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Autor: Virginia Martínez Tudela

ist Projektmanagerin im digitalen Bereich und hat sich auf strategische Partnerschaften, interkulturelle Kommunikation sowie die Koordination multidisziplinärer Initiativen und internationaler Teams spezialisiert. Sie verfügt über einen Bachelor-Abschluss als Übersetzerin und Dolmetscherin der Universität Granada und einen Master-Abschluss in Internationalen Beziehungen der Universität Nebrija, ergänzt durch Fachausbildungen in Digitalem Marketing und Community Management. Ihr großes Interesse an internationaler Zusammenarbeit und multilateralen Institutionen hat sie dazu veranlasst, sich bei den Vereinten Nationen und der Internationalen Arbeitsorganisation zu engagieren. An der Universität Granada arbeitet sie mit dem Medialab UGR bei europäischen Initiativen wie ENGAGEgreen zusammen.

Umsetzung partizipativer Ansätze

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Ziel: Umsetzung partizipativer Methoden, die eine breite Beteiligung der Bevölkerung in den Entscheidungsprozess zur lokalen Entwicklung gewährleisten
  • Ansatz: Kombination aus Online-Konsultationen, interaktiven Workshops und Kooperationsprojekten, in denen verschiedene Interessengruppen zusammenkommen, um Herausforderungen zu identifizieren und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten
  • Ergebnis: Ein demokratischer Prozess, bei dem die Lösungen die Bedürfnisse und Beiträge aller Interessengruppen widerspiegeln, wodurch Eigenverantwortung entsteht und die Nachhaltigkeit in der Umsetzungsphase gewährleistet wird

Beschreibung

Die Umsetzung partizipativer Ansätze erfordert die Einbindung verschiedener Interessengruppen – lokaler Gemeinschaften, Forschender, Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen –, um gemeinsam Lösungen für regionale Herausforderungen zu entwickeln.

Wirksame partizipative Methoden befähigen Gemeinschaften, eine aktive Rolle bei der Gestaltung lokaler Entwicklungsstrategien zu übernehmen, und stellen sicher, dass Lösungen nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern auch lokal relevant und nachhaltig sind.

„UGR County Councils“ bezeichnet die von der Universität Granada (UGR) im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen geleitete Initiative, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlich Forschenden, lokalen Behörden und Vertreterinnen und Vertreter aus den Gemeinden zu fördern.

 

Diese Initiative konzentriert sich auf die Bewältigung regionaler Herausforderungen durch gemeinsam erarbeitete, forschungsbasierte Lösungen und ist ein Beispiel für ein erfolgreiches Modell partizipativer Governance im Kontext der territorialen Entwicklung.

 

Wie funktioniert das Format?

  • Identifizierung der Interessengruppen. Der partizipative Ansatz beginnt mit der Identifizierung und Erfassung relevanter Interessengruppen – ein Prozess, der von Medialab UGR im Rahmen der Initiative „Impronta“ koordiniert wird. Diese Erfassung umfasst nicht nur Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Verwaltung und Forschende, sondern auch zivilgesellschaftliche Organisationen, lokale Unternehmen und Mitglieder der Gemeinschaft, die über wertvolles Wissen zu lokalen Herausforderungen verfügen.

 

  • Datenerhebung und Konsultation. Mithilfe von Online-Umfragen, Fokusgruppen und interaktiven Workshops werden Beiträge dieser Interessengruppen gesammelt. Die Bezirksräte der UGR nutzten beispielsweise Online-Vorbereitungssitzungen, um vor dem Präsenztreffen „Second Impronta Granada“ und den dazugehörigen interaktiven Workshops Erkenntnisse von den Interessengruppen zu gewinnen. Diese Methode stellt sicher, dass von Beginn an vielfältige Stimmen Gehör finden.

 

  • Gemeinsame Gestaltung und kooperative Planung. Sobald die Bedarfslage ermittelt ist, organisiert das Medialab UGR im Rahmen der Impronta-Initiative Workshops zur gemeinsamen Gestaltung, in denen Forschende, Mitarbeitende in Politik und Verwaltung, Vertreter der Zivilgesellschaft und lokale Unternehmen zusammenkommen, um gemeinsam Aktionspläne zu entwickeln. Diese Workshops finden in Echtzeit statt, was sofortiges Feedback und Anpassungen ermöglicht.

 

Dieser Ansatz wurde beim zweiten „Impronta Granada“-Treffen durch die Organisation von Mikropräsentationen umgesetzt, die vom Medialab UGR koordiniert wurden und bei denen Forschende ihre Projekte vorstellten und direktes Feedback von lokalen Akteuren erhielten.

 

  • Öffentliche Sichtbarkeit und kontinuierliches Engagement. Digitale Plattformen wie die Website Impronta Granada tragen dazu bei, Sichtbarkeit und Engagement aufrechtzuerhalten. Forschungsprojekte, Gemeinschaftsinitiativen und Profile der Beteiligten werden öffentlich zugänglich gemacht, sodass alle Teilnehmende den Fortschritt verfolgen und zur Diskussion beitragen können. Profile der Beteiligten und UGR-Projekteinträge sind wichtige Instrumente, um eine kontinuierliche Mitwirkung sicherzustellen und das Engagement der Gemeinschaft aufrechtzuerhalten.

 

Herausforderungen (und mögliche Lösungsansätze)

  • Koordination und Kommunikation. In komplexen Projekten mit vielen Akteuren kann es eine Herausforderung sein, eine klare Kommunikation zwischen den Beteiligten sicherzustellen. Die Initiative der UGR-Kreisräte unterstreicht die Notwendigkeit einer gezielten Moderation, um die Koordination zwischen verschiedenen Sektoren zu gewährleisten und sicherzustellen, dass alle Stimmen Gehör finden.
  • Nachhaltigkeit. Zwar kann die anfängliche Beteiligung stark sein, doch die Aufrechterhaltung des Engagements über einen längeren Zeitraum hinweg stellt eine häufige Herausforderung dar. Forschende, Verantwortliche in Politik und Verwaltung und Führungskräfte der Gemeinschaft müssen sich zu einer kontinuierlichen Zusammenarbeit über die anfänglichen Workshops oder Treffen hinaus verpflichten.

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Aufgaben

○ Bereitstellung von Forschungsergebnissen, die in den partizipativen Prozess einfließen

○ Moderation von Workshops und Aktivitäten zur gemeinsamen Gestaltung

 

  • Erforderliche Ressourcen

○ Instrumente zur Verbreitung von Forschungsergebnissen, wie Datenbanken, interaktive Websites und Instrumente zur gemeinschaftsbasierten Datenerhebung.

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung

  • Aufgaben

○ Koordination der Einbindung von Interessengruppen

○ Organisation von Online- und Präsenzkonsultationen

○ Sicherstellung, dass Rückmeldungen effektiv in den Entwicklungsprozess einfließen

  • Erforderliche Ressourcen

○ Kommunikationsinstrumente (z. B. Websites, Social-Media-Plattformen); Workshop-Materialien (z. B. visuelle Hilfsmittel, Instrumente zur Datenerhebung).

 

Verantwortliche in Politik und Verwaltung

  • Aufgaben

○ Schaffung politischer Rahmenbedingungen, die die Beiträge aus dem partizipativen Prozess widerspiegeln

○ Bereitstellung von Ressourcen für die Umsetzung

○ Sicherstellung einer kontinuierlichen Zusammenarbeit mit den Führungskräften der Gemeinschaft

  • Erforderliche Ressourcen

○ Politische Fachkompetenz und finanzielle Mittel zur Unterstützung der Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Lösungen.

 

Beispiele

Das ENGAGEgreen-Projekt und die UGR-Kreisräte

Das Erasmus+-Projekt „ENGAGEgreen“ und die Initiative der UGR-Kreisräte verdeutlichen, wie partizipative Ansätze die akademische Forschung effektiv mit der lokalen Verwaltung verbinden können.

Im Rahmen dieses Ansatzes wurden mehrere vorbereitende Aktivitäten durchgeführt, darunter das erste Impronta-Granada-Treffen im Januar 2025, gefolgt vom Treffen der UGR-Kreisräte im Juli 2025 und dem zweiten Impronta-Granada-Treffen im Dezember 2025, bei denen Forscher, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, Unternehmen und Akteure der Zivilgesellschaft zusammenkamen, um regionale Herausforderungen wie nachhaltigen Tourismus, Denkmalschutz und wirtschaftliche Entwicklung zu identifizieren und anzugehen.

Diese Treffen trugen dazu bei, die Forschung der UGR auf die Bedürfnisse von Poniente Granadino und anderer Regionen abzustimmen, indem Forschende aktiv in Diskussionen über lokale Prioritäten einbezogen wurden. Im Rahmen dieser Veranstaltungen stellten Forscher der UGR ihre laufenden Projekte vor; einige Projekte wurden dabei mithilfe einer Excel-Datenbank erfasst, in der Forschungsthemen, die Zugehörigkeit der Forschenden sowie die jeweils zuständigen Kreisräte katalogisiert wurden.

Dieser Prozess trug zudem dazu bei, Forschungsergebnisse in die lokalen politischen Diskussionen zu integrieren und förderte so die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und lokalen Akteuren. Darüber hinaus war die Website „Impronta Granada“ entscheidend für die Sichtbarkeit dieser UGR-Forschenden, da sie Profile der Beteiligten und Projektlisten enthielt, die nach den Bezirksräten der UGR kategorisiert waren. Dies ermöglichte es den Interessengruppen, relevante Forschungsarbeiten in ihren Regionen zu filtern und sich mit ihnen zu vernetzen. Der Einsatz von Online-Workshops und Kurzpräsentationen ermöglichte eine kontinuierliche Einbindung und die gemeinsame Erarbeitung von Lösungen, wodurch sichergestellt wurde, dass akademisches Wissen auf lokale Entwicklungsziele abgestimmt und in langfristige Strategien integriert wurde.

 

Quellen und weiterführende Literatur

 

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Kontaktieren Sie gerne Tome Sandevski über science-policy@uni-frankfurt.de

Wie man Forschende als Mitwirkende gewinnt

Fallstudie zum zweiten Impronta-Treffen in Granada und zum Poniente-Workshop

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

● Ziel

Erfolgreiche Gewinnung von Forschenden der Universität Granada (UGR) für kooperative, regional ausgerichtete Projekte mit Kommunalverwaltungen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft in der Region Poniente Granadino.

● Wichtige Strategien

○ Online-Vorbereitungstreffen zur Ermittlung der dringlichsten regionalen Herausforderungen wie nachhaltiger Tourismus, Denkmalschutz und wirtschaftliche Entwicklung sowie zur Erfassung bestehender Forschungskapazitäten

○ Eine kuratierte Excel-Datenbank, in der Forschende der Universität Granada, ihre Projekte und die jeweils zugehörigen Provinzräte erfasst sind

○ Erstellung von Profilen der Beteiligten auf der Website von Impronta Granada, um die Sichtbarkeit zu verbessern und ihre Zuordnung zu bestimmten Provinzräten zu verdeutlichen

○ Nutzung von UGR-Projekteinträgen auf der Website, um laufende Forschungsprojekte hervorzuheben, kategorisiert nach UGR-Landkreisen und auf einer interaktiven Karte verortet

○ Mikropräsentationen (kurze Vorträge) beim zweiten Impronta-Granada-Treffen zur Vorstellung ausgewählter Forschungsprojekte vor dem Hauptworkshop in Poniente

● Ergebnis

Verstärktes Engagement der Forschenden; verbesserte Transparenz des Fachwissens; Abstimmung zwischen akademischer Forschung und den Prioritäten der territorialen Entwicklung; fundiertere, evidenzbasierte Debatte während des Workshops.

Beschreibung

Die Einbindung von Forschenden der Universidad de Granada (UGR) in regionale Governance- und Entwicklungsinitiativen ist eine Schlüsselstrategie, um eine Brücke zwischen akademischem Wissen und lokaler Politikgestaltung zu schlagen.

UGR-Bezirksräte bezeichnet die von der Universität Granada (UGR) im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen geleitete Initiative, die darauf abzielt, die Zusammenarbeit zwischen akademischen Forschenden, lokalen Behörden und Akteuren aus den Gemeinden zu fördern. Im Mittelpunkt dieser Initiative steht die Bewältigung regionaler Herausforderungen durch gemeinsam erarbeitete, forschungsgestützte Lösungen.

