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World Café Format

Worum geht es bei diesem Format?

  • Die Rhein-Main-Universitäten organisierten eine World Café-Reihe zu den Themen Künstliche Intelligenz, Innovation und Klimawandel in Brüssel, in verschiedenen Städten in Deutschland sowie virtuell.
  • Die Organisatoren ordneten jedem teilnehmenden Forschenden einen Tisch zu. Die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung diskutierten in Kleingruppen jeweils mit einer oder einem Forschenden an jedem Tisch. Nach 45–60 Minuten angeregter Diskussion wechselten die Akteurinnen und Akteure in Politik und Verwaltung den Tisch, während die Forschenden sitzen blieben.
  • Das Format ermöglichte effektive Diskussionen in kleinen Gruppen zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Verwaltung sowie Forschenden aus unterschiedlichen Fachdisziplinen.
  • Herausforderungen lagen u. a. in einer hohen Nichterscheinungsrate und in einem sehr unterschiedlichen Ausmaß der Vorbereitung der Teilnehmenden. Die Organisatorinnen und Organisatoren lernten, diese Herausforderungen einzuplanen.

Die erforderlichen Ressourcen auf einen Blick

Wie funktioniert das Format?

Das Format ermöglichte es Akteurinnen und Akteuren in Politik und Verwaltung, in kleinen Gruppen 2–3 Gespräche mit Forschenden zu führen. Das Team Transfer in Politik und Verwaltung der Goethe-Universität Frankfurt, welche die gemeinsamen Policy-Dialogformate der drei Rhein-Main-Universitäten Frankfurt, Mainz und Darmstadt koordiniert, organisierte eine Reihe von Präsenzveranstaltungen zu unterschiedlichen Aspekten von Künstlicher Intelligenz, u. a. zu Sicherheitsfragen, zu Wandel in Organisationen und Auswirkungen auf Unternehmen in Darmstadt, Brüssel, Berlin und Frankfurt.

Die Organisatoren informierten rund 90 Expertinnen und Experten für KI an den Rhein-Main-Universitäten über die Termine – 40 Forschende meldeten sich für die Veranstaltungen an. Die Forschenden wurden gebeten, drei zentrale Botschaften vorzubereiten, die den Akteurinnen und Akteuren in Politik und Verwaltung im Vorfeld zur Verfügung gestellt wurden.

Geeignete Akteurinnen und Akteure in Politik und Verwaltung wurden über Organigramme von Ministerien, Landesparlamenten, Behörden und politischen Parteien identifiziert. Etwa 300 Personen wurden eingeladen. Die Teilnehmenden aus Politik und Verwaltung wurden gebeten, im Vorfeld die zentralen Botschaften der Forschenden zu lesen.

Wir haben erwartet, dass 3–5 Akteurinnen und Akteure aus Politik und Verwaltung pro Tisch an den Diskussionen teilnehmen. Es wurden keine Moderatorinnen oder Moderatoren eingesetzt – was sich bewährte.

Das Format ermöglichte den Austausch zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Verwaltung aus ganz unterschiedlichen Institutionen (z. B. Generaldirektionen der Europäischen Kommission, NATO, Landesvertretungen bei der EU, NGOs) und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Disziplinen wie Informatik, Rechtswissenschaft, Sozialpsychologie und Politikwissenschaft.

Herausforderungen (und wie man ihnen begegnet)

Etwa 30–40 % der angemeldeten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung erschienen nicht, rund 20 % kamen verspätet oder verließen die Gespräche vorzeitig. Obwohl die Teilnehmenden im Vorfeld ihre Präferenzen angeben konnten, führte dies aufgrund des Nichterscheinens, der Verspätungen und der verfrühten Abreise mancher nicht zu einer gleichmäßigen Verteilung an den Tischen. Tische mussten spontan zusammengelegt werden. Einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler waren zudem enttäuscht, dass nur die Hälfte der angemeldeten Personen tatsächlich an den Gesprächen teilnahm.

Zudem variierte die Vorbereitung stark: Einige Vertreterinnen und Vertrer aus Politik und Verwaltung hatten die Kernbotschaften im Vorfeld gelesen, viele jedoch nicht – manche hatten nicht einmal die Veranstaltungsbeschreibung gelesen. Vielen waren daher nicht bewusst, dass sie in kleinen Gruppen für 45-60 Minuten mit Forschenden sprechen würden.

Was haben wir daraus gelernt? Bei einer ähnlichen virtuellen Veranstaltung zu Biodiversität, Klimawandel und Innovation informierten wir die Forschenden im Vorfeld über unsere bisherigen Erfahrungen. Wir kündigten an, virtuelle Kleingruppen bei Nichterscheinen und Verspätungen zusammenlegen zu müssen – was akzeptiert wurde.

Außerdem sagten wir den Forschenden, dass sie damit rechnen sollten, in kleinen Gruppen mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Verwaltung zu diskutieren, die die Kernbotschaften im Vorfeld nicht gelesen hatten. Daher baten wir die Forschenden, ihre Kernbotschaften zu Beginn der Kleingruppendiskussionen zu formulieren, um die Gespräche in Gang zu bringen.

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Die Forschenden mussten im Vorfeld 2–4 Kernbotschaften formulieren (Beispiele sind hier verfügbar). Außerdem nahmen sie an den Kleingruppengesprächen teil.

Mitarbeitende im Wissenstransfer oder Wissenschaftsmanagement (Unterstützungsstrukturen)

Das Referat für den Austausch mit Politik und Verwaltung an der Universität Frankfurt informierte Institutionen der Politik und Verwaltung sowie Forschende über das Format. Es wurden Webseiten und Booklets mit Kurzprofilen und zentralen Botschaften der Forschenden für vier Events erstellt. Zudem mussten Besprechungsräume in Frankfurt, Darmstadt, Brüssel und Berlin organisiert werden.

Akteurinnen und Akteure in Politik und Verwaltung

Die Vorbereitung beschränkte sich auf das Lesen der zentralen Botschaften und Kurzprofile der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf deren Webseiten bzw. in den Booklets. Die Kleingruppengespräche fanden am Nachmittag statt und dauerten drei bis vier Stunden.

Finanzierung der Maßnahme

An jeder Veranstaltung nahmen etwa 35 Personen aus Wissenschaft und Politik/Verwaltung teil. Es wurden Kosten für Catering übernommen (u. a. ordentliches Mittag- oder Abendessen). Trotz der höheren Kosten erwiesen sich Kaffeepausen und gemeinsame Mahlzeiten als sehr gute Gelegen-heiten für informelle Gespräche und Vernetzung. Die Reisekosten für 16 Forschende nach Berlin und Brüssel wurden durch eine Förderung des Bundesministeriums für Wissenschaft getragen.

 

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Gespräche von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Ministerien

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Rhein-Main Wissenschaftsdialog ermöglichte 81 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern 166 persönliche Gespräche mit 177 Akteurinnen und Akteuren in Politik und Verwaltung in 17 Landeseinrichtungen in Mainz und Wiesbaden
  • Das Format hat sich hervorragend geeignet, um viele Akteurinnen und Akteure in Politik und Verwaltung, die zuvor keinen Kontakt zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hatten, mit Forschenden zu vernetzen – und umgekehrt
  • Das Format hat sich zudem als sehr effektiv erwiesen, Forschende aus vielen Forschungsfeldern – darunter MINT-Fächer, Sozial- und Geisteswissenschaften, und Wirtschaftswissenschaften – sowie Akteurinnen und Akteure in Politik und Verwaltung aus unterschiedlichen regionalen Ministerien und anderen Institutionen der Politik und Verwaltung einzubeziehen

Wie funktioniert das Format?

Forschende führen persönliche Gespräche mit Mitarbeitenden in Landeseinrichtungen in Mainz und Wiesbaden. Mainz ist die Hauptstadt des Bundeslandes Rheinland-Pfalz mit etwa vier Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Etwa 2.500 Personen arbeiten in den Ministerien des Landes Rheinland-Pfalz in Mainz. Wiesbaden ist die Hauptstadt des Landes Hessen mit rund 6,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Mehr als 3.000 Personen arbeiten in Landeseinrichtungen in Wiesbaden.

Das Team Transfer in Politik und Gesellschaft der Goethe-Universität Frankfurt, welches die gemeinsamen Policy-Dialogaktivitäten der drei Rhein-Main-Universitäten – Frankfurt, Mainz und Darmstadt – koordiniert, stellt Landeseinrichtungen in Mainz und Wiesbaden das Format vor. Sobald die Landeseinrichtungen dem Format zugestimmt haben, erhalten die Landeseinrichtungen Listen mit Forschenden, die an Gesprächen in den Landeseinrichtungen interessiert sind. Die Listen enthalten Informationen zu den Fachgebieten der Forschenden, mögliche Termine sowie Links zu den Webseiten der Forschenden. Die Personalabteilungen in Landeseinrichtungen leiten die Listen an ihre Mitarbeitenden weiter, die dann auswählen können, mit wem sie Gespräche führen möchten. Die Rückmeldung erfolgt per E-Mail oder über eine Online-Plattform an das Team für Transfer in Politik und Verwaltung der Goethe-Universität Frankfurt.

Zusätzlich können die Mitarbeitenden in den Landeseinrichtungen angeben, an welchen Themen sie aktuell arbeiten. Das Team Transfer in Politik und Gesellschaft an der Goethe-Universität Frankfurt leitet die Auswahl der Mitarbeitenden in den Landeseinrichtungen an die Forschenden weiter, welche die Gesprächsanfragen annehmen oder ablehnen können.

Die persönlichen Gespräche finden in den Räumlichkeiten der Ministerien und weiterer Landeseinrichtungen statt. Für die gastgebenden Einrichtungen entstehen keine Kosten außer der Bereitstellung der Besprechungsräume.

