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Autor: David Corado

es intérprete de conferencias, traductor e investigador predoctoral en el programa de Lenguas, Textos y Contextos de la Universidad de Granada. Se ha formado en instituciones como la Universitat Autònoma de Barcelona y la Universitat Jaume I. Actualmente cuenta con un contrato de investigación FPU UGR–Santander y es miembro de Medialab UGR, donde participa en proyectos como ENGAGEgreen y #YoSigoUGR. Actualmente compagina su labor docente e investigadora con la interpretación profesional de conferencias, colaborando de forma voluntaria con organizaciones, asociaciones y entidades sin ánimo de lucro.

Wie man Formate des politischen Dialogs öffentlich bekannt macht bzw. bewirbt

Kommunikationsstrategien und Öffentlichkeitsarbeit durch Medialab UGR und Impronta Granada

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Integriertes Kommunikationsökosystem: medienübergreifender Ansatz, der institutionelle Websites, soziale Netzwerke und die lokale Presse miteinander verbindet
  • Markenbezogene Werbematerialien: Merchandising-Artikel (personalisierte Notizbücher, Roll-ups, visuelle Identität) für regionale Veranstaltungen
  • Kontinuierliches digitales Storytelling: regelmäßige Updates auf den Plattformen Medialab UGR und Impronta Granada, einschließlich eigener ENGAGEgreen-Rubriken
  • Presse- und audiovisuelle Berichterstattung: Nachrichtenbeiträge in IDEAL und Granada Hoy, YouTube-Webinare sowie Teilnahme an europäischen Konferenzen
  • Bürgerbeteiligung in den Medien: Einladung an die Mitglieder der Bezirksräte der UGR, bei Radiolab UGR Podcasts aufzunehmen, um regionale Initiativen vorzustellen

Beschreibung

Dieser Beitrag untersucht, wie die Universität Granada (UGR) über das Medialab UGR und Impronta Granada innovative Kommunikationsstrategien entwickelt und umsetzt, um Formate für den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik zu fördern. Im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen kombiniert die UGR digitale Kommunikation, traditionelle Medienarbeit und partizipatives Storytelling, um die Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und öffentliche Beteiligung an Initiativen wie den UGR-Bezirksräten und den Impronta-Granada-Treffen zu steigern.

Diese Kommunikationsmaßnahmen untermauern das institutionelle Engagement der UGR für offene Innovation und bürgerschaftliches Engagement und stellen sicher, dass der Dialog zwischen Wissenschaft, Akteuren der Politik, Unternehmen und Bürgern sowohl regional als auch international ein breites Publikum erreicht.

 

Wie funktioniert das Format?

Die Öffentlichkeitsarbeit basiert auf einem Multichannel-Kommunikationsmodell, das von Medialab UGR koordiniert wird. Sie folgt einem kontinuierlichen Zyklus, der sich in vier Phasen gliedert:

  1. Vorbereitung und Markenbildung:

Entwicklung einer visuellen Identität und Druckmaterialien zur Begleitung jeder Veranstaltung im Rahmen des Politikdialogs. Für den Start der UGR-Kreisräte (20. Januar 2025) produzierte die UGR personalisierte Notizbücher mit Projektinformationen, Roll-ups zur Steigerung der Sichtbarkeit sowie koordinierte Catering-Dienstleistungen, um das Erlebnis der Teilnehmenden zu verbessern.

  1. Medienveröffentlichung und digitale Verbreitung:
  1. Öffentliche Sichtbarkeit und internationale Reichweite:

Die UGR warb für ENGAGEgreen auf verschiedenen europäischen Foren, darunter die Arqus Alliance BIP „Making the Planet a Healthier Place“ (Mai 2025), die SAM-Konferenz „Building Bridges: Shaping Europe’s Science-for-Policy Landscape“ (Wien, 26.–27. Mai 2025) und die ENGAGEgreen-Veranstaltung in Brüssel „Unlocking Science-Policy Synergies for Europe’s Green and Digital Future“ (Juni 2025). Diese Aktivitäten wurden von mehrsprachigen Pressemitteilungen und einer Berichterstattung in „Impronta Granada“ begleitet.

  1. Bürgerkommunikation und kreative Medien:

Die UGR lädt Mitglieder der „Living Labs“ der UGR-Bezirksräte ein, Podcasts bei Radiolab UGR, einem professionellen Aufnahmestudio der Universität, aufzunehmen. Diese Initiative ermöglicht es lokalen Akteuren, Forschenden und Verantwortlichen der Politik, ihre Projekte und Herausforderungen einem breiteren Publikum vorzustellen und so die Veröffentlichung zu einer gemeinsam gestalteten Erzählung zu machen, die die Dimension „Wissenschaft für die Menschen“ von ENGAGEgreen stärkt.

 

Herausforderungen

  • Wahrung der Einheitlichkeit des Brandings und der visuellen Identität über mehrere Kanäle hinweg
  • Abwägung zwischen wissenschaftlicher Genauigkeit und einer für Laien verständlichen Sprache
  • Abstimmung des Zeitplans zwischen lokalen Veranstaltungen, Presseterminen und der Kommunikation auf EU-Ebene
  • Sicherstellung eines anhaltenden Interesses nach dem anfänglichen Höhepunkt der Öffentlichkeitsarbeit
  • Messung der tatsächlichen Wirkung über quantitative Indikatoren (Likes, Reichweite und Aufrufe) hinaus

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Beiträge verfassen, in denen Forschungsergebnisse und regionale Erkenntnisse in einer leicht verständlichen Sprache erläutert werden
  • An Interviews, Webinaren und Podcasts teilnehmen, um die Auswirkungen des Projekts in einen Kontext zu stellen
  • Pressematerialien prüfen, um die sachliche Richtigkeit und wissenschaftliche Glaubwürdigkeit sicherzustellen
  • Live-Kommunikation (Konferenzen, Arqus Alliance BIP, SAM Wien, Veranstaltung in Brüssel) intensivieren, um die Sichtbarkeit in akademischen und politischen Kreisen zu stärken

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung

  • Koordination der Kommunikationsstrategie und des Zeitplans für alle ENGAGEgreen-Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit
  • Erstellung, Bearbeitung und Veröffentlichung von Multimedia-Inhalten (Pressemitteilungen, Videoclips, YouTube-Webinare)
  • Pflege der Verbindungen zu lokalen und nationalen Printmedien (IDEAL, Granada Hoy)
  • Überwachung von Grafikdesign, Markenführung und Veranstaltungslogistik (Merchandising, Beschilderung, Fotografie)
  • Pflege von Analyse-Dashboards für Web- und Social-Media-Daten zur Ermittlung von Engagement-Trends

Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung

  • Fördern Sie die Sichtbarkeit, indem Sie an Interviews teilnehmen und Stellungnahmen zu den Ergebnissen der Zusammenarbeit abgeben
  • Verbreiten Sie ENGAGEgreen-Materialien über institutionelle Kanäle (Kommunen, lokale Entwicklungsagenturen)
  • Unterstützen Sie die regionale Verbreitung durch Newsletter und lokale Veranstaltungen

 

Beispiele

  • 20. Januar 2025 – Erstes Impronta Granada-Treffen: Auftaktveranstaltung mit 143 Teilnehmern; Berichterstattung auf den Websites von Impronta Granada und Medialab UGR, Beiträge in IDEAL und Granada Hoy sowie eine vollständige Videoaufzeichnung auf YouTube
  • 24. Januar 2025 – Pressemitteilungen: Veröffentlichung auf beiden institutionellen Plattformen und Weiterverbreitung über soziale Medien
  • 9. Mai 2025 – Präsentation der Arqus Alliance: Die UGR stellte 25 Studierenden und sechs Forschenden aus drei europäischen Universitäten das Konzept der Living Labs vor
  • 26.–27. Mai 2025 – SAM-Konferenz in Wien: Internationale Sichtbarkeit durch eine koordinierte Sitzung zum Thema „Universitäten und Kommunen entwickeln gemeinsam Lösungen für den städtischen Wandel“
  • 12. Juni 2025 – Konferenz in Brüssel: Die UGR leitete eine Sitzung zum Thema „Wasser und Boden: Von der Forschung zur öffentlichen Politik“ und positionierte ENGAGEgreen damit im Ökosystem des wissenschaftspolitischen Dialogs der EU
  • Radiolab UGR: Laufende Einladung an Mitglieder des Kreisrats zur Produktion thematischer Podcasts, die territoriale Innovationen und Nachhaltigkeitsmaßnahmen vorstellen.

