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Wie man Formate des politischen Dialogs öffentlich bekannt macht bzw. bewirbt

Kommunikationsstrategien und Öffentlichkeitsarbeit durch Medialab UGR und Impronta Granada

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Integriertes Kommunikationsökosystem: medienübergreifender Ansatz, der institutionelle Websites, soziale Netzwerke und die lokale Presse miteinander verbindet
  • Markenbezogene Werbematerialien: Merchandising-Artikel (personalisierte Notizbücher, Roll-ups, visuelle Identität) für regionale Veranstaltungen
  • Kontinuierliches digitales Storytelling: regelmäßige Updates auf den Plattformen Medialab UGR und Impronta Granada, einschließlich eigener ENGAGEgreen-Rubriken
  • Presse- und audiovisuelle Berichterstattung: Nachrichtenbeiträge in IDEAL und Granada Hoy, YouTube-Webinare sowie Teilnahme an europäischen Konferenzen
  • Bürgerbeteiligung in den Medien: Einladung an die Mitglieder der Bezirksräte der UGR, bei Radiolab UGR Podcasts aufzunehmen, um regionale Initiativen vorzustellen

Beschreibung

Dieser Beitrag untersucht, wie die Universität Granada (UGR) über das Medialab UGR und Impronta Granada innovative Kommunikationsstrategien entwickelt und umsetzt, um Formate für den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik zu fördern. Im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen kombiniert die UGR digitale Kommunikation, traditionelle Medienarbeit und partizipatives Storytelling, um die Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und öffentliche Beteiligung an Initiativen wie den UGR-Bezirksräten und den Impronta-Granada-Treffen zu steigern.

Diese Kommunikationsmaßnahmen untermauern das institutionelle Engagement der UGR für offene Innovation und bürgerschaftliches Engagement und stellen sicher, dass der Dialog zwischen Wissenschaft, Akteuren der Politik, Unternehmen und Bürgern sowohl regional als auch international ein breites Publikum erreicht.

 

Wie funktioniert das Format?

Die Öffentlichkeitsarbeit basiert auf einem Multichannel-Kommunikationsmodell, das von Medialab UGR koordiniert wird. Sie folgt einem kontinuierlichen Zyklus, der sich in vier Phasen gliedert:

  1. Vorbereitung und Markenbildung:

Entwicklung einer visuellen Identität und Druckmaterialien zur Begleitung jeder Veranstaltung im Rahmen des Politikdialogs. Für den Start der UGR-Kreisräte (20. Januar 2025) produzierte die UGR personalisierte Notizbücher mit Projektinformationen, Roll-ups zur Steigerung der Sichtbarkeit sowie koordinierte Catering-Dienstleistungen, um das Erlebnis der Teilnehmenden zu verbessern.

  1. Medienveröffentlichung und digitale Verbreitung:
  1. Öffentliche Sichtbarkeit und internationale Reichweite:

Die UGR warb für ENGAGEgreen auf verschiedenen europäischen Foren, darunter die Arqus Alliance BIP „Making the Planet a Healthier Place“ (Mai 2025), die SAM-Konferenz „Building Bridges: Shaping Europe’s Science-for-Policy Landscape“ (Wien, 26.–27. Mai 2025) und die ENGAGEgreen-Veranstaltung in Brüssel „Unlocking Science-Policy Synergies for Europe’s Green and Digital Future“ (Juni 2025). Diese Aktivitäten wurden von mehrsprachigen Pressemitteilungen und einer Berichterstattung in „Impronta Granada“ begleitet.

  1. Bürgerkommunikation und kreative Medien:

Die UGR lädt Mitglieder der „Living Labs“ der UGR-Bezirksräte ein, Podcasts bei Radiolab UGR, einem professionellen Aufnahmestudio der Universität, aufzunehmen. Diese Initiative ermöglicht es lokalen Akteuren, Forschenden und Verantwortlichen der Politik, ihre Projekte und Herausforderungen einem breiteren Publikum vorzustellen und so die Veröffentlichung zu einer gemeinsam gestalteten Erzählung zu machen, die die Dimension „Wissenschaft für die Menschen“ von ENGAGEgreen stärkt.