Das zweite Impronta-Granada-Treffen ist die dritte Pilotveranstaltung, die von der UGR im Rahmen dieses Projekts organisiert wird und bei der Forschende, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung und lokale Interessengruppen zusammenkommen, um Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in ländlichen und städtischen Gebieten zu erörtern und zu entwickeln.

Im Rahmen des zweiten „Impronta Granada“-Treffens (2. Dezember 2025) wurden die Forschenden durch vorherige Online-Vorbereitungstreffen mit den Bezirksräten der UGR und den anschließenden Präsenz-„Poniente-Workshop“ aktiv in einen Multi-Stakeholder-Prozess eingebunden.

Um dies umzusetzen, erstellte das Medialab UGR eine interne Excel-Datenbank – mit einer Auflistung der laufenden Forschungsprojekte, der Namen der Forschenden, der zugehörigen Kreisverwaltung (comarca) und des Projektstatus –, die dann dazu diente, Kurzpräsentationen dieser Projekte während der Präsenzveranstaltung zu konzipieren und einzuplanen. Das Excel-Register war kein statisches Werkzeug, sondern wurde während des gesamten Prozesses kontinuierlich gepflegt und aktualisiert, um bestätigte Teilnahmen, thematische Relevanz und die sich entwickelnde Abstimmung zwischen Forschungsprojekten und territorialen Bedürfnissen widerzuspiegeln.

Dieser Mechanismus förderte die Sichtbarkeit, erleichterte die Vermittlung zwischen Forschenden und Interessengruppen und trug dazu bei, die Tagesordnung des Workshops an wissenschaftlich fundierten Vorschlägen auszurichten. Der Rekrutierungsprozess wurde durch die Erstellung von Profilen der Beteiligten und die Auflistung von UGR-Projekten auf der Impronta Granada-Website unterstützt, wo Forschende und ihre laufenden Arbeiten sichtbar und zugänglich gemacht wurden. Diese Profile ermöglichten es, Interessengruppen aus verschiedenen Sektoren, relevante Forschende für eine Zusammenarbeit zu identifizieren und zudem geolokalisierte UGR-Projekte zu erkunden, die mit den regionalen Entwicklungsbedürfnissen im Einklang stehen.

 

Wie funktioniert das Format?

Die Rekrutierung von UGR-Forschenden für den Poniente-Workshop erfolgte nach einem klaren und strukturierten Verfahren:

  1. Ermittlung des Bedarfs und bestehender Forschung

a) Während der von Medialab UGR im Rahmen der Initiative „Impronta Granada“ organisierten Online-Vorbereitungstreffen mit verschiedenen Bezirksräten der UGR (darunter auch denjenigen aus Poniente) lokale Akteuren und Forschenden der UGR wurden regionale Herausforderungen wie nachhaltigen Tourismus, Denkmalschutz, wirtschaftliche Wiederbelebung, Bevölkerungsrückgang, Migration, Landflucht, Schutz des kulturellen Erbes sowie Fragen der ökologischen und digitalen Wende, darunter Klimaanpassung, nachhaltige Landnutzung und die Digitalisierung lokaler Dienstleistungen identifiziert.

b) Gleichzeitig stellten die Forschenden laufende Untersuchungen vor, die sie in der Provinz Granada durchführten, insbesondere in ländlichen und Comarca-bezogenen Kontexten (z. B. Archäologie, Soziologie, Umweltwissenschaften, Kulturerbe, Tourismus).

c) Die Ergebnisse dieser Treffen wurden in einer strukturierten Excel-Tabelle erfasst, einschließlich der Namen der Forschenden, der Projekttitel, der zugehörigen Comarca und des Projektstatus. Dieses Instrument ermöglichte es, die Forschungskapazitäten den territorialen Bedürfnissen zuzuordnen und auszuwählen, welche Forschenden zu bestimmten Themen beitragen könnten.

 

  1. Aktive Anwerbung und Sichtbarkeit

a) Auf der Grundlage des Excel-Verzeichnisses lud das Medialab UGR im Rahmen der Initiative „Impronta Granada“ ausgewählte Forschende ein, Mikropräsentationen zu erstellen, die während des zweiten „Impronta Granada“-Treffens – vor dem Hauptworkshop „Poniente“ – gehalten werden sollten, um ihnen eine Plattform zu bieten, ihre Arbeit einem breiteren Publikum von Interessengruppen (Vertreter von Politik und Verwaltung, Akteure der Zivilgesellschaft, lokale Unternehmen) vorzustellen.

 

b) Die Forschenden wurden aktiv zur Zusammenarbeit eingeladen, indem sie ihre Projekte auf der Impronta Granada-Website präsentierten, wo ihre Forschungsthemen von den UGR-Bezirksräten kategorisiert und mit relevanten regionalen Entwicklungsinitiativen verbunden wurden. Die Profile der Beteiligten enthalten detaillierte Informationen über die Forschenden und die UGR-Bezirksräte, denen sie angehören, was den Anwerbungsprozess erheblich erleichterte.

  • Profile der Beteiligten. Forschende und andere Beteiligte, aufgelistet mit Zugehörigkeit, Funktion und Mitgliedschaft in einem Bezirksrat. Das Verzeichnis lässt sich auf der Impronta Granada-Website nach Institution (Universität Granada), Profil (Forschungszentrum) und Zugehörigkeit zu einem Comarca-Rat filtern: Impronta Granada-Akteursprofile.
  • UGR-Projekteinträge: Ein Katalog von Forschungsprojekten, die auf einer Karte geolokalisiert und nach Comarca-Rat kategorisiert sind, sodass Nutzer sehen können, welche Forschungsprojekte in welchen Comarcas aktiv sind: UGR-Projekte in den Comarca-Räten.

 

  1. Mikropräsentationen als Impulsgeber für Engagement

Auf dem zweiten Impronta-Granada-Treffen (Loja, 2. Dezember 2025) – im Vorfeld des thematischen Workshops für Poniente – hielten mehrere Forschende kurze, fünfminütige Präsentationen zu ihren Projekten. Diese Mikropräsentationen umfassten visuelles Material (Karten, Bilder, Diagramme usw.), stellten Forschungsergebnisse nicht-akademischen Interessengruppen vor und untermauerten die Workshop-Debatten mit empirischen Daten.

Darunter:

  • La voz de las torres – The Voice of the Towers (Ana García)
  • El patrimonio arqueológico en la comarca del Poniente de Granada: desde su investigación hasta su difusión – Archaeological Heritage in the Poniente de Granada Region: From Research to Dissemination (Luca Mattei)
  • Excavación en la Mesa de Fornes – Excavation at Mesa de Fornes (Andrés Androher)
  • El “heheo” en el Poniente Granadino: un estudio sociolingüístico – The “Heheo” in the Poniente Granadino Region: A Sociolinguistic Study (María Cardenete)
  • Estación biológica de campo de la UGR “La Resinera” – UGR Field Biological Station “La Resinera” (Juan M. Pleguezuelos)
  • Volver a los Orígenes siendo Original – Returning to the Origins While Being Original (Eva Moreno Castillo)

 

  1. Einbindung in die Workshop-Diskussion

Im Anschluss an die Kurzvorträge ermöglichte der Poniente-Arbeitskreis einen Dialog zwischen Forschenden, Akteuren aus Politik und Verwaltung, Vertretern der Zivilgesellschaft und lokalen Wirtschaftsvertretern und förderte so die gemeinsame Ausarbeitung von Vorschlägen sowie eine mögliche Abstimmung der akademischen Forschung mit den territorialen Plänen für die Region Poniente.

 

Herausforderungen (und Lösungsansätze)

  • Vielfalt der Forschungsprofile.

Nicht alle in der Excel-Datenbank aufgeführten Projekte wurden aktiven Forschenden durchgeführt; einige stammten von anderen teilnehmenden Akteuren. Dies lag daran, dass das ursprüngliche Verzeichnis anhand von Informationen zusammengestellt wurde, die aus öffentlichen Ausschreibungen, Vorbereitungssitzungen und bestehenden regionalen Projektunterlagen stammten, in denen Beiträge einer Vielzahl von Akteuren enthalten waren. Daher war ein anschließender Überprüfungsprozess erforderlich, um forschungsaktive Profile zu identifizieren und zu priorisieren.

 

  • Diskrepanz zwischen Forschungsthemen und lokalen Bedürfnissen.

Einige Forschungsschwerpunkte (z. B. stark theoretisch oder fachspezifisch) ließen sich nicht nahtlos in umsetzbare lokale Strategien oder Vorschläge im Bereich Kulturerbe/Tourismus einbinden – was eine Anpassung oder Umsetzung in praktische Vorschläge erforderte.

 

  • Zeitliche und Motivations-bedingte Einschränkungen.

Forschungsmitarbeitende sind mit Lehr- und Verwaltungsaufgaben belastet, was ihre Verfügbarkeit einschränken kann. In diesem Fall wurden das Excel-Verzeichnis und die Online-Veröffentlichung der Forscherprofile bereits mehrere Wochen vor dem zweiten Impronta-Granada-Treffen zusammengestellt und bereitgestellt, was zwar eine erste Beteiligung ermöglichte, sich jedoch als unzureichend erwies, um ein langfristiges Engagement über die Veranstaltung hinaus zu gewährleisten. Eine nachhaltige Beteiligung erfordert daher eine bessere Vorausplanung sowie kontinuierliche institutionelle und logistische Unterstützung.

 

  • Sichtbarkeit und Kommunikation.

Zwar verbesserten die Website und die Kurzpräsentationen die Sichtbarkeit, doch um sicherzustellen, dass Kommunalverwaltungen und die Zivilgesellschaft das Register regelmäßig konsultieren und nutzen, sind kontinuierliche Anstrengungen und Öffentlichkeitsarbeit erforderlich.

Die Bekanntmachung des Registers erfolgte hauptsächlich durch direkte Kommunikation mit den Gemeinderäten während der Vorbereitungstreffen, durch Präsentationen beim zweiten Impronta-Granada-Treffen sowie durch gezielte Folge-E-Mails mit Links zu den Profilen der Beteiligten und den UGR-Projekteinträgen. Auch wenn die Profile der Forscher erstellt und die UGR-Projekte auf der Impronta-Granada-Website aufgeführt wurden, musste die Sichtbarkeit dieser Profile innerhalb der Gemeinderäte und der breiteren Öffentlichkeit stärker gefördert werden.

Darüber hinaus erfordert die aktive Einbindung der Forschenden in lokale Projekte eine klare Kommunikation und die Bereitschaft/Motivation, zur territorialen Entwicklung, beizutragen.

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Aufgaben

○ Vorbereitung und Durchführung von Kurzvorträgen

○ Bereitstellung von Forschungsdaten und visuellen Materialien zu regionalen Themen

○ Beteiligung an anschließenden Kooperationsprojekten mit lokalen Akteuren

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeitaufwand für die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis

○ Unterstützendes Material (Karten, Bildmaterial, Daten)

○ Ethische und institutionelle Unterstützung durch die UGR

 

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung

  • Aufgaben

○ Pflege und Aktualisierung des Excel-Registers

○ Verwaltung der Profile der Beteiligten und „UGR-Projekteinträge“ auf der Impronta Granada-Website.

○ Organisation der Mikropräsentationsrunde

○ Förderung der Kommunikation zwischen Forschenden und lokalen Akteuren

  • Erforderliche Ressourcen

○ Tools zur Pflege der Datenbank und der Website

○ Logistische und technische Unterstützung für Veranstaltungen (Veranstaltungsort, audiovisuelle Ausrüstung) sowie für die anschließende Kommunikation

 

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung

  • Aufgaben

○ Teilnahme an Mikropräsentationen und Workshops

○ Ermittlung der Relevanz der Forschungsergebnisse für lokale Politik und Projekte

○ Feedback geben und gegebenenfalls Ressourcen zur Unterstützung forschungsbasierter Initiativen bereitstellen

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeitliche Zuweisung durch die Institution

○ Budgetierung für Pilotinitiativen oder Kooperationen

○ Kanäle zur Einbindung von Forschungserkenntnissen in die kommunale Planung

 

Details zur Fallstudie: Wie wurde das Format umgesetzt?

