-Vorbereitungstreffen zur Ermittlung der dringlichsten regionalen Herausforderungen wie nachhaltiger Tourismus, Denkmalschutz und wirtschaftliche Entwicklung sowie zur Erfassung bestehender Forschungskapazitäten

○ Eine kuratierte Excel-Datenbank, in der Forschende der Universität Granada, ihre Projekte und die jeweils zugehörigen Provinzräte erfasst sind

○ Erstellung von Profilen der Beteiligten auf der Website von Impronta Granada, um die Sichtbarkeit zu verbessern und ihre Zuordnung zu bestimmten Provinzräten zu verdeutlichen

○ Nutzung von UGR-Projekteinträgen auf der Website, um laufende Forschungsprojekte hervorzuheben, kategorisiert nach UGR-Landkreisen und auf einer interaktiven Karte verortet

○ Mikropräsentationen (kurze Vorträge) beim zweiten Impronta-Granada-Treffen zur Vorstellung ausgewählter Forschungsprojekte vor dem Hauptworkshop in Poniente

● Ergebnis

Verstärktes Engagement der Forschenden; verbesserte Transparenz des Fachwissens; Abstimmung zwischen akademischer Forschung und den Prioritäten der territorialen Entwicklung; fundiertere, evidenzbasierte Debatte während des Workshops.

Beschreibung

Die Einbindung von Forschenden der Universidad de Granada (UGR) in regionale Governance- und Entwicklungsinitiativen ist eine Schlüsselstrategie, um eine Brücke zwischen akademischem Wissen und lokaler Politikgestaltung zu schlagen.

UGR-Bezirksräte bezeichnet die von der Universität Granada (UGR) im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen geleitete Initiative, die darauf abzielt, die Zusammenarbeit zwischen akademischen Forschenden, lokalen Behörden und Akteuren aus den Gemeinden zu fördern. Im Mittelpunkt dieser Initiative steht die Bewältigung regionaler Herausforderungen durch gemeinsam erarbeitete, forschungsgestützte Lösungen.

Das zweite Impronta-Granada-Treffen ist die dritte Pilotveranstaltung, die von der UGR im Rahmen dieses Projekts organisiert wird und bei der Forschende, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung und lokale Interessengruppen zusammenkommen, um Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in ländlichen und städtischen Gebieten zu erörtern und zu entwickeln.

Im Rahmen des zweiten „Impronta Granada“-Treffens (2. Dezember 2025) wurden die Forschenden durch vorherige Online-Vorbereitungstreffen mit den Bezirksräten der UGR und den anschließenden Präsenz-„Poniente-Workshop“ aktiv in einen Multi-Stakeholder-Prozess eingebunden.

Um dies umzusetzen, erstellte das Medialab UGR eine interne Excel-Datenbank – mit einer Auflistung der laufenden Forschungsprojekte, der Namen der Forschenden, der zugehörigen Kreisverwaltung (comarca) und des Projektstatus –, die dann dazu diente, Kurzpräsentationen dieser Projekte während der Präsenzveranstaltung zu konzipieren und einzuplanen. Das Excel-Register war kein statisches Werkzeug, sondern wurde während des gesamten Prozesses kontinuierlich gepflegt und aktualisiert, um bestätigte Teilnahmen, thematische Relevanz und die sich entwickelnde Abstimmung zwischen Forschungsprojekten und territorialen Bedürfnissen widerzuspiegeln.

Dieser Mechanismus förderte die Sichtbarkeit, erleichterte die Vermittlung zwischen Forschenden und Interessengruppen und trug dazu bei, die Tagesordnung des Workshops an wissenschaftlich fundierten Vorschlägen auszurichten. Der Rekrutierungsprozess wurde durch die Erstellung von Profilen der Beteiligten und die Auflistung von UGR-Projekten auf der Impronta Granada-Website unterstützt, wo Forschende und ihre laufenden Arbeiten sichtbar und zugänglich gemacht wurden. Diese Profile ermöglichten es, Interessengruppen aus verschiedenen Sektoren, relevante Forschende für eine Zusammenarbeit zu identifizieren und zudem geolokalisierte UGR-Projekte zu erkunden, die mit den regionalen Entwicklungsbedürfnissen im Einklang stehen.

 

Wie funktioniert das Format?

Die Rekrutierung von UGR-Forschenden für den Poniente-Workshop erfolgte nach einem klaren und strukturierten Verfahren:

  1. Ermittlung des Bedarfs und bestehender Forschung

a) Während der von Medialab UGR im Rahmen der Initiative „Impronta Granada“ organisierten Online-Vorbereitungstreffen mit verschiedenen Bezirksräten der UGR (darunter auch denjenigen aus Poniente) lokale Akteuren und Forschenden der UGR wurden regionale Herausforderungen wie nachhaltigen Tourismus, Denkmalschutz, wirtschaftliche Wiederbelebung, Bevölkerungsrückgang, Migration, Landflucht, Schutz des kulturellen Erbes sowie Fragen der ökologischen und digitalen Wende, darunter Klimaanpassung, nachhaltige Landnutzung und die Digitalisierung lokaler Dienstleistungen identifiziert.

b) Gleichzeitig stellten die Forschenden laufende Untersuchungen vor, die sie in der Provinz Granada durchführten, insbesondere in ländlichen und Comarca-bezogenen Kontexten (z. B. Archäologie, Soziologie, Umweltwissenschaften, Kulturerbe, Tourismus).

c) Die Ergebnisse dieser Treffen wurden in einer strukturierten Excel-Tabelle erfasst, einschließlich der Namen der Forschenden, der Projekttitel, der zugehörigen Comarca und des Projektstatus. Dieses Instrument ermöglichte es, die Forschungskapazitäten den territorialen Bedürfnissen zuzuordnen und auszuwählen, welche Forschenden zu bestimmten Themen beitragen könnten.

 

  1. Aktive Anwerbung und Sichtbarkeit

a) Auf der Grundlage des Excel-Verzeichnisses lud das Medialab UGR im Rahmen der Initiative „Impronta Granada“ ausgewählte Forschende ein, Mikropräsentationen zu erstellen, die während des zweiten „Impronta Granada“-Treffens – vor dem Hauptworkshop „Poniente“ – gehalten werden sollten, um ihnen eine Plattform zu bieten, ihre Arbeit einem breiteren Publikum von Interessengruppen (Vertreter von Politik und Verwaltung, Akteure der Zivilgesellschaft, lokale Unternehmen) vorzustellen.

 

b) Die Forschenden wurden aktiv zur Zusammenarbeit eingeladen, indem sie ihre Projekte auf der Impronta Granada-Website präsentierten, wo ihre Forschungsthemen von den UGR-Bezirksräten kategorisiert und mit relevanten regionalen Entwicklungsinitiativen verbunden wurden. Die Profile der Beteiligten enthalten detaillierte Informationen über die Forschenden und die UGR-Bezirksräte, denen sie angehören, was den Anwerbungsprozess erheblich erleichterte.

  • Profile der Beteiligten. Forschende und andere Beteiligte, aufgelistet mit Zugehörigkeit, Funktion und Mitgliedschaft in einem Bezirksrat. Das Verzeichnis lässt sich auf der Impronta Granada-Website nach Institution (Universität Granada), Profil (Forschungszentrum) und Zugehörigkeit zu einem Comarca-Rat filtern: Impronta Granada-Akteursprofile.
  • UGR-Projekteinträge: Ein Katalog von Forschungsprojekten, die auf einer Karte geolokalisiert und nach Comarca-Rat kategorisiert sind, sodass Nutzer sehen können, welche Forschungsprojekte in welchen Comarcas aktiv sind: UGR-Projekte in den Comarca-Räten.

 

  1. Mikropräsentationen als Impulsgeber für Engagement

Auf dem zweiten Impronta-Granada-Treffen (Loja, 2. Dezember 2025) – im Vorfeld des thematischen Workshops für Poniente – hielten mehrere Forschende kurze, fünfminütige Präsentationen zu ihren Projekten. Diese Mikropräsentationen umfassten visuelles Material (Karten, Bilder, Diagramme usw.), stellten Forschungsergebnisse nicht-akademischen Interessengruppen vor und untermauerten die Workshop-Debatten mit empirischen Daten.

Darunter:

  • La voz de las torres – The Voice of the Towers (Ana García)
  • El patrimonio arqueológico en la comarca del Poniente de Granada: desde su investigación hasta su difusión – Archaeological Heritage in the Poniente de Granada Region: From Research to Dissemination (Luca Mattei)
  • Excavación en la Mesa de Fornes – Excavation at Mesa de Fornes (Andrés Androher)
  • El “heheo” en el Poniente Granadino: un estudio sociolingüístico – The “Heheo” in the Poniente Granadino Region: A Sociolinguistic Study (María Cardenete)
  • Estación biológica de campo de la UGR “La Resinera” – UGR Field Biological Station “La Resinera” (Juan M. Pleguezuelos)
  • Volver a los Orígenes siendo Original – Returning to the Origins While Being Original (Eva Moreno Castillo)

 

  1. Einbindung in die Workshop-Diskussion

Im Anschluss an die Kurzvorträge ermöglichte der Poniente-Arbeitskreis einen Dialog zwischen Forschenden, Akteuren aus Politik und Verwaltung, Vertretern der Zivilgesellschaft und lokalen Wirtschaftsvertretern und förderte so die gemeinsame Ausarbeitung von Vorschlägen sowie eine mögliche Abstimmung der akademischen Forschung mit den territorialen Plänen für die Region Poniente.

 

Herausforderungen (und Lösungsansätze)

  • Vielfalt der Forschungsprofile.

Nicht alle in der Excel-Datenbank aufgeführten Projekte wurden aktiven Forschenden durchgeführt; einige stammten von anderen teilnehmenden Akteuren. Dies lag daran, dass das ursprüngliche Verzeichnis anhand von Informationen zusammengestellt wurde, die aus öffentlichen Ausschreibungen, Vorbereitungssitzungen und bestehenden regionalen Projektunterlagen stammten, in denen Beiträge einer Vielzahl von Akteuren enthalten waren. Daher war ein anschließender Überprüfungsprozess erforderlich, um forschungsaktive Profile zu identifizieren und zu priorisieren.

 

  • Diskrepanz zwischen Forschungsthemen und lokalen Bedürfnissen.

Einige Forschungsschwerpunkte (z. B. stark theoretisch oder fachspezifisch) ließen sich nicht nahtlos in umsetzbare lokale Strategien oder Vorschläge im Bereich Kulturerbe/Tourismus einbinden – was eine Anpassung oder Umsetzung in praktische Vorschläge erforderte.

 

  • Zeitliche und Motivations-bedingte Einschränkungen.

Forschungsmitarbeitende sind mit Lehr- und Verwaltungsaufgaben belastet, was ihre Verfügbarkeit einschränken kann. In diesem Fall wurden das Excel-Verzeichnis und die Online-Veröffentlichung der Forscherprofile bereits mehrere Wochen vor dem zweiten Impronta-Granada-Treffen zusammengestellt und bereitgestellt, was zwar eine erste Beteiligung ermöglichte, sich jedoch als unzureichend erwies, um ein langfristiges Engagement über die Veranstaltung hinaus zu gewährleisten. Eine nachhaltige Beteiligung erfordert daher eine bessere Vorausplanung sowie kontinuierliche institutionelle und logistische Unterstützung.

 

  • Sichtbarkeit und Kommunikation.

Zwar verbesserten die Website und die Kurzpräsentationen die Sichtbarkeit, doch um sicherzustellen, dass Kommunalverwaltungen und die Zivilgesellschaft das Register regelmäßig konsultieren und nutzen, sind kontinuierliche Anstrengungen und Öffentlichkeitsarbeit erforderlich.

Die Bekanntmachung des Registers erfolgte hauptsächlich durch direkte Kommunikation mit den Gemeinderäten während der Vorbereitungstreffen, durch Präsentationen beim zweiten Impronta-Granada-Treffen sowie durch gezielte Folge-E-Mails mit Links zu den Profilen der Beteiligten und den UGR-Projekteinträgen. Auch wenn die Profile der Forscher erstellt und die UGR-Projekte auf der Impronta-Granada-Website aufgeführt wurden, musste die Sichtbarkeit dieser Profile innerhalb der Gemeinderäte und der breiteren Öffentlichkeit stärker gefördert werden.

Darüber hinaus erfordert die aktive Einbindung der Forschenden in lokale Projekte eine klare Kommunikation und die Bereitschaft/Motivation, zur territorialen Entwicklung, beizutragen.

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Aufgaben

○ Vorbereitung und Durchführung von Kurzvorträgen

○ Bereitstellung von Forschungsdaten und visuellen Materialien zu regionalen Themen

○ Beteiligung an anschließenden Kooperationsprojekten mit lokalen Akteuren

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeitaufwand für die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis

○ Unterstützendes Material (Karten, Bildmaterial, Daten)

○ Ethische und institutionelle Unterstützung durch die UGR

 

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung

  • Aufgaben

○ Pflege und Aktualisierung des Excel-Registers

○ Verwaltung der Profile der Beteiligten und „UGR-Projekteinträge“ auf der Impronta Granada-Website.