Bilanz

  • 81 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
  • 166 Gespräche mit
  • 177 Akteurinnen und Akteuren in Politik und Verwaltung aus
  • 17 Institutionen der Politik und Verwaltung

Das Team Transfer in Politik und Gesellschaft der Universität Frankfurt führt kurze Umfragen unter den teilnehmenden Forschenden sowie Akteurinnen und Akteuren in Politik und Verwaltung durch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind sehr zufrieden mit den Gesprächen und schätzen den informellen Charakter der Gespräche. Etwa 60 Prozent der Teilnehmenden aus Landeseinrichtungen geben an, zuvor wenig Kontakt mit Forschenden gehabt zu haben. Etwa 50 Prozent der Forschenden hatten vor dem Format kaum oder keinen Kontakt zu Akteurinnen und Akteuren in Politik und Verwaltung. Rund 20 Prozent der Teilnehmenden möchten den Kontakt fortsetzen. Über 95 Prozent aller Beteiligten möchten künftig erneut persönliche Gespräche führen und empfehlen das Format ihren Kolleginnen und Kollegen weiter.

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Das Team Transfer in Politik und Gesellschaft bittet alle teilnehmenden Forschenden, die FAQ-Liste zu lesen und sich auf den Webseiten der besuchten Institutionen der Politik und Verwaltung zu informieren. Jedes Gespräch dauert in der Regel etwa eine Stunde. Da Mainz und Wiesbaden in unmittelbarer Nähe der Rhein-Main-Universitäten liegen, ist die Anreise kurz. Die Forschenden haben Fahrscheine für den öffentlichen Nahverkehr, was das Format sowohl zeitlich als auch finanziell effizient macht.

Mitarbeitende im Wissenstransfer oder Wissenschaftsmanagement (Unterstützungsstrukturen)

Das Team Transfer in Politik und Gesellschaft an der Universität Frankfurt informiert per E-Mail und über die FAQ-Listen sowohl Institutionen der Politik und Verwaltung als auch Forschende über das Format und mögliche Termine. Außerdem erstellt das Team Online-Formulare und Excel-Tabellen, in die Forschende sowie Akteurinnen und Akteure in Politik und Verwaltung ihre Fachgebiete oder ihr Interesse und verfügbare Zeiten eintragen können. Die Zeitfenster werden dann aufeinander abgestimmt. Darüber hinaus führt das Referat eine kurze Feedback-Umfrage bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch.

Akteurinnen und Akteure in Politik und Verwaltung

Die Akteurinnen und Akteure in Politik und Verwaltung müssen die Listen mit Expertinnen und Experten prüfen und diejenigen auswählen, die sie treffen möchten. Die Gespräche finden in den Büros der Mitarbeitenden der Landeseinrichtungen oder in Besprechungsräumen statt.

Zur Vorbereitung auf die Gespräche sollten sich die Teilnehmenden auf den Webseiten der Forschenden informieren, mit denen sie sich treffen. Außerdem sollten sie Fragen vorbereiten, die sie mit den Forschenden besprechen möchten.

 

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Akteure in Politik und Verwaltung ins Labor holen

Erkenntnisse aus dem Praxistag „Zukunftstechnologien für Energie und Sicherheit“ an der TU

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Ein ganztägiger „Praxistag“, der Laborbesichtigungen, Live-Demonstrationen und strukturiertes Networking über verschiedene Hochschulstandorte hinweg kombinierte.
  • Der „Praxistag“ an der TU Darmstadt brachte etwa 30 Vertreter:innen aus Politik/Verwaltung, NGOs, Verbänden und Unternehmen mit 10 Forschenden aus verschiedenen akademischen Disziplinen der TU Darmstadt zusammen.
  • Die Gäste aus Praxisorganisationen besichtigten die Labore des Metal Energy Hubs, des Smart Homes EHubs und des Digital Resilience Xchange (DiReX)-Zentrums an der TU Darmstadt. Die Gäste aus der Praxis erhielten Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen, während die Forschenden Praxisperspektiven kennenlernten.
  • Mitarbeitende im Wissenschaftsmanagement und Wissenstransfer übernahmen die Organisation der Veranstaltung und die Rekrutierung der Gäste aus der Praxis, so dass sich die Forschenden auf die inhaltlichen Aspekte und die Vorstellung ihrer Forschungsergebnisse konzentrieren konnten

 

Wie funktionierte das Format?

Schritt 1: Konzeption

Das Team Transfer in Politik und Gesellschaft an der Goethe-Universität Frankfurt, das das Erasmus+-Projekt ENGAGEgreen und das Mercator Science-Policy Fellowship-Programm der Rhein-Main-Universitäten (TU Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt und Johannes Gutenberg-Universität Mainz) koordiniert, kontaktierte Professorin Michèle Knodt und weitere Forschende des Metal Energy Hub und des Digital Resilience Xchange (DiReX)-Zentrums der TU Darmstadt, um das Interesse an einer politikorientierten Veranstaltung auszuloten.

Ein gemeinsames Team aus fünf Forschenden und Mitarbeitenden im Wissenschaftsmanagement und Wissenstransfer konzipierte die Veranstaltung gemeinsam und legte den Termin auf den 29. Januar 2026 fest.

Kernziele der Veranstaltung:

  • Einen anwendungsorientierten Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zu nachhaltigen Energiespeichern und digitaler Resilienz in Not- und Krisensituationen in Deutschland zu geben.
  • Forschende der TU Darmstadt direkt mit regionalen, nationalen und lokalen Akteuren aus Politik/Verwaltung sowie mit Akteuren aus Industrie und Zivilgesellschaft vernetzen.

Schritt 2: Planung und gezielte Ansprache

Forscher und Mitarbeitende im Wissenschaftsmanagement und Wissenstransfer der TU Darmstadt erstellten eine erste Liste mit 150 Praktiker:innen. Um die Reichweite zu vergrößern, recherchierte das Team Transfer in Politik und Gesellschaft an der Goethe-Universität Frankfurt die Organigramme von über 60 relevanten Praxiseinrichtungen und identifizierte mehr als 200 Praktiker:innen, die eingeladen werden sollten.

  • Einladungen: Anfang Dezember 2025 wurden offizielle Einladungen an rund 350 Praktiker:innen per E-Mail verschickt
  • Anmeldequoten: Bis Mitte Januar 2026 hatten sich rund 35 Praktiker:innen (was einer effektiven Konversionsrate von ca. 10 % entspricht).
  • Logistik: Reservierung der Veranstaltungsräumlichkeiten und des Caterings. Versand von Erinnerungsmails zwei Wochen vor Veranstaltungstermin.

Schritt 3: Umsetzung

Die Veranstaltung fand am 29. Januar 2026 statt. Programm:

  • 09:00–09:30 Uhr | Anmeldung & Begrüßung: Treffpunkt in den Räumlichkeiten des Metal Energy Hub (Campus Lichtwiese, TU Darmstadt).
  • 09:30–11:30 Uhr | Laborführung 1 – Metal Energy Hub: Vorstellung von Forschungsarbeiten zu innovativen grünen Technologien (z. B. CO₂-neutrale Energiespeicherung durch Oxidation und Reduktion von Eisenpulver), gefolgt von einer geführten Laborführung unter der Leitung von Dr. Marius Schmidt.
  • 11:40–12:10 Uhr | Laborführung 3 – Energieautonomes Smart Home (eHub): Geführte Besichtigung unter der Leitung von Dr. Joachim Schulze mit Schwerpunkt auf schnelle, autarke Notstromversorgungslösungen für Besitzer:innen von Photovoltaikanlagen.
  • 12:10–12:40 | Ortswechsel: Gemeinsamer Transfer vom Campus Lichtwiese zum City-Campus der TU Darmstadt mit dem ÖPNV.
  • 12:40–13:30 Uhr | Networking-Mittagessen: Gemeinsames Mittagessen im Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX), um die Vernetzung während des Campuswechsels zu stärken.
  • 13:30–15:15 Uhr | Laborführung 3 – Digital Resilience Xchange (DiReX): Vortrag über eine widerstandsfähige digitale kommunale Infrastruktur für das Katastrophenmanagement, einschließlich interaktiver Demonstrationsführungen unter der Leitung von Prof. Dr. Michèle Knodt und Prof. Dr. Bernd Freisleben.

Schritt 4: Nachbereitung der Veranstaltung

Innerhalb einer Woche nach der Veranstaltung wurden die Präsentationsfolien und die Kontaktmöglichkeiten der Beteiligten geteilt.

 

Herausforderungen und Lösungen

Insgesamt verlief die Veranstaltung sehr reibungslos, doch es lohnt sich, die Gründe dafür ausdrücklich zu nennen, damit andere Universitäten ihre eigenen Erwartungen entsprechend anpassen können. Die mitwirkenden Forschenden und Mitarbeitenden im Wissenschaftsmanagement und Wissenstransfer arbeiteten seit einiger Zeit im Rahmen des ENGAGEgreen-Projekts und des Mercator Science-Policy Fellowship-Programms zusammen. Die Forschenden konnten sich voll und ganz auf die Präsentation ihrer Ergebnisse konzentrieren, während sich die Mitarbeitenden in Wissenschaftsmanagement und Wissenstransfer die organisatorischen Aspekte kümmerten.

Universitäten ohne eine solche bestehende Infrastruktur sollten damit rechnen, dass die erste Ausgabe einer vergleichbaren Veranstaltung deutlich mehr Koordinationszeit in Anspruch nimmt – allein schon, um die Arbeitsbeziehungen aufzubauen, auf die dieses Team bereits zurückgreifen konnte.

 

Aufgaben und Ressourcen

Forschende

  • Erstellten leicht verständliche Präsentationen für ein Publikum aus der Praxis.
  • Bereiteten interaktive Laborführungen und Demonstratoren vor.
  • Benennung möglicher Personen aus der Praxis, die eingeladen werden sollten.