 

Fallstudien

Eine umfassende Kommunikationsstrategie, die Print-, digitale und audiovisuelle Medien kombinierte, führte zu einer hohen Sichtbarkeit auf Provinzebene und zu Anerkennung auf EU-Ebene.

Durch die Einbindung der „Radiolab UGR“-Podcasts wurde die Verbreitung auf das Storytelling in den lokalen Gemeinschaften ausgeweitet, wodurch das bürgerschaftliche Engagement für den wissenschaftspolitischen Dialog gestärkt wurde.

 

Wie wird das Format umgesetzt?

Die Planung der Öffentlichkeitsarbeit beginnt zwei Wochen vor jeder Veranstaltung und dauert bis zu drei Monate danach an.

Das Kommunikationsteam des Medialab verfasst Pressemitteilungen, koordiniert Veröffentlichungstermine und überwacht die Interaktionskennzahlen.

Wichtige Meilensteine werden mit dem Redaktionskalender von Impronta Granada abgestimmt. Podcasts und YouTube-Webinare werden als Folgekommunikation veröffentlicht, um das öffentliche Bewusstsein aufrechtzuerhalten und Kontinuität zu gewährleisten.

 

Verfügbare Ressourcen (Was sind die wichtigsten Aufgaben?)

  • Websites der Einrichtungen: medialab.ugr.es und improntagranada.es
  • Offizielle Social-Media-Konten: Instagram, LinkedIn, YouTube
  • Vorlagen für Pressemitteilungen und Markenführung
  • Aufnahmestudio „Radiolab UGR“ und technische Unterstützung
  • Mailinglisten und Datenbank mit Interessengruppen für gezielte Kontaktaufnahme

 

Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Erfahrungen)

  • Funktioniert: einheitliche visuelle Identität; Multichannel-Ansatz, der akademische und öffentlichkeitswirksame Inhalte kombiniert; frühzeitige Einbindung der Medien in die Planung; Einsatz audiovisueller Erzählformen (Reels, Podcasts).
  • Funktioniert nicht: übermäßige Abhängigkeit von einer einzigen Plattform; unzureichende Koordination zwischen der Berichterstattung während und nach der Veranstaltung; Unterschätzen des Zeitaufwands für die Produktion von Inhalten.
  • Erfahrungen: Einen Veröffentlichungszeitplan festlegen; Social-Media-Analysen in die Auswertung einbeziehen; sicherstellen, dass jede Pressemitteilung ein direktes Zitat und ein hochwertiges Bild enthält; Materialien für europäische Netzwerke wiederverwenden.

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

  • Ergebnisse: Anzahl der Pressemitteilungen (20+), Social-Media-Beiträge (>40) und Medienerwähnungen (2 große Zeitungen)
  • Ergebnisse: Gesteigerte Sichtbarkeit der Formate des Dialogs zwischen Wissenschaft und Politik der UGR; stärkere Einbindung der Interessengruppen und Interesse an einer Nachahmung an anderen Universitäten
  • Indikatoren: Website-Zugriffe, Reichweite der Beiträge, Interaktionsraten, Hörerstatistiken der Podcasts, Zitierungen in der Presse
  • Zeitplan: Kontinuierliche Überwachung im Jahr 2025; Berichterstattung integriert in die Bewertung von WP5

 

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Wissenschaft trifft Politik in Brüssel: Aufbau eines Dialogs über die Bodenpolitik in Europa

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Eine Veranstaltung auf europäischer Ebene, die gemeinsam von der Universität Granada (UGR) und dem BETA-Technologiezentrum (Universität Vic) im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen organisiert wurde
  • Mit Vertretenden der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (GD AGRI) der Europäischen Kommission, des Europäischen Umweltbüros (EEB), des Instituts für Europäische Umweltpolitik (IEEP) sowie zahlreicher Universitäten und Forschungsinstitute
  • Die Veranstaltung umfasste eine allgemeine Debatte, zwei Rundtischgespräche (Wasser & Boden) sowie eine Postersession
  • Im Mittelpunkt standen die Umsetzung der EU-Bodenstrategie 2030, die „Soil Mission“ im Rahmen von „Horizont Europa“ und das Gesetz zur Bodenüberwachung
  • Es wurden sowohl Governance-Strukturen als auch Mechanismen des Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Politik thematisiert
  • Identifizierung institutioneller Lücken, neuer Instrumente sowie der Rolle der Sozialwissenschaften und des bürgerschaftlichen Engagements
  • Hervorhebung der Bedeutung inklusiver Dialoge unter Einbeziehung von Wissenschaft, Akteuren aus Politik und Verwaltung und der Zivilgesellschaft
  • Aufzeigen der Rolle von Living Labs, transdisziplinärer Forschung und partizipativen Governance-Modellen

Beschreibung

Dieser Beitrag stellt eine Fallstudie aus der ENGAGEgreen-Konferenz zur Verbreitung von Ergebnissen und zum Austausch mit Interessengruppen vor, die am 12. Juni 2025 in Brüssel stattfand.

Die Konferenz mit dem Titel Wasser und Boden: Von der Forschung zur öffentlichen Politik für den Umweltschutz“, die gemeinsam von der Universität Granada (UGR) und dem Technologiezentrum BETA der Universität Vic organisiert wurde, brachte Forschende, politisch Verantwortliche und Akteure der Zivilgesellschaft zusammen, um zu erörtern, wie Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik eine nachhaltigere Umweltpolitik in Europa unterstützen können.

Die Konferenz konzentrierte sich auf zwei zentrale Elemente – Wasser und Boden – und befasste sich damit, wie wissenschaftliche Erkenntnisse, Sozialwissenschaften und partizipative Governance öffentliche Politik gestalten können, die auf ökologische und soziale Realitäten abgestimmt ist.

Die Diskussionsrunde zum Thema Bodenpolitik befasste sich mit einer dringenden Herausforderung: Wie lassen sich Wissenstransfer und institutionelle Zusammenarbeit bei der Umsetzung der EU-Bodenstrategie und des Bodengesetzes beschleunigen?

 

Ziel der Sitzung war es, den wissenschaftlich-politischen Dialog über Boden- und Wasserpolitik auf europäischer Ebene zu stärken, indem

  • ein strukturierter Raum für den Austausch zwischen Forschenden, politisch Verantwortlichen und Akteuren der Zivilgesellschaft zum Thema Boden- und Wasserpolitik geschaffen wurde
  • untersucht wurde, wie wissenschaftliche Erkenntnisse, Sozialwissenschaften und partizipative Ansätze die EU-Umweltpolitik besser beeinflussen können, insbesondere die EU-Bodenstrategie, das Bodenerhebungsgesetz und die „Soil Mission“ im Rahmen von „Horizont Europa“
  • Hindernisse und Lücken an den derzeitigen Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik im Zusammenhang mit der Boden- und Wasserbewirtschaftung zu identifizieren
  • bestehende Instrumente und Mechanismen für den Wissenstransfer hervorzuheben, die von der Europäischen Kommission und EU-finanzierten Projekten genutzt werden
  • inklusive und transdisziplinäre Governance-Modelle zu fördern, einschließlich der Rolle von Living Labs und der Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung der Boden- und Wasserpolitik

 

Wie funktioniert das Format?

Die Konferenz umfasste drei Teile:

  1. Eine allgemeine Diskussion, in der sich die Teilnehmenden für engere Verbindungen zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft aussprachen;
  2. Eine Diskussionsrunde zum Thema Wasser mit den Schwerpunkten ökosystemorientierte Governance, partizipative Modelle und europäische Initiativen wie Water4All;
  3. Eine Diskussionsrunde zum Thema Boden, in deren Mittelpunkt Horizon-Europe-Projekte, die EU-Bodenmission, das Bodengesetz sowie die von der Europäischen Kommission genutzten Mechanismen zum Wissenstransfer standen.

 

Die Teilnehmenden befassten sich mit

  1. den aktuellen Herausforderungen bei der Umsetzung bodenbezogener Rechtsvorschriften auf EU- und nationaler Ebene;
    1. der Notwendigkeit, qualitative Daten und soziale Dimensionen in Kennzahlen zur Bodengesundheit zu integrieren;
    2. Beispielen für die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Politik, einschließlich „Horizont Europa“-Projekten und Beratungskonzepte;
    3. Vorschläge, die Bodenwissenschaft zugänglicher und politisch umsetzbarer zu machen.