Dem Poniente-Workshop gingen zwei vorbereitende Online-Treffen voraus, bei denen Forscher der UGR und lokale Akteure regionale Herausforderungen wie nachhaltigen Tourismus, Denkmalschutz und wirtschaftliche Entwicklung diskutierten. Medialab UGR erstellte eine Excel-Datenbank, um Forschungskompetenzen bestimmten territorialen Herausforderungen zuzuordnen, wobei die Projekte nach Forschungsthemen, Zugehörigkeit der Forscher und dem jeweiligen Provinzrat kategorisiert wurden. Diese Daten bildeten die Grundlage für Mikropräsentationen beim zweiten Impronta Granada Treffen, bei dem ausgewählte Forscher ihre Arbeit mit visuellen Materialien einem breiten Publikum vorstellten, darunter Kommunalverwaltungen, Unternehmen und Vertreter der Zivilgesellschaft.

Darüber hinaus wurden Forscher und Projekte auf der Impronta Granada-Website präsentiert. Dort wurden Profile der Akteure erstellt, um die Fachkenntnisse der Forscher und ihre Zugehörigkeit zu den Bezirksräten hervorzuheben, während die UGR-Projekte aufgelistet und geolokalisiert wurden, was es einfach machte, Forscher mit lokalen Bedürfnissen in Verbindung zu bringen.

 

Verfügbare Ressourcen (Hauptaufgaben)

  • Verbreitung von Forschungsergebnissen. Die Impronta-Granada-Website diente als zentrales Instrument, um die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der UGR-Projekte zu gewährleisten. Auf der Website wurden UGR-Projekteinträge erstellt und nach den Bezirksräten der UGR gegliedert, was dazu beitrug, die akademische Forschung auf die lokalen Bedürfnisse abzustimmen. Diese Projekteinträge wurden auf einer interaktiven Karte geolokalisiert, sodass die Interessengruppen genau sehen konnten, wo Forschungsinitiativen in der Region Granada durchgeführt wurden.
  • Wissensaustausch. Mikropräsentationen ermöglichten es den Forschenden, direkt mit den Interessengruppen in Kontakt zu treten, indem sie ihre Ergebnisse in einem leicht verständlichen Format vorstellten. Diese Sitzungen förderten die sektorübergreifende Zusammenarbeit und stellten sicher, dass die Forschenden nicht nur Wissen weitergaben, sondern auch aus den lokalen Bedürfnissen lernten und Bereiche von gemeinsamem Interesse identifizierten.

 

Gewonnene Erkenntnisse

Was funktioniert…

  • Die Excel-Datenbank erwies sich als erfolgreiches Instrument zur Organisation und Kategorisierung der UGR-Forschungsprojekte und erleichterte so die Zuordnung von Forschenden zu lokalen Herausforderungen
  • Profile der Beteiligten auf der Impronta-Granada-Website trugen dazu bei, die Sichtbarkeit der Forschenden zu erhöhen und die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und lokalen Akteuren zu fördern
  • Mikropräsentationen waren ein wirksames Mittel, um ein vielfältiges Publikum anzusprechen, und trugen dazu bei, die Kluft zwischen akademischer Forschung und lokaler Politikgestaltung zu überbrücken, indem Forschungsprojekte zusammen mit praktischen Anwendungen vorgestellt wurden

 

Was funktioniert nicht…

● Nachhaltiges Engagement von Forschenden über die Veranstaltung hinaus bleibt aufgrund ihrer akademischen Arbeitsbelastung und zeitlicher Einschränkungen eine Herausforderung. Um sicherzustellen, dass diese Kooperationen nach dem ersten Workshop fortgesetzt werden, sind gezielte Folgeaktivitäten und institutionelle Unterstützung erforderlich.

● Zwar erleichterten die Mikropräsentationen die anfängliche Einbindung, doch besteht die Herausforderung darin, die langfristige Beteiligung der Forschenden in der Umsetzungsphase lokaler Projekte sicherzustellen.

 

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

● Es wurden Feedback-Umfragen durchgeführt, um die Wirksamkeit der Kurzvorträge und die Beteiligung der Forschung am Poniente-Workshop zu bewerten.

● Folgeumfragen werden erforderlich sein, um die langfristigen Auswirkungen forschungsbasierter Lösungen zu bewerten und zu ermitteln, inwieweit diese in die lokale Politik und die Gemeindearbeit umgesetzt wurden.

 

Beispiele

1.       Profile der Beteiligten

Auf der Website von Impronta Granada ermöglicht das Verzeichnis der Profile der Beteiligten eine Filterung nach Einrichtung, was Forschenden hilft, Sichtbarkeit zu erlangen und Kontakte zu lokalen Akteuren zu knüpfen.

Beispiel: Francisco Antonio Navarro Valverde – ein Forscher an der UGR, der unter dem Provinzrat der UGR von Poniente Granadino aufgeführt ist: Profil von Francisco Navarro

2.       UGR-Projekte, aufgelistet nach Bezirksräten

Der Katalog der UGR-Projekte, geolokalisiert nach Bezirksräten, ermöglicht es Nutzenden zu sehen, wo die einzelnen Forschungsinitiativen aktiv sind – so entsteht eine regionale Karte des akademischen Engagements und der potenziellen Wirkung.

Beispiel: UGR-Archäologieprojekt.

3.       Die Mikropräsentationsrunde im Rahmen des zweiten Impronta-Granada-Treffens fand vor dem Hauptworkshop „Poniente“ statt und stellte sicher, dass die Forschungsergebnisse in die Debatte und die Projektvorschläge einflossen. Laut dem UGR-Nachrichtenbericht brachte die Veranstaltung Vertretende von Institutionen, Forschende, soziale Akteure, Unternehmen und Bürger und Bürgerinnen zusammen, um die wichtigsten regionalen Herausforderungen mit Schwerpunkt auf Innovation, Nachhaltigkeit sowie kulturellem und ökologischem Reichtum anzugehen.

 

Quellen und weiterführende Literatur

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Wie lässt sich wissenschaftliche Expertise mit der politischen Entscheidungsfindung verbinden?

Zusammenfassung: Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

● Ziel: Schaffung eines klaren Rahmens für die effektive Verknüpfung von akademischer Forschung und Politikgestaltung, um sicherzustellen, dass Forschungsdaten als Grundlage für lokale Entscheidungen dienen

● Ansatz: Zu den Strategien gehören der regelmäßige Austausch zwischen Forschenden und Akteurinnen und Akteuren in Politik und Verwaltung, die Verbreitung von Daten durch interaktive Workshops und Konsultationen sowie die Nutzung digitaler Plattformen, um kontinuierliches Feedback zu gewährleisten

● Ergebnis: Die Entwicklung datengestützter politischer Maßnahmen, die mit den lokalen Entwicklungszielen im Einklang stehen und die öffentlichen Dienstleistungen, das Wirtschaftswachstum und die Nachhaltigkeit auf regionaler Ebene verbessern

Beschreibung

Die Verknüpfung von Forschungskompetenz mit der Politikgestaltung auf lokaler Ebene ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass akademisches Wissen direkt in politische Entscheidungen einfließt, die die regionale Entwicklung beeinflussen. Der Prozess beinhaltet die Überbrückung der Kluft zwischen wissenschaftlicher Forschung und praktischen, umsetzbaren Lösungen, die von der Politik umgesetzt werden kann.

Durch die Einbindung der Forschung in Entscheidungsprozesse wird es möglich, evidenzinformierte politische Maßnahmen zu entwickeln, die nicht nur auf Daten basieren, sondern auch auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Dieser Beitrag untersucht Strategien zur Vernetzung von Forschenden mit lokalen Akteuren aus Politik und Verwaltung, zur Förderung einer effektiven Kommunikation und zur Nutzung von Forschungsdaten zur Gestaltung politischer Entscheidungen.

 

Wie funktioniert dieses Format?

1.       Interaktion zwischen Forschenden und politischen Verantwortlichen.

Der Prozess wird in der Regel von Wissensvermittelnden oder Forschungsmanagern und -managerinnen innerhalb der Universität initiiert und koordiniert, die als Vermittelnde zwischen Forschenden und politischen Verantwortlichen fungieren. Sie richten regelmäßige Kommunikationskanäle ein – wie interaktive Workshops, Beratungsrunden oder gemeinsame Planungssitzungen –, in denen Forschende eingeladen werden, Erkenntnisse und Daten zu präsentieren, die direkt in lokale politische Entscheidungen einfließen können.

2.       Nutzung von Forschungsdaten zur Beeinflussung der Politikgestaltung auf lokaler Ebene.

Ein entscheidender Bestandteil dieses Prozesses ist es, sicherzustellen, dass Forschungsdaten für die Verantwortlichen in der Politik relevant und zugänglich sind. Dies kann durch die Erstellung von Policy Briefs, Tools zur Datenvisualisierung und interaktiven Berichten erreicht werden, die komplexe Forschungsergebnisse in umsetzbare Erkenntnisse umwandeln. Forschende können mit Kommunalverwaltungen zusammenarbeiten, um wichtige Erkenntnisse hervorzuheben, die sich mit spezifischen regionalen Themen wie Nachhaltigkeit, wirtschaftlicher Entwicklung und öffentlicher Gesundheit befassen.

So könnten beispielsweise Forschende der Universität Granada sozioökonomische Forschungsergebnisse zu lokalen Entwicklungstrends im Zusammenhang mit der ökologischen und digitalen Wende präsentieren – wie nachhaltige Landnutzung, Klimaanpassung, die Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen oder die digitale Kluft – sowie Forschungsergebnisse zur Erhaltung des archäologischen Erbes und datengestützte Empfehlungen unterbreiten, die mit den politischen Zielen der Stadterneuerung oder des Kulturerhalts im Einklang stehen.

3.       Feedback und kontinuierliches Engagement.

Eine erfolgreiche Verbindung zwischen Forschung und Politik erfordert kontinuierliches Engagement. Forscher sollten nicht nur ihre Ergebnisse teilen, sondern sich auch aktiv am Prozess der politischen Umsetzung beteiligen. Dies kann durch dialogorientierte Folgekonsultationen geschehen, wie beispielsweise Treffen oder Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, die durch schriftliches Feedback oder kurze analytische Notizen ergänzt werden können. Diese Interaktionen ermöglichen es den Forschenden, zu beurteilen, wie ihre Erkenntnisse angewendet wurden, und ihre Strategien entsprechend anzupassen. Die kontinuierliche Interaktion zwischen Forschenden und Verantwortlichen aus der Politik  ermöglicht es, politische Maßnahmen zu verfeinern, sobald neue Daten vorliegen, und stellt sicher, dass Entscheidungen flexibel bleiben und auf sich wandelnde lokale Bedürfnisse reagieren können.

4.       Nutzung digitaler Plattformen für den kontinuierlichen Austausch.

Digitale Plattformen wie die Website von Impronta Granada spielen eine entscheidende Rolle dabei, die Sichtbarkeit von Forschungsprojekten aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass Forschungsergebnisse für lokale Akteure kontinuierlich zugänglich sind. So ermöglichen es solche Plattformen mit den Forschenden beispielsweise, Projektaktualisierungen, Ergebnisse und Empfehlungen zu teilen, wodurch es für Verantwortliche in der Lokalpolitik einfacher wird, den Forschungsfortschritt zu verfolgen und ihre politischen Entscheidungen an die aktuellsten Daten anzupassen.

 

Herausforderungen (und Lösungsansätze)

● Komplexität der Forschungsdaten.

Wissenschaftliche Forschung ist oft komplex, und es kann eine Herausforderung sein, sie in klare, umsetzbare politische Empfehlungen für Kommunalverwaltungen zu übersetzen. Entscheidend für diesen Prozess ist es, sicherzustellen, dass Forschende ihre Ergebnisse vereinfachen können, ohne dabei ihre wissenschaftliche Integrität zu beeinträchtigen. So müssen beispielsweise quantitative Forschungsergebnisse zu Bodengesundheit, Klimaanpassung oder digitaler Inklusion möglicherweise in klare Indikatoren, visuelle Zusammenfassungen oder Policy Briefs übersetzt werden, die die Auswirkungen auf die lokale Planung oder Dienstleistungserbringung hervorheben, anstatt detaillierte methodische Erläuterungen zu liefern.

● Einbindung von Interessengruppen.