○ Organisation der Mikropräsentationsrunde

○ Förderung der Kommunikation zwischen Forschenden und lokalen Akteuren

  • Erforderliche Ressourcen

○ Tools zur Pflege der Datenbank und der Website

○ Logistische und technische Unterstützung für Veranstaltungen (Veranstaltungsort, audiovisuelle Ausrüstung) sowie für die anschließende Kommunikation

 

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung

  • Aufgaben

○ Teilnahme an Mikropräsentationen und Workshops

○ Ermittlung der Relevanz der Forschungsergebnisse für lokale Politik und Projekte

○ Feedback geben und gegebenenfalls Ressourcen zur Unterstützung forschungsbasierter Initiativen bereitstellen

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeitliche Zuweisung durch die Institution

○ Budgetierung für Pilotinitiativen oder Kooperationen

○ Kanäle zur Einbindung von Forschungserkenntnissen in die kommunale Planung

 

Details zur Fallstudie: Wie wurde das Format umgesetzt?

Dem Poniente-Workshop gingen zwei vorbereitende Online-Treffen voraus, bei denen Forscher der UGR und lokale Akteure regionale Herausforderungen wie nachhaltigen Tourismus, Denkmalschutz und wirtschaftliche Entwicklung diskutierten. Medialab UGR erstellte eine Excel-Datenbank, um Forschungskompetenzen bestimmten territorialen Herausforderungen zuzuordnen, wobei die Projekte nach Forschungsthemen, Zugehörigkeit der Forscher und dem jeweiligen Provinzrat kategorisiert wurden. Diese Daten bildeten die Grundlage für Mikropräsentationen beim zweiten Impronta Granada Treffen, bei dem ausgewählte Forscher ihre Arbeit mit visuellen Materialien einem breiten Publikum vorstellten, darunter Kommunalverwaltungen, Unternehmen und Vertreter der Zivilgesellschaft.

Darüber hinaus wurden Forscher und Projekte auf der Impronta Granada-Website präsentiert. Dort wurden Profile der Akteure erstellt, um die Fachkenntnisse der Forscher und ihre Zugehörigkeit zu den Bezirksräten hervorzuheben, während die UGR-Projekte aufgelistet und geolokalisiert wurden, was es einfach machte, Forscher mit lokalen Bedürfnissen in Verbindung zu bringen.

 

Verfügbare Ressourcen (Hauptaufgaben)

  • Verbreitung von Forschungsergebnissen. Die Impronta-Granada-Website diente als zentrales Instrument, um die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der UGR-Projekte zu gewährleisten. Auf der Website wurden UGR-Projekteinträge erstellt und nach den Bezirksräten der UGR gegliedert, was dazu beitrug, die akademische Forschung auf die lokalen Bedürfnisse abzustimmen. Diese Projekteinträge wurden auf einer interaktiven Karte geolokalisiert, sodass die Interessengruppen genau sehen konnten, wo Forschungsinitiativen in der Region Granada durchgeführt wurden.
  • Wissensaustausch. Mikropräsentationen ermöglichten es den Forschenden, direkt mit den Interessengruppen in Kontakt zu treten, indem sie ihre Ergebnisse in einem leicht verständlichen Format vorstellten. Diese Sitzungen förderten die sektorübergreifende Zusammenarbeit und stellten sicher, dass die Forschenden nicht nur Wissen weitergaben, sondern auch aus den lokalen Bedürfnissen lernten und Bereiche von gemeinsamem Interesse identifizierten.

 

Gewonnene Erkenntnisse

Was funktioniert…

  • Die Excel-Datenbank erwies sich als erfolgreiches Instrument zur Organisation und Kategorisierung der UGR-Forschungsprojekte und erleichterte so die Zuordnung von Forschenden zu lokalen Herausforderungen
  • Profile der Beteiligten auf der Impronta-Granada-Website trugen dazu bei, die Sichtbarkeit der Forschenden zu erhöhen und die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und lokalen Akteuren zu fördern
  • Mikropräsentationen waren ein wirksames Mittel, um ein vielfältiges Publikum anzusprechen, und trugen dazu bei, die Kluft zwischen akademischer Forschung und lokaler Politikgestaltung zu überbrücken, indem Forschungsprojekte zusammen mit praktischen Anwendungen vorgestellt wurden

 

Was funktioniert nicht…

● Nachhaltiges Engagement von Forschenden über die Veranstaltung hinaus bleibt aufgrund ihrer akademischen Arbeitsbelastung und zeitlicher Einschränkungen eine Herausforderung. Um sicherzustellen, dass diese Kooperationen nach dem ersten Workshop fortgesetzt werden, sind gezielte Folgeaktivitäten und institutionelle Unterstützung erforderlich.

● Zwar erleichterten die Mikropräsentationen die anfängliche Einbindung, doch besteht die Herausforderung darin, die langfristige Beteiligung der Forschenden in der Umsetzungsphase lokaler Projekte sicherzustellen.

 

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

● Es wurden Feedback-Umfragen durchgeführt, um die Wirksamkeit der Kurzvorträge und die Beteiligung der Forschung am Poniente-Workshop zu bewerten.

● Folgeumfragen werden erforderlich sein, um die langfristigen Auswirkungen forschungsbasierter Lösungen zu bewerten und zu ermitteln, inwieweit diese in die lokale Politik und die Gemeindearbeit umgesetzt wurden.

 

Beispiele

1.       Profile der Beteiligten

Auf der Website von Impronta Granada ermöglicht das Verzeichnis der Profile der Beteiligten eine Filterung nach Einrichtung, was Forschenden hilft, Sichtbarkeit zu erlangen und Kontakte zu lokalen Akteuren zu knüpfen.

Beispiel: Francisco Antonio Navarro Valverde – ein Forscher an der UGR, der unter dem Provinzrat der UGR von Poniente Granadino aufgeführt ist: Profil von Francisco Navarro

2.       UGR-Projekte, aufgelistet nach Bezirksräten

Der Katalog der UGR-Projekte, geolokalisiert nach Bezirksräten, ermöglicht es Nutzenden zu sehen, wo die einzelnen Forschungsinitiativen aktiv sind – so entsteht eine regionale Karte des akademischen Engagements und der potenziellen Wirkung.

Beispiel: UGR-Archäologieprojekt.

3.       Die Mikropräsentationsrunde im Rahmen des zweiten Impronta-Granada-Treffens fand vor dem Hauptworkshop „Poniente“ statt und stellte sicher, dass die Forschungsergebnisse in die Debatte und die Projektvorschläge einflossen. Laut dem UGR-Nachrichtenbericht brachte die Veranstaltung Vertretende von Institutionen, Forschende, soziale Akteure, Unternehmen und Bürger und Bürgerinnen zusammen, um die wichtigsten regionalen Herausforderungen mit Schwerpunkt auf Innovation, Nachhaltigkeit sowie kulturellem und ökologischem Reichtum anzugehen.

 

Quellen und weiterführende Literatur

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Kontaktieren Sie gerne Tome Sandevski über science-policy@uni-frankfurt.de

Wie man Formate des politischen Dialogs öffentlich bekannt macht bzw. bewirbt

Kommunikationsstrategien und Öffentlichkeitsarbeit durch Medialab UGR und Impronta Granada

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Integriertes Kommunikationsökosystem: medienübergreifender Ansatz, der institutionelle Websites, soziale Netzwerke und die lokale Presse miteinander verbindet
  • Markenbezogene Werbematerialien: Merchandising-Artikel (personalisierte Notizbücher, Roll-ups, visuelle Identität) für regionale Veranstaltungen
  • Kontinuierliches digitales Storytelling: regelmäßige Updates auf den Plattformen Medialab UGR und Impronta Granada, einschließlich eigener ENGAGEgreen-Rubriken
  • Presse- und audiovisuelle Berichterstattung: Nachrichtenbeiträge in IDEAL und Granada Hoy, YouTube-Webinare sowie Teilnahme an europäischen Konferenzen
  • Bürgerbeteiligung in den Medien: Einladung an die Mitglieder der Bezirksräte der UGR, bei Radiolab UGR Podcasts aufzunehmen, um regionale Initiativen vorzustellen

Beschreibung

Dieser Beitrag untersucht, wie die Universität Granada (UGR) über das Medialab UGR und Impronta Granada innovative Kommunikationsstrategien entwickelt und umsetzt, um Formate für den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik zu fördern. Im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen kombiniert die UGR digitale Kommunikation, traditionelle Medienarbeit und partizipatives Storytelling, um die Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und öffentliche Beteiligung an Initiativen wie den UGR-Bezirksräten und den Impronta-Granada-Treffen zu steigern.

Diese Kommunikationsmaßnahmen untermauern das institutionelle Engagement der UGR für offene Innovation und bürgerschaftliches Engagement und stellen sicher, dass der Dialog zwischen Wissenschaft, Akteuren der Politik, Unternehmen und Bürgern sowohl regional als auch international ein breites Publikum erreicht.

 

Wie funktioniert das Format?

Die Öffentlichkeitsarbeit basiert auf einem Multichannel-Kommunikationsmodell, das von Medialab UGR koordiniert wird. Sie folgt einem kontinuierlichen Zyklus, der sich in vier Phasen gliedert:

  1. Vorbereitung und Markenbildung:

Entwicklung einer visuellen Identität und Druckmaterialien zur Begleitung jeder Veranstaltung im Rahmen des Politikdialogs. Für den Start der UGR-Kreisräte (20. Januar 2025) produzierte die UGR personalisierte Notizbücher mit Projektinformationen, Roll-ups zur Steigerung der Sichtbarkeit sowie koordinierte Catering-Dienstleistungen, um das Erlebnis der Teilnehmenden zu verbessern.

  1. Medienveröffentlichung und digitale Verbreitung:
  1. Öffentliche Sichtbarkeit und internationale Reichweite:

Die UGR warb für ENGAGEgreen auf verschiedenen europäischen Foren, darunter die Arqus Alliance BIP „Making the Planet a Healthier Place“ (Mai 2025), die SAM-Konferenz „Building Bridges: Shaping Europe’s Science-for-Policy Landscape“ (Wien, 26.–27. Mai 2025) und die ENGAGEgreen-Veranstaltung in Brüssel „Unlocking Science-Policy Synergies for Europe’s Green and Digital Future“ (Juni 2025). Diese Aktivitäten wurden von mehrsprachigen Pressemitteilungen und einer Berichterstattung in „Impronta Granada“ begleitet.

  1. Bürgerkommunikation und kreative Medien:

Die UGR lädt Mitglieder der „Living Labs“ der UGR-Bezirksräte ein, Podcasts bei Radiolab UGR, einem professionellen Aufnahmestudio der Universität, aufzunehmen. Diese Initiative ermöglicht es lokalen Akteuren, Forschenden und Verantwortlichen der Politik, ihre Projekte und Herausforderungen einem breiteren Publikum vorzustellen und so die Veröffentlichung zu einer gemeinsam gestalteten Erzählung zu machen, die die Dimension „Wissenschaft für die Menschen“ von ENGAGEgreen stärkt.

 

Herausforderungen

  • Wahrung der Einheitlichkeit des Brandings und der visuellen Identität über mehrere Kanäle hinweg
  • Abwägung zwischen wissenschaftlicher Genauigkeit und einer für Laien verständlichen Sprache
  • Abstimmung des Zeitplans zwischen lokalen Veranstaltungen, Presseterminen und der Kommunikation auf EU-Ebene
  • Sicherstellung eines anhaltenden Interesses nach dem anfänglichen Höhepunkt der Öffentlichkeitsarbeit
  • Messung der tatsächlichen Wirkung über quantitative Indikatoren (Likes, Reichweite und Aufrufe) hinaus

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Beiträge verfassen, in denen Forschungsergebnisse und regionale Erkenntnisse in einer leicht verständlichen Sprache erläutert werden
  • An Interviews, Webinaren und Podcasts teilnehmen, um die Auswirkungen des Projekts in einen Kontext zu stellen
  • Pressematerialien prüfen, um die sachliche Richtigkeit und wissenschaftliche Glaubwürdigkeit sicherzustellen
  • Live-Kommunikation (Konferenzen, Arqus Alliance BIP, SAM Wien, Veranstaltung in Brüssel) intensivieren, um die Sichtbarkeit in akademischen und politischen Kreisen zu stärken

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung

  • Koordination der Kommunikationsstrategie und des Zeitplans für alle ENGAGEgreen-Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit
  • Erstellung, Bearbeitung und Veröffentlichung von Multimedia-Inhalten (Pressemitteilungen, Videoclips, YouTube-Webinare)
  • Pflege der Verbindungen zu lokalen und nationalen Printmedien (IDEAL, Granada Hoy)
  • Überwachung von Grafikdesign, Markenführung und Veranstaltungslogistik (Merchandising, Beschilderung, Fotografie)
  • Pflege von Analyse-Dashboards für Web- und Social-Media-Daten zur Ermittlung von Engagement-Trends

Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung

  • Fördern Sie die Sichtbarkeit, indem Sie an Interviews teilnehmen und Stellungnahmen zu den Ergebnissen der Zusammenarbeit abgeben
  • Verbreiten Sie ENGAGEgreen-Materialien über institutionelle Kanäle (Kommunen, lokale Entwicklungsagenturen)
  • Unterstützen Sie die regionale Verbreitung durch Newsletter und lokale Veranstaltungen

 

Beispiele

  • 20. Januar 2025 – Erstes Impronta Granada-Treffen: Auftaktveranstaltung mit 143 Teilnehmern; Berichterstattung auf den Websites von Impronta Granada und Medialab UGR, Beiträge in IDEAL und Granada Hoy sowie eine vollständige Videoaufzeichnung auf YouTube
  • 24. Januar 2025 – Pressemitteilungen: Veröffentlichung auf beiden institutionellen Plattformen und Weiterverbreitung über soziale Medien
  • 9. Mai 2025 – Präsentation der Arqus Alliance: Die UGR stellte 25 Studierenden und sechs Forschenden aus drei europäischen Universitäten das Konzept der Living Labs vor
  • 26.–27. Mai 2025 – SAM-Konferenz in Wien: Internationale Sichtbarkeit durch eine koordinierte Sitzung zum Thema „Universitäten und Kommunen entwickeln gemeinsam Lösungen für den städtischen Wandel“
  • 12. Juni 2025 – Konferenz in Brüssel: Die UGR leitete eine Sitzung zum Thema „Wasser und Boden: Von der Forschung zur öffentlichen Politik“ und positionierte ENGAGEgreen damit im Ökosystem des wissenschaftspolitischen Dialogs der EU
  • Radiolab UGR: Laufende Einladung an Mitglieder des Kreisrats zur Produktion thematischer Podcasts, die territoriale Innovationen und Nachhaltigkeitsmaßnahmen vorstellen.