An jedem Rundtisch nahmen sowohl Forschende als auch politisch Verantwortliche teil, was einen wechselseitigen Austausch ermöglichte, bei dem wissenschaftliche Erkenntnisse und institutionelle Erfahrungen in Einklang gebracht wurden.

Moderatoren förderten einen offenen Dialog und sorgten für eine inklusive Beteiligung aller Sektoren. Der Schwerpunkt lag auf der Identifizierung systemischer Lücken und der Erarbeitung von Möglichkeiten zur Institutionalisierung der Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik im Bereich Boden.

 

Herausforderungen

  • Sprachliche und konzeptionelle Barrieren zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung wurden wiederholt angesprochen
  • Wissenschaftlern fehlen oft klare Ansatzpunkte oder Leitlinien für die Einbindung in Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene
  • Die Zivilgesellschaft ist in politischen Dialogen über natürliche Ressourcen trotz ihrer direkten Auswirkungen nach wie vor unterrepräsentiert
  • Die soziale Dimension der Boden- und Wasserpolitik wird oft zugunsten technischer oder ökologischer Ansätze vernachlässigt
  • Politische Zeitpläne und Forschungszyklen sind oft nicht aufeinander abgestimmt, was die Verwertbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Gesetzgebung einschränkt
  • Es mangelt an spezialisierten Fachleuten, die zwischen akademischem Fachwissen und den Bedürfnissen der öffentlichen Verwaltung vermitteln

 

Aufgaben und Ressourcen

Forschende

  • Präsentation wissenschaftlicher Erkenntnisse und Empfehlungen zur Schädlingsbekämpfung, zum Schutz von Flussökosystemen und zur partizipativen Governance
  • Austausch über Erfahrungen mit Hindernissen bei der Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung und über die Notwendigkeit sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse bei der Politikbewertung
  • Vorschläge für Formate zur gemeinsamen Entwicklung von Indikatoren, die wissenschaftliches und lokales Wissen integrieren
  • Hervorhebung der Risiken einer Beschränkung der Bodengestaltung auf eng gefasste Messgrößen

Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung (Europäische Kommission, GD AGRI)

  • Erklärten, wie wissenschaftliche Beiträge auf EU-Ebene abgerufen und genutzt werden
  • Erläuterten die internen Mechanismen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik (z. B. Expertendatenbanken, Beiräte, Living Labs, wissenschaftliche Gremien)
  • Hoben hervor die Rolle von Forschungsergebnissen bei der Beeinflussung von Gesetzesvorschlägen hervorgehoben
  • Koordinierten die Beratungsdienste der GAP und die nationalen Durchführungsstellen

Nichtregierungsorganisationen und Thinktanks

  • brachten kritische Perspektiven zur Notwendigkeit eines systemischen Wandels und einer Demokratisierung der Bodenpolitik ein
  • betonten die Dringlichkeit, die Zivilgesellschaft und die Landwirte in den Prozess der Politikgestaltung einzubeziehen

Wissensvermittler und Koordinatoren

  • sicherten die sektorübergreifende Kommunikation
  • fungierten als Vermittler, um Forschern zu helfen, sich besser an institutionelle Anforderungen und Zeitpläne anzupassen
  • sammelten und dokumentierten Erkenntnisse für die politikorientierte Verbrei

 

Fallbeispiel:

Brussels, 12 June 2025 – ENGAGEgreen Dissemination and Stakeholder Conference
Session 3: Water and Soil: From Research to Public Policies for Environmental Protection
 Organisers: University of Granada & BETA Technological Center (University of Vic)

 

Wie wurde das Format umgesetzt?

Was funktioniert:

  • Gemeinsame Organisation von Konferenzen mit Moderation und einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Wissenschaft und Institutionen
  • Die Einbindung von allgemeinen Diskussionen und themenspezifischen Gesprächsrunden stärkt das Engagement
  • Einbettung der Diskussionen in laufende EU-Strategien (z. B. „Soil Mission“, GAP)
  • Einbeziehung von NGOs und Wissenschaftlern neben politisch Verantwortlichen

 

Was funktioniert nicht:

  • strukturierte Zugangsmöglichkeiten für Forschende, um Einfluss auf die EU-Politikgestaltung zu nehmen
  • formale Strukturen für die Beteiligung der Zivilgesellschaft oder der Wissenschaft an der EU-Bodenpolitik
  • Technische Komplexität der verwendeten Sprache

 

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

  • Das Feedback wurde durch direkte Interaktion und informelles Networking gesammelt
  • Indikatoren: Vielfalt der Referenten, institutionelles Interesse an Folgemaßnahmen und während der Veranstaltung aufgebaute dauerhafte Kontakte. Die Beteiligung während der Gesprächsrunde war hoch und über die verschiedenen Institutionen hinweg ausgewogen
  • Deutlich bekundetes Interesse an einer zukünftigen Zusammenarbeit
  • Verbreitung durch Pressemitteilungen und Policy Briefings (Universität Granada und BETA – Universität Vic)

 

Beispiele

  • EU-Bodenmission: Eine Initiative im Rahmen von „Horizont Europa“ zur Erprobung von „Living Labs“ und „Lighthouses“ für die Bodengesundheit in den Mitgliedstaaten
  • Bodenerfassungsgesetz: Rechtlicher Rahmen zur Schaffung EU-weiter Bodendateninfrastrukturen
  • „Living Labs“ für den Boden: Werden als Plattformen für verschiedene Interessengruppen gefördert, die angewandte Experimente ermöglichen und einen Governance-Rahmen bieten

 

Quellen und weiterführende Literatur

 

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Evaluierung der Wirkung lokaler Veranstaltungen zum Dialog zwischen Wissenschaft und Politik

Ein methodischer Ansatz der Initiative der UGR County Councils Initiative

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

Das Evaluierungsinstrument wurde mit folgenden Zielen konzipiert:

  • Erfassung der Zufriedenheit der Teilnehmenden aus den vier Bereichen der „Quadruple Helix“
  • Die wahrgenommene Qualität des Netzwerkens und des Wissensaustauschs
  • Das Verständnis und den empfundenen Nutzen der Initiative „UGR County Councils“
  • Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen akademischen und administrativen Profilen
  • Umsetzbare Empfehlungen zur Verbesserung der Inklusivität, der politischen Relevanz und der Follow-up-Mechanismen bei zukünftigen Living-Lab-basierten Begegnungen zu identifizieren

Beschreibung

Die Initiative „UGR County Councils“ (Consejos Comarcales UGR) im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen zielt darauf ab, einen strukturierten Dialog zwischen Wissenschaft und Politik in den zehn Landkreisen der Provinz Granada zu fördern.

Im Juli 2025 brachte das erste regionale Treffen Forschende, politisch Verantwortliche und Vertreter der Zivilgesellschaft in der historischen Azucarera von Motril zusammen. Um die Wirkung dieser Veranstaltung zu bewerten und künftige partizipative Formate zu stärken, entwickelte die Universität Granada einen Evaluierungsfragebogen, der speziell auf das „Quadruple-Helix-Modell“ und den regionalen Kontext zugeschnitten war.

Dieser methodische Ansatz wurde im Rahmen von zwei Großveranstaltungen, dem ersten „Impronta Granada“-Treffen und dem ersten Treffen der UGR-Bezirksräte, getestet und ermöglichte einen Vergleich der Eindrücke und Ergebnisse in verschiedenen regionalen Kontexten.

 

Wie funktioniert das Format?

Die Umfrage wurde online mithilfe von Google Forms durchgeführt und unmittelbar nach der Veranstaltung versendet. Die Teilnehmenden wurden per E-Mail sowie über QR-Codes, die während des Treffens verteilt wurden, eingeladen.