 

Herausforderungen

  • Wahrung der Einheitlichkeit des Brandings und der visuellen Identität über mehrere Kanäle hinweg
  • Abwägung zwischen wissenschaftlicher Genauigkeit und einer für Laien verständlichen Sprache
  • Abstimmung des Zeitplans zwischen lokalen Veranstaltungen, Presseterminen und der Kommunikation auf EU-Ebene
  • Sicherstellung eines anhaltenden Interesses nach dem anfänglichen Höhepunkt der Öffentlichkeitsarbeit
  • Messung der tatsächlichen Wirkung über quantitative Indikatoren (Likes, Reichweite und Aufrufe) hinaus

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Beiträge verfassen, in denen Forschungsergebnisse und regionale Erkenntnisse in einer leicht verständlichen Sprache erläutert werden
  • An Interviews, Webinaren und Podcasts teilnehmen, um die Auswirkungen des Projekts in einen Kontext zu stellen
  • Pressematerialien prüfen, um die sachliche Richtigkeit und wissenschaftliche Glaubwürdigkeit sicherzustellen
  • Live-Kommunikation (Konferenzen, Arqus Alliance BIP, SAM Wien, Veranstaltung in Brüssel) intensivieren, um die Sichtbarkeit in akademischen und politischen Kreisen zu stärken

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung

  • Koordination der Kommunikationsstrategie und des Zeitplans für alle ENGAGEgreen-Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit
  • Erstellung, Bearbeitung und Veröffentlichung von Multimedia-Inhalten (Pressemitteilungen, Videoclips, YouTube-Webinare)
  • Pflege der Verbindungen zu lokalen und nationalen Printmedien (IDEAL, Granada Hoy)
  • Überwachung von Grafikdesign, Markenführung und Veranstaltungslogistik (Merchandising, Beschilderung, Fotografie)
  • Pflege von Analyse-Dashboards für Web- und Social-Media-Daten zur Ermittlung von Engagement-Trends

Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung

  • Fördern Sie die Sichtbarkeit, indem Sie an Interviews teilnehmen und Stellungnahmen zu den Ergebnissen der Zusammenarbeit abgeben
  • Verbreiten Sie ENGAGEgreen-Materialien über institutionelle Kanäle (Kommunen, lokale Entwicklungsagenturen)
  • Unterstützen Sie die regionale Verbreitung durch Newsletter und lokale Veranstaltungen

 

Beispiele

  • 20. Januar 2025 – Erstes Impronta Granada-Treffen: Auftaktveranstaltung mit 143 Teilnehmern; Berichterstattung auf den Websites von Impronta Granada und Medialab UGR, Beiträge in IDEAL und Granada Hoy sowie eine vollständige Videoaufzeichnung auf YouTube
  • 24. Januar 2025 – Pressemitteilungen: Veröffentlichung auf beiden institutionellen Plattformen und Weiterverbreitung über soziale Medien
  • 9. Mai 2025 – Präsentation der Arqus Alliance: Die UGR stellte 25 Studierenden und sechs Forschenden aus drei europäischen Universitäten das Konzept der Living Labs vor
  • 26.–27. Mai 2025 – SAM-Konferenz in Wien: Internationale Sichtbarkeit durch eine koordinierte Sitzung zum Thema „Universitäten und Kommunen entwickeln gemeinsam Lösungen für den städtischen Wandel“
  • 12. Juni 2025 – Konferenz in Brüssel: Die UGR leitete eine Sitzung zum Thema „Wasser und Boden: Von der Forschung zur öffentlichen Politik“ und positionierte ENGAGEgreen damit im Ökosystem des wissenschaftspolitischen Dialogs der EU
  • Radiolab UGR: Laufende Einladung an Mitglieder des Kreisrats zur Produktion thematischer Podcasts, die territoriale Innovationen und Nachhaltigkeitsmaßnahmen vorstellen.