Mitarbeitende in Wissenschaftsmanagement und Wissenstransfer

  • Recherche von knapp 60 Organigrammen zwecks Identifikation möglicher Gäste aus der Praxis.
  • Organisation von Mailinglisten, Einladungen, Catering und Social-Media-Berichterstattung.
  • Koordination des Transfers zwischen den Campusstandorten sowie Unterstützung der Forschenden bei der Vorbereitung und Durchführung von Präsentationen und Führungen.

Akteure in Politik und Verwaltung

  • Vertretung lokaler, regionaler und nationaler Ministerien und nachgeordneter Behörden, politischer Parteien, NGOs und Unternehmen.
  • Beteiligung an aktiven Frage-und-Antwort-Runden während der Laborvorführungen.
  • Vernetzung mit Forschenden.

 

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Grüne Transformation im EU-Dialog

Einblicke aus einer zweitägigen Fachveranstaltung an der Vertretung des Landes Hessen in Brüssel

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Mehrtägiges Multiformat: Zweitägige Fachveranstaltung in Brüssel, bestehend aus einem informellen Auftaktessen, einem Fach-Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern der Europäischen Kommission sowie zwei Podiumsdiskussionen.
  • Zielgruppenreichweite: Rund 60 Anmeldungen aus Politik und Verwaltung; ca. 40 Teilnehmende am Haupttag zusammen mit Forschenden der Universitäten Frankfurt, TU Darmstadt und Vic.
  • Strategische Partnerschaft: Erfolgreiche Nutzung langjähriger Kooperationsstrukturen mit der Vertretung des Landes Hessen bei der EU, die seit 2018 als verlässlicher Partner fungiert.
  • Profi-Moderation: Einsatz eines externen Profi-Moderators zur exakten Einhaltung des straffen Zeitplans (2 x 45 Minuten Podium).

 

Wie hat das Format funktioniert?

Schritt 1: Konzeption und Themenfindung

Das Team Transfer in Politik und Gesellschaft an der Goethe-Universität Frankfurt , welches das Erasmus+-Projekt ENGAGEgreen und das Mercator Science-Policy Fellowship-Programm koordiniert, pflegt seit 2018 einen engen Draht zur Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union. Im September 2023 fragte das Team dort eine Kooperation für ein Event zum Thema „Grüner Wandel“ an. Die Landesvertretung beriet bei der inhaltlichen Schärfung hin zu Themen mit aktueller Brüsseler Relevanz.

Gemeinsam konzipierten die Goethe-Universität und die Landesvertretung das Format für den 11. und 12. März 2024.

Kernziele der Veranstaltung:

  • Evidenz bereitstellen: Praxisorientierter Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu technischen Innovationen für die grüne Transformation sowie den politischen und finanziellen Rahmenbedingungen.
  • Vernetzung fördern: Direkter Austausch zwischen Forschenden (Goethe-Uni Frankfurt, TU Darmstadt, Uniniversität Vic) und Mitarbeitenden der EU-Kommission, regionaler Regierungen, NGOs und Wirtschaftsverbände.
  • Bedarfe verstehen: Einblicke in den konkreten Wissensbedarf der Europäischen Kommission zur Planung künftiger Transferformate.

Schritt 2: Planung und gezielte Kontaktaufnahme

Die Hessische Landesvertretung steuerte ihren etablierten Brüsseler Verteiler bei. Parallel sprachen das Team Transfer in Politik und Gesellschaft direkte Kontakte in den EU-Institutionen an.

  • Speaker-Gewinnung: Das Team Transfer in Politik und Gesellschaft identifizierte Ende 2023/Anfang 2024 gezielt Vertretende relevanter Generaldirektionen (GD) der EU-Kommission. Genutzt wurden persönliche Kontakte früherer Events sowie die systematische Auswertung aktueller GD-Organigramme.
  • Gästemanagement: Anfang Februar 2024 versandten die Landesvertretung und das Team Transfer in Politik und Gesellschaft an der Goethe-Universität Frankfurt die offiziellen Einladungen. Bis Mitte Februar lagen ca. 60 Anmeldungen vor.
  • Logistik & Raum: Das Veranstaltungsteam der Landesvertretung übernahm Raumvorbereitung und Catering.
  • Externe Moderation: Für die zwei 45-minütigen Podien wurde frühzeitig der externe Moderator Kai Bruns engagiert. Ein ausführliches Briefing inkl. Referenten-Biografien und Leitfragen stellte den reibungslosen Ablauf sicher.
  • Briefing der Teilnehmenden: Das Team Transfer in Politik und Gesellschaft klärte inhaltliche und organisatorische Fragen im Vorfeld auf bilateraler Basis mit den Teilnehmenden der Podiumsdiskussionen.

Schritt 3: Durchführung

Die Veranstaltung startete am 11. März 2024 mit einem informellen Abendessen im kleineren Kreis (ca. 12 Personen). Dieser Rahmen diente dem gezielten Vertrauensaufbau zwischen ausgewählten Forschenden und Vertreter:innen der Europäischen Kommission sowie verschiedener NGOs.

Das Hauptprogramm folgte am 12. März 2024 mit etwa 40 Teilnehmenden:

  • 10:00–12:00 Uhr | Praxis-Workshop: Mitarbeitende zweier Generaldirektionen der EU-Kommission erläuterten ihren konkreten Bedarf an wissenschaftlicher Evidenz sowie die genutzten Beratungskanäle. Forschende erhielten direkte Einblicke in die Arbeitsabläufe der Europäischen Kommission.
  • 12:00–12:30 Uhr | Networking-Mittagessen
  • 12:30–12:45 Uhr | Begrüßung: Claus-Peter Appel (Stellvertretender Leiter der Hessischen Landesvertretung) und Prof. Michèle Knodt (TU Darmstadt).
  • 12:45–14:15 Uhr | Podiumsdiskussionen

Panel 1: Technische Innovationen für den ökologischen Wandel

  • Prof. Christian Beidl (Verbrennungsmotoren und Antriebssysteme, TU Darmstadt)
  • Dr. Bernd Biervert (Referatsleiter GD Forschung und Innovation, EU-Kommission)
  • Dr. Mabel Mora Garrido (Leiterin Umwelttechnologien, BETA Tech Center, Universität Vic)
  • Prof. Anna Possner (Atmosphärenphysik und Klima, Goethe-Universität Frankfurt)

Panel 2: Politische und finanzielle Rahmenbedingungen für Schlüsseltechnologien

  • Prof. Tobias Berg (Lehrstuhl für Bankwesen, Goethe-Universität Frankfurt)
  • Beatrice Coda (Referatsleiterin CINEA / GD Energie, EU-Kommission)
  • Dr. Cristian Kanovits (Teamleiter GD Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU)
  • Prof. Michèle Knodt (Vergleichende Politikwissenschaft, TU Darmstadt)

Schritt 4: Nachbereitung und Follow-up

Innerhalb einer Woche nach dem Event stellte das Team Transfer in Politik und Gesellschaft allen Beteiligten eine Kontaktsammlung zur Verfügung. Aus den Erstkontakten haben sich fortlaufende Kontakte zu entwickelt.

Herausforderungen und Erfolgsfaktoren

Der reibungslose Ablauf basierte maßgeblich auf bestehenden Strukturen. Das Team Transfer in Politik und Gesellschaft griff auf eingespielte Prozesse aus dem ENGAGEgreen-Projekt sowie dem Mercator Science-Policy Fellowship-Programm zurück. Forschende konnten sich voll auf die Inhalte konzentrieren, während das Transferteam und die Landesvertretung die Organisation übernahmen.

 

Tipp für Erstveranstalter:

Wer ohne etablierte Netzwerke startet, sollte deutlich mehr Vorlaufzeit für die Vorbereitung einplanen. Nutzen Sie Ihre Landesvertretung in Brüssel als Türöffner! Landesvertretungen verfügen meist über hervorragende Räumlichkeiten, Event-Erfahrung und erprobte Mailverteiler. Sie haben zudem ein Eigeninteresse an Erhöhung der Sichtbarkeit der Wissenschaftseinrichtungen aus ihren Bundesländern.

 

Standortvorteil der Hessischen Landesvertretung:

  • Strategische Lage in Laufnähe zum EU-Parlament und zu vielen Kommissionsgebäuden.
  • Über 100 Events pro Jahr, eigenes Veranstaltungsteam, kostenfreie Raumnutzung nach vorheriger Absprache.
  • Wichtiger Hinweis: Anfragen für gemeinsame Veranstaltungen müssen mindestens sechs Monate vor dem geplanten Termin gestellt werden.

 

Aufgaben und Ressourcen

Forschende

  • Erstellten leicht verständliche Policy-Präsentationen und beantworteten Fragen während der kurzen Podiumsdiskussionen
  • Gestalteten den thematischen Rahmen mit und schlugen relevante Expertenkontakte vor

 

Mitarbeitende in Wissenschaftsmanagement und Wissenstransfer

  • Standen in Kontakt mit der Landesvertretung Hessens bei der EU und sprachen potenzielle Podiumsteilnehmende der drei Universitäten sowie in den zuständigen Generaldirektionen an
  • Kümmerten sich um Mailinglisten, Einladungsprozesse, Catering und die Berichterstattung in den sozialen Medien

 

Akteure in Politik und Verwaltung

  • Nahmen am informellen Abendessen, am Workshop und an den Podiumsdiskussionen teil
  • Beantworteten Fragen von Forschenden und dem Publikum während der Podiumsdiskussionen
  • Knüpften direkte Kontakte zu Forschenden für einen langfristigen Wissensaustausch

 

Ein Hinweis zu den Kosten

Die Gesamtkosten – einschließlich Verpflegung, Reisekosten und Moderation – beliefen sich auf rund 7.500 €. Die Vertretung des Landes Hessen bei der EU stellte den Veranstaltungsort und die Getränke kostenlos zur Verfügung, was die Gesamtkosten erheblich senkte.