Die Einbindung von Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik in den Forschungsprozess ist nicht immer einfach. Kommunalbehörden haben möglicherweise konkurrierende Prioritäten, und die Integration von Forschungsexpertise in politische Rahmenbedingungen kann erhebliche Anstrengungen erfordern, insbesondere mit der Überwindung bürokratischer Hürden verbunden sein.

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler

● Aufgaben

  • Präsentation von Forschungsergebnissen
  • Erstellung von Policy Briefs
  • Teilnahme an gemeinsamen Workshops mit politischen Entscheidungsträgern

● Erforderliche Ressourcen

  • Zeit für die Verbreitung von Forschungsergebnissen und die Teilnahme an Veranstaltungen
  • Kommunikationsmittel zur Präsentation von Forschungsdaten gegenüber den Verantwortlichen in der Politik

Manager für Wissensaustausch und Forschungsmanager

● Aufgaben

  • Koordination der Einbindung von Forschenden in die Zusammenarbeit mit Verantwortlichen in der Lokalpolitik
  • Moderation von Workshops
  • Sicherstellen, dass die Forschungsergebnisse zugänglich und für die Bedürfnisse der lokalen Verwaltung relevant sind

● Erforderliche Ressourcen

  • Digitale Plattformen zur Verbreitung von Forschungsergebnissen und für kontinuierliches Feedback
  • Unterstützung bei der Organisation gemeinsamer Workshops und Konsultationen

Verantwortliche in Politik und Verwaltung

● Aufgaben

  • Einbeziehung von Forschungsdaten in die lokale Politik und Bereitstellung von Ressourcen für forschungsgestützte Initiativen.

● Erforderliche Ressourcen

  • Politische Fachkompetenz zur Interpretation von Forschungsdaten und deren Einbeziehung in die Entscheidungsfindung
  • Finanzielle und administrative Ressourcen zur Unterstützung von Forschungsanträgen in lokalen Entwicklungsprojekten

 

Beispiele

UGR County Councils bezeichnet die von der Universität Granada (UGR) im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen geleitete Initiative, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlich Forschenden, Kommunalverwaltungen und Akteuren aus den Gemeinden zu fördern.

Im Mittelpunkt dieser Initiative steht die Bewältigung regionaler Herausforderungen durch gemeinsam erarbeitete, forschungsbasierte Lösungen. Das zweite Impronta-Granada-Treffen ist die dritte Pilotveranstaltung, die von der UGR im Rahmen dieses Projekts organisiert wurde und bei der Forschende, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung und lokale Gemeinschaften zusammenkamen, um Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in ländlichen und städtischen Gebieten zu erörtern und zu entwickeln.

Die Initiative UGR County Councils spielte eine entscheidende Rolle bei der Vernetzung von Forschenden und Akteurinnen und Akteuren in Politik und Verwaltung. Im Rahmen von Online-Vorbereitungssitzungen und interaktiven Workshops wurde die Initiative von der Universität Granada über ihre Strukturen zum Wissensaustausch koordiniert, die Forschende der UGR einluden, ihre Forschungsprojekte vorzustellen. Diese Projekte wurden in einer Excel-Datenbank erfasst und über die Impronta Granada-Website veröffentlicht. Die Website ermöglichte es den Mitarbeitenden in der Politik die Profile der UGR-Forscher einzusehen, diese nach Provinzrat zu filtern und zu verstehen, inwiefern ihre Forschung mit den territorialen Entwicklungsbedürfnissen übereinstimmte.

Diese Bemühungen gipfelten im zweiten Impronta-Granada-Treffen, bei dem Forschende ihre Projekte in Kurzvorträgen präsentierten und direkt mit lokalen Behörden und Unternehmen in Kontakt traten, um die praktischen Anwendungsmöglichkeiten ihrer Ergebnisse zu erörtern. Dieser Prozess stellte sicher, dass Forschungsdaten zugänglich und sichtbar waren und in den politischen Entscheidungsprozess auf lokaler Ebene integriert wurden.

 

Quellen und weiterführende Literatur

 

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Nachhaltiges Engagement im wissenschaftspolitischen Dialog durch die UGR-Bezirksräte

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Langfristiges Engagement, das sich eher auf regionale Governance-Strukturen als auf einzelne Veranstaltungen stützt
  • Regelmäßiger Austausch zwischen Forschenden, Verantwortlichen in der Politik und lokalen Akteuren
  • Kombination aus Online-Beratungen, persönlichen Treffen und öffentlichen Aktivitäten
  • Starke institutionelle Verankerung innerhalb der Universität Granada und ihrer Strategie für soziale Innovation

Beschreibung

Unter „nachhaltigem Engagement“ versteht man die Fähigkeit, über vereinzelte Dialogveranstaltungen hinaus eine langfristige, kontinuierliche und sinnvolle Interaktion zwischen Forschenden, politisch Verantwortlichen und gesellschaftlichen Akteuren aufrechtzuerhalten.

Im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen stellen die UGR-Bezirksräte einen governance-orientierten Ansatz dar, der darauf abzielt, den Austausch zwischen Wissenschaft und Politik/Verwaltung in regionale Strukturen zu einzubinden und so Kontinuität über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten. Anstatt sich auf einmalige Konsultationen zu verlassen, zielt dieses Modell darauf ab, das Engagement als dauerhaften Prozess zu institutionalisieren, der auf regionale Prioritäten abgestimmt ist und von der Universität Granada (UGR) unterstützt wird.

 

Wie funktioniert das Format?

Das Modell des nachhaltigen Engagements der UGR-Bezirksräte funktioniert als kontinuierlicher und kumulativer Prozess. Regionale Herausforderungen werden gemeinsam mit lokalen Verwaltungen und Interessengruppen identifiziert und anschließend mit der entsprechenden Forschungskompetenz innerhalb der Universität verbunden. Die Zusammenarbeit wird durch regelmäßige Treffen, thematische Arbeitssitzungen, vorbereitende Online-Workshops und groß angelegte Dialogveranstaltungen wie die „Impronta Granada Meetings“ aufrechterhalten. Digitale Tools unterstützen die Kontinuität, indem sie das institutionelle Gedächtnis bewahren, die Sichtbarkeit der Akteure und Projekte gewährleisten und eine kontinuierliche Interaktion zwischen den Veranstaltungen ermöglichen. Im Laufe der Zeit ermöglicht dieses Format, dass Beziehungen reifen und Vertrauen aufgebaut wird, was für eine effektive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik unerlässlich ist.

 

Herausforderungen

Das Erreichen einer nachhaltigen Zusammenarbeit im Austausch zwischen Wissenschaft und Politik und Verwaltung ist von Natur aus eine Herausforderung. Eine der größten Schwierigkeiten besteht darin, das langfristige Engagement sowohl von Forschenden als auch von politisch Verantwortlichen aufrechtzuerhalten, deren Prioritäten, Arbeitsbelastung und institutionelle Rahmenbedingungen sich im Laufe der Zeit ändern können.

Politische Zyklen, Personalfluktuation und begrenzte Anreize für akademisches Engagement können die Kontinuität beeinträchtigen. Darüber hinaus erfordert ein nachhaltiges Engagement, über kurzfristige Ergebnisse hinauszublicken und zu akzeptieren, dass Wirkung oft erst allmählich entsteht, was im Widerspruch zu den Erwartungen an sofortige Ergebnisse stehen kann. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert stabile Koordinationsstrukturen, institutionelle Unterstützung und klare langfristige Ziele.

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Aufgaben

○ Einbringen von wissenschaftlicher Expertise, die auf die durch die UGR-Kreisräte identifizierten, regionalen Herausforderungen abgestimmt ist

○ Teilnahme an wiederkehrenden Dialogaktivitäten (Tagungen, Workshops, Konsultationen) über einen längeren Zeitraum

○ Anpassung der Forschungsergebnisse an politikrelevante Formate und langfristige regionale Prioritäten

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeitaufwand für ein nachhaltiges Engagement über einzelne Veranstaltungen hinaus

○ Institutionelle Anerkennung von Aktivitäten im Rahmen des Wissenschafts-Politik-Dialogs

○ Kommunikations- und Wissensaustausch-Tools für die Interaktion mit politisch Verantwortlichen und Interessengruppen.

 

Managerinnen und Manager für Wissensaustausch und Forschung

  • Aufgaben

○ Koordination der nachhaltigen Interaktion zwischen Forschenden, politisch Verantwortlichen und regionalen Interessengruppen

○ Moderation von Dialogprozessen, Vorbereitungstreffen und Folgeaktivitäten

○ Forschungsergebnisse in zugängliche, politikrelevante Formate umsetzen

○ Kontinuität, Dokumentation und institutionelles Gedächtnis über politische und akademische Zyklen hinweg sicherstellen

  • Erforderliche Ressourcen

○ Spezielle Arbeitszeit der Mitarbeiter für Koordination und Moderation

○ Digitale Plattformen und Instrumente zur Unterstützung von Kommunikation, Dokumentation und Sichtbarkeit

○ Institutionelle Unterstützung zur Aufrechterhaltung langfristiger Beteiligungsstrukturen

Verantwortliche in Politik und Verwaltung

  • Aufgaben

○ Ermittlung und Formulierung mittel- und langfristiger regionaler Bedürfnisse

○ Regelmäßiger Austausch mit Forschenden im Rahmen der UGR-Bezirksräte

○ Einbindung forschungsbasierter Erkenntnisse in lokale Strategien und politische Prozesse.

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeit für die Teilnahme an laufenden Dialogprozessen

○ Politische und administrative Unterstützung zur Gewährleistung der Kontinuität über politische Zyklen hinweg

○ Zugang zu aufbereiteten Forschungsergebnissen, die für die regionale Entscheidungsfindung relevant sind

 

Details zur Fallstudie

Wie wird das Format umgesetzt?

Die nachhaltige Einbindung der Bezirksräte der UGR erfolgt durch eine Folge wiederkehrender Aktivitäten, die vorbereitende Online-Treffen, persönliche Dialogveranstaltungen und eine kontinuierliche Koordination zwischen der Universität Granada und regionalen Akteuren miteinander verbinden.

Die Interaktion erstreckt sich über einen längeren Zeitraum und umfasst regelmäßige Treffen, thematische Tagungen sowie groß angelegte Veranstaltungen wie die „Impronta Granada“-Treffen. Dieser Ansatz ermöglicht es, dass sich die Beziehungen zwischen Forschenden, politisch Verantwortlichen und anderen Interessengruppen schrittweise entwickeln, was den Aufbau von Vertrauen, gemeinsames Lernen und die schrittweise Abstimmung von Forschungskompetenz auf regionale Prioritäten fördert.

 

Verfügbare Ressourcen (Was sind die Hauptaufgaben?)

Forschende tragen dazu bei, indem sie laufende Forschungsarbeiten, die auf regionale Herausforderungen ausgerichtet sind, vorstellen und sich langfristig an den Dialogprozessen beteiligen.

Managerinnen und Manager für Wissensaustausch und Forschung koordinieren die Interaktion zwischen den Akteuren, moderieren Treffen, übertragen Forschungsergebnisse in zugängliche Formate und gewährleisten Kontinuität sowie Dokumentation über politische und akademische Zyklen hinweg.

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung formulieren regionale Prioritäten, nehmen regelmäßig an Dialogaktivitäten teil und integrieren forschungsbasierte Erkenntnisse in lokale Strategien und Entscheidungsprozesse.

Das Format stützt sich auf nachhaltige Kapazitäten in der Kooperation, institutionelle Unterstützung durch die Universität Granada sowie digitale Werkzeuge, die Kommunikation, Sichtbarkeit und Folgeaktivitäten ermöglichen.

 

Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Erfahrungen)

Was funktioniert: ist die schrittweise Konsolidierung der UGR-Kreisräte als stabile Führungsstrukturen für den wissenschaftspolitischen Dialog.

Im Laufe des Jahres 2025 zeigten mehrere Meilensteine eine wachsende Beteiligung, institutionelle Verankerung und öffentliche Sichtbarkeit. Die Initiative wurde im Januar 2025 beim ersten Impronta-Granada-Treffen offiziell ins Leben gerufen, an dem mehr als 80 UGR-Forschende und lokale Vertretende teilnahmen.

Im Juli 2025 stärkte das erste regionale Treffen der Kreisräte (Costa Tropical) den Rat-übergreifenden Dialog, stellte laufende Projekte vor und förderte eine engere Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Forschenden.