 

Fallstudien

Eine umfassende Kommunikationsstrategie, die Print-, digitale und audiovisuelle Medien kombinierte, führte zu einer hohen Sichtbarkeit auf Provinzebene und zu Anerkennung auf EU-Ebene.

Durch die Einbindung der „Radiolab UGR“-Podcasts wurde die Verbreitung auf das Storytelling in den lokalen Gemeinschaften ausgeweitet, wodurch das bürgerschaftliche Engagement für den wissenschaftspolitischen Dialog gestärkt wurde.

 

Wie wird das Format umgesetzt?

Die Planung der Öffentlichkeitsarbeit beginnt zwei Wochen vor jeder Veranstaltung und dauert bis zu drei Monate danach an.

Das Kommunikationsteam des Medialab verfasst Pressemitteilungen, koordiniert Veröffentlichungstermine und überwacht die Interaktionskennzahlen.

Wichtige Meilensteine werden mit dem Redaktionskalender von Impronta Granada abgestimmt. Podcasts und YouTube-Webinare werden als Folgekommunikation veröffentlicht, um das öffentliche Bewusstsein aufrechtzuerhalten und Kontinuität zu gewährleisten.

 

Verfügbare Ressourcen (Was sind die wichtigsten Aufgaben?)

  • Websites der Einrichtungen: medialab.ugr.es und improntagranada.es
  • Offizielle Social-Media-Konten: Instagram, LinkedIn, YouTube
  • Vorlagen für Pressemitteilungen und Markenführung
  • Aufnahmestudio „Radiolab UGR“ und technische Unterstützung
  • Mailinglisten und Datenbank mit Interessengruppen für gezielte Kontaktaufnahme

 

Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Erfahrungen)

  • Funktioniert: einheitliche visuelle Identität; Multichannel-Ansatz, der akademische und öffentlichkeitswirksame Inhalte kombiniert; frühzeitige Einbindung der Medien in die Planung; Einsatz audiovisueller Erzählformen (Reels, Podcasts).
  • Funktioniert nicht: übermäßige Abhängigkeit von einer einzigen Plattform; unzureichende Koordination zwischen der Berichterstattung während und nach der Veranstaltung; Unterschätzen des Zeitaufwands für die Produktion von Inhalten.
  • Erfahrungen: Einen Veröffentlichungszeitplan festlegen; Social-Media-Analysen in die Auswertung einbeziehen; sicherstellen, dass jede Pressemitteilung ein direktes Zitat und ein hochwertiges Bild enthält; Materialien für europäische Netzwerke wiederverwenden.

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

  • Ergebnisse: Anzahl der Pressemitteilungen (20+), Social-Media-Beiträge (>40) und Medienerwähnungen (2 große Zeitungen)
  • Ergebnisse: Gesteigerte Sichtbarkeit der Formate des Dialogs zwischen Wissenschaft und Politik der UGR; stärkere Einbindung der Interessengruppen und Interesse an einer Nachahmung an anderen Universitäten
  • Indikatoren: Website-Zugriffe, Reichweite der Beiträge, Interaktionsraten, Hörerstatistiken der Podcasts, Zitierungen in der Presse
  • Zeitplan: Kontinuierliche Überwachung im Jahr 2025; Berichterstattung integriert in die Bewertung von WP5

 

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Wissenschaft trifft Politik in Brüssel: Aufbau eines Dialogs über die Bodenpolitik in Europa

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Eine Veranstaltung auf europäischer Ebene, die gemeinsam von der Universität Granada (UGR) und dem BETA-Technologiezentrum (Universität Vic) im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen organisiert wurde
  • Mit Vertretenden der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (GD AGRI) der Europäischen Kommission, des Europäischen Umweltbüros (EEB), des Instituts für Europäische Umweltpolitik (IEEP) sowie zahlreicher Universitäten und Forschungsinstitute
  • Die Veranstaltung umfasste eine allgemeine Debatte, zwei Rundtischgespräche (Wasser & Boden) sowie eine Postersession
  • Im Mittelpunkt standen die Umsetzung der EU-Bodenstrategie 2030, die „Soil Mission“ im Rahmen von „Horizont Europa“ und das Gesetz zur Bodenüberwachung
  • Es wurden sowohl Governance-Strukturen als auch Mechanismen des Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Politik thematisiert
  • Identifizierung institutioneller Lücken, neuer Instrumente sowie der Rolle der Sozialwissenschaften und des bürgerschaftlichen Engagements
  • Hervorhebung der Bedeutung inklusiver Dialoge unter Einbeziehung von Wissenschaft, Akteuren aus Politik und Verwaltung und der Zivilgesellschaft
  • Aufzeigen der Rolle von Living Labs, transdisziplinärer Forschung und partizipativen Governance-Modellen

Beschreibung

Dieser Beitrag stellt eine Fallstudie aus der ENGAGEgreen-Konferenz zur Verbreitung von Ergebnissen und zum Austausch mit Interessengruppen vor, die am 12. Juni 2025 in Brüssel stattfand.

Die Konferenz mit dem Titel Wasser und Boden: Von der Forschung zur öffentlichen Politik für den Umweltschutz“, die gemeinsam von der Universität Granada (UGR) und dem Technologiezentrum BETA der Universität Vic organisiert wurde, brachte Forschende, politisch Verantwortliche und Akteure der Zivilgesellschaft zusammen, um zu erörtern, wie Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik eine nachhaltigere Umweltpolitik in Europa unterstützen können.

Die Konferenz konzentrierte sich auf zwei zentrale Elemente – Wasser und Boden – und befasste sich damit, wie wissenschaftliche Erkenntnisse, Sozialwissenschaften und partizipative Governance öffentliche Politik gestalten können, die auf ökologische und soziale Realitäten abgestimmt ist.

Die Diskussionsrunde zum Thema Bodenpolitik befasste sich mit einer dringenden Herausforderung: Wie lassen sich Wissenstransfer und institutionelle Zusammenarbeit bei der Umsetzung der EU-Bodenstrategie und des Bodengesetzes beschleunigen?

 

Ziel der Sitzung war es, den wissenschaftlich-politischen Dialog über Boden- und Wasserpolitik auf europäischer Ebene zu stärken, indem

  • ein strukturierter Raum für den Austausch zwischen Forschenden, politisch Verantwortlichen und Akteuren der Zivilgesellschaft zum Thema Boden- und Wasserpolitik geschaffen wurde
  • untersucht wurde, wie wissenschaftliche Erkenntnisse, Sozialwissenschaften und partizipative Ansätze die EU-Umweltpolitik besser beeinflussen können, insbesondere die EU-Bodenstrategie, das Bodenerhebungsgesetz und die „Soil Mission“ im Rahmen von „Horizont Europa“
  • Hindernisse und Lücken an den derzeitigen Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik im Zusammenhang mit der Boden- und Wasserbewirtschaftung zu identifizieren
  • bestehende Instrumente und Mechanismen für den Wissenstransfer hervorzuheben, die von der Europäischen Kommission und EU-finanzierten Projekten genutzt werden
  • inklusive und transdisziplinäre Governance-Modelle zu fördern, einschließlich der Rolle von Living Labs und der Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung der Boden- und Wasserpolitik

 

Wie funktioniert das Format?

Die Konferenz umfasste drei Teile:

  1. Eine allgemeine Diskussion, in der sich die Teilnehmenden für engere Verbindungen zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft aussprachen;
  2. Eine Diskussionsrunde zum Thema Wasser mit den Schwerpunkten ökosystemorientierte Governance, partizipative Modelle und europäische Initiativen wie Water4All;
  3. Eine Diskussionsrunde zum Thema Boden, in deren Mittelpunkt Horizon-Europe-Projekte, die EU-Bodenmission, das Bodengesetz sowie die von der Europäischen Kommission genutzten Mechanismen zum Wissenstransfer standen.

 

Die Teilnehmenden befassten sich mit

  1. den aktuellen Herausforderungen bei der Umsetzung bodenbezogener Rechtsvorschriften auf EU- und nationaler Ebene;
    1. der Notwendigkeit, qualitative Daten und soziale Dimensionen in Kennzahlen zur Bodengesundheit zu integrieren;
    2. Beispielen für die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Politik, einschließlich „Horizont Europa“-Projekten und Beratungskonzepte;
    3. Vorschläge, die Bodenwissenschaft zugänglicher und politisch umsetzbarer zu machen.

An jedem Rundtisch nahmen sowohl Forschende als auch politisch Verantwortliche teil, was einen wechselseitigen Austausch ermöglichte, bei dem wissenschaftliche Erkenntnisse und institutionelle Erfahrungen in Einklang gebracht wurden.

Moderatoren förderten einen offenen Dialog und sorgten für eine inklusive Beteiligung aller Sektoren. Der Schwerpunkt lag auf der Identifizierung systemischer Lücken und der Erarbeitung von Möglichkeiten zur Institutionalisierung der Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik im Bereich Boden.

 

Herausforderungen

  • Sprachliche und konzeptionelle Barrieren zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung wurden wiederholt angesprochen
  • Wissenschaftlern fehlen oft klare Ansatzpunkte oder Leitlinien für die Einbindung in Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene
  • Die Zivilgesellschaft ist in politischen Dialogen über natürliche Ressourcen trotz ihrer direkten Auswirkungen nach wie vor unterrepräsentiert
  • Die soziale Dimension der Boden- und Wasserpolitik wird oft zugunsten technischer oder ökologischer Ansätze vernachlässigt
  • Politische Zeitpläne und Forschungszyklen sind oft nicht aufeinander abgestimmt, was die Verwertbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Gesetzgebung einschränkt
  • Es mangelt an spezialisierten Fachleuten, die zwischen akademischem Fachwissen und den Bedürfnissen der öffentlichen Verwaltung vermitteln

 

Aufgaben und Ressourcen

Forschende

  • Präsentation wissenschaftlicher Erkenntnisse und Empfehlungen zur Schädlingsbekämpfung, zum Schutz von Flussökosystemen und zur partizipativen Governance
  • Austausch über Erfahrungen mit Hindernissen bei der Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung und über die Notwendigkeit sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse bei der Politikbewertung
  • Vorschläge für Formate zur gemeinsamen Entwicklung von Indikatoren, die wissenschaftliches und lokales Wissen integrieren
  • Hervorhebung der Risiken einer Beschränkung der Bodengestaltung auf eng gefasste Messgrößen

Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung (Europäische Kommission, GD AGRI)

  • Erklärten, wie wissenschaftliche Beiträge auf EU-Ebene abgerufen und genutzt werden
  • Erläuterten die internen Mechanismen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik (z. B. Expertendatenbanken, Beiräte, Living Labs, wissenschaftliche Gremien)
  • Hoben hervor die Rolle von Forschungsergebnissen bei der Beeinflussung von Gesetzesvorschlägen hervorgehoben
  • Koordinierten die Beratungsdienste der GAP und die nationalen Durchführungsstellen

Nichtregierungsorganisationen und Thinktanks

  • brachten kritische Perspektiven zur Notwendigkeit eines systemischen Wandels und einer Demokratisierung der Bodenpolitik ein
  • betonten die Dringlichkeit, die Zivilgesellschaft und die Landwirte in den Prozess der Politikgestaltung einzubeziehen

Wissensvermittler und Koordinatoren

  • sicherten die sektorübergreifende Kommunikation
  • fungierten als Vermittler, um Forschern zu helfen, sich besser an institutionelle Anforderungen und Zeitpläne anzupassen
  • sammelten und dokumentierten Erkenntnisse für die politikorientierte Verbrei

 

Fallbeispiel:

Brussels, 12 June 2025 – ENGAGEgreen Dissemination and Stakeholder Conference
Session 3: Water and Soil: From Research to Public Policies for Environmental Protection
 Organisers: University of Granada & BETA Technological Center (University of Vic)

 

Wie wurde das Format umgesetzt?