 

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Wie Gespräche in Behörden den Politikdialog stärken. Lehren aus dem Rhein-Main-Wissenschaftsdialog

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Hohe Reichweite: Der Rhein-Main-Wissenschaftsdialog ermöglichte 81 Forschenden insgesamt 166 persönliche Treffen mit 177 Mitarbeitenden in 17 Landeseinrichtungen in Mainz und Wiesbaden.
  • Neue Kontakte: Das Format erwies sich als äußerst effektiv, um Mitarbeitende aus Behörden und Forschende zu vernetzen, die zuvor noch keine Erfahrung mit dem Austausch mit Politik/Verwaltung hatten.
  • Breites Fächerspektrum: Forschende aus allen Disziplinen, darunter MINT, Sozialwissenschaften, Geisteswissenschaften, Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft, wurden mit Mitarbeitenden verschiedener regionaler Ministerien und öffentlicher Einrichtungen zusammengebracht.

 

Wie funktioniert das Format?

as Kernkonzept ist denkbar einfach: Forschende führen Fachgespräche in Landeseinrichtungen in Mainz und Wiesbaden.

Der Ablauf Schritt für Schritt:

  1. Institutionelle Zustimmung: Das Team Transfer in Politik und Gesellschaft an der Goethe-Universität Frankfurt, das die gemeinsamen Policy-Dialogprojekte der drei Rhein-Main-Universitäten Frankfurt, Darmstadt und Mainz koordiniert, stellt die Initiative den Landesministerien in Mainz und Wiesbaden vor, welche dem Konzept zustimmen.
  2. Gezieltes Matchmaking: Die teilnehmenden Institutionen erhalten Übersichten über interessierte Forschende. Diese Listen umfassen Informationen zu Fachgebieten, zeitlichen Verfügbarkeiten und Links zu den akademischen Profilen.
  3. Auswahl & Bestätigung: Personalverantwortliche leiten die Listen intern weiter. Die Mitarbeitenden wählen per E-Mail oder über ein Online-Formular Forschende aus und ergänzen auf ihrer Agenda kurze Hinweise zu den aktuellen Fachthemen.
  4. Agile Terminplanung: Das Team Transfer in Politik und Gesellschaft leitet die Anfragen an die Forschenden weiter, die je nach Fachthema und zeitlicher Verfügbarkeit zusagen oder ablehnen.
  5. Gespräche vor Ort: Die Treffen finden direkt im jeweiligen Ministerium oder einer anderen Behörde statt. Außer der Bereitstellung der Räumlichkeiten entstehen den Gastgebern keine finanziellen Kosten.

 

Erfolgsbilanz auf einen Blick:

  • 81 teilnehmende Wissenschaftler
  • 166 durchgeführte persönliche Treffen
  • 177 einbezogene Akteure in Politik und Verwaltung
  • 17 beteiligte regionale politische Entscheidungsgremien

Nachbefragungen des Teams Transfer in Politik und Gesellschaft an der Goethe-Universität Frankfurt belegen eine sehr hohe Zufriedenheit und ein großes Interesse an einer Fortsetzung:

  • Neuland betreten: 60 % der Befragten aus Politik und Verwaltung sowie 50 % der Forschenden gaben an, vor dem Projekt kaum oder gar keinen Kontakt zueinander gehabt zu haben.
  • Nachhaltiger Kontakt: Rund 20 % der Teilnehmenden vereinbarten, auch künftig für Fachfragen in Kontakt zu bleiben.
  • Überwältigende Zustimmung: Über 95 % der Teilnehmenden wünschten sich weitere Treffen dieser Art und empfahlen das Format ihren Kolleginnen und Kollegen weiter.

 

Einführung und praktische Umsetzung

Im November 2023 sondierten die Rhein-Main-Universitäten das Interesse regionaler Einrichtungen in Mainz und Wiesbaden. In beiden Landeshauptstädten war das Interesse groß. Aufgrund von Regierungsumbildungen nach den Landtagswahlen in Hessen beschloss das Team Transfer in Politik und Verwaltung an der Goethe-Universität Frankfurt jedoch, im März 2024 zunächst einen Pilotlauf in Mainz zu starten, gefolgt von einem weiteren Durchgang in Mainz und Wiesbaden im September und Oktober 2024.

 

Aufgaben und Ressourcen

Forschende

Die Forschenden bereiten sich mithilfe einer FAQ-Liste und den Website-Informationen der jeweiligen Behörde vor. Ein Gespräch dauert in der Regel eine Stunde. Da Mainz und Wiesbaden nahe an den Universitätsstandorten liegen, ist der Anreiseaufwand gering. Koordinatoren für den Wissensaustausch und Forschungsmanager.

 

Mitarbeitende im Wissenschaftsmanagement und Wissenstransfer

Das Team Transfer in Politik und Gesellschaft an der Goethe-Universität Frankfurt informiert die Institutionen und Forschenden per E-Mail und FAQ. Es stellt die Online-Formulare zur Erfassung von Fachgebieten und Verfügbarkeiten bereit, übernimmt das Matchmaking und führt die Feedback-Befragung durch. Der Organisationsaufwand belief sich auf etwa sechs Wochen (Vollzeitäquivalent) sowie rund 900 € für ein gemeinsames Vernetzungsessen in der Staatskanzlei Mainz.

Akteure in Politik und Verwaltung

Die Teilnehmenden aus den Behörden wählen die Forschenden aus den Übersichten aus, stellen Besprechungsräume bereit, informieren sich vorab auf den Webseiten der Forschenden und bereiten konkrete Fragen vor.

 

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Science Sparring: „Policy Red Teaming“, entwickelt an der Finnischen Akademie der Wissenschaften und Literatur

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • „Policy Red Teaming“ durch moderierte Diskussionen, in denen Forschende frühe Entwürfe politischer Maßnahmen aus der Perspektive wissenschaftlicher Erkenntnisse und Fachkompetenz prüfen und kommentieren
  • Betont die Interdisziplinarität, wodurch sich das Verfahren insbesondere für komplexe systemische politische Themen eignet, bei denen die Erkennung von Wechselwirkungen zwischen politischen Fragestellungen entscheidend ist
  • Stellt die politische Relevanz in den Vordergrund, indem der Wissensbedarf klar definiert und die Diskussionen an konkreten politischen Problemen ausgerichtet werden
  • Wissensvermittelnde ermöglichen den Prozess, indem sie Vertrauen zwischen den Teilnehmenden aufbauen und sowohl Forschenden als auch Vertretenden aus Politik und Verwaltung die Teilnahme erleichtern
  • Auf nationaler Ebene validiert durch gemeinsame Entwicklung und Erprobung mit acht finnischen Ministerien, wobei erfolgreiche Pilotprojekte auf regionaler und kommunaler Ebene durchgeführt wurden

Wie funktioniert das Format?

„Science Sparring“ stärkt die Evidenzbasis der Politikgestaltung, indem es Forschende und politisch Verantwortliche bereits in der entscheidenden frühen Phase zusammenbringt, in der sinnvolle Anpassungen noch möglich sind. Es wurde von Wissensvermittlern sorgfältig konzipiert, sodass die Teilnahme sowohl für Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung als auch für Forschende einfach und zeiteffizient ist.

Die Kernmethodik von „Science Sparring“ basiert auf dem „Policy Red Teaming“ (siehe z. B. Zhang & Gronwall, 2020). Im Wesentlichen bedeutet dies, dass Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen frühe Entwürfe politischer Dokumente, die von Akteuren aus der Politik vorgelegt werden, prüfen und kommentieren. Der Prozess simuliert ein kontroverses Wissenschafts-Politik-Umfeld, jedoch in einem konstruktiven Rahmen, der darauf ausgelegt ist, für die Politik relevante Erkenntnisse zu generieren.

Eine Schlüsselrolle bei Science Sparring spielen vorbereitende Dokumente wie Grundsatzpapiere, Arbeitsgruppennotizen, Textentwürfe und Materialien zur Wirkungsanalyse. In den Diskussionen prüfen und kommentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese Rahmenpapiere aus der Perspektive wissenschaftlicher Evidenz und Fachkenntnis.

Die Stärke dieses Ansatzes liegt in seiner Fähigkeit, blinde Flecken und Annahmen ans Licht zu bringen, die andernfalls möglicherweise unberücksichtigt blieben. Durch die Schaffung eines kontrollierten „Stresstests“ für frühe Entwürfe kann „Science Sparring“ genutzt werden, um bekannte Unbekannte und unbekannte Bekannte aufzudecken.

Tatsächlich können frühzeitige Eingriffe in den Entwurfsprozess unter Einbeziehung wissenschaftlicher Expertise dazu beitragen, fehlende Perspektiven aufzudecken, die einer weiteren Überprüfung und genauen Betrachtung bedürfen:

  • Risiken oder Nebenkosten im Zusammenhang mit den politischen Maßnahmen
  • die Machbarkeit politischer Ziele und Lösungen
  • problematische Formulierungen von Konzepten oder Annahmen zur Kausalität
  • Wechselwirkungen, die einen erweiterten Konsultationsrahmen erfordern

Die Entwicklung der Methode begann nach Gesprächen mit Akteuren aus der Politik und Verwaltung, in deren Verlauf erkannt wurde, dass neue interaktive Modelle zur Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik benötigt werden.

Seit 2020 wurde das Modell im Rahmen gemeinsamer Pilotprojekte mit elf Organisationen in Finnland entwickelt und getestet, von denen acht Ministerien sind. Die Entwicklung des Modells in Zusammenarbeit mit Ministerien hat dazu beigetragen, das Modell zu validieren und seine Kernelemente zu verfeinern. Zwar hat das Modell noch keine formelle rechtliche Grundlage, doch empfiehlt der Bericht der finnischen Regierung über die Zukunft (2019–2023) eine breitere Anwendung von „Science Sparring“ in den politischen Vorbereitungsprozessen der Ministerien.