Das Formular bestand aus neun Kernfragen, die in thematische Blöcke unterteilt waren:

  1. Block „Identifikation“: Zugehörigkeit zu einem Sektor (Wissenschaft, öffentliche Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft)
  2. Block „Allgemeine Zufriedenheit“: Skala (1 bis 5) zur Bewertung des Treffens insgesamt, der Networking-Möglichkeiten und der Veranstaltungslogistik. Die Veranstaltungslogistik wurde anhand von vier Fragen auf einer Bewertungs-Skala zu Veranstaltungsort, Zeitplan, Inhalt und Moderation analysiert
  3. Block „Partizipationsdynamik“: Die Fragen bewerteten Inklusivität, die empfundene Bereitschaft zum Zuhören und das Gefühl, zum Dialog beizutragen
  4. Spezifische Feedback-Blöcke, zugeschnitten auf

Teilnehmende aus dem akademischen Bereich: veränderte Sichtweise im Verständnis von politischen Prozessen, Interesse an weiterem Engagement

Teilnehmende aus der öffentlichen Verwaltung: Vorerfahrungen mit Forschung, Nutzbarkeit der geteilten Daten, Absicht, den Kontakt aufrechtzuerhalten.

  1. Block „Offenes Feedback“: Vorschläge für zukünftige Veranstaltungen mit optionalen Kontaktangaben.

Der Bewertungsprozess kombinierte quantitative und qualitative Ansätze, einschließlich teilnehmender Beobachtung und informellem Feedback während der Networking-Veranstaltungen, um die Umfrageergebnisse zu verifizieren und die Analyse der Beteiligungsdynamik zu vertiefen.

 

Herausforderungen

Der Fragebogen wurde vom technischen Koordinationsteam des Erasmus+-Projekts „ENGAGEgreen“ an der Universität Granada entwickelt. Über die institutionellen Kommunikationskanäle und die Google Workspace-Tools hinaus waren keine externen Ressourcen erforderlich. Die interne Zusammenarbeit mit der Datenschutz-Abteilung stellte die Einhaltung der Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten sicher.

Die größte methodische Herausforderung bestand darin, ein Gleichgewicht zwischen Prägnanz und analytischer Tiefe zu finden, da kurze Online-Formulare die Detailtiefe qualitativer Antworten mitunter einschränkten.

 

Aufgaben und Ressourcen

Die differenzierten Frageblöcke für Wissenschaftler und politisch Verantwortliche erwiesen sich als wirksam, um spezifische Erwartungen und Erfahrungen zu erfassen. Die Verwendung von Bewertungs-Skalen ermöglichte eine quantitative Analyse der wahrgenommenen Wirkung, während der offene Abschnitt reichhaltige qualitative Erkenntnisse lieferte.

Besonders hervorzuheben sind:

  • Hohe Zufriedenheit und bekundetes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit
  • Große Wertschätzung für die Möglichkeit zum Wissensaustausch im regionalen Kontext
  • Die Methodik erleichterte die Identifizierung von Lücken zwischen politischen Erfordernissen und Kommunikationsstrategien der Wissenschaft
  • Maßgeschneiderte Einblicke in institutionelle und individuelle Motivationen
  • Besseres Verständnis für den wahrgenommenen Nutzen der Veranstaltung
  • Hohe Zufriedenheit mit der Logistik, der Teilhabechancengleichheit und der empfundenen Bereitschaft zum Zuhören
  • Eine wachsende Nachfrage nach regelmäßigen Formaten der Zusammenarbeit und einer lokal zugeschnittenen Interaktion zwischen Wissenschaft und Politik.

 

Fazit

Die Bewertung von Formaten des Dialogs zwischen Wissenschaft und Politik und Verwaltung ist unerlässlich, um deren Wirksamkeit und Übertragbarkeit sicherzustellen.

Das UGR-Bewertungsmodell zeigt, wie lokale Veranstaltungen, die in der regionalen Identität verwurzelt sind, mithilfe einfacher, aber robuster Methoden bewertet werden können, die sowohl institutionelle Ziele als auch die Erfahrungen der Teilnehmenden widerspiegeln.

 

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Entwarfen und validierten das Evaluierungsprotokoll mit gemischten Methoden, um wissenschaftliche Zuverlässigkeit zu gewährleisten und gleichzeitig die Zugänglichkeit für nicht-akademische Teilnehmende zu erhalten
  • Analysierten quantitative Daten von 43 bzw. 21 Befragten aus zwei Veranstaltungen und identifizierten Muster hinsichtlich Zufriedenheit und Kooperationsabsichten
  • Werteten qualitatives Feedback aus, um sich abzeichnende Themen wie Engagement für die Zusammenarbeit, Klarheit der Ziele und Bedarf an stärkerem politischem Engagement zu erkennen
  • Erarbeiteten evidenzbasierte Empfehlungen zur Verbesserung der Zeiteinteilung, der Erreichbarkeit der Veranstaltungsorte und der Anschlussstrategien, um so die politische Wirkung der Living-Lab-Methodik zu stärken
  • Reflektierten über die methodische Übertragbarkeit auf andere regionale Wissenschafts-Politik-Dialoge im Rahmen von ENGAGEgreen

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung

  • Koordinierten die Verbreitung der Umfrage über digitale und persönliche Kanäle (QR-Codes, E-Mail-Verteiler, Feedback-Runden)
  • Führten teilnehmende Beobachtung während der Gruppenarbeit zur Bewertung der sektorübergreifenden Dynamik und Inklusivität durch.
  • Erfassten und fassten zusammen informelle, mündliche Rückmeldungen zur Ergänzung der Umfrageergebnisse
  • Verwalteten die Anonymisierung und Einhaltung der DSGVO in Zusammenarbeit mit der Datenschutz-Abteilung der Universität
  • Erstellten umfassende Berichte, die sowohl quantitative Ergebnisse (z. B. Zufriedenheit 4,53/5; Vernetzung 4,36/5) als auch qualitative Erkenntnisse integrierten und als internes Lerndokument für ENGAGEgreen WP3 dienten

Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Verwaltung

  • Brachten Perspektiven zu institutionellen Anliegen und Einschränkungen durch Umfrageantworten und Interviews ein
  • Nutzten die Ergebnisse zur Anpassung der Tagesordnungen der UGR County Councils mit dem Schwerpunkt auf einer klareren Kommunikation der Ziele, längeren Arbeitssitzungen und einer breiteren politischen Vertretung
  • Erkannten den Wert einer systematischen Evaluation als Instrument zur evidenzinformierten Politikverbesserung und verstärkten Zusammenarbeit mit der Wissenschaft an
  • Brachten eine hohe Bereitschaft zum Ausdruck (Durchschnitt 4,50/5), auch künftig an Aktivitäten zum Wissensaustausch teilzunehmen

 

Fallstudien

Wie wird das Format umgesetzt?

Nach der Veranstaltung erhielten die Teilnehmenden eine digitale Umfrage, die über einen QR-Code und per E-Mail zugänglich war. Die Daten wurden zur quantitativen Analyse in Excel exportiert und für qualitative Erkenntnisse thematisch kodiert. Die Ergebnisse wurden intern vom ENGAGEgreen-Koordinationsteam der UGR diskutiert, um Erkenntnisse zu gewinnen und diese in das Toolkit zu integrieren.

 

Verfügbare Ressourcen (Was sind die wichtigsten Aufgaben?)

  • Umfragevorlagen (Google Forms)
  • Kodierungsrahmen für qualitative Daten
  • Vorlage für den Feedback-Bericht (Zusammenfassung + Empfehlungen)
  • DSGVO-Einwilligungs- und Anonymisierungsrichtlinien

 

Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Gewonnene Erkenntnisse)

  • Funktioniert: prägnante digitale Tools; gemischtes quantitativ-qualitatives Design; sofortige Datenerhebung nach der Veranstaltung
  • Funktioniert nicht: zu kurze Gruppen-Veranstaltungen; fehlender Wechsel zwischen den Diskussionstischen; unklare Nachbereitungsverfahren
  • Gewonnene Erkenntnisse: Umfragedaten stets mit Beobachtungsnotizen kombinieren; Ergebnisse an die Teilnehmenden zurückmelden, um das Vertrauen zu wahren

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

  • Ergebnisse: Fertige Feedbackberichte pro Veranstaltung; zusammengefasstes Bewertungskapitel zu WP3
  • Ergebnisse: Nachweis einer gesteigerten Kooperationsbereitschaft (4,7/5); verbesserte Gestaltung der nächsten County Councils
  • Indikatoren: Zufriedenheit, Vernetzung, Klarheit, Inklusivität
  • Zeitplan: Unmittelbare Datenerhebung nach der Veranstaltung und Zusammenfassung innerhalb von 2 Wochen

 

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Evaluierung der Ergebnisse der Dialoge zwischen Wissenschaft und Politik in Granada

Erkenntnisse aus den ENGAGEgreen-Umfragen

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Gesamtzahl der Befragten: 64 (43 + 21) aus allen Sektoren der Vierfach-Helix
  • Durchschnittliche Gesamtzufriedenheit: bei beiden Veranstaltungen durchweg über 4 von 5
  • Am besten bewertete Aspekte: Zufriedenheit der Teilnehmenden, Networking und Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit
  • Am schlechtesten bewertete Aspekte: Zeitmanagement, Klarheit der Ziele und politische Weiterverfolgung
  • Die Ergebnisse zeigen ein starkes institutionelles Vertrauen in die Universität Granada als Organisatorin des regionalen Dialogs

Beschreibung

Dieser Beitrag präsentiert die zusammengefassten Ergebnisse zweier Evaluierungsumfragen, die im Anschluss an das erste Impronta-Treffen in Granada (Januar 2025) und das erste Treffen der Kreisräte der UGR (Juli 2025) durchgeführt wurden.