Was funktioniert:

  • Gemeinsame Organisation von Konferenzen mit Moderation und einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Wissenschaft und Institutionen
  • Die Einbindung von allgemeinen Diskussionen und themenspezifischen Gesprächsrunden stärkt das Engagement
  • Einbettung der Diskussionen in laufende EU-Strategien (z. B. „Soil Mission“, GAP)
  • Einbeziehung von NGOs und Wissenschaftlern neben politisch Verantwortlichen

 

Was funktioniert nicht:

  • strukturierte Zugangsmöglichkeiten für Forschende, um Einfluss auf die EU-Politikgestaltung zu nehmen
  • formale Strukturen für die Beteiligung der Zivilgesellschaft oder der Wissenschaft an der EU-Bodenpolitik
  • Technische Komplexität der verwendeten Sprache

 

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

  • Das Feedback wurde durch direkte Interaktion und informelles Networking gesammelt
  • Indikatoren: Vielfalt der Referenten, institutionelles Interesse an Folgemaßnahmen und während der Veranstaltung aufgebaute dauerhafte Kontakte. Die Beteiligung während der Gesprächsrunde war hoch und über die verschiedenen Institutionen hinweg ausgewogen
  • Deutlich bekundetes Interesse an einer zukünftigen Zusammenarbeit
  • Verbreitung durch Pressemitteilungen und Policy Briefings (Universität Granada und BETA – Universität Vic)

 

Beispiele

  • EU-Bodenmission: Eine Initiative im Rahmen von „Horizont Europa“ zur Erprobung von „Living Labs“ und „Lighthouses“ für die Bodengesundheit in den Mitgliedstaaten
  • Bodenerfassungsgesetz: Rechtlicher Rahmen zur Schaffung EU-weiter Bodendateninfrastrukturen
  • „Living Labs“ für den Boden: Werden als Plattformen für verschiedene Interessengruppen gefördert, die angewandte Experimente ermöglichen und einen Governance-Rahmen bieten

 

Quellen und weiterführende Literatur

 

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Evaluierung der Wirkung lokaler Veranstaltungen zum Dialog zwischen Wissenschaft und Politik

Ein methodischer Ansatz der Initiative der UGR County Councils Initiative

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

Das Evaluierungsinstrument wurde mit folgenden Zielen konzipiert:

  • Erfassung der Zufriedenheit der Teilnehmenden aus den vier Bereichen der „Quadruple Helix“
  • Die wahrgenommene Qualität des Netzwerkens und des Wissensaustauschs
  • Das Verständnis und den empfundenen Nutzen der Initiative „UGR County Councils“
  • Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen akademischen und administrativen Profilen
  • Umsetzbare Empfehlungen zur Verbesserung der Inklusivität, der politischen Relevanz und der Follow-up-Mechanismen bei zukünftigen Living-Lab-basierten Begegnungen zu identifizieren

Beschreibung

Die Initiative „UGR County Councils“ (Consejos Comarcales UGR) im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen zielt darauf ab, einen strukturierten Dialog zwischen Wissenschaft und Politik in den zehn Landkreisen der Provinz Granada zu fördern.

Im Juli 2025 brachte das erste regionale Treffen Forschende, politisch Verantwortliche und Vertreter der Zivilgesellschaft in der historischen Azucarera von Motril zusammen. Um die Wirkung dieser Veranstaltung zu bewerten und künftige partizipative Formate zu stärken, entwickelte die Universität Granada einen Evaluierungsfragebogen, der speziell auf das „Quadruple-Helix-Modell“ und den regionalen Kontext zugeschnitten war.

Dieser methodische Ansatz wurde im Rahmen von zwei Großveranstaltungen, dem ersten „Impronta Granada“-Treffen und dem ersten Treffen der UGR-Bezirksräte, getestet und ermöglichte einen Vergleich der Eindrücke und Ergebnisse in verschiedenen regionalen Kontexten.

 

Wie funktioniert das Format?

Die Umfrage wurde online mithilfe von Google Forms durchgeführt und unmittelbar nach der Veranstaltung versendet. Die Teilnehmenden wurden per E-Mail sowie über QR-Codes, die während des Treffens verteilt wurden, eingeladen.

Das Formular bestand aus neun Kernfragen, die in thematische Blöcke unterteilt waren:

  1. Block „Identifikation“: Zugehörigkeit zu einem Sektor (Wissenschaft, öffentliche Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft)
  2. Block „Allgemeine Zufriedenheit“: Skala (1 bis 5) zur Bewertung des Treffens insgesamt, der Networking-Möglichkeiten und der Veranstaltungslogistik. Die Veranstaltungslogistik wurde anhand von vier Fragen auf einer Bewertungs-Skala zu Veranstaltungsort, Zeitplan, Inhalt und Moderation analysiert
  3. Block „Partizipationsdynamik“: Die Fragen bewerteten Inklusivität, die empfundene Bereitschaft zum Zuhören und das Gefühl, zum Dialog beizutragen
  4. Spezifische Feedback-Blöcke, zugeschnitten auf

Teilnehmende aus dem akademischen Bereich: veränderte Sichtweise im Verständnis von politischen Prozessen, Interesse an weiterem Engagement

Teilnehmende aus der öffentlichen Verwaltung: Vorerfahrungen mit Forschung, Nutzbarkeit der geteilten Daten, Absicht, den Kontakt aufrechtzuerhalten.

  1. Block „Offenes Feedback“: Vorschläge für zukünftige Veranstaltungen mit optionalen Kontaktangaben.

Der Bewertungsprozess kombinierte quantitative und qualitative Ansätze, einschließlich teilnehmender Beobachtung und informellem Feedback während der Networking-Veranstaltungen, um die Umfrageergebnisse zu verifizieren und die Analyse der Beteiligungsdynamik zu vertiefen.

 

Herausforderungen

Der Fragebogen wurde vom technischen Koordinationsteam des Erasmus+-Projekts „ENGAGEgreen“ an der Universität Granada entwickelt. Über die institutionellen Kommunikationskanäle und die Google Workspace-Tools hinaus waren keine externen Ressourcen erforderlich. Die interne Zusammenarbeit mit der Datenschutz-Abteilung stellte die Einhaltung der Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten sicher.

Die größte methodische Herausforderung bestand darin, ein Gleichgewicht zwischen Prägnanz und analytischer Tiefe zu finden, da kurze Online-Formulare die Detailtiefe qualitativer Antworten mitunter einschränkten.

 

Aufgaben und Ressourcen

Die differenzierten Frageblöcke für Wissenschaftler und politisch Verantwortliche erwiesen sich als wirksam, um spezifische Erwartungen und Erfahrungen zu erfassen. Die Verwendung von Bewertungs-Skalen ermöglichte eine quantitative Analyse der wahrgenommenen Wirkung, während der offene Abschnitt reichhaltige qualitative Erkenntnisse lieferte.

Besonders hervorzuheben sind:

  • Hohe Zufriedenheit und bekundetes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit
  • Große Wertschätzung für die Möglichkeit zum Wissensaustausch im regionalen Kontext
  • Die Methodik erleichterte die Identifizierung von Lücken zwischen politischen Erfordernissen und Kommunikationsstrategien der Wissenschaft
  • Maßgeschneiderte Einblicke in institutionelle und individuelle Motivationen
  • Besseres Verständnis für den wahrgenommenen Nutzen der Veranstaltung
  • Hohe Zufriedenheit mit der Logistik, der Teilhabechancengleichheit und der empfundenen Bereitschaft zum Zuhören
  • Eine wachsende Nachfrage nach regelmäßigen Formaten der Zusammenarbeit und einer lokal zugeschnittenen Interaktion zwischen Wissenschaft und Politik.

 

Fazit

Die Bewertung von Formaten des Dialogs zwischen Wissenschaft und Politik und Verwaltung ist unerlässlich, um deren Wirksamkeit und Übertragbarkeit sicherzustellen.

Das UGR-Bewertungsmodell zeigt, wie lokale Veranstaltungen, die in der regionalen Identität verwurzelt sind, mithilfe einfacher, aber robuster Methoden bewertet werden können, die sowohl institutionelle Ziele als auch die Erfahrungen der Teilnehmenden widerspiegeln.

 

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Entwarfen und validierten das Evaluierungsprotokoll mit gemischten Methoden, um wissenschaftliche Zuverlässigkeit zu gewährleisten und gleichzeitig die Zugänglichkeit für nicht-akademische Teilnehmende zu erhalten
  • Analysierten quantitative Daten von 43 bzw. 21 Befragten aus zwei Veranstaltungen und identifizierten Muster hinsichtlich Zufriedenheit und Kooperationsabsichten
  • Werteten qualitatives Feedback aus, um sich abzeichnende Themen wie Engagement für die Zusammenarbeit, Klarheit der Ziele und Bedarf an stärkerem politischem Engagement zu erkennen
  • Erarbeiteten evidenzbasierte Empfehlungen zur Verbesserung der Zeiteinteilung, der Erreichbarkeit der Veranstaltungsorte und der Anschlussstrategien, um so die politische Wirkung der Living-Lab-Methodik zu stärken
  • Reflektierten über die methodische Übertragbarkeit auf andere regionale Wissenschafts-Politik-Dialoge im Rahmen von ENGAGEgreen

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung

  • Koordinierten die Verbreitung der Umfrage über digitale und persönliche Kanäle (QR-Codes, E-Mail-Verteiler, Feedback-Runden)
  • Führten teilnehmende Beobachtung während der Gruppenarbeit zur Bewertung der sektorübergreifenden Dynamik und Inklusivität durch.
  • Erfassten und fassten zusammen informelle, mündliche Rückmeldungen zur Ergänzung der Umfrageergebnisse
  • Verwalteten die Anonymisierung und Einhaltung der DSGVO in Zusammenarbeit mit der Datenschutz-Abteilung der Universität
  • Erstellten umfassende Berichte, die sowohl quantitative Ergebnisse (z. B. Zufriedenheit 4,53/5; Vernetzung 4,36/5) als auch qualitative Erkenntnisse integrierten und als internes Lerndokument für ENGAGEgreen WP3 dienten

Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Verwaltung

  • Brachten Perspektiven zu institutionellen Anliegen und Einschränkungen durch Umfrageantworten und Interviews ein
  • Nutzten die Ergebnisse zur Anpassung der Tagesordnungen der UGR County Councils mit dem Schwerpunkt auf einer klareren Kommunikation der Ziele, längeren Arbeitssitzungen und einer breiteren politischen Vertretung
  • Erkannten den Wert einer systematischen Evaluation als Instrument zur evidenzinformierten Politikverbesserung und verstärkten Zusammenarbeit mit der Wissenschaft an
  • Brachten eine hohe Bereitschaft zum Ausdruck (Durchschnitt 4,50/5), auch künftig an Aktivitäten zum Wissensaustausch teilzunehmen

 

Fallstudien

Wie wird das Format umgesetzt?

Nach der Veranstaltung erhielten die Teilnehmenden eine digitale Umfrage, die über einen QR-Code und per E-Mail zugänglich war. Die Daten wurden zur quantitativen Analyse in Excel exportiert und für qualitative Erkenntnisse thematisch kodiert. Die Ergebnisse wurden intern vom ENGAGEgreen-Koordinationsteam der UGR diskutiert, um Erkenntnisse zu gewinnen und diese in das Toolkit zu integrieren.

 

Verfügbare Ressourcen (Was sind die wichtigsten Aufgaben?)

  • Umfragevorlagen (Google Forms)
  • Kodierungsrahmen für qualitative Daten
  • Vorlage für den Feedback-Bericht (Zusammenfassung + Empfehlungen)
  • DSGVO-Einwilligungs- und Anonymisierungsrichtlinien

 

Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Gewonnene Erkenntnisse)

  • Funktioniert: prägnante digitale Tools; gemischtes quantitativ-qualitatives Design; sofortige Datenerhebung nach der Veranstaltung
  • Funktioniert nicht: zu kurze Gruppen-Veranstaltungen; fehlender Wechsel zwischen den Diskussionstischen; unklare Nachbereitungsverfahren
  • Gewonnene Erkenntnisse: Umfragedaten stets mit Beobachtungsnotizen kombinieren; Ergebnisse an die Teilnehmenden zurückmelden, um das Vertrauen zu wahren

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

  • Ergebnisse: Fertige Feedbackberichte pro Veranstaltung; zusammengefasstes Bewertungskapitel zu WP3
  • Ergebnisse: Nachweis einer gesteigerten Kooperationsbereitschaft (4,7/5); verbesserte Gestaltung der nächsten County Councils
  • Indikatoren: Zufriedenheit, Vernetzung, Klarheit, Inklusivität
  • Zeitplan: Unmittelbare Datenerhebung nach der Veranstaltung und Zusammenfassung innerhalb von 2 Wochen

 

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Evaluierung der Ergebnisse der Dialoge zwischen Wissenschaft und Politik in Granada

Erkenntnisse aus den ENGAGEgreen-Umfragen

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Gesamtzahl der Befragten: 64 (43 + 21) aus allen Sektoren der Vierfach-Helix
  • Durchschnittliche Gesamtzufriedenheit: bei beiden Veranstaltungen durchweg über 4 von 5
  • Am besten bewertete Aspekte: Zufriedenheit der Teilnehmenden, Networking und Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit
  • Am schlechtesten bewertete Aspekte: Zeitmanagement, Klarheit der Ziele und politische Weiterverfolgung
  • Die Ergebnisse zeigen ein starkes institutionelles Vertrauen in die Universität Granada als Organisatorin des regionalen Dialogs

Beschreibung

Dieser Beitrag präsentiert die zusammengefassten Ergebnisse zweier Evaluierungsumfragen, die im Anschluss an das erste Impronta-Treffen in Granada (Januar 2025) und das erste Treffen der Kreisräte der UGR (Juli 2025) durchgeführt wurden.