Die meisten „Science Sparring“-Prozesse beginnen mit einem durch Akteure aus der Politik identifizierten Wissensbedarf. Diese politikgetriebene Einleitung ist zwar nicht zwingend erforderlich, trägt jedoch dazu bei, das Engagement und die Einbindung der politischen Vertretenden in den Prozess sicherzustellen.

Wenn Forscher „Science Sparring“-Prozesse vorschlagen, investieren Wissensvermittelnde in der Regel mehr Aufwand und Fachwissen, um diese Vorschläge mit laufenden politischen Prozessen zu verknüpfen.

 

Die verschiedenen Phasen des „Science Sparring“

Definition des Wissensbedarfs

Der Prozess beginnt mit der Definition des genauen Wissensbedarfs und der Faktoren, die diesen Bedarf beeinflussen (wie beispielsweise politische Konflikte). Wissensvermittelnde moderieren diesen Prozess in enger Zusammenarbeit mit Vertretern und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung in den Ministerien.

Gleichzeitig werden die Ziele der „Science Sparring“- Veranstaltung mit dem Ministerium (oder einem anderen politischen Akteur) geklärt, einschließlich des Zeitrahmens, des Endergebnisses und des „Boundary Object“. Es wird ein Partnerschaftsplan erstellt, der den vereinbarten Wissensbedarf, die Ziele und die logistischen Vorkehrungen dokumentiert.

 

Auswahl der Teilnehmenden

Mitarbeitende im Wissenstransfer stellen eine optimale multidisziplinäre Gruppe von Forschenden zusammen (in der Regel 4–10 Teilnehmende). Die Forschenden müssen nicht der Finnischen Akademie der Wissenschaften angehören; stattdessen suchen die Mitarbeitenden im Wissenstransfer die besten Expertinnen und Experten für das jeweilige Thema aus. Oft sind die ausgewählten Forschenden an einer Vielzahl von Universitäten und Forschungseinrichtungen tätig.

Zu den bewährten Vorgehensweisen gehört es, gemeinsam mit den Anwendern der Ergebnisse in Politik und Verwaltung zu erörtern, welche wissenschaftlichen Disziplinen einbezogen werden sollten, um somit sicherzustellen, dass die Sparring-Veranstaltung ihre Ziele erreicht.

Der persönliche Kontakt und die Einweisung sowohl der Vertretenden aus Politik und Verwaltung als auch der Forschenden in das „Sparring“-Format sind für einen erfolgreichen Dialog unerlässlich.

 

Vorbereitung

Dazu gehört die Formulierung von Workshop-Fragen, idealerweise in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten in den Ministerien. Diese Fragen sollten den Forschenden im Voraus zur Verfügung gestellt werden, damit auch sie wissen, was von ihnen erwartet wird.

 

Workshops

Die Workshops sind darauf ausgelegt, ein vertrauensvolles Umfeld zwischen Forschenden und Vertretenden aus Politik und Verwaltung zu schaffen. Mitarbeitende im Wissenstransfer gestalten das Format, moderieren die Diskussionen und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. In der Regel besteht das Format aus kurzen Einführungsvorträgen (einschließlich der Ziele und Grundregeln für den Tag), gefolgt von Gruppendiskussionen rund um das „Boundary Object“.

Je nach Wissensbedarf kann die „Sparring“-Veranstaltung aus einem oder mehreren Workshops bestehen, die in der Regel zwischen drei und sechs Stunden dauern.

 

Endergebnis

Die Initiatoren des Science-Sparring-Prozesses benötigen in der Regel ein klares Endergebnis, das verschiedene Arten von Wissen zusammenfasst. Die spezifischen Anforderungen an das Endergebnis müssen während des gesamten Dokumentationsprozesses der Workshop-Inhalte sorgfältig berücksichtigt werden.

Sofern nicht anders angegeben, wird das Endergebnis stets veröffentlicht, um die Transparenz des Prozesses zu erhöhen. Da die Wissensvermittelnden für die Zusammenführung des Endergebnisses verantwortlich sind, wird dieses stets mit den Forschenden abgeglichen, um sicherzustellen, dass es keine fehlerhaften Interpretationen der Gespräche enthält.

 

Herausforderungen

Diskretion | „Science Sparring“ erfordert einen Raum für Erkundungen, in dem auch Raum für Abschweifungen im Austausch besteht. Dies wird schwierig, wenn Dritte (z. B. Stakeholder und Interessengruppen) anwesend sind, da sich Gespräche schnell von einer konstruktiven Erkundung zu einer konfrontativen öffentlichen Darbietung wandeln können. Zwar ist der geschlossene Charakter dieser Konferenzen für einen offenen Dialog notwendig, doch entstehen dadurch Transparenzpflichten. Diesen kann beispielsweise dadurch Rechnung getragen werden, dass sowohl die Ergebnisse als auch die Teilnehmenden Liste veröffentlicht werden und Wissensvermittelnde dazu ermutigt werden, ihre Rolle im Prozess offen zu dokumentieren.

Vertrauen | Der im „Science Sparring“ integrierte besondere Rahmen erfordert ein außergewöhnlich hohes Maß an Vertrauen unter den Teilnehmenden. Die für die Gesetzesausarbeitung zuständigen politisch Verantwortlichen müssen bereit sein, ihre ersten Entwürfe offenzulegen und ihre vorläufigen Überlegungen darzulegen, einschließlich potenzieller Mängel und Wissenslücken. Ohne das gegenseitige Verständnis, dass Kritik als Instrument für eine bessere Politik dient, können Interaktionen schnell destruktiv statt konstruktiv werden.

Ressourcenintensität | Der Prozess und seine Planung, insbesondere bei der Definition des Wissensbedarfs, können recht umfangreich sein. Wissensvermittelnde sollten diese Planung leiten und sicherstellen, dass der Zeitaufwand für die Forschenden auf ein Minimum beschränkt bleibt, um deren qualitativ hochwertige Beteiligung und Motivation zur Teilnahme zu maximieren.

Optimale Gruppengröße | Die Größe der Workshop-Gruppen erfordert sorgfältiges Management. Gruppen mit mehr als 20 Teilnehmenden leiden häufig unter Absagen und nachlassendem Engagement. Eine kompaktere Gruppengröße fördert einen qualitativ hochwertigeren Dialog und einen sinnvolleren Austausch zwischen den Teilnehmenden.

Umgang mit Hierarchien und bestehenden Spannungen | Bestehende Hierarchien zwischen den Teilnehmenden können den offenen Austausch untergraben, den „Science Sparring“ erfordert. Wissensvermittelnde müssen diese Dynamiken während der Planung aktiv erkennen und strukturierte Dialogtechniken einsetzen, um diese Spannungen zu bewältigen.

 

Aufgaben und Ressourcen

Mitarbeitende im Wissenstransfer

Mitarbeitende im Wissenstransfer begleiten den Prozess und ermöglichen offene Diskussionen. Ihre Rolle als fachkundige Moderatoren ist von der frühen Bedarfsermittlung bis zur Moderation von entscheidender Bedeutung, da sie den Wissensbedarf klären, geeignete Teilnehmende identifizieren und diese einweisen, die Workshop-Struktur und die Vorbereitungsmaterialien ausarbeiten, Diskussionen moderieren und das Endergebnis koordinieren.

 

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung

Die Motivation der Akteure aus Politik und Verwaltung ist entscheidend für den Erfolg. Effektive „Science Sparring“-Veranstaltungen sind in der Regel bedarfsorientiert und werden von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung mit bestehendem Wissensbedarf initiiert.

Diese Personen sollten offenbleiben und sich während des gesamten Prozesses aktiv beteiligen, da der Grad ihres Engagements in direktem Zusammenhang mit dem erzielten Nutzen steht. Vor allem sollten sich die Akteure aus Politik und Verwaltung, insbesondere diejenigen, die für das Thema verantwortlich sind, als Experten verstehen, die wertvolles Wissen in die Diskussion einbringen und nicht als passive Empfänger akademischer Beiträge.

Je nach Art des „Sparring“ und dessen Gestaltung können Vertretende aus Politik und Verwaltung Referatsleiter, Abteilungsleiter oder sogar beides sein.

 

Forscherinnen und Forscher

Forschende bringen interdisziplinäres Fachwissen in die Diskussion ein und geben konstruktives, kritisches Feedback zum Strategiepapier, das daraufhin verfeinert wird. Während der Diskussionen werden die Forschenden gebeten, anzugeben, ob ihr Beitrag auf peer-review Forschung oder auf einer Expertenschätzung basiert.

 

Beispiele für „Science Sparring“, durchgeführt von der Finnischen Akademie der Wissenschaften und Literatur

Wissensdatenbank zu körperlicher Aktivität, Sport und Spitzensport (Ministerium für Bildung und Kultur), 2025

Überwachungs- und Evaluierungsplan für staatliche F&E-Fördermittel (Kanzlei des Ministerpräsidenten), 2024

Systemanalyse des demografischen Wandels (Kanzlei des Ministerpräsidenten, Programm „DEMOGRAPHY“), 2024

Umsetzung der Renaturierungsverordnung (Umweltministerium, Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Wissenschaftsgremien), 2024

Ökologische Vernetzung (Umweltministerium), 2023

Vorbereitung des Gesetzes zur biologischen Vielfalt (Umweltministerium), 2023

Nationaler Klimaanpassungsplan (Ministerium für Land- und Forstwirtschaft), 2022

Architekturpolitisches Programm (Ministerium für Bildung und Kultur, Ministerium für Wirtschaft und Beschäftigung sowie Umweltministerium), 2021

Fahrplan für einen fossilfreien Verkehr (Ministerium für Verkehr und Kommunikation), 2021

Strategie für den öffentlichen Sektor (Finanzministerium und Verband finnischer Gemeinden), 2020

Reform des Naturschutzgesetzes (Umweltministerium), 2020–2021

Nationaler Verkehrsplan (Ministerium für Verkehr und Kommunikation), 2020

Klimabezogene Folgenabschätzung (Umweltministerium, Justizministerium), 2020

Umsetzung der Re-Naturierungsverordnung (Umweltministerium, Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Wissenschaftsgremien), 2024.