Zwei interaktive Arbeitssitzungen im November 2025 ermöglichten es den Vertretenden der zehn Kreisräte, Prioritäten zu überprüfen, Wissen auszutauschen und das Treffen im Dezember vorzubereiten. Diese Bemühungen gipfelten im zweiten Impronta-Granada-Treffen (Dezember 2025, Loja), einer großen Präsenzveranstaltung mit thematischen Arbeitsgruppen zu Mobilität, Frauen im ländlichen Raum, Beschäftigung, Landwirtschaft und Nachhaltigkeit, wodurch sich die Gemeinderäte als aktives Governance-Netzwerk etablierten. Ergänzende wissenschaftliche und regionale Aktivitäten, wie beispielsweise Seminare zu konkreten lokalen Bedürfnissen, stärkten das regionale Ökosystem zusätzlich.

Aus kommunikativer Sicht wird das nachhaltige Engagement durch die Nutzung von institutionellen Kommunikationskanälen unter der Leitung von Medialab UGR gestärkt, Social Innovation Lab der Universität Granada, wie beispielsweise die Impronta Granada-Website, Social-Media-Profile (LinkedIn-Konto von Medialab UGR, Instagram-Konto von Impronta Granada, Instagram-Konto von Medialab UGR, Konto von Medialab X, X-Konto von Impronta Granada) sowie Audio-Verbreitungskanäle (Spreaker-Konto von Radiolab UGR und Spotify-Konto von Radiolab UGR.

Da diese Kanäle strukturell in die Universität integriert sind, bleiben sie über die Laufzeit einzelner Projekte hinaus aktiv und tragen so zur langfristigen Nachhaltigkeit der Initiative bei. Die Teilnehmenden nutzen diese Plattformen regelmäßig, um über Aktivitäten zu berichten, Veranstaltungen im Rahmen des Wissenschafts-Politik-Dialogs anzukündigen und regionale Initiativen im Zusammenhang mit Forschung und öffentlicher Entscheidungsfindung zu teilen.

Diese kontinuierliche Nutzung gemeinsamer Kommunikationsräume stärkt die Sichtbarkeit, erleichtert die Koordination zwischen den Akteuren und unterstützt die Etablierung der UGR-Bezirksräte als permanente Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik auf regionaler Ebene.

Anhaltende Herausforderungen sind die Aufrechterhaltung eines langfristigen Engagements angesichts akademischer Arbeitsbelastung, wechselnder politischer Zyklen sowie der Notwendigkeit stabiler Anreize und institutioneller Unterstützung, um Kontinuität über einzelne Veranstaltungen hinaus zu gewährleisten.

 

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

Die Bewertung des nachhaltigen Engagements orientiert sich an kurz-, mittel- und langfristigen Zielen.

Kurzfristig (bis 2026) konzentriert sich die Bewertung auf die Konsolidierung von zehn Kreisräten als stabile Verwaltungsstrukturen, die alle Regionen Granadas vertreten, die aktive Beteiligung von mehr als 200 Akteuren (darunter Forscher, politische Entscheidungsträger, Unternehmer und Bürger), die Schaffung von mindestens zwei Pilotprojekten, die sich mit regionalen Prioritäten wie nachhaltiger Mobilität, Landflucht, Kulturerbe und agroökologischer Innovation befassen, sowie die Stärkung des institutionellen Ansehens der Universität Granada als führende Einrichtung im Bereich sozialer Innovation und regionaler Zusammenarbeit. Diese Aspekte werden anhand von Teilnehmenden-Daten und Umfragen zur Wirkung beurteilt.

Mittelfristig (2026–2030) konzentriert sich die Evaluierung auf die Einrichtung von „Impronta“-Regionalentwicklungszentren in Zusammenarbeit mit der Diputación de Granada, die Integration der Kreisräte als ständigen Beratungs- und Kooperationsmechanismus in das Leitungsmodell der Universität, die verstärkte Einbeziehung regionaler Herausforderungen in die Forschungs-, Innovations- und Bildungsagenden sowie die Stärkung von Allianzen mit regionalen und europäischen Institutionen zur Kofinanzierung und Skalierung von Initiativen.

Langfristig (über 2030 hinaus) konzentriert sich die Bewertung auf die Institutionalisierung der Kreisräte als übertragbares Modell der Zusammenarbeit zwischen Universität und Gesellschaft. Außerdem die Konsolidierung und den Ausbau der regionalen Entwicklungszentren „Impronta“ als langfristige Infrastrukturknotenpunkte für regionale Innovation und bürgerschaftliche Zusammenarbeit sowie deren Beitrag zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung und der andalusischen Strategie für intelligente Spezialisierung. Dadurch werden Nachhaltigkeit und Partizipation in die öffentliche Entscheidungsfindung integriert.

 

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Dürre: Ein ganzheitlicher Ansatz von der Halbinsel.

Ein praktisches Beispiel für den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik im Hinblick auf die territoriale Dürrebewältigung.

Beschreibung

Dieser Beitrag stellt ein strukturiertes Beispiel für ein Webinar-Format im Bereich Wissenschaft und Politik vor, das auf eine hochsensible gesellschaftliche Herausforderung angewendet wurde: Dürre und Wasserknappheit in Spanien.

Das Webinar „Dürre: Ein ganzheitlicher Ansatz von der Iberischen Halbinsel aus (Sequía: un abordaje integral desde la Península Ibérica)“ wurde in einer Phase relativer Entspanntheit organisiert, als die Verringerung der Wasserreserven den Anschein erweckte, der Notstand habe nachgelassen.

Die strukturellen und ökologischen Bedingungen, die der Dürre zugrunde liegen, sind jedoch unverändert geblieben, was die Notwendigkeit unterstreicht, gerade in diesen kurzen Phasen scheinbarer Normalität gründlich nachzudenken.

Die Veranstaltung schlug eine ganzheitliche Perspektive vor, die naturwissenschaftliches und soziales Wissen zusammenführt, regionale Realitäten vergleicht und vor allem den direkten Dialog zwischen Wissenschaftlern und Vertretern aus Politik und Verwaltung fördert.

Anhand von Leitfragen untersuchte das Webinar, ob wissenschaftliche Erkenntnisse den politischen Raum erreichen, mit welchen Hindernissen öffentliche Verwaltungen konfrontiert sind und wie langfristiges Denken in Entscheidungsprozesse integriert werden kann, die typischerweise von kurzfristiger Dringlichkeit dominiert werden.

Die wichtigsten Kernaussagen

  • Struktureller Diskussionsansatz: Findet während einer vorübergehenden Entspannung der Dürrebedingungen statt und ermöglicht mittel- und langfristige Überlegungen
  • Integraler Ansatz: Verbindet die ökologischen, sozialen und regionalen Dimensionen der Dürre
  • Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik: Zielt darauf ab, Forschende und öffentliche Verwaltungen durch gemeinsame Leitfragen miteinander zu vernetzen
  • Regionaler Vergleich: Bezieht Erkenntnisse aus verschiedenen Regionen ein, um vielfältige Herausforderungen und Governance-Kontexte zu veranschaulichen
  • Fokus auf Entscheidungsbarrieren: Untersucht Hindernisse, denen Vertreter aus Politik und Verwaltung bei der Umsetzung forschungsbasierter Empfehlungen begegnen
  • Langfristige Perspektive: Betont die Notwendigkeit, über notfallorientierte Reaktionen hinauszugehen und strukturelle, zukunftsorientierte Strategien zu entwickeln

 

Wie ist das Format aufgebaut?

Die Veranstaltung war in drei aufeinanderfolgende Blöcke gegliedert, die darauf abzielten, das gemeinsame Verständnis der Dürre-Governance schrittweise zu vertiefen:

  1. Gemeinsame Rahmenbedingungen und regionale Analysen
  2. Von den Herausforderungen zu möglichen Lösungen
  3. Offener Dialog mit den Teilnehmenden

Der Moderator spielte eine zentrale Rolle und hatte ausdrücklich die Aufgabe, einen ausgewogenen Austausch zwischen wissenschaftlichen Perspektiven und politischen Standpunkten zu gewährleisten, um fachliche Insellösungen zu vermeiden und einen fließenden, dynamischen Austausch zu sichern.

Es wurde ein global-zu-lokal-Ansatz verfolgt: Ausgehend von den strukturellen Dimensionen der Dürre im Kontext des globalen Wandels wurden anschließend drei regionale Kontexte (Katalonien, Granada und Madrid) vorgestellt, um schließlich die Diskussion für thematische Experten aus den Bereichen Governance, Ökologie und Umweltgeschichte zu öffnen.

Zur Steuerung der Debatte stützte sich das Webinar auf eine Reihe von Kernfragen, die die Interaktion zwischen den Referenten strukturierten.

Diese Fragen waren auf die jeweilige Teilnehmenden-Gruppe zugeschnitten:

  • Für Forschende: Erreichen Ihre wissenschaftlichen Vorschläge die politische Ebene? Welche Instrumente oder Formen der Unterstützung würden Sie von den öffentlichen Verwaltungen benötigen, um Ihre Innovationen in die Praxis umzusetzen?
  • Für Vertreterinnen und Vertreter der öffentlichen Verwaltung: Auf welche Hindernisse stoßen Sie, wenn Sie versuchen, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Politik zu integrieren? Was waren die größten Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung während der letzten Dürre?
  • Für alle Teilnehmenden: Wie lassen sich langfristige, strukturelle Perspektiven in politische Umfelder integrieren, die oft unter Zeitdruck oder mit knappen Zeitrahmen arbeiten? Wäre es machbar oder wünschenswert, Innovationen aus anderen Regionen auf Ihren eigenen Kontext anzuwenden?

Dieses Format ermöglichte einen klaren, fokussierten Dialog, der strukturelle Herausforderungen mit praktischen Einschränkungen verband und dabei half, gemeinsame Probleme und potenzielle Wege für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik zu identifizieren.

 

Herausforderungen

  • Zeitliche Einschränkungen: Die begrenzte Zeit schränkt die Tiefe des fachlichen Austauschs ein, und erschwert dadurch, komplexe wissenschaftliche oder administrative Themen ausführlich zu erörtern
  • Institutionelle Hindernisse: Akteure aus der Politik und Verwaltung sehen sich mit strukturellen oder administrativen Einschränkungen konfrontiert, die die Umsetzung wissenschaftlicher Vorschläge behindern, selbst wenn Interesse oder politischer Wille vorhanden sind
  • Kommunikationslücken: Unterschiede in Sprache, Prioritäten und Zeitrahmen zwischen Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung können das gegenseitige Verständnis beeinträchtigen
  • Bedarf an fokussierten Botschaften: Klare Leitlinien sind erforderlich, um Beiträge prägnant zu halten und eine Zersplitterung des Dialogs zu vermeiden
  • Ungleiche regionale Kapazitäten: Regionen unterscheiden sich in technischer, administrativer und ökologischer Hinsicht, was die Übertragbarkeit von Lösungen erschwert
  • Schwierigkeiten bei der Einbeziehung langfristiger Perspektiven: Strukturelle Ansätze stehen oft im Widerspruch zu kurzfristigen politischen Zyklen und notfallgetriebenen Entscheidungsprozessen

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

  • Erstellung prägnanter, politikrelevanter Zusammenfassungen von Forschungsergebnissen zu Dürre, Wasserwirtschaft und systemischen Auswirkungen
  • Erstellung regionaler Analysen und evidenzbasierter Erklärungen zu strukturellen Einflussfaktoren
  • Beantwortung gezielter Fragen von Akteuren aus Politik und Verwaltung und Durchführung Regionen-übergreifender Vergleiche
  • Identifizierung von Innovationen oder erfolgreichen Praktiken, die auf andere Regionen übertragbar sein könnten

 

Managerinnen und Manager für Wissensaustausch und Forschung

  • Gestaltung der Veranstaltungs-Struktur unter Gewährleistung eines ausgewogenen Austauschs zwischen wissenschaftlichen und politischen Stimmen
  • Förderung der Kommunikation vor, während und nach der Veranstaltung, einschließlich Folge-E-Mails und möglicher Kooperationskontakte
  • Vorbereitung von Leitfragen, kontextueller Einordnung und Ablauf (global → regional → lokal)
  • Unterstützung bei der Erstellung von barrierefreien Materialien, Zusammenfassungen und visuellen Ressourcen für das Publikum

 

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung

  • Darstellung des institutionellen und regionalen Kontexts des Dürremanagements
  • Identifizierung operativer Einschränkungen, administrativer Hindernisse und Lehren aus vergangenen Entscheidungszyklen
  • Zusammenarbeit mit Forschenden zur Bewertung der Umsetzbarkeit wissenschaftlicher Vorschläge
  • Einbringen lokaler Erfahrungen, die wissenschaftliche Erkenntnisse ergänzen

 

Fallbeispiele

Webinar “Drought: A Comprehensive Approach from the Peninsula” (Sequía: un abordaje integral desde la Península Ibérica)

  • Date and time: September 24, 2024, 6:00 PM
  • Organized by: Erasmus+ ENGAGEgreen, a joint collaboration between the University of Granada and BETA, from the University of Vic

 

Teilnehmende

  • Nuria Hernández-Mora: PhD in geography, researcher and consultant specializing in water governance, and a member of the Fundación Nueva Cultura del Agua
  • Javier García Martínez: Head of the Urban Water Cycle Service (Servicio del Ciclo Urbano del Agua) at the Provincial Council of Granada
  • José Luis Nieto Bueno: Councilor for Más Madrid in the Madrid City Council and Spokesperson for the Urban Planning, Environment, and Mobility Committee; he holds a PhD in biology.
  • Lorenzo Proia: Coordinator of the Applied Ecology and Global Change Unit at the BETA Technological Center, University of Vic.
  • Fernando Delgado Ramos: Director of Cátedra del Agua at the University of Granada.
  • Antonio Ortega Santos: Full Professor of Contemporary History at the University of Granada.