Beide Veranstaltungen wurden im Rahmen des Erasmus+-Projekts „ENGAGEgreen“ als Plattformen für den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik konzipiert und brachten Vertreter und Vertreterinnen aus Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft der gesamten Provinz Granada zusammen.

Die Analyse kombiniert quantitative Zufriedenheitsindikatoren mit qualitativem Feedback, um die Wahrnehmung der Teilnehmenden, Verbesserungsmöglichkeiten und die Gesamtwirkung des auf dem Living-Lab-Ansatz basierenden Governance-Modells zu bewerten.

 

Wie funktioniert das Format?

Die Fragebögen zur Nachbewertung der Veranstaltungen wurden innerhalb von 24 Stunden nach jedem Treffen in digitaler Form über einen QR-Code und per E-Mail verteilt.

Die Fragebögen basierten auf einer fünfstufigen Berwertungs-Skala, ergänzt durch offene Fragen. Die Methodik stellte eine sektorübergreifende Beteiligung sicher und ermöglichte einen Vergleich zwischen den beiden Veranstaltungen. Die Antworten wurden mit direkten Beobachtungen und informellem Feedback, das vom Organisationsteam gesammelt wurde, abgeglichen.

 

Während des ersten Impronta Granada-Treffens (Januar 2025):

  • Am besten bewertet wurde die Gesamtzufriedenheit (4,53), was auf eine hohe Zustimmung hinsichtlich der Relevanz und Durchführung der Veranstaltung im Rahmen des Dialogs zwischen Wissenschaft und Politik unter Anwendung der Living-Lab-Methodik hindeutet
  • Die Organisation schnitt etwas schlechter ab (4,45), was darauf hindeutet, dass insbesondere beim Zeitmanagement und bei der Wahl des Veranstaltungsortes noch Optimierungsbedarf besteht
  • Die Möglichkeiten zum Networking (4,36) wurden gut angenommen, doch das Feedback deutet darauf hin, dass sich die Teilnehmenden für künftige Veranstaltungen einen etwas strukturierteren und praxisorientierteren Austausch wünschen
IndikatorDurchschnitt (von 5)
Gesamt-Zufriedenheit4.53
Networking-Gelegenheit4.36
Veranstaltungs-Organisation4.45

 

Während des ersten Treffens der UGR-Kreisräte (Juli 2025):

Am besten bewertete Aspekte:

  • Absicht der Wissenschaftler, den Kontakt zu Vertretern und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung aufrechtzuerhalten (4,70)
  • Wunsch der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, künftig an weiteren Aktivitäten zum Wissensaustausch teilzunehmen (4,60)
  • Weiterempfehlung der Veranstaltung durch Wissenschaftler und wissenschaftlerinnen (4,60)
  • Interesse der öffentlichen Verwaltung an weiterem Austausch mit Forschenden (4,50)
  • Zufriedenheit mit dem Veranstaltungsort (4,48)
  • Schaffung einer angenehmen und vertrauensvollen Atmosphäre (4,28)

Am schlechtesten bewertete Aspekte:

  • Erhalt konkreter politischer Empfehlungen durch die öffentliche Verwaltung (3,29)
  • Einschätzung der öffentlichen Verwaltung, einen allgemeinen Überblick oder spezifische Daten erhalten zu haben (3,29)
  • Nutzbarkeit des Programms (3,76)
  • Dauer und Struktur der Veranstaltung (3,71)
  • Gleiche Möglichkeit für alle Teilnehmende, sich einzubringen (3,78)

 

Herausforderungen

  • Gewährleistung einer ausgewogenen Vertretung aller Sektoren der Vierfach-Helix
  • Einhaltung der begrenzten Zeit für Präsentationen und Gruppendiskussionen
  • Umsetzung der Zufriedenheitsdaten in operative politische Maßnahmen
  • Sicherstellung, dass Empfehlungen auf institutioneller Ebene weiterverfolgt werden
  • Förderung der Klarheit hinsichtlich der Ziele und des Zwecks in Bezug auf die erwarteten Ergebnisse und den tatsächlichen Einfluss der UGR-Kreisräte

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Durchführung einer quantitativen Analyse von 64 gültigen Antworten (43 + 21) und Berechnung der Durchschnittsbewertungen
  • Ermittlung statistisch konsistenter Zufriedenheitswerte: insgesamt 4,53, Organisation 4,45, Networking 4,36 im Januar 2025; sowie 4,70 für die Bereitschaft der Wissenschaftler zur Mitwirkung, 4,50 für das Interesse der Vertreter von Politik und Verwaltung und 4,48 für die Qualität des Veranstaltungsortes im Juli 2025
  • Auswertung des qualitativen Feedbacks zur Hervorhebung von fünf wiederkehrenden Stärken: Wertschätzung der Initiative, Relevanz der Inhalte, Engagement für die Zusammenarbeit, Bereitschaft zum Mitwirken und Interesse an Folgemaßnahmen
  • Ermittlung wiederkehrender Verbesserungsbereiche: Zeiteinteilung, Erreichbarkeit des Veranstaltungsorts, Förderung des politischen Engagements, Klarstellung der Living-Lab-Ziele und Notwendigkeit praktischer Maßnahmen
  • Gewinnung vergleichender Erkenntnisse, die eine Annäherung der Erwartungen von Wissenschaft und Politik hinsichtlich einer kontinuierlichen Zusammenarbeit aufzeigen

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung

  • Die Umfrageergebnisse wurden zusammengefasst und die kodierten offenen Antworten thematisch geordnet
  • Es wurden übersichtliche Dashboards erstellt, die Trends hinsichtlich Zufriedenheit und Wahrnehmung veranschaulichen
  • Es wurden interne Nachbesprechungen mit dem ENGAGEgreen-WP3-Koordinationsteam organisiert, um die Ergebnisse zu interpretieren und in die Entwicklung des Toolkits einfließen zu lassen
  • Es wurden umsetzbare Empfehlungen für nachfolgende Veranstaltungen entworfen, darunter verbesserte Moderationsmethoden und verlängerte Gruppenarbeits-Veranstaltungen

Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Verwaltung

  • Lieferten reflektierende Anregungen dazu, wie die Ergebnisse der Evaluation in die Planung auf Kreisebene einfließen könnten
  • Zeigten Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit, bewerteten jedoch den Erhalt konkreter, umsetzbarer Ergebnisse als weniger positiv
  • Legten den Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Steigerung der Inklusivität und zur Klärung der erwarteten Ergebnisse künftiger UGR-Kreisräte.
  • Erkannten an, dass eine systematische Evaluation nach der Veranstaltung die Rechenschaftspflicht verbessert und die Faktengrundlage für politische Entscheidungen stärkt.

 

Erstes Impronta-Treffen in Granada (Jan. 2025):

43 Rückmeldungen; Gesamtzufriedenheit 4,53 von 5; Networking 4,36; Organisation 4,45. Im Feedback wurde die sektorübergreifende Beteiligung gelobt, jedoch eine verbesserte Zeitplanung und eine stärkere politische Einbindung gefordert.

 

Erstes Treffen der UGR-Bezirksräte (Juli 2025):

21 Rückmeldungen; ausgewogene Vertretung von Wissenschaft (37,5 %), Wirtschaft (23,8 %), Zivilgesellschaft (19,4 %) und öffentlicher Verwaltung (19,3 %); Bereitschaft der Wissenschaftler, den Kontakt aufrechtzuerhalten: 4,70; Interesse der Vertreter aus Politik und Verwaltung: 4,50. In den Rückmeldungen wurde die Notwendigkeit klarerer Ziele und längerer, inklusiverer Gruppenveranstaltungen betont.