Beide Veranstaltungen wurden im Rahmen des Erasmus+-Projekts „ENGAGEgreen“ als Plattformen für den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik konzipiert und brachten Vertreter und Vertreterinnen aus Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft der gesamten Provinz Granada zusammen.

Die Analyse kombiniert quantitative Zufriedenheitsindikatoren mit qualitativem Feedback, um die Wahrnehmung der Teilnehmenden, Verbesserungsmöglichkeiten und die Gesamtwirkung des auf dem Living-Lab-Ansatz basierenden Governance-Modells zu bewerten.

 

Wie funktioniert das Format?

Die Fragebögen zur Nachbewertung der Veranstaltungen wurden innerhalb von 24 Stunden nach jedem Treffen in digitaler Form über einen QR-Code und per E-Mail verteilt.

Die Fragebögen basierten auf einer fünfstufigen Berwertungs-Skala, ergänzt durch offene Fragen. Die Methodik stellte eine sektorübergreifende Beteiligung sicher und ermöglichte einen Vergleich zwischen den beiden Veranstaltungen. Die Antworten wurden mit direkten Beobachtungen und informellem Feedback, das vom Organisationsteam gesammelt wurde, abgeglichen.

 

Während des ersten Impronta Granada-Treffens (Januar 2025):

  • Am besten bewertet wurde die Gesamtzufriedenheit (4,53), was auf eine hohe Zustimmung hinsichtlich der Relevanz und Durchführung der Veranstaltung im Rahmen des Dialogs zwischen Wissenschaft und Politik unter Anwendung der Living-Lab-Methodik hindeutet
  • Die Organisation schnitt etwas schlechter ab (4,45), was darauf hindeutet, dass insbesondere beim Zeitmanagement und bei der Wahl des Veranstaltungsortes noch Optimierungsbedarf besteht
  • Die Möglichkeiten zum Networking (4,36) wurden gut angenommen, doch das Feedback deutet darauf hin, dass sich die Teilnehmenden für künftige Veranstaltungen einen etwas strukturierteren und praxisorientierteren Austausch wünschen
IndikatorDurchschnitt (von 5)
Gesamt-Zufriedenheit4.53
Networking-Gelegenheit4.36
Veranstaltungs-Organisation4.45

 

Während des ersten Treffens der UGR-Kreisräte (Juli 2025):

Am besten bewertete Aspekte:

  • Absicht der Wissenschaftler, den Kontakt zu Vertretern und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung aufrechtzuerhalten (4,70)
  • Wunsch der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, künftig an weiteren Aktivitäten zum Wissensaustausch teilzunehmen (4,60)
  • Weiterempfehlung der Veranstaltung durch Wissenschaftler und wissenschaftlerinnen (4,60)
  • Interesse der öffentlichen Verwaltung an weiterem Austausch mit Forschenden (4,50)
  • Zufriedenheit mit dem Veranstaltungsort (4,48)
  • Schaffung einer angenehmen und vertrauensvollen Atmosphäre (4,28)

Am schlechtesten bewertete Aspekte:

  • Erhalt konkreter politischer Empfehlungen durch die öffentliche Verwaltung (3,29)
  • Einschätzung der öffentlichen Verwaltung, einen allgemeinen Überblick oder spezifische Daten erhalten zu haben (3,29)
  • Nutzbarkeit des Programms (3,76)
  • Dauer und Struktur der Veranstaltung (3,71)
  • Gleiche Möglichkeit für alle Teilnehmende, sich einzubringen (3,78)

 

Herausforderungen

  • Gewährleistung einer ausgewogenen Vertretung aller Sektoren der Vierfach-Helix
  • Einhaltung der begrenzten Zeit für Präsentationen und Gruppendiskussionen
  • Umsetzung der Zufriedenheitsdaten in operative politische Maßnahmen
  • Sicherstellung, dass Empfehlungen auf institutioneller Ebene weiterverfolgt werden
  • Förderung der Klarheit hinsichtlich der Ziele und des Zwecks in Bezug auf die erwarteten Ergebnisse und den tatsächlichen Einfluss der UGR-Kreisräte

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Durchführung einer quantitativen Analyse von 64 gültigen Antworten (43 + 21) und Berechnung der Durchschnittsbewertungen
  • Ermittlung statistisch konsistenter Zufriedenheitswerte: insgesamt 4,53, Organisation 4,45, Networking 4,36 im Januar 2025; sowie 4,70 für die Bereitschaft der Wissenschaftler zur Mitwirkung, 4,50 für das Interesse der Vertreter von Politik und Verwaltung und 4,48 für die Qualität des Veranstaltungsortes im Juli 2025
  • Auswertung des qualitativen Feedbacks zur Hervorhebung von fünf wiederkehrenden Stärken: Wertschätzung der Initiative, Relevanz der Inhalte, Engagement für die Zusammenarbeit, Bereitschaft zum Mitwirken und Interesse an Folgemaßnahmen
  • Ermittlung wiederkehrender Verbesserungsbereiche: Zeiteinteilung, Erreichbarkeit des Veranstaltungsorts, Förderung des politischen Engagements, Klarstellung der Living-Lab-Ziele und Notwendigkeit praktischer Maßnahmen
  • Gewinnung vergleichender Erkenntnisse, die eine Annäherung der Erwartungen von Wissenschaft und Politik hinsichtlich einer kontinuierlichen Zusammenarbeit aufzeigen

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung

  • Die Umfrageergebnisse wurden zusammengefasst und die kodierten offenen Antworten thematisch geordnet
  • Es wurden übersichtliche Dashboards erstellt, die Trends hinsichtlich Zufriedenheit und Wahrnehmung veranschaulichen
  • Es wurden interne Nachbesprechungen mit dem ENGAGEgreen-WP3-Koordinationsteam organisiert, um die Ergebnisse zu interpretieren und in die Entwicklung des Toolkits einfließen zu lassen
  • Es wurden umsetzbare Empfehlungen für nachfolgende Veranstaltungen entworfen, darunter verbesserte Moderationsmethoden und verlängerte Gruppenarbeits-Veranstaltungen

Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Verwaltung

  • Lieferten reflektierende Anregungen dazu, wie die Ergebnisse der Evaluation in die Planung auf Kreisebene einfließen könnten
  • Zeigten Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit, bewerteten jedoch den Erhalt konkreter, umsetzbarer Ergebnisse als weniger positiv
  • Legten den Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Steigerung der Inklusivität und zur Klärung der erwarteten Ergebnisse künftiger UGR-Kreisräte.
  • Erkannten an, dass eine systematische Evaluation nach der Veranstaltung die Rechenschaftspflicht verbessert und die Faktengrundlage für politische Entscheidungen stärkt.

 

Erstes Impronta-Treffen in Granada (Jan. 2025):

43 Rückmeldungen; Gesamtzufriedenheit 4,53 von 5; Networking 4,36; Organisation 4,45. Im Feedback wurde die sektorübergreifende Beteiligung gelobt, jedoch eine verbesserte Zeitplanung und eine stärkere politische Einbindung gefordert.

 

Erstes Treffen der UGR-Bezirksräte (Juli 2025):

21 Rückmeldungen; ausgewogene Vertretung von Wissenschaft (37,5 %), Wirtschaft (23,8 %), Zivilgesellschaft (19,4 %) und öffentlicher Verwaltung (19,3 %); Bereitschaft der Wissenschaftler, den Kontakt aufrechtzuerhalten: 4,70; Interesse der Vertreter aus Politik und Verwaltung: 4,50. In den Rückmeldungen wurde die Notwendigkeit klarerer Ziele und längerer, inklusiverer Gruppenveranstaltungen betont.

 

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Wie lässt sich wissenschaftliche Expertise mit der politischen Entscheidungsfindung verbinden?

Zusammenfassung: Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

● Ziel: Schaffung eines klaren Rahmens für die effektive Verknüpfung von akademischer Forschung und Politikgestaltung, um sicherzustellen, dass Forschungsdaten als Grundlage für lokale Entscheidungen dienen

● Ansatz: Zu den Strategien gehören der regelmäßige Austausch zwischen Forschenden und Akteurinnen und Akteuren in Politik und Verwaltung, die Verbreitung von Daten durch interaktive Workshops und Konsultationen sowie die Nutzung digitaler Plattformen, um kontinuierliches Feedback zu gewährleisten

● Ergebnis: Die Entwicklung datengestützter politischer Maßnahmen, die mit den lokalen Entwicklungszielen im Einklang stehen und die öffentlichen Dienstleistungen, das Wirtschaftswachstum und die Nachhaltigkeit auf regionaler Ebene verbessern

Beschreibung

Die Verknüpfung von Forschungskompetenz mit der Politikgestaltung auf lokaler Ebene ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass akademisches Wissen direkt in politische Entscheidungen einfließt, die die regionale Entwicklung beeinflussen. Der Prozess beinhaltet die Überbrückung der Kluft zwischen wissenschaftlicher Forschung und praktischen, umsetzbaren Lösungen, die von der Politik umgesetzt werden kann.

Durch die Einbindung der Forschung in Entscheidungsprozesse wird es möglich, evidenzinformierte politische Maßnahmen zu entwickeln, die nicht nur auf Daten basieren, sondern auch auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Dieser Beitrag untersucht Strategien zur Vernetzung von Forschenden mit lokalen Akteuren aus Politik und Verwaltung, zur Förderung einer effektiven Kommunikation und zur Nutzung von Forschungsdaten zur Gestaltung politischer Entscheidungen.

 

Wie funktioniert dieses Format?

1.       Interaktion zwischen Forschenden und politischen Verantwortlichen.

Der Prozess wird in der Regel von Wissensvermittelnden oder Forschungsmanagern und -managerinnen innerhalb der Universität initiiert und koordiniert, die als Vermittelnde zwischen Forschenden und politischen Verantwortlichen fungieren. Sie richten regelmäßige Kommunikationskanäle ein – wie interaktive Workshops, Beratungsrunden oder gemeinsame Planungssitzungen –, in denen Forschende eingeladen werden, Erkenntnisse und Daten zu präsentieren, die direkt in lokale politische Entscheidungen einfließen können.

2.       Nutzung von Forschungsdaten zur Beeinflussung der Politikgestaltung auf lokaler Ebene.

Ein entscheidender Bestandteil dieses Prozesses ist es, sicherzustellen, dass Forschungsdaten für die Verantwortlichen in der Politik relevant und zugänglich sind. Dies kann durch die Erstellung von Policy Briefs, Tools zur Datenvisualisierung und interaktiven Berichten erreicht werden, die komplexe Forschungsergebnisse in umsetzbare Erkenntnisse umwandeln. Forschende können mit Kommunalverwaltungen zusammenarbeiten, um wichtige Erkenntnisse hervorzuheben, die sich mit spezifischen regionalen Themen wie Nachhaltigkeit, wirtschaftlicher Entwicklung und öffentlicher Gesundheit befassen.

So könnten beispielsweise Forschende der Universität Granada sozioökonomische Forschungsergebnisse zu lokalen Entwicklungstrends im Zusammenhang mit der ökologischen und digitalen Wende präsentieren – wie nachhaltige Landnutzung, Klimaanpassung, die Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen oder die digitale Kluft – sowie Forschungsergebnisse zur Erhaltung des archäologischen Erbes und datengestützte Empfehlungen unterbreiten, die mit den politischen Zielen der Stadterneuerung oder des Kulturerhalts im Einklang stehen.

3.       Feedback und kontinuierliches Engagement.

Eine erfolgreiche Verbindung zwischen Forschung und Politik erfordert kontinuierliches Engagement. Forscher sollten nicht nur ihre Ergebnisse teilen, sondern sich auch aktiv am Prozess der politischen Umsetzung beteiligen. Dies kann durch dialogorientierte Folgekonsultationen geschehen, wie beispielsweise Treffen oder Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, die durch schriftliches Feedback oder kurze analytische Notizen ergänzt werden können. Diese Interaktionen ermöglichen es den Forschenden, zu beurteilen, wie ihre Erkenntnisse angewendet wurden, und ihre Strategien entsprechend anzupassen. Die kontinuierliche Interaktion zwischen Forschenden und Verantwortlichen aus der Politik  ermöglicht es, politische Maßnahmen zu verfeinern, sobald neue Daten vorliegen, und stellt sicher, dass Entscheidungen flexibel bleiben und auf sich wandelnde lokale Bedürfnisse reagieren können.

4.       Nutzung digitaler Plattformen für den kontinuierlichen Austausch.

Digitale Plattformen wie die Website von Impronta Granada spielen eine entscheidende Rolle dabei, die Sichtbarkeit von Forschungsprojekten aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass Forschungsergebnisse für lokale Akteure kontinuierlich zugänglich sind. So ermöglichen es solche Plattformen mit den Forschenden beispielsweise, Projektaktualisierungen, Ergebnisse und Empfehlungen zu teilen, wodurch es für Verantwortliche in der Lokalpolitik einfacher wird, den Forschungsfortschritt zu verfolgen und ihre politischen Entscheidungen an die aktuellsten Daten anzupassen.