Bild: Aleksi Kylmälahti, Finnische Akademie der Wissenschaften und Literatur.

 

Umsetzung der Re-Naturierungsverordnung (Umweltministerium, Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Wissenschaftsgremien), 2024.

Bild: Aleksi Kylmälahti, Finnische Akademie der Wissenschaften und Literatur.

 

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Einbindung der Bundestagsabgeordneten: Die parlamentarische Veranstaltung

Die Auswirkungen von Methan auf das Klima – eine unterschätzte Bedrohung

Zentrale Punkte auf einen Blick

  • Parlamentarische Veranstaltungen wie Frühstückstreffen oder Abendveranstaltungen ermöglichen es Wissenschaftlern, während der Sitzungswochen direkt mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages in Kontakt zu treten, politische Optionen vorzustellen und zu einer evidenzbasierten Politikgestaltung beizutragen
  • Für Veranstaltungen auf dem Gelände des Bundestages ist ein Abgeordneter als Gastgeber erforderlich, idealerweise der Fraktionssprecher für das jeweilige Thema; entscheidend ist weniger die Anzahl der teilnehmenden Abgeordneten als vielmehr deren Fachkompetenz und politischer Einfluss (z. B. Berichterstatter und Vorsitzende der zuständigen Ausschüsse)
  • Kurze, leicht verständliche Präsentationen mit konkreten Handlungsempfehlungen, ergänzt durch ein Informationsblatt zum Mitnehmen, kommen bei den Bundestagsabgeordneten besonders gut an
  • Ein Zusammenschluss mehrerer wissenschaftlicher Organisationen (z. B. Helmholtz SynCom und Leopoldina) erhöht die Sichtbarkeit und Wirkung; der Dialog kann nach der Veranstaltung in bilateralen Folgetreffen fortgesetzt werden
  • Damit parlamentarische Veranstaltungen wirksam sind, müssen sie Teil eines umfassenderen Dialogprozesses sein

Wie funktioniert das Format?

Während der Sitzungswochen des Deutschen Bundestages finden zahlreiche parlamentarische Veranstaltungen statt: zum Beispiel bei der Deutschen Parlamentsgesellschaft, in der Cafeteria des Jakob-Kaiser-Hauses oder in den Restaurants im und um das Reichstagsgebäude.

Da viele Interessengruppen gleichzeitig Veranstaltungen organisieren, konkurrieren wissenschaftliche Organisationen und Interessengruppen um die Aufmerksamkeit der Abgeordneten.

Ein Abgeordneter oder eine Abgeordnete mit thematischer Expertise als Schirmherr sichert den Zugang und die Relevanz. Damit parlamentarische Veranstaltungen Wirkung zeigen, müssen sie Teil eines umfassenderen Dialogprozesses sein.

Beispiel: Parlamentarisches Frühstück „Die Auswirkungen von Methan auf das Klima – Eine unterschätzte Bedrohung“

Am 17. Oktober 2024 veranstalteten Helmholtz SynCom und die Leopoldina ein parlamentarisches Frühstück in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft. Das Thema wurde aufgrund seiner politischen Relevanz und auf Anregung von Politikern ausgewählt. Unter der Schirmherrschaft von Dr. Konstantin von Notz und Lisa Badum, beide Mitglieder des Bundestages, versammelten sich 34 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und politisch Verantwortliche (die maximale Kapazität des Veranstaltungsortes). Politiker aus den zuständigen Ausschüssen waren eingeladen.

Die Tagesordnung für die 1,5-stündige Veranstaltung: Nach den Eröffnungsworten des Schirmherrn und den Begrüßungsreden der Vizepräsidenten beider wissenschaftlicher Organisationen (10 Minuten) folgten drei wissenschaftliche Keynote-Vorträge à 8 Minuten:

zu den Methankonzentrationen in der Atmosphäre, zum Energiesektor und zur Landwirtschaft als größter Quelle von Methanemissionen in Deutschland. In der anschließenden 40-minütigen Diskussion mit den Abgeordneten des Bundestages wurden Themen wie die Transformation der Landwirtschaft, vorgelagerte Emissionen durch importiertes LNG, regulatorische Optionen und zukünftige Herausforderungen wie Leckagen aus Wasserstoffnetzen eingehend erörtert. Ein Informationsblatt mit den Handlungsempfehlungen der Wissenschaft wurde an die anwesenden Abgeordneten verteilt.

In der Auswertung lobten die Teilnehmenden insbesondere die „übersichtlich dargestellten Fakten“ sowie die „kurzen, klaren und verständlichen“ Vorträge mit „konkreten Lösungsansätzen“. Im Anschluss an die Veranstaltung wurde der Dialog in weiteren Austauschtreffen zwischen Forschenden und Vertretenden aus Politik und den Ministerien fortgesetzt.

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstellen kurze, leicht verständliche Keynote-Präsentationen mit konkreten Handlungsempfehlungen und wirken an der Erstellung eines Factsheets mit. Der Zeitaufwand für die inhaltliche Vorbereitung und die Präsentation beträgt etwa drei Tage; organisatorische Aufgaben nehmen etwa eine Stunde in Anspruch. Im Anschluss können bilaterale Folgegespräche mit Abgeordneten oder Ministerien stattfinden.

Mitarbeitende im Bereich Wissenstransfer und Kommunikation (Unterstützungspersonal)

Mitarbeitende aus den Bereichen Wissenstransfer und Kommunikation sind für den Großteil der organisatorischen Arbeit zuständig (etwa 1,5 Wochen): Sie sichern Förderer, buchen den Veranstaltungsort, identifizieren und laden relevante Mitglieder des Bundestages ein, koordinieren das Programm, wirken an der Erstellung des Informationsblatts mit und führen die Auswertung durch.

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung

Im Idealfall fungieren Mitglieder des Bundestages als Schirmherren, unter anderem durch das Halten der Eröffnungsrede oder einer Begrüßungsansprache. Der Zeitaufwand liegt zwischen zwei und acht Stunden, je nachdem, ob sie als Gastgeber mit einer Begrüßungsrede auftreten und ob Folgegespräche stattfinden.

Quellenangaben

Leopoldina and SynCom, Helmholtz Earth & Environment (2024), The Climate Impact of Methane – An Underestimated Threat. Fact Sheet. pp. 1–4, https://doi.org/10.48440/leopoldina_syncom.2024.001.

Heidenreich, Marie; Brunner, Almut; Meyn, Andrea; Sielemann, Katharina (2024), Navigating uncertainties: collaborative approaches to science-policy dialogues, Frontiers in Earth Science, https://doi.org/10.3389/feart.2025.1602005.

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TALKS – Let’s talk about social business

Die Idee

Das Erasmus+-Projekt „EngageGreen“ (Enhancing Institutional Capacities for Policy Engagement for Green and Digital Transitions) zielt darauf ab, den ökologischen und digitalen Wandel in einen öffentlichen und gemeinsamen Prozess zu überführen.

Das Ziel ist zweigeteilt: Erstens soll die Lücke zwischen dem herkömmlichen Hochschulweg und Unternehmen mit einer globalen Veränderungsagenda verringert werden; und zweitens sollen Möglichkeiten für den Austausch zwischen Studierenden und Akteuren aus Politik und Verwaltung oder Mitarbeitenden von Nichtregierungsorganisationen geschaffen werden.

Diese Interaktion kann Studierenden die Möglichkeit bieten, zu verstehen, dass Wirtschaftswachstum auf faire, nachhaltige und verantwortungsvolle Weise erreicht werden kann. Ebenso können NGOs von der Interaktion mit jungen Menschen profitieren, die stark motiviert sind, einen wirtschaftlichen Wandel herbeizuführen. Und schließlich kann die Hochschule im Rahmen des Lernprozesses als idealer Vermittler für Interaktionen zwischen gesellschaftlichen Akteuren mit unterschiedlichen Perspektiven fungieren.

 

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Ausgangspunkt war die Beobachtung eines akademischen Teams: In den Studiengängen fehlten Angebote zu Theorien des sozialunternehmerischen Handelns, während bei den Studierenden das Interesse bestand, mehr über diese Themen zu erfahren.
  • Dies führte zu vier offenen Lehrveranstaltungen unter dem Titel „Social Business Talks“, die im Rahmen eines akademischen Kurses mit Bezug zum Sozialunternehmertum von Fachleuten aus der Privatwirtschaft, Akteuren aus Politik und Verwaltung und Wissenschaftlern gehalten wurden.
  • Aufgrund der Bedeutung der Themen standen die offenen Lehrveranstaltungen auch Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, des dritten Sektors und der Zivilgesellschaft (z. B. NGOs) offen.
  • Wissenschaft, Vertretende Aus Politik und Verwaltung und die Privatwirtschaft wurden mobilisiert, um Wissen unter Studierenden und in der Zivilgesellschaft zu verbreiten.
  • Dank der Bereitschaft der Referenten, sich nach dem Vortrag zu informellen Gesprächen zur Verfügung zu stellen, fanden abschließende Diskussionen und Networking statt.
  • Letztendlich ermöglicht dies eine neue Perspektive und ein umfassenderes Verständnis des politischen Entscheidungs- und Umsetzungsprozesses.

 

Ausgangspunkt

Der Anstoß zur Einrichtung einer Reihe von öffentlichen Vorlesungen, die das Verständnis sozialer Wirtschaftstheorien erleichtern sollen, ging von den Beobachtungen des Teams des Yunus Social Business Centre – Universität Ca’ Foscari aus.

 

Das akademische Programm des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften und insbesondere der Venice School of Management zeichnet sich durch eine geringe Anzahl von Lehrveranstaltungen aus, die sich mit der sozialen Dimension der Wirtschaft befassen.