 

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Universitäre Living Labs als Beitrag zur „Fünffach-Helix“

Medialab UGR, Impronta Granada und ihr regionaler Ansatz

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Universitäre Living Labs als Räume für offene und experimentelle Innovation, die Wissenschaft, Politik und Gesellschaft miteinander verbinden
  • Territorialer Fokus durch partizipative Strukturen auf Kreisebene in der gesamten Provinz Granada
  • Einbindung des „Quintuple-Helix“-Modells (Wissenschaft, Regierung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Umwelt)
  • Praxisorientierte Beteiligungsformate wie Co-Creation-Workshops, Policy Labs und Veranstaltungen zum Thema Wissenschaft und Politik
  • Koordiniert vom Medialab UGR im Rahmen der Initiative „Impronta Granada“ und des ENGAGEgreen-Projekts

Beschreibung

Dieser Beitrag untersucht die Rolle universitärer „Bürgerlabore“ als Räume für soziale Innovation, kollaborative Governance und inklusives Engagement. Ausgehend vom Fallbeispiel des Medialab UGR und dessen Dachinitiative „Impronta Granada“ analysiert die Studie, wie öffentliche Universitäten als Vermittler regionaler Innovationsökosysteme fungieren können. Im Mittelpunkt steht der Einsatz von zehn sogenannten „Living Labs“, den „UGR County Councils“, die auf den Modellen der „Quadruple Helix“ und der sich weiterentwickelnden „Quintuple Helix“ basieren.

Diese Labore haben es über 230 Teilnehmende aus Wissenschaft, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft ermöglicht, gemeinsam nachhaltige, ortsbezogene Lösungen für regionale Herausforderungen zu entwickeln. Die Methodik umfasste einen vierphasigen Prozess, der Schulungen, gemeinsame Gestaltung und kontinuierliche Evaluation beinhaltete.

Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen die Entwicklung gezielter Aktionspläne und die Anbahnung von Dialogen zwischen Wissenschaft und Politik, die auf lokalem Wissen basieren. Die Studie hebt den strategischen Wert von Universitäten als politische und wissenschaftsbasierte Akteure hervor, die in der Lage sind, zwischen Wissen und demokratischer regionaler Governance zu vermitteln. Sie schließt mit Erkenntnissen und Empfehlungen für die europaweite Ausweitung dieses Modells und schlägt einen kontextbezogenen, effektiven und inklusiven Innovationsansatz vor, der die Umwelt und die Region als aktive Akteure anerkennt.

 

Wie funktioniert das Format?

Hauptziel und Relevanz. Dieser Beitrag zielt darauf ab, eine methodische Fallstudie zu dokumentieren, die die Umsetzung eines von einer Universität geleiteten Living-Lab-Ökosystems auf der Grundlage des Quintuple-Helix-Modells veranschaulicht.

Er liefert einen detaillierten Überblick darüber, wie Universitäten als vermittelnde Infrastrukturen zwischen Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung fungieren und Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik fördern können, die auf regionale und ökologische Herausforderungen reagieren.

Der Fall ist für Akteure relevant, die sich für partizipative Governance, ortsbezogene Innovation und regionale Entwicklung interessieren.

Hintergrundinformationen. Das Medialab UGR, das dem Vizerektorat für soziale Innovation, Beschäftigung und Unternehmertum angegliedert ist, fungiert als Labor für soziale Innovation der Universität Granada.

Im Rahmen seines strategischen Programms „Impronta Granada“ hat es zehn UGR-Bezirksräte als thematische Living Labs in der gesamten Provinz eingerichtet. Diese Räte setzen eine „Quintuple-Helix“-Struktur um und beziehen verschiedene regionale Akteure in die Identifizierung, Analyse und Bewältigung regionsspezifischer Herausforderungen ein.

Dieses Modell stellt einen Wandel vom traditionellen linearen Wissenstransfer hin zu einem dezentralen und systemischen Innovationsansatz dar.

 

Methodischer Ansatz

Die Umsetzung erfolgte nach einer vierphasigen Methodik:

  1. interne Rekrutierung und Einbindung akademischer Teilnehmender mit regionalem Bezug;
  2. Ausweitung auf Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung, zivilgesellschaftliche Organisationen und Akteure aus der Wirtschaft;
  3. Workshops zum Kapazitätsaufbau und zur gemeinsamen Gestaltung;
  4. Überwachung und Bewertung. Ein partizipatives Registrierungssystem erfasste über 230 Teilnehmende, segmentiert nach Helix-Zugehörigkeit, thematischem Interesse und geografischer Verbindung.

Zu den Instrumenten gehörten Online-Seminare, thematische Gesprächsrunden, SWOT-Analysen und Umfragen. Die Methodik legte den Schwerpunkt auf Relationalität, Territorialität und die gemeinsame Gestaltung durch verschiedene Akteure.

 

Figure 1. Overview of the Impronta Granada project; Source: authors’ own schematic.

 

Kernaktivitäten

  • Interne Ausschreibung und Einbindung von wissenschaftlichem und Verwaltungspersonal der UGR, koordiniert vom Medialab UGR im Rahmen der Initiative „Impronta Granada“
  • Ermittlung regionaler Bezüge durch die Teilnehmenden (Gemeinde, Landkreis, thematische Schwerpunkte)
  • Aufbau von zehn geografisch verteilten UGR-Bezirksräten
  • Seminare zum Kapazitätsaufbau zur Einführung in die Methoden von Living Lab und Quintuple Helix
  • Co-Creation-Sitzungen beim I. Impronta Granada-Treffen (Januar 2025)
  • Gemeinsame Gesprächsrunden und thematische Seminare
  • Evaluierungsumfragen und Wirkungsanalysen

 

Ergebnisse

  • Über 230 Teilnehmende schlossen sich den Räten an und repräsentierten dabei alle Bereiche
  • Acht gemeinsam erarbeitete Aktionspläne, die auf konkrete Prioritäten der Landkreise abgestimmt sind
  • Mehr als fünfzehn öffentliche und interne Veranstaltungen wurden durchgeführt
  • Großes Interesse auf europäischen und internationalen Foren geweckt
  • Nachweis der Fähigkeit, wissenschaftspolitische Dialoge zu lokalen Themen anzustoßen
  • Stärkung der erkenntnistheoretischen Legitimität nicht-akademischen Wissens
  • Etablierung eines hybriden Governance-Modells mit dezentraler Koordination

 

Gewonnene Erkenntnisse

  • Die regionale Verankerung von Innovationsprozessen stärkt das Engagement und die Legitimität
  • Flexible Steuerungsstrukturen tragen den vielfältigen regionalen Dynamiken Rechnung
  • Politische und institutionelle Unterstützung ist für die Nachhaltigkeit unerlässlich
  • Hybride (Online-Offline-)Formate demokratisieren die Teilhabe
  • Gemeinsames Gestalten funktioniert am besten, wenn es mit symbolischer Anerkennung (Zertifikate, Auszeichnungen) einhergeht

 

Übertragbarkeit

Das „Impronta Granada“-Modell ist skalierbar und lässt sich auch auf andere Regionen übertragen, die universitätsgeführte regionale Living Labs etablieren möchten. Es erfordert nur minimale Infrastruktur, stützt sich auf Open-Source-Methoden und profitiert von der Ausrichtung an EU-Rahmenwerken wie der „Urban Agenda“, „Horizon Europe“ und „Erasmus+“. Der Ansatz ist besonders relevant für ländliche oder dezentrale Gebiete, die partizipative Ökosysteme der öffentlichen Politik aktivieren möchten.

 

Verbindung zur Vierfach-/Fünffach-Helix

Ursprünglich im Rahmen der Vierfach-Helix konzipiert, übernehmen die Bezirksräte der UGR ausdrücklich das Fünffach-Helix-Modell, indem sie ökologische und regionale Dimensionen als Mitgestalter von Innovation einbeziehen. Diese Erweiterung definiert die Rolle des Ortes neu und erkennt ihn sowohl als erkenntnistheoretischen als auch als politischen Akteur an. Ökologische Nachhaltigkeit, Landschaftsgedächtnis und regionales Wissen prägen die Phasen der Agenda Bestimmung und der Lösungsfindung in den Labs.