 

Verfügbare Ressourcen (Was sind die wichtigsten Aufgaben?)

 

Was gut funktioniert hat

  • Der Wechsel zwischen wissenschaftlichen und politischen Beiträgen sorgte für einen flüssigen, dynamischen Ablauf
  • Der Vergleich verschiedener Regionen verdeutlichte gemeinsame Herausforderungen und kontextuelle Unterschiede
  • Der Moderator spielte eine Schlüsselrolle dabei, die Beiträge prägnant und miteinander verbunden zu halten
  • Gemeinsame Schlussfolgerungen betonten

○ die Dringlichkeit systemischer, struktureller Ansätze

○ partizipative Governance

○ Grenzen des Nachfragewachstums

○ Wasser als Gemeingut

○ Notwendigkeit einer Koordinierung auf mehreren Ebenen

 

Gewonnene Erkenntnisse

  • Wert der territorialen Vielfalt: Der Vergleich verschiedener Regionen bot einen klaren Mehrwert und deckte sowohl gemeinsame strukturelle Herausforderungen als auch regionsspezifische Dynamiken auf
  • Global-zu-lokal-Ansatz: Der Übergang von übergreifenden strukturellen Fragen zu konkreten lokalen Fällen trug dazu bei, die Perspektiven aller Akteure zu erweitern und wissenschaftliche Erkenntnisse mit regionalen Realitäten zu verknüpfen
  • Rolle der Moderatoren: Eine effektive Moderation erfordert ein tiefes Verständnis des globalen Kontexts und der normativen Rahmenbedingungen sowie die Fähigkeit, Beiträge aus verschiedenen Disziplinen und Regionen miteinander zu verbinden; die Moderatoren oder Wissensvermittler sollten über einen breiten Überblick über die Themen und die wichtigsten Debatten verfügen
  • Grundlagen für zukünftige Kooperationen: Diese Begegnungen können neue Verbindungen zwischen Forschenden und Vertretenden aus Politik und Verwaltung anstoßen, sofern die Nachbereitung unterstützt wird (z. B. Austausch von Kontaktdaten, Identifizierung thematischer Überschneidungen und Förderung der weiteren Kommunikation)
  • Übertragbare Innovationen: Der Austausch erfolgreicher Praktiken und Innovationen aus verschiedenen Regionen hilft den Teilnehmenden, realisierbare Wege zur Verbesserung der Dürre-Governance in ihrem eigenen Kontext zu identifizieren
  • Zeitliche Beschränkungen: Begrenzte Zeit schränkt die Tiefe des fachlichen Austauschs ein und kann komplexe Diskussionen behindern
  • Institutionelle Einschränkungen: Politische Entscheidungsträger sehen sich oft mit strukturellen oder administrativen Hindernissen konfrontiert, die die Umsetzung wissenschaftlicher Vorschläge einschränken
  • Bedarf an klaren Leitlinien: Die Bereitstellung prägnanter Anweisungen und Zeitvorgaben hilft den Rednern, ihre Botschaften fokussiert zu halten, und gewährleistet einen ausgewogenen, kohärenten Dialog

 

Wie wurden die Maßnahmen bewertet?

Das Webinar verdeutlichte den kritischen und unaufschiebbaren Charakter der aktuellen Dürre-Situation und unterstrich die Notwendigkeit struktureller statt reaktiver Maßnahmen. Der Dialog zwischen Politik und Wissenschaft erwies sich als zunehmend offen, was zeigt, dass kooperative Ansätze sowohl möglich als auch notwendig sind.

Die Teilnehmenden betonten zudem, dass der Wasserbedarf nicht weiter steigen darf, und wiesen damit auf die Notwendigkeit eines tiefgreifenden strukturellen Umdenkens hinsichtlich der aktuellen Modelle hin.

Eine wichtige Erkenntnis war die Bedeutung regionaler Besonderheiten: Die Herausforderungen in Madrid unterscheiden sich erheblich von denen in kleineren Gemeinden, weshalb lokale Perspektiven für die Gestaltung wirksamer politischer Maßnahmen unerlässlich sind.

Schließlich unterstrich die Diskussion die Relevanz der Einbindung sozialer Akteure, da die Bewältigung der Dürre die Einbeziehung von Gemeinden und lokalen Interessengruppen in Entscheidungsprozesse erfordert.

 

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Das „Quadruple-Helix“-Akteursmodell / Living Labs

Fallstudie zum zweiten Impronta-Granada-Treffen und zum Poniente-Workshop

Beschreibung

Das „Quadruple-Helix“-Modell (QH) fördert die Zusammenarbeit zwischen vier zentralen Akteuren: Wissenschaft, Behörden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die „Living Lab“-Methodik ermöglicht es diesen Gruppen, gemeinsam Lösungen unter realen Bedingungen zu entwickeln.

„UGR County Councils“ bezeichnet die von der Universität Granada (UGR) im Rahmen des Erasmus+-Projekts „ENGAGEgreen“ geleitete Initiative, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlich Forschenden, lokalen Behörden und Akteuren aus den Gemeinden zu fördern. Im Mittelpunkt dieser Initiative steht die Bewältigung regionaler Herausforderungen durch gemeinsam erarbeitete, forschungsbasierte Lösungen.

Das zweite „Impronta Granada“-Treffen ist die dritte Pilotveranstaltung, die von der UGR im Rahmen dieses Projekts organisiert wurde und bei der Forschende, Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung und lokale Gemeinschaften zusammenkommen, um Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in ländlichen und städtischen Gebieten zu erörtern und zu entwickeln.

Der Poniente-Workshop, Teil des zweiten Impronta Granada Treffens, dient als Fallstudie dafür, wie diese beiden Rahmenkonzepte zusammenwirken, um lokale Herausforderungen in der Region Poniente Granadino anzugehen. Die Veranstaltung brachte Akteure aus Politik und Verwaltung, Wissenschaftler, lokale Unternehmen und Bürger zusammen, die gemeinsam daran arbeiteten, die Bedürfnisse zu identifizieren, Lösungen vorzuschlagen und Initiativen für die nachhaltige Entwicklung der Region zu gestalten.

Im Vorfeld des Workshops fanden zwei Online-Treffen mit den Bezirksräten der UGR aus der Region Poniente und anderen Gebieten statt, um die zentralen Themen zu ermitteln, die auf der Veranstaltung vorgestellt werden sollten. Diese Diskussionen trugen zur Gestaltung der Tagesordnung bei und richteten den Fokus des Workshops auf nachhaltige Entwicklung, regionale Identität und regionale Zusammenarbeit.

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Beteiligte Akteure: Universität Granada (UGR), lokale Behörden (Diputación de Granada, Gemeinden), lokale Unternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Bürger
  • Ziel: Gemeinsame Herausforderungen identifizieren und gemeinsam umsetzbare Lösungen für regionale Probleme in den Bereichen Bevölkerungsrückgang, lokales Kulturerbe, Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung erarbeiten
  • Format: Ein interaktiver Workshop mit Co-Creation-Aktivitäten und Podiumsdiskussionen, der auf den Ergebnissen zweier vorbereitender Online-Treffen aufbaut
  • Ergebnis: Entwicklung praktischer Initiativen wie generationenübergreifendes Wohnen, Wiederbelebung des Tourismus, Einbeziehung von lokalem Wissen und Erhaltung des kulturellen Erbes

 

Wie funktioniert das Format?

Der Poniente-Workshop folgte dem Quadruple-Helix-Modell (QH), wobei staatliche Akteure, Wissenschaft, lokale Unternehmen und die Zivilgesellschaft aktiv mitwirkten.

  1. Regierung: Die Kommunalverwaltungen und die Diputación de Granada stellten politische Rahmenbedingungen, Finanzmittel und regionale Entwicklungsziele bereit.
  2. Wissenschaft: Experten der Universität Granada (UGR) stellten Forschungsergebnisse zu Kulturerbe, sozioökonomischer Entwicklung und nachhaltigem Tourismus vor.
  3. Zivilgesellschaft: Organisationen wie „Tierra de Aguas“ und lokale Gemeinschaften vertraten die Bedürfnisse der Bevölkerung und ihre Vision für die Zukunft der Region Poniente.
  4. Lokale Unternehmen: Unternehmer diskutierten, wie lokale Produkte und Dienstleistungen mit nachhaltigen Tourismusmodellen und der wirtschaftlichen Wiederbelebung der Region verknüpft werden können.

 

Herausforderungen

● Komplexität der Koordination: Trotz aller Bemühungen bleibt die Koordination zwischen den Akteuren aufgrund der Komplexität der lokalen Verwaltungsstrukturen, der Finanzierungsdynamik und der unterschiedlichen Ziele der einzelnen Akteure eine Herausforderung

● Nachhaltigkeit: Die größte Herausforderung besteht darin, das langfristige Engagement für die Initiativen aufrechtzuerhalten, da die meisten Projekte nur kurzfristig finanziert werden und es an einer kontinuierlichen Finanzierungsstrategie mangelt

● Einbindung der Interessengruppen: Die Einbindung lokaler Unternehmen und der breiteren Bevölkerung gestaltet sich nach wie vor schwierig, insbesondere in marginalisierten Gebieten oder Regionen, in denen die Beteiligung der Öffentlichkeit gering ist

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

  • Aufgaben

○ Beitrag mit Forschungserkenntnissen zu sozioökonomischer Entwicklung, Kulturerbe und nachhaltigem Tourismus; Bereitstellung von Fakten für die Politikgestaltung

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeit für Feldforschung und Datenerhebung

○ Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, um die Forschung auf praktische Lösungen abzustimmen

○ Unterstützung bei der Verbreitung von Forschungsergebnissen an lokale Interessengruppen

 

Managerinnen und Manager für Wissensaustausch und Forschung

  • Aufgaben

○ Organisation von Treffen mit Interessengruppen

○ Verbreitung von Forschungsergebnissen

○ Sicherstellen der Kommunikation zwischen Wissenschaft, Regierung und Zivilgesellschaft

  • Erforderliche Ressourcen

○ Digitale Plattformen (z. B. Webinare, Foren) zur Erleichterung der Kommunikation

○ Organisatorische Ressourcen für die Verwaltung der Veranstaltungen und die Aufrechterhaltung langfristiger Initiativen

 

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung

  • Aufgaben

○ Festlegung regionaler politischer Rahmenbedingungen

○ Finanzielle Unterstützung lokaler Initiativen

○ Sicherstellen der Übereinstimmung mit lokalen und EU-Entwicklungszielen

  • Erforderliche Ressourcen

○ Politische Fachkompetenz und Verwaltungskapazitäten für ein effektives Projektmanagement

○ Finanzielle Unterstützung und Zuweisung von Ressourcen für laufende Initiativen

○ Zeit für die Teilnahme an Treffen, Workshops und Planungssitzungen

 

Beispiele:

  1. Beispiel für ein Living Lab:
  • Der Poniente-Workshop diente als Living Lab, in dem Interessengruppen gemeinsam Lösungen für die regionale Entwicklung erarbeiteten; auf der Grundlage realer Herausforderungen, die während des Workshops vorgestellt wurden, wurden Projekte wie generationenübergreifende Wohnmodelle und Programme für nachhaltigen Tourismus vorgeschlagen
  • Forschungsarbeiten der Universität Granada (UGR) zur Erhaltung des kulturellen Erbes flossen in die Entwicklung von Strategien zur Bewahrung der regionalen Geschichte ein, die gleichzeitig die lokale Wirtschaft ankurbeln sollten

 

  1. Forschungsbasiertes Beispiel
  • Wissenschaftliche Beiträge, wie beispielsweise soziodemografische Studien zur Entvölkerung, bildeten die Grundlage für die Formulierung von Strategien, die direkt auf die Herausforderungen der Region eingingen.