Die Absicht war daher, diese Erfahrungen koordiniert zusammenzuführen und dabei auf die spezifische Expertise jedes beteiligten Dozenten zurückzugreifen. Das Zentrum ist nämlich in mehrere Forschungseinheiten unterteilt, und wir haben uns bemüht, pro Forschungseinheit mindestens eine offene Vorlesung zu organisieren.

Die Fallstudie zu den „Social-Business-Vorträgen“ zeigt auf, wie es möglich ist, Studierende für Themen zu begeistern, die im akademischen Lehrplan zwar nicht so stark im Fokus stehen, deren Bedeutung jedoch als entscheidend angesehen wird.

Diese Initiative wurde vom Yunus Social Business Centre der Universität Ca’ Foscari mit Unterstützung des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Universität Ca’ Foscari Venedig, der Venice School of Management und des Fachbereichs Philosophie und Kulturerbe der Universität Ca’ Foscari Venedig im Rahmen des Erasmus+-Projekts „ENGAGEgreen“ ins Leben gerufen.

 

Wie funktioniert das Format?

Vor der Lehrveranstaltung

  • Dozenten identifizieren, die Masterstudiengänge unterrichten, die einen potenziellen Bezug zu den zentralen Themen des Social Business haben
  • ein Thema festlegen, das mit den zentralen Themen des Social Business verbunden werden soll (in unserem Fall: soziale Innovation, Gesundheitswesen, soziale Verantwortung, internationale Zusammenarbeit)
  • externe Referenten identifizieren, die zu den Vorlesungen beitragen können und deren Verfügbarkeit prüfen
  • den Zeitplan erstellen
  • den Veranstaltungsflyer vorbereiten und verteilen
  • die Anmeldungen sammeln

 

Während der Lehrveranstaltung

  • den Raum einrichten
  • Feedback von Referenten und Teilnehmenden einholen
  • ein Foto von den Kursteilnehmenden machen

 

Nach der Lehrveranstaltung

  • ein Dankesschreiben versenden
  • einen Beitrag auf LinkedIn mit einem Foto und den wichtigsten Erkenntnissen veröffentlichen

 

  1. Wer sollte als Teilnehmender einbezogen werden?

Bachelorstudierende, Masterstudierende, Doktoranden, Forschende, Professoren und Professorinnen, Organisationen des öffentlichen Sektors und Verbände des dritten Sektors.

 

  1. Herausforderungen

  • Studierende einbeziehen, die an den Themen interessiert sein könnten.
  • Mitarbeitende des öffentlichen Dienstes, des dritten Sektors und der Zivilgesellschaft während der Arbeitszeit beteiligen.
  • Organisationen des öffentlichen Dienstes, Verbände des dritten Sektors und die Zivilgesellschaft darauf aufmerksam machen, dass die Lehrveranstaltungen für alle offen sind und jeder daran teilnehmen kann (von außen besteht oft die Tendenz, Vorlesungen an Universitäten als ausschließlich für Studierende bestimmt wahrzunehmen).
  • Sicherstellen, dass aktuelle und relevante Themen behandelt werden.

 

  1. Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Das Programm ist für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehr zeiteffizient. Da die offenen Lehrveranstaltungen im Rahmen bereits organisierter Vorlesungen stattfinden, konzentriert sich der größte Aufwand auf die Einbindung der Referenten.

Unterstützendes Personal (Forschende, Wissensvermittler und Forschungsmanager)

Die Fachbereiche setzten ein:

  • einen bereits angestellten Forschenden für die organisatorische Leitung der Initiative;
  • einen Forschungsmanager oder eine Forschungsmanagerin, der/die für die Bewerbung der Initiative zuständig war.

Studierende/Vertretende aus Politik und Verwaltung/Forschende/Mitarbeitende aus öffentlichen Einrichtungen und dem dritten Sektor

Die Teilnehmenden müssen ein Anmeldeformular einreichen, dessen Ausfüllen eine Minute dauert.

Erforderliche Finanzierung:  Reisekosten für die Referenten.

 

Weiterführende Links

 

LinkedIn posts

 

Yunus Social Business Centre – Ca‘ Foscari University

 

2 December 2025 | Social Innovation as a driver of social business

12 December 2025 | Innovation and digital transformation at Save the Children: organisational challenges and opportunities
15 December 2025 | POP Report – Popular Financial Reporting

Ein Fallbeispiel für ein gescheitertes Projekt zwischen Historikern und gewählten politischen Amtsträgern einer Stadtrand-Gemeinde

Historische Forschung bedeutet nicht, die Geschichte zu erzählen, die man selbst erzählen möchte

Wir wollten Lehrende und Forschende interviewen, die Erfahrung in der Zusammenarbeit mit gewählten politischen Vertretenden oder lokalen Behörden haben, um über diese Erfahrungen und die Herausforderungen zu berichten, die sich aus solchen Begegnungen ergeben – auch im Hinblick auf deren Schwierigkeiten. Zu diesem Zweck trafen wir uns mit dem Historiker Etienne Faugier, der uns von seiner Arbeit mit Amtsträgern berichtete, die die Geschichte ihrer Gemeinde erzählen wollten.

In welchem Zusammenhang haben Sie mit politischen Vertretenden zusammengearbeitet? Wie kam es zu dem Treffen, und was, glauben Sie, haben diese von Ihnen erwartet?

Eine meiner jüngsten Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit gewählten Amtsträgern machte ich in einer Randgemeinde östlich von Lyon; der Auftrag war von einem Masterstudenten eines meiner Historikerkollegen an mich weitergeleitet worden. Der Bürgermeister wünschte sich, dass Forschungen zur Geschichte seiner Gemeinde durchgeführt und ein Buch darüber verfasst würden.

Es gab vier Forschende, die die vier wichtigsten zu untersuchenden Epochen abdecken sollten (Antike, Mittelalter, Neuzeit und Gegenwart). Mir wurde der letzte, eher zeitgenössische Teil zugewiesen – derjenige, der die meisten Probleme bereitete. Die Anfrage lautete nämlich, „ein schönes Buch zu erstellen, das man neuen Einwohnern oder frisch verheirateten Paaren schenken kann“.

 

Auf welche Hindernisse, Herausforderungen oder Einschränkungen sind Sie bei dieser Zusammenarbeit mit gewählten Amtsträgern bzw. Politikern gestoßen?

Das Team aus vier Forschenden traf sich etwa zehnmal mit dem Bürgermeister und dem DGS (Generaldirektor für Dienstleistungen) der Gemeinde, um an diesem Projekt zu arbeiten. Wir unterzeichneten eine Vereinbarung, die über den vom Bürgermeister ausgewählten Verlag abgewickelt wurde. Die Gemeinde bezahlte den Verlag – über einen Kulturförderungsfonds –, der uns wiederum individuell für die geleistete Arbeit bezahlte (hauptsächlich Reisekosten, das Gehalt eines Praktikanten und einen professionellen Fotografen). Vereinbart war, dass unser Kollege einen abschließenden Vortrag halten würde, um das Buch den Einwohnern vorzustellen; außerdem wurde ein Dokumentarfilm gedreht.

Zu den ersten drei Teilen gab es nur sehr wenige Anmerkungen, aber mein Teil über die Gegenwart wurde dutzende Male überarbeitet. Bestimmte Passagen mussten gestrichen werden – zum Beispiel über städtische Brachflächen – oder Zahlen geändert werden, wenn die Daten des INSEE (Nationales Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien) von den Felddaten der Gemeinde abwichen. Die Beziehungen waren angespannt, da zudem kurze Fristen einzuhalten waren – was mit dem langen Zeitrahmen der historischen Forschung kollidierte – und alle redaktionellen Entscheidungen bei der finanzierenden Stadtverwaltung lagen. Das Ergebnis ist ein Buch, das aus akademischer Sicht geschwächt ist und sich in der wissenschaftlichen Gemeinschaft nur schwer präsentieren lässt (auch wenn dies nicht unbedingt das Ziel der Stadtverwaltung war), trotz der fundierten Archiv- und Schreibarbeit.

Meiner Meinung nach fehlte es einerseits am Verständnis dafür, wie Historiker arbeiten, und umgekehrt auch dafür, wie Politiker arbeiten. Die Lösung hätte darin bestehen können, die ersten drei Teile, die weniger umstritten waren, „als Historiker“ zu verfassen und den letzten Teil dem Kabinett zu überlassen. Es gab ein Problem bei der Definition des Projekts, bei der Klärung, was ein Buch ist und worin die Arbeit eines Historikers besteht – im Gegensatz beispielsweise zur Arbeit eines Journalisten, die ebenso legitim, aber anders ist. Letztendlich fand vor Ort kein Abschlussvortrag statt, doch heute beginnen wir dennoch, diese Arbeit im Rahmen von Veranstaltungen zur Wissenschaftsvermittlung zu präsentieren, wie zum Beispiel bei „Pint of Science“ im Mai 2026.

 

Wie würden Sie diese Zusammenarbeit bewerten? Würden Sie es wiederholen?

 Positiv war, dass wir sehr einfachen Zugang zu den Archiven hatten, insbesondere durch den Stadtarchivar, der sich sehr für das Projekt engagierte, und dass wir echte historische Forschung betreiben konnten. Das Ergebnis ist ein wunderschönes Buch, das jedoch nicht als wissenschaftlich gilt und das wir beispielsweise nicht für unsere wissenschaftlichen Karrieren anrechnen können.

Dennoch war es eine Gelegenheit, Menschen kennenzulernen, die sich täglich mit Themen beschäftigen, mit denen ich selbst arbeite (Stadtplanung, Mobilität, Tourismus usw.), und wenn ich noch einmal die Wahl hätte, ja, dann würde ich es erneut machen. Es wäre tatsächlich sehr wichtig und interessant, wenn andere Gemeinden solche monografischen Arbeiten in Auftrag geben würden!