Figure 2. The Quintuple Helix Model; Source: authors’ own schematic

Figure 3. Distribution of Quadruple Helix Participants in the UGR County Councils; Source: authors’ own schematic

Herausforderungen

  • Asymmetrien hinsichtlich der Erwartungen, der Sprache und der Zeitrahmen zwischen Forschenden und der öffentlichen Verwaltung
  • Begrenzte institutionelle Anreize oder Anerkennung für wissenschaftlich Mitarbeitende, die sich an politikorientierten Initiativen beteiligen
  • Notwendigkeit ständiger Vermittlung und Moderation, um eine Fragmentierung zu vermeiden und einen produktiven Dialog zu gewährleisten
  • Ausweitung lokaler Maßnahmen unter Wahrung der territorialen Relevanz und des Vertrauens der Bevölkerung

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

  • Lokale und regionale Herausforderungen identifizieren und in forschungsgestützte Fragestellungen und Rahmenkonzepte umsetzen
  • An Co-Creation-Prozessen und Workshops gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung, der Zivilgesellschaft und anderen Interessengruppen teilnehmen
  • Fachliches Know-how in die interdisziplinären Problemlösungsbemühungen innerhalb des Living Labs einbringen
  • Als Vermittler für evidenzbasierte Entscheidungsfindung fungieren und wissenschaftliche Erkenntnisse in die öffentliche Debatte einbringen
  • An der Entwicklung und Bewertung partizipativer Methoden und Instrumente mitwirken, die im Living Lab zum Einsatz kommen
  • Ergebnisse in leicht verständlicher Form an ein nicht-akademisches Publikum, einschließlich lokaler Behörden, vermitteln

Managerinnen und Manager für Wissensaustausch und Forschung

  • Konzeption und Koordination der Gesamtstruktur des Living Labs unter Gewährleistung der Abstimmung mit institutionellen und territorialen Zielen
  • Förderung der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Forschenden, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft
  • Vermitteln zwischen den Erwartungen und Zeitplänen von Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung, um eine effektive gemeinsame Gestaltung zu ermöglichen
  • Verantworten die Logistik, Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation von Aktivitäten (z. B. Workshops, Policy Labs, Treffen)
  • Überwachen und Bewerten der Auswirkungen der Interaktionen zwischen Wissenschaft und Politik und so einen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung leisten
  • Unterstützen der institutionellen Verankerung und langfristiger Nachhaltigkeit von Living-Lab-Initiativen

Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung

  • Lokale und regionale politische Herausforderungen aufgreifen, die im Rahmen des Living Labs gemeinsam angegangen werden sollen
  • Sich aktiv an Co-Design-Sitzungen und Workshops gemeinsam mit Wissenschaftlern und anderen Interessengruppen beteiligen
  • Praktische und regulatorische Erkenntnisse einbringen, die in die Entwicklung realistischer und umsetzbarer Vorschläge einfließen
  • Erleichtern des Zugangs zu lokalen Netzwerken, Daten und institutioneller Unterstützung für die Umsetzung von Pilotinitiativen
  • Auftreten als potenzielle Nutzer forschungsbasierter Ergebnisse und Hilfestellung leisten beim Umsetzen gemeinsam erarbeiteten Wissen in die öffentliche Politik
  • Fördern der politischen Akzeptanz und der institutionellen Abstimmung, um die Einführung innovativer Lösungen sicherzustellen

 

Quellen und weiterführende Literatur

Carayannis, E. G., & Campbell, D. F. J. (2010). Triple Helix, Quadruple Helix and Quintuple Helix. IJSESD, 1(1), 41–69.

Romero-Frías, E., & Robinson-García, N. (2017). Social Labs in Universities. Comunicar, 51(2), 29–38.

Bergvall-Kåreborn, B., Ståhlbröst, A., Holst, M., & Mirijamdotter, A. (2015). A Milieu for Innovation – Defining Living Labs. ENoLL Summer School.

 

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UGR County Councils: Eine Roadmap entwerfen

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

Die UGR County Councils/UGR-Kreisräte sind regionale Dialogforen, die Universitätsmitarbeitende, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, Akteure der Zivilgesellschaft und den privaten Sektor in den verschiedenen Regionen Granadas miteinander verbinden.

Sie fördern die Zusammenarbeit, um lokale Herausforderungen zu identifizieren und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Ihr Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse mit den regionalen Entwicklungsbedürfnissen in Einklang zu bringen. Sie basieren in erster Linie auf Treffen in Präsenz, wobei auch virtuelle Sitzungen stattfinden, um die Aktivitäten der einzelnen UGR-Kreisräte weiterzuverfolgen.

Die UGR-Bezirksräte sind neue Kooperationsforen, die folgende Ziele verfolgen:

  • Förderung direkter Verbindungen zwischen der Universität Granada (UGR) und den verschiedenen Gemeinden und Regionen innerhalb der Provinz Granada
  • Schaffung innovativer, nachhaltiger Lösungen durch die Einbindung der Universität, lokaler Verwaltungen, Unternehmen und der Öffentlichkeit in gemeinsame Gestaltungsprozesse
  • Schaffung von Möglichkeiten und Transfer von wissenschaftlichem, bildungsbezogenem und innovativem Wissen, das zur Transformation und nachhaltigen Entwicklung der Regionen beiträgt
  • Schaffung der Grundlagen für zukünftige Living Labs, in denen Innovationen in der öffentlichen Politik und in lokalen Praktiken erprobt und angewendet werden

Wie funktioniert das Format?

Die Methodik der UGR-Kreisräte basiert auf der Living-Lab-Methodik und folgt einem Kooperationsmodell, das als „Quadruple Helix“ bekannt ist und vier zentrale Akteure zusammenbringt: die Universität, den öffentlichen Sektor (Bürgermeister und Verwaltungen der Gemeinden), Unternehmen und Bürger.

Die UGR-Kreisräte zielen darauf ab, eng mit den lokalen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten, um lokale Bedürfnisse in Bezug auf drei Hauptthemenbereiche zu ermitteln: die Umweltauswirkungen städtischer Agenden, Boden und Kultur. Darüber hinaus ist es eines der Ziele der UGR-Kreisräte, durch regelmäßige Treffen, Workshops und Hackathons Lösungen für die lokale Entwicklung zu entwerfen, die mithilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse, technologischer Innovationen und öffentlicher Politik umgesetzt werden können.

Nach der Rekrutierung unserer Hauptteilnehmer (Dozenten, Forschende, Professoren und Techniker der Universität Granada) über Google Forms fand am 18. Dezember 2024 die erste Informationsveranstaltung zur Gründung der UGR-Bezirksräte statt, an der über 45 Personen teilnahmen. Der offizielle Start der UGR-Bezirksräte fand am 20. Januar 2025 im Rahmen der Initiative Impronta Granada statt, einer strategischen Allianz zwischen der Universität Granada und dem Provinzrat von Granada.

Dieser Rekrutierungsprozess wurde von Medialab UGR, dem Labor für soziale Innovation der Universität Granada, koordiniert. Der erste interne Aufruf erfolgte über ein Google-Formular, das zwischen Juni und Juli 2024 der gesamten Universitätsgemeinschaft offenstand. Nachdem diese erste Gruppe gewonnen worden war, organisierten wir am 18. Dezember 2024 die erste Informations- und Schulungsveranstaltung zur Living-Lab-Methodik.

Nachdem wir sichergestellt hatten, dass die Hochschulgemeinschaft mit der Initiative vertraut war, haben wir das Google-Formular aktualisiert, um die Teilnahme auch für die anderen drei Zielgruppen – Bürger, Akteure aus Politik und Verwaltung und die Wirtschaft – zu ermöglichen. Die Hochschulangehörigen selbst halfen dabei, das Formular an Vertreter und Vertreterinnen ihrer eigenen Gemeinden weiterzuleiten. Parallel dazu versandte Medialab UGR mit Unterstützung des Provinzrats von Granada das Formular ebenfalls an alle Gemeinden in der Provinz Granada.