 

Herausforderungen (und Lösungsansätze)

● Komplexität der Forschungsdaten.

Wissenschaftliche Forschung ist oft komplex, und es kann eine Herausforderung sein, sie in klare, umsetzbare politische Empfehlungen für Kommunalverwaltungen zu übersetzen. Entscheidend für diesen Prozess ist es, sicherzustellen, dass Forschende ihre Ergebnisse vereinfachen können, ohne dabei ihre wissenschaftliche Integrität zu beeinträchtigen. So müssen beispielsweise quantitative Forschungsergebnisse zu Bodengesundheit, Klimaanpassung oder digitaler Inklusion möglicherweise in klare Indikatoren, visuelle Zusammenfassungen oder Policy Briefs übersetzt werden, die die Auswirkungen auf die lokale Planung oder Dienstleistungserbringung hervorheben, anstatt detaillierte methodische Erläuterungen zu liefern.

● Einbindung von Interessengruppen.

Die Einbindung von Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik in den Forschungsprozess ist nicht immer einfach. Kommunalbehörden haben möglicherweise konkurrierende Prioritäten, und die Integration von Forschungsexpertise in politische Rahmenbedingungen kann erhebliche Anstrengungen erfordern, insbesondere mit der Überwindung bürokratischer Hürden verbunden sein.

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler

● Aufgaben

  • Präsentation von Forschungsergebnissen
  • Erstellung von Policy Briefs
  • Teilnahme an gemeinsamen Workshops mit politischen Entscheidungsträgern

● Erforderliche Ressourcen

  • Zeit für die Verbreitung von Forschungsergebnissen und die Teilnahme an Veranstaltungen
  • Kommunikationsmittel zur Präsentation von Forschungsdaten gegenüber den Verantwortlichen in der Politik

Manager für Wissensaustausch und Forschungsmanager

● Aufgaben

  • Koordination der Einbindung von Forschenden in die Zusammenarbeit mit Verantwortlichen in der Lokalpolitik
  • Moderation von Workshops
  • Sicherstellen, dass die Forschungsergebnisse zugänglich und für die Bedürfnisse der lokalen Verwaltung relevant sind

● Erforderliche Ressourcen

  • Digitale Plattformen zur Verbreitung von Forschungsergebnissen und für kontinuierliches Feedback
  • Unterstützung bei der Organisation gemeinsamer Workshops und Konsultationen

Verantwortliche in Politik und Verwaltung

● Aufgaben

  • Einbeziehung von Forschungsdaten in die lokale Politik und Bereitstellung von Ressourcen für forschungsgestützte Initiativen.

● Erforderliche Ressourcen

  • Politische Fachkompetenz zur Interpretation von Forschungsdaten und deren Einbeziehung in die Entscheidungsfindung
  • Finanzielle und administrative Ressourcen zur Unterstützung von Forschungsanträgen in lokalen Entwicklungsprojekten

 

Beispiele

UGR County Councils bezeichnet die von der Universität Granada (UGR) im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen geleitete Initiative, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlich Forschenden, Kommunalverwaltungen und Akteuren aus den Gemeinden zu fördern.

Im Mittelpunkt dieser Initiative steht die Bewältigung regionaler Herausforderungen durch gemeinsam erarbeitete, forschungsbasierte Lösungen. Das zweite Impronta-Granada-Treffen ist die dritte Pilotveranstaltung, die von der UGR im Rahmen dieses Projekts organisiert wurde und bei der Forschende, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung und lokale Gemeinschaften zusammenkamen, um Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in ländlichen und städtischen Gebieten zu erörtern und zu entwickeln.

Die Initiative UGR County Councils spielte eine entscheidende Rolle bei der Vernetzung von Forschenden und Akteurinnen und Akteuren in Politik und Verwaltung. Im Rahmen von Online-Vorbereitungssitzungen und interaktiven Workshops wurde die Initiative von der Universität Granada über ihre Strukturen zum Wissensaustausch koordiniert, die Forschende der UGR einluden, ihre Forschungsprojekte vorzustellen. Diese Projekte wurden in einer Excel-Datenbank erfasst und über die Impronta Granada-Website veröffentlicht. Die Website ermöglichte es den Mitarbeitenden in der Politik die Profile der UGR-Forscher einzusehen, diese nach Provinzrat zu filtern und zu verstehen, inwiefern ihre Forschung mit den territorialen Entwicklungsbedürfnissen übereinstimmte.

Diese Bemühungen gipfelten im zweiten Impronta-Granada-Treffen, bei dem Forschende ihre Projekte in Kurzvorträgen präsentierten und direkt mit lokalen Behörden und Unternehmen in Kontakt traten, um die praktischen Anwendungsmöglichkeiten ihrer Ergebnisse zu erörtern. Dieser Prozess stellte sicher, dass Forschungsdaten zugänglich und sichtbar waren und in den politischen Entscheidungsprozess auf lokaler Ebene integriert wurden.

 

Quellen und weiterführende Literatur

 

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Nachhaltiges Engagement im wissenschaftspolitischen Dialog durch die UGR-Bezirksräte

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Langfristiges Engagement, das sich eher auf regionale Governance-Strukturen als auf einzelne Veranstaltungen stützt
  • Regelmäßiger Austausch zwischen Forschenden, Verantwortlichen in der Politik und lokalen Akteuren
  • Kombination aus Online-Beratungen, persönlichen Treffen und öffentlichen Aktivitäten
  • Starke institutionelle Verankerung innerhalb der Universität Granada und ihrer Strategie für soziale Innovation

Beschreibung

Unter „nachhaltigem Engagement“ versteht man die Fähigkeit, über vereinzelte Dialogveranstaltungen hinaus eine langfristige, kontinuierliche und sinnvolle Interaktion zwischen Forschenden, politisch Verantwortlichen und gesellschaftlichen Akteuren aufrechtzuerhalten.

Im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen stellen die UGR-Bezirksräte einen governance-orientierten Ansatz dar, der darauf abzielt, den Austausch zwischen Wissenschaft und Politik/Verwaltung in regionale Strukturen zu einzubinden und so Kontinuität über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten. Anstatt sich auf einmalige Konsultationen zu verlassen, zielt dieses Modell darauf ab, das Engagement als dauerhaften Prozess zu institutionalisieren, der auf regionale Prioritäten abgestimmt ist und von der Universität Granada (UGR) unterstützt wird.

 

Wie funktioniert das Format?

Das Modell des nachhaltigen Engagements der UGR-Bezirksräte funktioniert als kontinuierlicher und kumulativer Prozess. Regionale Herausforderungen werden gemeinsam mit lokalen Verwaltungen und Interessengruppen identifiziert und anschließend mit der entsprechenden Forschungskompetenz innerhalb der Universität verbunden. Die Zusammenarbeit wird durch regelmäßige Treffen, thematische Arbeitssitzungen, vorbereitende Online-Workshops und groß angelegte Dialogveranstaltungen wie die „Impronta Granada Meetings“ aufrechterhalten. Digitale Tools unterstützen die Kontinuität, indem sie das institutionelle Gedächtnis bewahren, die Sichtbarkeit der Akteure und Projekte gewährleisten und eine kontinuierliche Interaktion zwischen den Veranstaltungen ermöglichen. Im Laufe der Zeit ermöglicht dieses Format, dass Beziehungen reifen und Vertrauen aufgebaut wird, was für eine effektive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik unerlässlich ist.

 

Herausforderungen

Das Erreichen einer nachhaltigen Zusammenarbeit im Austausch zwischen Wissenschaft und Politik und Verwaltung ist von Natur aus eine Herausforderung. Eine der größten Schwierigkeiten besteht darin, das langfristige Engagement sowohl von Forschenden als auch von politisch Verantwortlichen aufrechtzuerhalten, deren Prioritäten, Arbeitsbelastung und institutionelle Rahmenbedingungen sich im Laufe der Zeit ändern können.

Politische Zyklen, Personalfluktuation und begrenzte Anreize für akademisches Engagement können die Kontinuität beeinträchtigen. Darüber hinaus erfordert ein nachhaltiges Engagement, über kurzfristige Ergebnisse hinauszublicken und zu akzeptieren, dass Wirkung oft erst allmählich entsteht, was im Widerspruch zu den Erwartungen an sofortige Ergebnisse stehen kann. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert stabile Koordinationsstrukturen, institutionelle Unterstützung und klare langfristige Ziele.

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Aufgaben

○ Einbringen von wissenschaftlicher Expertise, die auf die durch die UGR-Kreisräte identifizierten, regionalen Herausforderungen abgestimmt ist

○ Teilnahme an wiederkehrenden Dialogaktivitäten (Tagungen, Workshops, Konsultationen) über einen längeren Zeitraum

○ Anpassung der Forschungsergebnisse an politikrelevante Formate und langfristige regionale Prioritäten

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeitaufwand für ein nachhaltiges Engagement über einzelne Veranstaltungen hinaus

○ Institutionelle Anerkennung von Aktivitäten im Rahmen des Wissenschafts-Politik-Dialogs

○ Kommunikations- und Wissensaustausch-Tools für die Interaktion mit politisch Verantwortlichen und Interessengruppen.

 

Managerinnen und Manager für Wissensaustausch und Forschung

  • Aufgaben

○ Koordination der nachhaltigen Interaktion zwischen Forschenden, politisch Verantwortlichen und regionalen Interessengruppen

○ Moderation von Dialogprozessen, Vorbereitungstreffen und Folgeaktivitäten

○ Forschungsergebnisse in zugängliche, politikrelevante Formate umsetzen

○ Kontinuität, Dokumentation und institutionelles Gedächtnis über politische und akademische Zyklen hinweg sicherstellen

  • Erforderliche Ressourcen

○ Spezielle Arbeitszeit der Mitarbeiter für Koordination und Moderation

○ Digitale Plattformen und Instrumente zur Unterstützung von Kommunikation, Dokumentation und Sichtbarkeit

○ Institutionelle Unterstützung zur Aufrechterhaltung langfristiger Beteiligungsstrukturen

Verantwortliche in Politik und Verwaltung

  • Aufgaben

○ Ermittlung und Formulierung mittel- und langfristiger regionaler Bedürfnisse

○ Regelmäßiger Austausch mit Forschenden im Rahmen der UGR-Bezirksräte

○ Einbindung forschungsbasierter Erkenntnisse in lokale Strategien und politische Prozesse.

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeit für die Teilnahme an laufenden Dialogprozessen

○ Politische und administrative Unterstützung zur Gewährleistung der Kontinuität über politische Zyklen hinweg

○ Zugang zu aufbereiteten Forschungsergebnissen, die für die regionale Entscheidungsfindung relevant sind

 

Details zur Fallstudie

Wie wird das Format umgesetzt?

Die nachhaltige Einbindung der Bezirksräte der UGR erfolgt durch eine Folge wiederkehrender Aktivitäten, die vorbereitende Online-Treffen, persönliche Dialogveranstaltungen und eine kontinuierliche Koordination zwischen der Universität Granada und regionalen Akteuren miteinander verbinden.

Die Interaktion erstreckt sich über einen längeren Zeitraum und umfasst regelmäßige Treffen, thematische Tagungen sowie groß angelegte Veranstaltungen wie die „Impronta Granada“-Treffen. Dieser Ansatz ermöglicht es, dass sich die Beziehungen zwischen Forschenden, politisch Verantwortlichen und anderen Interessengruppen schrittweise entwickeln, was den Aufbau von Vertrauen, gemeinsames Lernen und die schrittweise Abstimmung von Forschungskompetenz auf regionale Prioritäten fördert.

 

Verfügbare Ressourcen (Was sind die Hauptaufgaben?)

Forschende tragen dazu bei, indem sie laufende Forschungsarbeiten, die auf regionale Herausforderungen ausgerichtet sind, vorstellen und sich langfristig an den Dialogprozessen beteiligen.

Managerinnen und Manager für Wissensaustausch und Forschung koordinieren die Interaktion zwischen den Akteuren, moderieren Treffen, übertragen Forschungsergebnisse in zugängliche Formate und gewährleisten Kontinuität sowie Dokumentation über politische und akademische Zyklen hinweg.

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung formulieren regionale Prioritäten, nehmen regelmäßig an Dialogaktivitäten teil und integrieren forschungsbasierte Erkenntnisse in lokale Strategien und Entscheidungsprozesse.

Das Format stützt sich auf nachhaltige Kapazitäten in der Kooperation, institutionelle Unterstützung durch die Universität Granada sowie digitale Werkzeuge, die Kommunikation, Sichtbarkeit und Folgeaktivitäten ermöglichen.

 

Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Erfahrungen)

Was funktioniert: ist die schrittweise Konsolidierung der UGR-Kreisräte als stabile Führungsstrukturen für den wissenschaftspolitischen Dialog.

Im Laufe des Jahres 2025 zeigten mehrere Meilensteine eine wachsende Beteiligung, institutionelle Verankerung und öffentliche Sichtbarkeit. Die Initiative wurde im Januar 2025 beim ersten Impronta-Granada-Treffen offiziell ins Leben gerufen, an dem mehr als 80 UGR-Forschende und lokale Vertretende teilnahmen.

Im Juli 2025 stärkte das erste regionale Treffen der Kreisräte (Costa Tropical) den Rat-übergreifenden Dialog, stellte laufende Projekte vor und förderte eine engere Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Forschenden.