 

Fallstudien

Eine umfassende Kommunikationsstrategie, die Print-, digitale und audiovisuelle Medien kombinierte, führte zu einer hohen Sichtbarkeit auf Provinzebene und zu Anerkennung auf EU-Ebene.

Durch die Einbindung der „Radiolab UGR“-Podcasts wurde die Verbreitung auf das Storytelling in den lokalen Gemeinschaften ausgeweitet, wodurch das bürgerschaftliche Engagement für den wissenschaftspolitischen Dialog gestärkt wurde.

 

Wie wird das Format umgesetzt?

Die Planung der Öffentlichkeitsarbeit beginnt zwei Wochen vor jeder Veranstaltung und dauert bis zu drei Monate danach an.

Das Kommunikationsteam des Medialab verfasst Pressemitteilungen, koordiniert Veröffentlichungstermine und überwacht die Interaktionskennzahlen.

Wichtige Meilensteine werden mit dem Redaktionskalender von Impronta Granada abgestimmt. Podcasts und YouTube-Webinare werden als Folgekommunikation veröffentlicht, um das öffentliche Bewusstsein aufrechtzuerhalten und Kontinuität zu gewährleisten.

 

Verfügbare Ressourcen (Was sind die wichtigsten Aufgaben?)

  • Websites der Einrichtungen: medialab.ugr.es und improntagranada.es
  • Offizielle Social-Media-Konten: Instagram, LinkedIn, YouTube
  • Vorlagen für Pressemitteilungen und Markenführung
  • Aufnahmestudio „Radiolab UGR“ und technische Unterstützung
  • Mailinglisten und Datenbank mit Interessengruppen für gezielte Kontaktaufnahme

 

Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Erfahrungen)

  • Funktioniert: einheitliche visuelle Identität; Multichannel-Ansatz, der akademische und öffentlichkeitswirksame Inhalte kombiniert; frühzeitige Einbindung der Medien in die Planung; Einsatz audiovisueller Erzählformen (Reels, Podcasts).
  • Funktioniert nicht: übermäßige Abhängigkeit von einer einzigen Plattform; unzureichende Koordination zwischen der Berichterstattung während und nach der Veranstaltung; Unterschätzen des Zeitaufwands für die Produktion von Inhalten.
  • Erfahrungen: Einen Veröffentlichungszeitplan festlegen; Social-Media-Analysen in die Auswertung einbeziehen; sicherstellen, dass jede Pressemitteilung ein direktes Zitat und ein hochwertiges Bild enthält; Materialien für europäische Netzwerke wiederverwenden.

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

  • Ergebnisse: Anzahl der Pressemitteilungen (20+), Social-Media-Beiträge (>40) und Medienerwähnungen (2 große Zeitungen)
  • Ergebnisse: Gesteigerte Sichtbarkeit der Formate des Dialogs zwischen Wissenschaft und Politik der UGR; stärkere Einbindung der Interessengruppen und Interesse an einer Nachahmung an anderen Universitäten
  • Indikatoren: Website-Zugriffe, Reichweite der Beiträge, Interaktionsraten, Hörerstatistiken der Podcasts, Zitierungen in der Presse
  • Zeitplan: Kontinuierliche Überwachung im Jahr 2025; Berichterstattung integriert in die Bewertung von WP5

 

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Kontaktieren Sie gerne Tome Sandevski über science-policy@uni-frankfurt.de


Esteban Romero-Frías

currently works as Vice-Rector for Social Innovation, Employability and Entrepreneurship at the University of Granada and is Full Professor in the Department of Accountancy and Finance. His academic and research work focuses on public and social innovation, digital learning, and digital humanities. Through UGR MediaLab, which he has directed since its foundation, he has led various collaborative projects such as Impronta Granada and UnInPública that are aimed at building bridges between universities, public institutions, and society to tackle regional challenges.

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