 

Details zur Fallstudie

Wie ist das Format aufgebaut?

  • Der Poniente-Workshop folgte einem strukturierten Format aus einer interaktiven Sitzung mit Kurzvorträgen, Gruppenarbeit und Podiumsdiskussionen; im Vorfeld der Veranstaltung trugen zwei vorbereitende Online-Treffen dazu bei, zentrale Themen wie nachhaltigen Tourismus, Nachwuchsförderung und wirtschaftliche Wiederbelebung zu definieren, die dann während der Veranstaltung vertieft diskutiert wurden

Verfügbare Ressourcen (wichtige Aufgaben)

  • Koordination zwischen Kommunalverwaltungen, Forschenden und der Zivilgesellschaft ist entscheidend, um die Nachhaltigkeit und Relevanz der Projekte sicherzustellen
  • Verbreitung der Forschungsergebnisse durch die Universität Granada (UGR), um wichtige Erkenntnisse mit allen Akteuren zu teilen und Lösungen zu entwickeln, die den regionalen Bedürfnissen entsprechen

 

Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Gewonnene Erkenntnisse):

  • Was funktioniert: Das QH-Modell der Zusammenarbeit hat sich als wirksam erwiesen, um den Dialog und die gemeinsame Entwicklung von Lösungen unter verschiedenen Interessengruppen zu fördern; die Zusammenführung einer Vielzahl von Interessengruppen mit gemeinsamen Zielen kann zu einer effektiven Entwicklung von Lösungen führen. Der Living-Lab-Ansatz ermöglicht Feedback in Echtzeit.
  • Was funktioniert nicht: Die Koordination stellt nach wie vor eine Herausforderung dar und die Einbindung der Interessengruppen ist weiterhin schwierig, insbesondere bei lokalen Unternehmen und marginalisierten Gruppen; zudem ist es eine Herausforderung, die Nachhaltigkeit und das langfristige Engagement der Interessengruppen sicherzustellen, vor allem bei begrenzten Ressourcen.

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

  • Um den Erfolg des Living Labs zu bewerten, müssen das Engagement der Interessengruppen und die Umsetzung der Lösungen nach dem Workshop überwacht werden.
  • Feedback wird durch Umfragen und Folge-Workshops gesammelt, um die langfristigen Auswirkungen der gestarteten Initiativen zu bewerten.

 

Quellen und weiterführende Literatur

Official coverage of the Second Impronta Granada meeting – University and Territory event: https://improntagranada.es/impronta/ii-impronta-granada-meeting-strengthens-the-university-territory-alliance-in-loja/

 

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So planen Sie Folgeaktvititäten

Eine Fallstudie zum zweiten Impronta-Treffen in Granada und zum Workshop zu Unternehmertum und Beschäftigung

Beschreibung

UGR County Councils bezeichnet die von der Universität Granada (UGR) im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen geleitete Initiative, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlich Forschenden, Kommunalverwaltungen und Akteuren aus den Gemeinden zu fördern.

Im Mittelpunkt dieser Initiative steht die Bewältigung regionaler Herausforderungen durch gemeinsam erarbeitete, forschungsbasierte Lösungen. Das zweite Impronta-Granada-Treffen ist die dritte Pilotveranstaltung, die von der UGR im Rahmen dieses Projekts organisiert wird und Forschende, Akteure aus Politik und Verwaltung sowie lokale Gemeinschaften zusammenbringt, um Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in ländlichen und städtischen Gebieten zu erörtern und zu entwickeln.

Die Planung wirksamer Anschlussmaßnahmen ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass die durch partizipative Veranstaltungen wie den Workshop zu Unternehmertum und Beschäftigung, der im Rahmen des zweiten Impronta-Granada-Treffens stattfand, erzeugte Dynamik aufrechterhalten und in langfristige, umsetzbare Ergebnisse umgewandelt wird.

Die Initiative „UGR County Councils“ zeigt zusammen mit dem zweiten Impronta Granada-Treffen, wie Anschlussmaßnahmen zu einer kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Forschenden, Kommunalverwaltungen und jugendlichen Teilnehmenden führen können, um Herausforderungen in den Bereichen Beschäftigung und Unternehmertum in ländlichen Regionen zu bewältigen.

Anschlussmaßnahmen tragen dazu bei, den Erfolg vorgeschlagener Lösungen zu bewerten und ermöglichen Anpassungen, wenn die Gemeinschaft gemeinsam daran arbeitet, Herausforderungen zu anzunehmen und nachhaltige Initiativen aufzubauen.

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

● Ziel: Konzeption und Umsetzung von Folgeaktivitäten, die den Austausch mit lokalen Akteuren aufrechterhalten und die Nachhaltigkeit bei der Bewältigung von Herausforderungen in den Bereichen Beschäftigung und Unternehmertum gewährleisten

● Ansatz:

○ Umfragen nach der Veranstaltung zur Bewertung der Wirksamkeit der Vorschläge

○ Kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Forschenden der UGR, Akteuren aus Politik und Verwaltung und lokalen Unternehmen

○ Sichtbarkeit der Ergebnisse durch digitale Plattformen wie die Website von Impronta Granada

● Ergebnis: Schaffung langfristiger Initiativen, die kooperative Lösungen widerspiegeln und lokale entwicklungsbezogene Herausforderungen angehen

 

Wie funktioniert das Format?

  1. Planung der Nachbereitung: Nach dem Workshop zu Unternehmertum und Beschäftigung sorgt die Nachbereitungsphase dafür, dass alle Beteiligten weiterhin eingebunden bleiben. Dies kann durch Feedback-Schleifen wie Umfragen und Online-Diskussionen auf Plattformen wie der Website von Impronta Granada erreicht werden. Das Feedback hilft dabei, die während der Veranstaltung diskutierten Lösungen zu verfeinern, und bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, über die erzielten Fortschritte nachzudenken.
  2. Feedback sammeln und Auswirkungen bewerten: Umfragen und Interviews nach der Veranstaltung können genutzt werden, um die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Lösungen zu messen. Diese Instrumente helfen dabei, Lücken bei der Umsetzung und Bereiche zu identifizieren, die zusätzliche Aufmerksamkeit erfordern. Beispielsweise könnten die Teilnehmenden gefragt werden, ob die im Workshop vorgestellten Unternehmerprogramme zugänglich waren und ob sie dazu beigetragen haben, Hindernisse bei der Unternehmensgründung in ländlichen Gebieten zu überwinden.
  3. Sichtbarkeit und kontinuierliches Engagement: Mithilfe digitaler Plattformen wie der Website von „Impronta Granada“ können Forschende und Akteure in Politik und Verwaltung den Dialog nach der Veranstaltung fortsetzen, indem sie über den Projektfortschritt berichten und Ergebnisse teilen. Diese Transparenz hält die Gemeinschaft auf dem Laufenden und stellt sicher, dass alle auf gemeinsame Ziele hinarbeiten.
  4. Nachhaltige Zusammenarbeit: Langfristiges Engagement erfordert regelmäßige Kommunikation. Nach dem II. Encuentro Impronta Granada können die Beteiligten ihre Zusammenarbeit durch Folgeworkshops, Networking-Veranstaltungen oder virtuelle Konsultationen fortsetzen, bei denen Ideen und Lösungen unter Einbeziehung des Feedbacks aus der ersten Veranstaltung weiterentwickelt werden können.

 

Herausforderungen

● Nachhaltige Beteiligung: Es kann aufgrund von Zeitmangel schwierig sein, die Interessengruppen langfristig einzubinden, insbesondere bei Forschenden und Akteuren in Politik und Verwaltung, die noch andere Aufgaben haben

● Verfügbarkeit von Ressourcen: Begrenzte Finanzmittel und Ressourcen können eine konsequente Umsetzung von Folgeaktivitäten erschweren

● Umgang mit Erwartungen: Um Enttäuschungen zu vermeiden, ist es entscheidend, sicherzustellen, dass die Erwartungen der Interessengruppen mit dem übereinstimmen, was in der Folgephase realistisch erreicht werden kann

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

  • Aufgaben

○ Unterstützung bei der Datenerhebung

○ Teilnahme an Folgeworkshops

○ Weitergabe aktueller Informationen zum Forschungsfortschritt

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeit für die Verbreitung von Forschungsergebnissen und Folgekonsultationen

 

Managerinnen und Manager für Wissensaustausch und Forschung

  • Aufgaben

○ Koordination des Online-Feedbacks.

○ Verwaltung von Kommunikationsplattformen

○ Organisation von Folgeveranstaltungen

  • Erforderliche Ressourcen

○ Digitale Tools (z. B. Websites, Umfrage-Tools)

 

Akteure in Politik und Verwaltung

  • Aufgaben

○ Überwachung des Fortschritts.

○ Zuweisung von Ressourcen

○ Sicherstellen, dass Forschungsergebnisse in politische Entscheidungen einfließen

  • Erforderliche Ressourcen

○ Finanzielle und administrative Unterstützung für Maßnahmen im Anschluss an die Veranstaltung

 

Beispiele

1.       Website von Impronta Granada: Die Website von Impronta Granada ermöglichte eine kontinuierliche Einbindung nach dem Workshop zu Unternehmertum und Beschäftigung, auf der Forschende aktuelle Informationen, Fortschrittsberichte und neue Erkenntnisse austauschten, sodass Akteure aus Politik und Verwaltung und Unternehmen auf dem Laufenden bleiben und sich einbringen konnten.

2.       Folgebefragungen: Nach dem zweiten „Encuentro Impronta Granada“ wurden Umfragen durchgeführt, um die Wirksamkeit, der während der Veranstaltung diskutierten, Unternehmerprogramme und Initiativen zur Jugendbeschäftigung zu bewerten; das Feedback wurde genutzt, um die Vorschläge zu verfeinern und sicherzustellen, dass sie den lokalen Bedürfnissen entsprachen.

 

Quellen und weiterführende Literatur

 

Details zur Fallstudie

Wie wird das Format umgesetzt?

Im Anschluss an die Dialogveranstaltungen werden Folgeaktivitäten initiiert, um sicherzustellen, dass die Verbindung zwischen Forschenden und Akteuren in Politik und Verwaltung aufrechterhalten bleibt.

So wurden beispielsweise nach dem zweiten Impronta-Granada-Treffen die Forschenden eingeladen, auf der Grundlage des Feedbacks von Akteuren in Politik und Verwaltung und anderen Interessengruppen weitere Vorschläge für eine Zusammenarbeit einzureichen. Dadurch wurde sichergestellt, dass beide Seiten ihre Zusammenarbeit überprüfen und weiterentwickeln konnten.

Verfügbare Ressourcen (Hauptaufgaben):

  • Sammlung von Rückmeldungen der Teilnehmenden zur Bewertung der Relevanz der Forschungspräsentationen
  • Förderung eines kontinuierlichen Dialogs über Online-Plattformen wie „Impronta Granada“, um Fortschritte zu verfolgen
  • Organisation weiterer Kooperationstreffen auf der Grundlage der Diskussionen bei den Veranstaltungen

 

Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Gewonnene Erkenntnisse):

Was funktioniert:

Die Nutzung strukturierter Online-Plattformen wie Impronta Granada, um Diskussionen über die Veranstaltungen hinaus fortzusetzen, stellt sicher, dass die Dynamik der Workshops und Diskussionen nicht verloren geht.