Zwei interaktive Arbeitssitzungen im November 2025 ermöglichten es den Vertretenden der zehn Kreisräte, Prioritäten zu überprüfen, Wissen auszutauschen und das Treffen im Dezember vorzubereiten. Diese Bemühungen gipfelten im zweiten Impronta-Granada-Treffen (Dezember 2025, Loja), einer großen Präsenzveranstaltung mit thematischen Arbeitsgruppen zu Mobilität, Frauen im ländlichen Raum, Beschäftigung, Landwirtschaft und Nachhaltigkeit, wodurch sich die Gemeinderäte als aktives Governance-Netzwerk etablierten. Ergänzende wissenschaftliche und regionale Aktivitäten, wie beispielsweise Seminare zu konkreten lokalen Bedürfnissen, stärkten das regionale Ökosystem zusätzlich.

Aus kommunikativer Sicht wird das nachhaltige Engagement durch die Nutzung von institutionellen Kommunikationskanälen unter der Leitung von Medialab UGR gestärkt, Social Innovation Lab der Universität Granada, wie beispielsweise die Impronta Granada-Website, Social-Media-Profile (LinkedIn-Konto von Medialab UGR, Instagram-Konto von Impronta Granada, Instagram-Konto von Medialab UGR, Konto von Medialab X, X-Konto von Impronta Granada) sowie Audio-Verbreitungskanäle (Spreaker-Konto von Radiolab UGR und Spotify-Konto von Radiolab UGR.

Da diese Kanäle strukturell in die Universität integriert sind, bleiben sie über die Laufzeit einzelner Projekte hinaus aktiv und tragen so zur langfristigen Nachhaltigkeit der Initiative bei. Die Teilnehmenden nutzen diese Plattformen regelmäßig, um über Aktivitäten zu berichten, Veranstaltungen im Rahmen des Wissenschafts-Politik-Dialogs anzukündigen und regionale Initiativen im Zusammenhang mit Forschung und öffentlicher Entscheidungsfindung zu teilen.

Diese kontinuierliche Nutzung gemeinsamer Kommunikationsräume stärkt die Sichtbarkeit, erleichtert die Koordination zwischen den Akteuren und unterstützt die Etablierung der UGR-Bezirksräte als permanente Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik auf regionaler Ebene.

Anhaltende Herausforderungen sind die Aufrechterhaltung eines langfristigen Engagements angesichts akademischer Arbeitsbelastung, wechselnder politischer Zyklen sowie der Notwendigkeit stabiler Anreize und institutioneller Unterstützung, um Kontinuität über einzelne Veranstaltungen hinaus zu gewährleisten.

 

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

Die Bewertung des nachhaltigen Engagements orientiert sich an kurz-, mittel- und langfristigen Zielen.

Kurzfristig (bis 2026) konzentriert sich die Bewertung auf die Konsolidierung von zehn Kreisräten als stabile Verwaltungsstrukturen, die alle Regionen Granadas vertreten, die aktive Beteiligung von mehr als 200 Akteuren (darunter Forscher, politische Entscheidungsträger, Unternehmer und Bürger), die Schaffung von mindestens zwei Pilotprojekten, die sich mit regionalen Prioritäten wie nachhaltiger Mobilität, Landflucht, Kulturerbe und agroökologischer Innovation befassen, sowie die Stärkung des institutionellen Ansehens der Universität Granada als führende Einrichtung im Bereich sozialer Innovation und regionaler Zusammenarbeit. Diese Aspekte werden anhand von Teilnehmenden-Daten und Umfragen zur Wirkung beurteilt.

Mittelfristig (2026–2030) konzentriert sich die Evaluierung auf die Einrichtung von „Impronta“-Regionalentwicklungszentren in Zusammenarbeit mit der Diputación de Granada, die Integration der Kreisräte als ständigen Beratungs- und Kooperationsmechanismus in das Leitungsmodell der Universität, die verstärkte Einbeziehung regionaler Herausforderungen in die Forschungs-, Innovations- und Bildungsagenden sowie die Stärkung von Allianzen mit regionalen und europäischen Institutionen zur Kofinanzierung und Skalierung von Initiativen.

Langfristig (über 2030 hinaus) konzentriert sich die Bewertung auf die Institutionalisierung der Kreisräte als übertragbares Modell der Zusammenarbeit zwischen Universität und Gesellschaft. Außerdem die Konsolidierung und den Ausbau der regionalen Entwicklungszentren „Impronta“ als langfristige Infrastrukturknotenpunkte für regionale Innovation und bürgerschaftliche Zusammenarbeit sowie deren Beitrag zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung und der andalusischen Strategie für intelligente Spezialisierung. Dadurch werden Nachhaltigkeit und Partizipation in die öffentliche Entscheidungsfindung integriert.

 

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Universitäre Living Labs als Beitrag zur „Fünffach-Helix“

Medialab UGR, Impronta Granada und ihr regionaler Ansatz

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Universitäre Living Labs als Räume für offene und experimentelle Innovation, die Wissenschaft, Politik und Gesellschaft miteinander verbinden
  • Territorialer Fokus durch partizipative Strukturen auf Kreisebene in der gesamten Provinz Granada
  • Einbindung des „Quintuple-Helix“-Modells (Wissenschaft, Regierung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Umwelt)
  • Praxisorientierte Beteiligungsformate wie Co-Creation-Workshops, Policy Labs und Veranstaltungen zum Thema Wissenschaft und Politik
  • Koordiniert vom Medialab UGR im Rahmen der Initiative „Impronta Granada“ und des ENGAGEgreen-Projekts

Beschreibung

Dieser Beitrag untersucht die Rolle universitärer „Bürgerlabore“ als Räume für soziale Innovation, kollaborative Governance und inklusives Engagement. Ausgehend vom Fallbeispiel des Medialab UGR und dessen Dachinitiative „Impronta Granada“ analysiert die Studie, wie öffentliche Universitäten als Vermittler regionaler Innovationsökosysteme fungieren können. Im Mittelpunkt steht der Einsatz von zehn sogenannten „Living Labs“, den „UGR County Councils“, die auf den Modellen der „Quadruple Helix“ und der sich weiterentwickelnden „Quintuple Helix“ basieren.

Diese Labore haben es über 230 Teilnehmende aus Wissenschaft, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft ermöglicht, gemeinsam nachhaltige, ortsbezogene Lösungen für regionale Herausforderungen zu entwickeln. Die Methodik umfasste einen vierphasigen Prozess, der Schulungen, gemeinsame Gestaltung und kontinuierliche Evaluation beinhaltete.

Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen die Entwicklung gezielter Aktionspläne und die Anbahnung von Dialogen zwischen Wissenschaft und Politik, die auf lokalem Wissen basieren. Die Studie hebt den strategischen Wert von Universitäten als politische und wissenschaftsbasierte Akteure hervor, die in der Lage sind, zwischen Wissen und demokratischer regionaler Governance zu vermitteln. Sie schließt mit Erkenntnissen und Empfehlungen für die europaweite Ausweitung dieses Modells und schlägt einen kontextbezogenen, effektiven und inklusiven Innovationsansatz vor, der die Umwelt und die Region als aktive Akteure anerkennt.

 

Wie funktioniert das Format?

Hauptziel und Relevanz. Dieser Beitrag zielt darauf ab, eine methodische Fallstudie zu dokumentieren, die die Umsetzung eines von einer Universität geleiteten Living-Lab-Ökosystems auf der Grundlage des Quintuple-Helix-Modells veranschaulicht.

Er liefert einen detaillierten Überblick darüber, wie Universitäten als vermittelnde Infrastrukturen zwischen Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung fungieren und Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik fördern können, die auf regionale und ökologische Herausforderungen reagieren.

Der Fall ist für Akteure relevant, die sich für partizipative Governance, ortsbezogene Innovation und regionale Entwicklung interessieren.

Hintergrundinformationen. Das Medialab UGR, das dem Vizerektorat für soziale Innovation, Beschäftigung und Unternehmertum angegliedert ist, fungiert als Labor für soziale Innovation der Universität Granada.

Im Rahmen seines strategischen Programms „Impronta Granada“ hat es zehn UGR-Bezirksräte als thematische Living Labs in der gesamten Provinz eingerichtet. Diese Räte setzen eine „Quintuple-Helix“-Struktur um und beziehen verschiedene regionale Akteure in die Identifizierung, Analyse und Bewältigung regionsspezifischer Herausforderungen ein.

Dieses Modell stellt einen Wandel vom traditionellen linearen Wissenstransfer hin zu einem dezentralen und systemischen Innovationsansatz dar.

 

Methodischer Ansatz

Die Umsetzung erfolgte nach einer vierphasigen Methodik:

  1. interne Rekrutierung und Einbindung akademischer Teilnehmender mit regionalem Bezug;
  2. Ausweitung auf Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung, zivilgesellschaftliche Organisationen und Akteure aus der Wirtschaft;
  3. Workshops zum Kapazitätsaufbau und zur gemeinsamen Gestaltung;
  4. Überwachung und Bewertung. Ein partizipatives Registrierungssystem erfasste über 230 Teilnehmende, segmentiert nach Helix-Zugehörigkeit, thematischem Interesse und geografischer Verbindung.

Zu den Instrumenten gehörten Online-Seminare, thematische Gesprächsrunden, SWOT-Analysen und Umfragen. Die Methodik legte den Schwerpunkt auf Relationalität, Territorialität und die gemeinsame Gestaltung durch verschiedene Akteure.

 

Figure 1. Overview of the Impronta Granada project; Source: authors’ own schematic.

 

Kernaktivitäten

  • Interne Ausschreibung und Einbindung von wissenschaftlichem und Verwaltungspersonal der UGR, koordiniert vom Medialab UGR im Rahmen der Initiative „Impronta Granada“
  • Ermittlung regionaler Bezüge durch die Teilnehmenden (Gemeinde, Landkreis, thematische Schwerpunkte)
  • Aufbau von zehn geografisch verteilten UGR-Bezirksräten
  • Seminare zum Kapazitätsaufbau zur Einführung in die Methoden von Living Lab und Quintuple Helix
  • Co-Creation-Sitzungen beim I. Impronta Granada-Treffen (Januar 2025)
  • Gemeinsame Gesprächsrunden und thematische Seminare
  • Evaluierungsumfragen und Wirkungsanalysen

 

Ergebnisse

  • Über 230 Teilnehmende schlossen sich den Räten an und repräsentierten dabei alle Bereiche
  • Acht gemeinsam erarbeitete Aktionspläne, die auf konkrete Prioritäten der Landkreise abgestimmt sind
  • Mehr als fünfzehn öffentliche und interne Veranstaltungen wurden durchgeführt
  • Großes Interesse auf europäischen und internationalen Foren geweckt
  • Nachweis der Fähigkeit, wissenschaftspolitische Dialoge zu lokalen Themen anzustoßen
  • Stärkung der erkenntnistheoretischen Legitimität nicht-akademischen Wissens
  • Etablierung eines hybriden Governance-Modells mit dezentraler Koordination

 

Gewonnene Erkenntnisse

  • Die regionale Verankerung von Innovationsprozessen stärkt das Engagement und die Legitimität
  • Flexible Steuerungsstrukturen tragen den vielfältigen regionalen Dynamiken Rechnung
  • Politische und institutionelle Unterstützung ist für die Nachhaltigkeit unerlässlich
  • Hybride (Online-Offline-)Formate demokratisieren die Teilhabe
  • Gemeinsames Gestalten funktioniert am besten, wenn es mit symbolischer Anerkennung (Zertifikate, Auszeichnungen) einhergeht

 

Übertragbarkeit

Das „Impronta Granada“-Modell ist skalierbar und lässt sich auch auf andere Regionen übertragen, die universitätsgeführte regionale Living Labs etablieren möchten. Es erfordert nur minimale Infrastruktur, stützt sich auf Open-Source-Methoden und profitiert von der Ausrichtung an EU-Rahmenwerken wie der „Urban Agenda“, „Horizon Europe“ und „Erasmus+“. Der Ansatz ist besonders relevant für ländliche oder dezentrale Gebiete, die partizipative Ökosysteme der öffentlichen Politik aktivieren möchten.

 

Verbindung zur Vierfach-/Fünffach-Helix

Ursprünglich im Rahmen der Vierfach-Helix konzipiert, übernehmen die Bezirksräte der UGR ausdrücklich das Fünffach-Helix-Modell, indem sie ökologische und regionale Dimensionen als Mitgestalter von Innovation einbeziehen. Diese Erweiterung definiert die Rolle des Ortes neu und erkennt ihn sowohl als erkenntnistheoretischen als auch als politischen Akteur an. Ökologische Nachhaltigkeit, Landschaftsgedächtnis und regionales Wissen prägen die Phasen der Agenda Bestimmung und der Lösungsfindung in den Labs.