Ich würde jedoch darum bitten, dass die Erwartungen im Vorfeld klar dargelegt werden: Gibt es kontroverse Themen, die vermieden werden sollten? Was für ein Ergebnis wünschen wir uns am Ende: einen journalistischen Beitrag, politische Kommunikation oder eine strenge wissenschaftliche Arbeit? Auch wir Forschenden müssen klarer darlegen, wozu wir in der Lage sind und wozu wir uns verpflichten oder nicht, wobei wir natürlich bedenken müssen, dass es auch eine Dimension der Wissensvermittlung gibt, der wir ebenfalls nachgehen müssen.

 

Welche Empfehlungen oder Maßnahmen könnten ergriffen werden, um diese Beziehung zu verbessern?

In einem anderen Projekt konnte ich beispielsweise mit dem Umweltministerium zusammenarbeiten, das über einen Geschichtsausschuss verfügt, der gewissermaßen als Vermittler und Übersetzer fungiert und die Anliegen der politisch Vertretenden an die Forschenden weiterleitet. Wenn es keinen Vermittler gibt, ist es manchmal schwierig, gut zusammenzuarbeiten, während es mit einem Vermittler für uns eine echte Chance darstellt, wichtige Akteure der Themenbereiche, die uns interessieren, kennenzulernen, ihnen unsere Arbeit näherzubringen und unsere Fachkompetenz unter Beweis zu stellen.

Wir müssen wissen, wie man Brücken baut, Impulse setzt und Netzwerke schafft – zum Beispiel zwischen wissenschaftlichen und politischen Veranstaltungen –, um diese beiden Welten, die nicht immer gut miteinander kommunizieren, dazu zu bringen, sich zu begegnen, damit gewählte Amtsträger die richtigen Fachleute finden und umgekehrt. Gerade in unserem Fachgebiet müssen wir zeigen, dass Geschichtswissen für die Gestaltung der Gegenwart relevant ist, dass das Verständnis der Gegenwart eine langfristige Bedeutung hat.

Unter den Kolleginnen und Kollegen herrscht eine gewisse Zurückhaltung, aus der „reinen Wissenschaft“ herauszutreten, was uns insofern deutlich wird, als diese Projekte die Karriere nicht voranbringen, und es besteht eine echte Sorge davor, sich zu Themen zu äußern, die etwas außerhalb unserer Fachgebiete liegen. Das habe ich beispielsweise nach einem Gastbeitrag in der Presse erlebt, bei dem ich Drohungen erhielt oder zumindest einem gewissen Druck seitens meiner Kolleginnen und Kollegen ausgesetzt war – eine Verurteilung dafür, dass ich es als Historiker tatsächlich gewagt hatte, Grenzen zwischen Themen und Epochen zu überschreiten.

Darüber hinaus wurde ich im Laufe meiner Karriere beispielsweise zu Bürgerkonventen zum Thema Mobilität hinzugezogen. Dort brachte ich echtes Fachwissen in einem klareren und sinnvolleren Rahmen ein, mit der Freiheit, mich zu Themen zu äußern, die dennoch auch sehr sensibel sind: der Platz des Autos in der Stadt, Umweltzonen (ZFE), Kfz-Steuern, öffentlicher Nahverkehr usw. Ich konnte auch dazu beitragen, politische Entscheidungen klarer zu gestalten, und wurde sogar aufgefordert, bei der Entwicklung politischer Programme im Rahmen einfacher, von Kandidaten gewünschter Diskussionen mitzuwirken. Ich habe festgestellt, dass sie durchaus bereit waren, mir zuzuhören, und ich habe angedeutet, dass ich an einer Fortsetzung interessiert sein könnte, doch das wirft für mich eine Frage auf: Wann sollte ich mich als Experte zu Wort melden, und wann bin ich einfach nur ein Bürger?

 

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Konferenz zur Projektübergreifenden Zusammenarbeit

Zentrale Merkmale auf einen Blick

Um sicherzustellen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in wirksame Politik umgesetzt werden, ist ein direkter Austausch zwischen Forschenden und Akteuren in Politik und Verwaltung von entscheidender Bedeutung.

Diese Veranstaltung hatte zum Ziel, die Lücke zwischen der Wissenschaft und den Akteuren der Politik auf lokaler und nationaler Ebene zu überbrücken. Sie diente als wichtige Plattform für Wissenschaftler um Projektergebnisse und Vorschläge effektiv zu verbreiten, sowie für Vertretende aus Politik und Verwaltung um ihre praktischen Bedürfnisse, Bedenken und Prioritäten zu äußern, damit die Wissenschaft relevant und umsetzbar bleibt.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von Erasmus+ ENGAGEgreen und dem „Horizon Europe“-Projekt PLANET4HEALTH organisiert und von der Pompeu-Fabra-Universität in Barcelona (Projektpartner von PLANET4HEALTH) ausgerichtet. Die behandelten Themen deckten ein breites und entscheidendes Spektrum ab, wobei der Schwerpunkt auf Stadt-, Umwelt- und Gesundheitspolitik lag.

Die Veranstaltung förderte und ermöglichte die projektübergreifende Zusammenarbeit und bezog verschiedene Interessengruppen wie Kommunalbehörden, nationale Ministerien, die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft ein. Damit wurde die Grundlage geschaffen, um die Wirkung der EU-finanzierten Forschung zu maximieren und die langfristige Nachhaltigkeit der entwickelten Instrumente und Empfehlungen sicherzustellen.

 

Wie funktioniert das Format?

Vor der Konferenz

Die ENGAGEgreen-Einheit am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Ca’ Foscari, die auch PLANET4HEALTH leitet, beruft Vorbereitungstreffen mit beiden Konsortien ein, um ein zentrales Thema festzulegen. Gemeinsam mit Partnern und Mitgliedern des Beirats wird eine Liste von Experten zusammengestellt, die zum gewählten Thema passen.

Sobald die Verfügbarkeit bestätigt ist, legt das Koordinationsteam das Programm und die Reihenfolge der Referenten fest. Es finden regelmäßig Online-Besprechungen mit der gastgebenden Universität statt, um die Abstimmung sicherzustellen und logistische Probleme zu vermeiden.

Die eingeladenen Referenten erhalten umfassende Informationen zum Veranstaltungsort, zum Zeitplan und zu den erstattungsfähigen Kosten. Außerdem wird ihnen die endgültige Liste der Podiumsteilnehmenden, sowie die Biografien der Referenten zur Verfügung gestellt, damit sie sich gegenseitig kennenlernen können. Sowohl an die Referenten vor Ort als auch an die Referenten, die aus der Ferne teilnehmen, werden Erinnerungen verschickt.

Während der Konferenz

Die Organisatoren kümmern sich um den Empfang und die Registrierung der Teilnehmenden. Das Team richtet die Videokonferenzen für die virtuellen Referenten ein und koordiniert mit dem Catering-Personal die geplanten Pausen, um sicherzustellen, dass die Verpflegung zeitlich abgestimmt ist.

Nach der Konferenz

Die Organisatoren senden eine Dankesnachricht an die Referenten und Teilnehmenden, laden sie ein, die Projekt-Updates in den sozialen Medien zu verfolgen, und bitten sie, einen Feedback-Fragebogen auszufüllen, um die Inhalte der Veranstaltung und die Organisation zu bewerten.

 

Teilnehmende

22 Forschende

3 Vertretende aus Politik und Verwaltung

1 Vertreter einer Nichtregierungsorganisation/Zivilgesellschaft

7 Projekt-/Forschungsleiter

 

Herausforderungen (und mögliche Lösungsansätze)

  • Die Referentenliste und damit das Programm rechtzeitig festlegen, um vor Ablauf der Anmeldefrist genügend Zeit für die Bewerbung zu haben. Vorsorgemaßnahmen: regelmäßige Besprechungen zwischen den zentralen Organisationsteams (z. B. Hauptveranstalter und Gastgeber).
  • Referenten, die in letzter Minute nicht persönlich anwesend sein können. Maßnahmen zur Risikominderung: Richten Sie im Voraus einen Link für ein Online-Meeting ein und wählen Sie für den Fall einer Hybridveranstaltung einen Raum mit der entsprechenden Ausstattung aus. Versenden Sie am Tag der Veranstaltung sowie eine Stunde vor Beginn eine Erinnerungs-E-Mail, um sicherzustellen, dass die Referenten, die aus der Ferne teilnehmen, pünktlich zugeschaltet sind.

 

Aufgaben und Ressourcen

Team des Haupt-Verantwortlichen

  • Veranstaltungsinhalt: Koordiniert das Programm, kontaktiert Partner, um die am besten geeigneten Referenten zu ermitteln und legt das Programm für jede einzelne Veranstaltung endgültig fest.
  • Logistische Aspekte: Organisiert die Voranmeldung und Kommunikation, die Bereitstellung von Tagungsräumen sowie das Catering.

Gastgebende Institution

Die gastgebende Einrichtung ist an allen Vorbereitungsphasen beteiligt, vor allem aber an allen logistischen Aspekten vor Ort, wie dem Kontakt mit dem Catering-Service, dem Druck wichtiger Unterlagen und der Buchung des Raums. Mögliche Unterstützung bei der Suche nach Unterkünften in der Nähe für die Referenten.

Referenten

Die Podiumsteilnehmenden treffen sich separat mit den Organisatoren zu einer Einweisung in die Themen, den Hintergrund der anderen Referenten und das Format der Veranstaltung (z. B. Einzelvorträge, Rundtischgespräche oder Frage-Antwort-Runden). Erhalten rechtzeitig aktuelle Informationen zu Zeitplan, Logistik und Präsentationsanforderungen.

 

Erforderliche Finanzierung für die Aktivitäten

Erstattung der Reise- und Unterkunftskosten einiger Referenten. Catering-Leistungen für informelle Momente wie Kaffeepausen und das Networking-Mittagessen am Ende der Veranstaltung.

 

Quellen und weiterführende Literatur

LinkedIn post

MEDIALAB UGR event press release

PLANET4HEALTH project website

 

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