 

Herausforderungen

  • Einbindung lokaler Akteure. Die Gewährleistung einer aktiven und nachhaltigen Beteiligung lokaler Unternehmen, Kommunen und Bürger stellt eine Herausforderung dar
  • Koordination unterschiedlicher Interessen. Die Interessen verschiedener Gruppen (Universität, öffentlicher Sektor, Unternehmen und Bürger) müssen in Einklang gebracht werden, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Projektziele erreicht werden
  • Umsetzung von Lösungen. Es muss sichergestellt werden, dass die gemeinsam erarbeiteten Lösungen praxisnah und im lokalen Kontext umsetzbar sind und effektiv in die lokale Politik integriert werden

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Über 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Granada haben sich der Initiative des Provinzrats der UGR angeschlossen. Die registrierten Forschenden haben unterschiedliche Hintergründe und sind auf mehr als 20 verschiedene Fachgebiete spezialisiert (von Psychologie und Linguistik bis hin zu Parasitologie und Ökologie), was den Wissenstransfer bereichert und fruchtbar macht.

Kernaufgaben

  • Bereitstellung wissenschaftlicher Expertise und Kenntnisse, um lokale Bedürfnisse zu ermitteln und gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln
  • Leitung gemeinsamer Forschungsprojekte, die sich mit regionalen Herausforderungen befassen, insbesondere im Rahmen der „Living Lab“-Methodik
  • Aktive Beteiligung an der Bewertung vorgeschlagener Lösungen und Innovationen auf der Grundlage wissenschaftlicher Validität und lokaler Anwendbarkeit
  • Präsentation der Ergebnisse gemeinsamer Bemühungen bei verschiedenen Tagungen, Workshops und Veranstaltungen, wie beispielsweise dem jährlichen Treffen von „Impronta Granada“

Managerinnen und Manager für Wissensaustausch und Forschung

Kernaufgaben

  • Koordination des Wissenstransfers durch die Förderung der Weitergabe wissenschaftlicher Erkenntnisse an lokale Gemeinschaften
  • Sicherstellung der aktiven Beteiligung aller relevanten Interessengruppen, einschließlich Kommunen, Unternehmen und Bürger, sowie Gewährleistung, dass deren Bedürfnisse durch geeignete Wissensbeiträge erfüllt werden
  • Organisation logistischer Vorkehrungen für Tagungen, Workshops und Veranstaltungen, um einen reibungslosen Ablauf und eine reibungslose Kommunikation zu gewährleisten
  • Überwachung der Umsetzung von Kooperationsprojekten zwischen der UGR, Unternehmen und Kommunalverwaltungen
  • Förderung der Beteiligung an den Räten durch Kommunikationsstrategien wie Social-Media-Kampagnen
  • Einholung von Teilnehmer-Feedback nach jeder Sitzung, um sicherzustellen, dass Ideen und Anliegen effektiv an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung

Kernaufgaben

  • Beitrag zur Ermittlung lokaler Bedürfnisse unter Nutzung ihres Fachwissens, um die Projekte der Räte auf bestehende städtische Agenden sowie kommunale und regionale Entwicklungspläne abzustimmen
  • Dazu beitragen, dass die durch die UGR-Kreisräte entwickelten innovativen Lösungen in die lokale Verwaltung und in politische Entscheidungsprozesse integriert werden.
  • Institutionelle Unterstützung für die Projekte leisten, die aus den UGR-Kreisräten hervorgehen
  • Mit lokalen Unternehmen, Bürgern und Forschenden zusammenarbeiten, um regionale Kooperationen und politische Initiativen auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse zu fördern.

 

Beispiel:

Die erfolgreiche Umsetzung der Living-Lab-Methodik in den zehn verschiedenen Regionen der Provinz Granada, in denen Forschende der Universität und lokale Akteure gemeinsam Lösungen für die Bedürfnisse ihrer Gemeinden entwickeln und realisieren.

 

Wie wurde das Format umgesetzt?

  1. Erste Informationsveranstaltung. Sie fand am 18. Dezember 2024 statt und wurde vom Medialab UGR im Rahmen der Initiative „Impronta Granada“ organisiert, mit institutioneller Unterstützung durch das Vizerektorat für soziale Innovation, Beschäftigung und Unternehmertum.
  2. Die Veranstaltung wurde von Mitarbeitenden des Medialab UGR moderiert, die auch für die Gestaltung und Leitung der Tagesordnung verantwortlich waren, und brachte 46 Teilnehmende zusammen, um die Struktur, die Ziele und die Methodik hinter der Gründung der UGR-Kreisräte zu erörtern.
  3. Interne Struktur
  4. Ratspräsidium. Vizerektorat für soziale Innovation, Beschäftigung und Unternehmertum.
  5. Ratssprecher. Verantwortlich für die Leitung der Sitzungen, die Gewährleistung des Zusammenhalts unter den Akteuren und die Koordinierung der Umsetzung von Maßnahmen. Diese Rolle könnte von einem Dozenten oder Mitarbeitenden der UGR übernommen werden.
  6. Dialogmoderator. Bei Bedarf werden Experten des Medialab UGR partizipative Prozesse moderieren, um sicherzustellen, dass alle Akteure zu Wort kommen und die Diskussionen produktiv und ausgewogen verlaufen.
  7. Laufender Fragebogen über Google Forms. Das ursprüngliche Google-Formular, das zur Ansprache der Dozenten, Professoren, Forschenden und Techniker der Universität Granada verwendet wurde, wurde auf die anderen drei Interessengruppen (Kommunalverwaltungen, Privatwirtschaft und Bürger in der Region Granada) ausgeweitet und zählt derzeit über 120 registrierte Teilnehmende.
  8. E-Mail-Verteiler. Einrichtung eines E-Mail-Verteilers pro UGR-Bezirksrat, damit die verschiedenen Teilnehmenden miteinander in Kontakt treten können.
  9. Organisationssitzung. Es wurden 10 verschiedene virtuelle Treffen organisiert, damit jeder Teilnehmende eines UGR-Bezirksrats seine Kolleginnen und Kollegen kennenlernen und die lokalen Bedürfnisse ermitteln kann, um diese bei der offiziellen Auftaktveranstaltung vorzustellen.
  10. Offizieller Auftakt. Die Räte trafen sich am 20. Januar 2025 im Rahmen der Veranstaltung „Impronta Granada“ offiziell, bei der alle Teilnehmenden vorgestellt und die Rollen verteilt wurden.
  11. Weitere Treffen. Nachfolgende Treffen werden je nach lokalen Bedürfnissen und Prioritäten entweder persönlich oder online stattfinden.

 

Verfügbare Ressourcen (Was sind die wichtigsten Aufgaben?)

  1. Koordination: Organisation von Treffen, Einholung von Feedback und sicherstellen, dass alle Beteiligten über die Entwicklungen informiert sind.
  2. Workshops und Living Labs: Moderation von Sitzungen zur gemeinsamen Problemlösung und Ideenfindung.
  3. Einbindung der Gemeinschaft: Sicherstellen der aktiven Beteiligung von Anwohnern, Unternehmen und Behörden vor Ort. Die Förderung des Engagements wird auf folgende Weise angestrebt:
  1. Teilnahmebescheinigungen;
    1. Fortlaufende Weiterbildung durch wissenschafts- und politikorientierte Workshops;
    2. Verleihung des „Best UGR County Council Award“ im Rahmen der Veranstaltung „Impronta Granada“ 2026;
    3. Sichtbarkeit und Verbreitung über die sozialen Medien der UGR.

 

Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Gewonnene Erkenntnisse)

  • Was funktioniert? Klare Kommunikationskanäle und flexible Beteiligungsmöglichkeiten (Online- und Präsenztreffen) haben dazu beigetragen, die Beteiligten einzubinden
  • Was funktioniert nicht? Eine übermäßige Abhängigkeit von digitalen Plattformen für die Einbindung kann einige Mitglieder der Gemeinschaft ausschließen, insbesondere in ländlichen Gebieten mit begrenztem Zugang zu Technologie.

 

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

Die Bewertung erfolgt durch kontinuierliche Feedback-Schleifen, einschließlich Fokusgruppen nach jedem Treffen. Zu den Erfolgsindikatoren gehören:

  • Anzahl der initiierten Projekte
  • Zufriedenheitsgrad der Teilnehmenden
  • Anzahl der in der lokalen Politik umgesetzten Lösungen
  • Ausmaß der lokalen wirtschaftlichen Auswirkungen

 

Quellen und weiterführende Literatur:

Veröffentlichung/Werbung und Verbreitung sowohl der Informationsveranstaltung als auch der Konsolidierung der UGR-Kreisräte:

 

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