Figure 2. The Quintuple Helix Model; Source: authors’ own schematic

Figure 3. Distribution of Quadruple Helix Participants in the UGR County Councils; Source: authors’ own schematic

Herausforderungen

  • Asymmetrien hinsichtlich der Erwartungen, der Sprache und der Zeitrahmen zwischen Forschenden und der öffentlichen Verwaltung
  • Begrenzte institutionelle Anreize oder Anerkennung für wissenschaftlich Mitarbeitende, die sich an politikorientierten Initiativen beteiligen
  • Notwendigkeit ständiger Vermittlung und Moderation, um eine Fragmentierung zu vermeiden und einen produktiven Dialog zu gewährleisten
  • Ausweitung lokaler Maßnahmen unter Wahrung der territorialen Relevanz und des Vertrauens der Bevölkerung

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

  • Lokale und regionale Herausforderungen identifizieren und in forschungsgestützte Fragestellungen und Rahmenkonzepte umsetzen
  • An Co-Creation-Prozessen und Workshops gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung, der Zivilgesellschaft und anderen Interessengruppen teilnehmen
  • Fachliches Know-how in die interdisziplinären Problemlösungsbemühungen innerhalb des Living Labs einbringen
  • Als Vermittler für evidenzbasierte Entscheidungsfindung fungieren und wissenschaftliche Erkenntnisse in die öffentliche Debatte einbringen
  • An der Entwicklung und Bewertung partizipativer Methoden und Instrumente mitwirken, die im Living Lab zum Einsatz kommen
  • Ergebnisse in leicht verständlicher Form an ein nicht-akademisches Publikum, einschließlich lokaler Behörden, vermitteln

Managerinnen und Manager für Wissensaustausch und Forschung

  • Konzeption und Koordination der Gesamtstruktur des Living Labs unter Gewährleistung der Abstimmung mit institutionellen und territorialen Zielen
  • Förderung der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Forschenden, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft
  • Vermitteln zwischen den Erwartungen und Zeitplänen von Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung, um eine effektive gemeinsame Gestaltung zu ermöglichen
  • Verantworten die Logistik, Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation von Aktivitäten (z. B. Workshops, Policy Labs, Treffen)
  • Überwachen und Bewerten der Auswirkungen der Interaktionen zwischen Wissenschaft und Politik und so einen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung leisten
  • Unterstützen der institutionellen Verankerung und langfristiger Nachhaltigkeit von Living-Lab-Initiativen

Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung

  • Lokale und regionale politische Herausforderungen aufgreifen, die im Rahmen des Living Labs gemeinsam angegangen werden sollen
  • Sich aktiv an Co-Design-Sitzungen und Workshops gemeinsam mit Wissenschaftlern und anderen Interessengruppen beteiligen
  • Praktische und regulatorische Erkenntnisse einbringen, die in die Entwicklung realistischer und umsetzbarer Vorschläge einfließen
  • Erleichtern des Zugangs zu lokalen Netzwerken, Daten und institutioneller Unterstützung für die Umsetzung von Pilotinitiativen
  • Auftreten als potenzielle Nutzer forschungsbasierter Ergebnisse und Hilfestellung leisten beim Umsetzen gemeinsam erarbeiteten Wissen in die öffentliche Politik
  • Fördern der politischen Akzeptanz und der institutionellen Abstimmung, um die Einführung innovativer Lösungen sicherzustellen

 

Quellen und weiterführende Literatur

Carayannis, E. G., & Campbell, D. F. J. (2010). Triple Helix, Quadruple Helix and Quintuple Helix. IJSESD, 1(1), 41–69.

Romero-Frías, E., & Robinson-García, N. (2017). Social Labs in Universities. Comunicar, 51(2), 29–38.

Bergvall-Kåreborn, B., Ståhlbröst, A., Holst, M., & Mirijamdotter, A. (2015). A Milieu for Innovation – Defining Living Labs. ENoLL Summer School.

 

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Das „Quadruple-Helix“-Akteursmodell / Living Labs

Fallstudie zum zweiten Impronta-Granada-Treffen und zum Poniente-Workshop

Beschreibung

Das „Quadruple-Helix“-Modell (QH) fördert die Zusammenarbeit zwischen vier zentralen Akteuren: Wissenschaft, Behörden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die „Living Lab“-Methodik ermöglicht es diesen Gruppen, gemeinsam Lösungen unter realen Bedingungen zu entwickeln.

„UGR County Councils“ bezeichnet die von der Universität Granada (UGR) im Rahmen des Erasmus+-Projekts „ENGAGEgreen“ geleitete Initiative, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlich Forschenden, lokalen Behörden und Akteuren aus den Gemeinden zu fördern. Im Mittelpunkt dieser Initiative steht die Bewältigung regionaler Herausforderungen durch gemeinsam erarbeitete, forschungsbasierte Lösungen.

Das zweite „Impronta Granada“-Treffen ist die dritte Pilotveranstaltung, die von der UGR im Rahmen dieses Projekts organisiert wurde und bei der Forschende, Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung und lokale Gemeinschaften zusammenkommen, um Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in ländlichen und städtischen Gebieten zu erörtern und zu entwickeln.

Der Poniente-Workshop, Teil des zweiten Impronta Granada Treffens, dient als Fallstudie dafür, wie diese beiden Rahmenkonzepte zusammenwirken, um lokale Herausforderungen in der Region Poniente Granadino anzugehen. Die Veranstaltung brachte Akteure aus Politik und Verwaltung, Wissenschaftler, lokale Unternehmen und Bürger zusammen, die gemeinsam daran arbeiteten, die Bedürfnisse zu identifizieren, Lösungen vorzuschlagen und Initiativen für die nachhaltige Entwicklung der Region zu gestalten.

Im Vorfeld des Workshops fanden zwei Online-Treffen mit den Bezirksräten der UGR aus der Region Poniente und anderen Gebieten statt, um die zentralen Themen zu ermitteln, die auf der Veranstaltung vorgestellt werden sollten. Diese Diskussionen trugen zur Gestaltung der Tagesordnung bei und richteten den Fokus des Workshops auf nachhaltige Entwicklung, regionale Identität und regionale Zusammenarbeit.

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Beteiligte Akteure: Universität Granada (UGR), lokale Behörden (Diputación de Granada, Gemeinden), lokale Unternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Bürger
  • Ziel: Gemeinsame Herausforderungen identifizieren und gemeinsam umsetzbare Lösungen für regionale Probleme in den Bereichen Bevölkerungsrückgang, lokales Kulturerbe, Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung erarbeiten
  • Format: Ein interaktiver Workshop mit Co-Creation-Aktivitäten und Podiumsdiskussionen, der auf den Ergebnissen zweier vorbereitender Online-Treffen aufbaut
  • Ergebnis: Entwicklung praktischer Initiativen wie generationenübergreifendes Wohnen, Wiederbelebung des Tourismus, Einbeziehung von lokalem Wissen und Erhaltung des kulturellen Erbes

 

Wie funktioniert das Format?

Der Poniente-Workshop folgte dem Quadruple-Helix-Modell (QH), wobei staatliche Akteure, Wissenschaft, lokale Unternehmen und die Zivilgesellschaft aktiv mitwirkten.

  1. Regierung: Die Kommunalverwaltungen und die Diputación de Granada stellten politische Rahmenbedingungen, Finanzmittel und regionale Entwicklungsziele bereit.
  2. Wissenschaft: Experten der Universität Granada (UGR) stellten Forschungsergebnisse zu Kulturerbe, sozioökonomischer Entwicklung und nachhaltigem Tourismus vor.
  3. Zivilgesellschaft: Organisationen wie „Tierra de Aguas“ und lokale Gemeinschaften vertraten die Bedürfnisse der Bevölkerung und ihre Vision für die Zukunft der Region Poniente.
  4. Lokale Unternehmen: Unternehmer diskutierten, wie lokale Produkte und Dienstleistungen mit nachhaltigen Tourismusmodellen und der wirtschaftlichen Wiederbelebung der Region verknüpft werden können.

 

Herausforderungen

● Komplexität der Koordination: Trotz aller Bemühungen bleibt die Koordination zwischen den Akteuren aufgrund der Komplexität der lokalen Verwaltungsstrukturen, der Finanzierungsdynamik und der unterschiedlichen Ziele der einzelnen Akteure eine Herausforderung

● Nachhaltigkeit: Die größte Herausforderung besteht darin, das langfristige Engagement für die Initiativen aufrechtzuerhalten, da die meisten Projekte nur kurzfristig finanziert werden und es an einer kontinuierlichen Finanzierungsstrategie mangelt

● Einbindung der Interessengruppen: Die Einbindung lokaler Unternehmen und der breiteren Bevölkerung gestaltet sich nach wie vor schwierig, insbesondere in marginalisierten Gebieten oder Regionen, in denen die Beteiligung der Öffentlichkeit gering ist

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

  • Aufgaben

○ Beitrag mit Forschungserkenntnissen zu sozioökonomischer Entwicklung, Kulturerbe und nachhaltigem Tourismus; Bereitstellung von Fakten für die Politikgestaltung

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeit für Feldforschung und Datenerhebung

○ Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, um die Forschung auf praktische Lösungen abzustimmen

○ Unterstützung bei der Verbreitung von Forschungsergebnissen an lokale Interessengruppen

 

Managerinnen und Manager für Wissensaustausch und Forschung

  • Aufgaben

○ Organisation von Treffen mit Interessengruppen

○ Verbreitung von Forschungsergebnissen

○ Sicherstellen der Kommunikation zwischen Wissenschaft, Regierung und Zivilgesellschaft

  • Erforderliche Ressourcen

○ Digitale Plattformen (z. B. Webinare, Foren) zur Erleichterung der Kommunikation

○ Organisatorische Ressourcen für die Verwaltung der Veranstaltungen und die Aufrechterhaltung langfristiger Initiativen

 

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung

  • Aufgaben

○ Festlegung regionaler politischer Rahmenbedingungen

○ Finanzielle Unterstützung lokaler Initiativen

○ Sicherstellen der Übereinstimmung mit lokalen und EU-Entwicklungszielen

  • Erforderliche Ressourcen

○ Politische Fachkompetenz und Verwaltungskapazitäten für ein effektives Projektmanagement

○ Finanzielle Unterstützung und Zuweisung von Ressourcen für laufende Initiativen

○ Zeit für die Teilnahme an Treffen, Workshops und Planungssitzungen

 

Beispiele:

  1. Beispiel für ein Living Lab:
  • Der Poniente-Workshop diente als Living Lab, in dem Interessengruppen gemeinsam Lösungen für die regionale Entwicklung erarbeiteten; auf der Grundlage realer Herausforderungen, die während des Workshops vorgestellt wurden, wurden Projekte wie generationenübergreifende Wohnmodelle und Programme für nachhaltigen Tourismus vorgeschlagen
  • Forschungsarbeiten der Universität Granada (UGR) zur Erhaltung des kulturellen Erbes flossen in die Entwicklung von Strategien zur Bewahrung der regionalen Geschichte ein, die gleichzeitig die lokale Wirtschaft ankurbeln sollten

 

  1. Forschungsbasiertes Beispiel
  • Wissenschaftliche Beiträge, wie beispielsweise soziodemografische Studien zur Entvölkerung, bildeten die Grundlage für die Formulierung von Strategien, die direkt auf die Herausforderungen der Region eingingen.

 

Details zur Fallstudie

Wie ist das Format aufgebaut?

  • Der Poniente-Workshop folgte einem strukturierten Format aus einer interaktiven Sitzung mit Kurzvorträgen, Gruppenarbeit und Podiumsdiskussionen; im Vorfeld der Veranstaltung trugen zwei vorbereitende Online-Treffen dazu bei, zentrale Themen wie nachhaltigen Tourismus, Nachwuchsförderung und wirtschaftliche Wiederbelebung zu definieren, die dann während der Veranstaltung vertieft diskutiert wurden

Verfügbare Ressourcen (wichtige Aufgaben)

  • Koordination zwischen Kommunalverwaltungen, Forschenden und der Zivilgesellschaft ist entscheidend, um die Nachhaltigkeit und Relevanz der Projekte sicherzustellen
  • Verbreitung der Forschungsergebnisse durch die Universität Granada (UGR), um wichtige Erkenntnisse mit allen Akteuren zu teilen und Lösungen zu entwickeln, die den regionalen Bedürfnissen entsprechen

 

Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Gewonnene Erkenntnisse):

  • Was funktioniert: Das QH-Modell der Zusammenarbeit hat sich als wirksam erwiesen, um den Dialog und die gemeinsame Entwicklung von Lösungen unter verschiedenen Interessengruppen zu fördern; die Zusammenführung einer Vielzahl von Interessengruppen mit gemeinsamen Zielen kann zu einer effektiven Entwicklung von Lösungen führen. Der Living-Lab-Ansatz ermöglicht Feedback in Echtzeit.
  • Was funktioniert nicht: Die Koordination stellt nach wie vor eine Herausforderung dar und die Einbindung der Interessengruppen ist weiterhin schwierig, insbesondere bei lokalen Unternehmen und marginalisierten Gruppen; zudem ist es eine Herausforderung, die Nachhaltigkeit und das langfristige Engagement der Interessengruppen sicherzustellen, vor allem bei begrenzten Ressourcen.

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

  • Um den Erfolg des Living Labs zu bewerten, müssen das Engagement der Interessengruppen und die Umsetzung der Lösungen nach dem Workshop überwacht werden.
  • Feedback wird durch Umfragen und Folge-Workshops gesammelt, um die langfristigen Auswirkungen der gestarteten Initiativen zu bewerten.

 

Quellen und weiterführende Literatur

Official coverage of the Second Impronta Granada meeting – University and Territory event: https://improntagranada.es/impronta/ii-impronta-granada-meeting-strengthens-the-university-territory-alliance-in-loja/

 

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