Was funktioniert nicht:

Es ist schwierig, die kontinuierliche Beteiligung der Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung nach den Veranstaltungen aufrechtzuerhalten, da diese unterschiedliche Verpflichtungen und Arbeitsbelastungen haben.

Wie werden die Aktivitäten bewertet?

Die Folgeaktivitäten wurden anhand von Feedback-Umfragen bewertet, die sowohl an Forschende als auch an Akteure in Politik und Verwaltung verschickt wurden, um zu ermitteln, inwieweit die Forschung die lokale Politikgestaltung beeinflusst hatte.

In den Folgeumfragen wurden die Fortsetzung der Zusammenarbeit, die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse sowie die Entwicklung neuer Projekte oder Initiativen bewertet, die durch die anfänglichen Diskussionen inspiriert wurden.

 

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So organisieren Sie Dialogveranstaltungen in regionalen Hauptstädten

Fallstudie zum zweiten „Impronta Granada“-Treffen und zum Workshop zu Unternehmertum und Beschäftigungsfähigkeit

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

● Ziel:                   ○ Schaffung einer effektiven Struktur für Dialogveranstaltungen, die lokale Interessengruppen mit Akteuren in Politik und Verwaltung                                                     zusammenbringen, um gemeinsam nachhaltige Lösungen für Beschäftigung und Unternehmertum zu entwickeln.

● Ansatz:             ○ Klare Ziele für die Veranstaltung, um akademische Forschung mit politischen Prioritäten in Einklang zu bringen.

○ Workshops mit mehreren Interessengruppen zur Förderung gemeinsamer Lösungen.

○ Einsatz interaktiver Instrumente (z. B. Kurzvorträge, Umfragen, Feedback-Runden), um eine aktive Beteiligung sicherzustellen.

● Ergebnis:         ○  Ein transparenter und inklusiver Prozess, in dem lokale Herausforderungen durch politikorientierte Lösungen angegangen werden, die auf                                         wissenschaftlicher Forschung und lokalem Fachwissen basieren.

 

 

Beschreibung

Die Organisation von Dialogveranstaltungen in Städten oder wichtigen städtischen Ballungsräumen erfordert einen strukturierten Ansatz, der die Bedürfnisse lokaler Akteure mit den Zielen der Vertreter aus Politik und Verwaltung in Einklang bringt.

Diese Veranstaltungen bieten eine Plattform für Forschende, Unternehmen und Akteure aus Politik und Verwaltung, um gemeinsam Lösungen für wichtige regionale Herausforderungen zu erarbeiten und dabei sicherzustellen, dass die Stimme der Gemeinschaft gehört und berücksichtigt wird.

Dieser Beitrag erörtert Strategien zur Organisation von Dialogveranstaltungen in städtischen Zentren und deren Nutzung zur Förderung einer inklusiven Politikgestaltung im Kontext von Unternehmertum und Beschäftigung junger Menschen.

 

Wie funktioniert das Format?

  1. Klare Ziele setzen: Vor der Veranstaltung ist es unerlässlich, die Ziele und erwarteten Ergebnisse des Dialogevents zu definieren. Beim Workshop zu Unternehmertum und Beschäftigung bestand das Ziel darin, die Jugendarbeitslosigkeit anzugehen und das Unternehmertum in der Region Poniente Granadino zu fördern, indem Forschende der UGR, lokale Unternehmen und Verantwortliche in Politik und Verwaltung einbezogen wurden.
  2. Interaktive Sitzungen und Workshops: Während der Veranstaltung wurden interaktive Workshops und Kurzvorträge organisiert, um Feedback in Echtzeit zu fördern. Forschende teilten Daten und Erkenntnisse, während Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung politische Rahmenbedingungen diskutierten und erörterten, wie diese mit wissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang gebracht werden könnten, um umsetzbare Strategien zu entwickeln.
  3. Zusammenarbeit mit lokalen und nationalen Akteuren: Es ist wichtig, sowohl lokale Akteure als auch nationale Akteure aus Politik und Verwaltung in die Diskussion einzubeziehen. Der Workshop zu Unternehmertum und Beschäftigung in Granada brachte lokale Jugendliche und politisch Verantwortliche mit nationalen Vertretern zusammen und stellte so sicher, dass die entwickelten Lösungen auf beiden Ebenen relevant und umsetzbar waren.
  4. Engagement nach der Veranstaltung: Es ist entscheidend, sicherzustellen, dass die Veranstaltung zu einer nachhaltigen Zusammenarbeit führt. Folgeaktivitäten, darunter Workshops und Feedback-Umfragen, sollten geplant werden, um zu gewährleisten, dass Akteure aus Politik und Verwaltung und Forschende auch nach der Veranstaltung weiterhin zusammenarbeiten.

 

Herausforderungen

  • Erwartungsmanagement: Verschiedene Interessengruppen haben unterschiedliche Erwartungen. Während Akteure aus Politik und Verwaltung den Schwerpunkt möglicherweise auf die politische Abstimmung legen, könnte für Forschende die Datengenauigkeit im Vordergrund stehen. Die Abwägung dieser Prioritäten erfordert eine sorgfältige Moderation.
  • Aufrechterhaltung der Dynamik: Um das Engagement nach der ersten Dialogveranstaltung auf einem hohen Niveau zu halten, sind konsequente Folgemaßnahmen erforderlich, die jedoch durch Zeit- oder Budgetbeschränkungen behindert werden können.

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Aufgaben

○ Präsentation von Forschungsergebnissen mit Bezug zur Jugendbeschäftigung und zum Unternehmertum.

○ Entwicklung datengestützter Lösungen für lokale entwicklungsbezogene Herausforderungen

○ Teilnahme an Workshops und politischen Diskussionen.

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeit für die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen und die Teilnahme an Veranstaltungen.

○ Kommunikationsmittel zur Präsentation von Forschungsdaten und zum Austausch mit Interessengruppen.

 

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung

  • Aufgaben

○ Interaktive Workshops moderieren und den Austausch zwischen Forschern und politischen Entscheidungsträgern sicherstellen.

○ Feedback-Schleifen organisieren und eine kontinuierliche Kommunikation nach der Veranstaltung gewährleisten.

  • Erforderliche Ressourcen

○ Digitale Plattformen zur Verbreitung von Forschungsergebnissen und für kontinuierliches Feedback.

○ Logistische Unterstützung bei der Organisation von Sitzungen und zur Gewährleistung einer aktiven Teilnahme.

 

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung

  • Aufgaben

○ Forschungsergebnisse in die lokale Politik integrieren und Ressourcen zur Unterstützung forschungsorientierter Initiativen bereitstellen.

○ Eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Forschenden und lokalen Gemeinschaften sicherstellen.

  • Erforderliche Ressourcen

○ Politische Fachkompetenz, um Forschungsdaten zu interpretieren und in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.

○ Finanzielle Mittel für Maßnahmen nach der Veranstaltung und deren Umsetzung.

 

Beispiele

UGR County Councils bezeichnet die von der Universität Granada (UGR) im Rahmen des ENGAGEgreen-Projekts geleitete Initiative, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlich Forschenden, Kommunalverwaltungen und Akteuren aus den Gemeinden zu fördern.

Im Mittelpunkt dieser Initiative steht die Bewältigung regionaler Herausforderungen durch gemeinsam erarbeitete, forschungsbasierte Lösungen. Das zweite Impronta-Granada-Treffen ist die dritte Pilotveranstaltung, die von der UGR im Rahmen dieses Projekts organisiert wurde und bei der Forschende, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung und lokale Gemeinschaften zusammenkamen, um Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in ländlichen und städtischen Gebieten zu erörtern und zu entwickeln.

Der Workshop zu Unternehmertum und Beschäftigung, der im Rahmen des zweiten „Impronta Granada“-Treffens stattfand, organisierte erfolgreich Dialoge zwischen verschiedenen Interessengruppen in einem städtischen Umfeld und ermöglichte es Forschenden, Akteuren aus Politik und Verwaltung und jugendlichen Teilnehmenden, gemeinsam Herausforderungen in den Bereichen Beschäftigung und Unternehmertum anzugehen. Die interaktiven Workshops der Veranstaltung trugen dazu bei, die Forschung mit der lokalen Politik in Einklang zu bringen, und ebneten den Weg für eine weitere Zusammenarbeit.

 

Quellen und weiterführende Literatur

 

Details zur Fallstudie

Durchführung des Formats

Dialogveranstaltungen in Städten, wie beispielsweise das zweite „Impronta Granada“-Treffen in Loja, verbinden Workshops, Networking-Sessions und Präsentationen. Diese Veranstaltungen werden mit einer Mischung aus Präsenz- und virtueller Teilnahme organisiert, um die Zugänglichkeit für ein breiteres Publikum zu gewährleisten.

Die Einbeziehung von Vertretern aus Politik und Verwaltung, Forschenden und Akteuren der Zivilgesellschaft ermöglicht einen vielschichtigen Dialog zu Themen wie Klimawandel, Stadtentwicklung und soziale Innovation.

Im Rahmen dieser Veranstaltung fand ein innovatives Dialogtreffen statt, bei dem eine Kombination aus Präsenz- und virtuellen Formaten eine maximale Beteiligung der Interessengruppen ermöglichte. Forschende der Universität Granada und anderer Partneruniversitäten nahmen teil und stellten ihre Arbeit in thematischen Workshops vor.

Die Veranstaltung umfasste eine Reihe von Diskussionen, Policy Briefs und Präsentationen sowie die wichtige Einbindung lokaler politischer Verantwortlicher über die Plattform „Impronta Granada“, die eine Brücke zwischen der akademischen Gemeinschaft und Politik und Verwaltung schlägt.

 

Verfügbare Ressourcen (wichtige Aufgaben)

  • Sicherung von Veranstaltungsorten in Städten für groß angelegte Treffen.
  • Koordination mit Interessengruppen aus lokalen und regionalen Verwaltungen, Universitäten und Forschungsinstituten.
  • Nutzung von Online-Plattformen wie Impronta Granada, um den Dialog zu fördern und Forschungsergebnisse einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

 

Was funktioniert? Was funktioniert nicht? (Erfahrungen)

Was funktioniert

Das hybride Veranstaltungsformat (vor Ort und online) ermöglichte eine breite Beteiligung und eine dynamische Interaktion. Insbesondere die Kurzvorträge erwiesen sich als erfolgreich, um Forschungsdaten in umsetzbare politische Empfehlungen zu übersetzen.

Was funktioniert nicht

Es bleibt eine Herausforderung, die Dynamik nach der Veranstaltung aufrechtzuerhalten, insbesondere um das langfristige Engagement von Politik und Verwaltung sicherzustellen, die mit konkurrierenden Prioritäten konfrontiert sind. Zudem kann es in ressourcenarmen Regionen schwierig sein, eine gleichberechtigte Mitwirkung aller Beteiligten, insbesondere lokaler Unternehmen, sicherzustellen.

 

Wie werden die Aktivitäten bewertet

Um die Wirksamkeit der Dialogveranstaltungen zu bewerten, wurden an alle Teilnehmenden Umfragen verteilt, um deren Zufriedenheit mit dem Format, den Inhalten und dem allgemeinen Engagement zu ermitteln.

Wichtige Indikatoren wie die Anzahl neu entstandener Kooperationen und die Umsetzung von Forschungserkenntnissen in die lokale Politik wurden ebenfalls erfasst, um die langfristigen Auswirkungen zu bewerten.

 

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Wie lässt sich wissenschaftliche Expertise mit der politischen Entscheidungsfindung verbinden?

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Ziel: Schaffung eines klaren Rahmens für die effektive Verbindung von akademischer Forschung und Politikgestaltung, um sicherzustellen, dass Forschungsdaten als Grundlage für lokale Entscheidungen dienen
  • Ansatz: Zu den Strategien gehören der regelmäßige Austausch zwischen Forschenden und politischen Entscheidungsträgern, die Verbreitung von Daten durch interaktive Workshops und Konsultationen sowie die Nutzung digitaler Plattformen, um ein kontinuierliches Feedback zu gewährleisten
  • Ergebnis: Die Entwicklung datengestützter politischer Maßnahmen, die mit den lokalen Entwicklungszielen im Einklang stehen und die öffentlichen Dienstleistungen, das Wirtschaftswachstum und die Nachhaltigkeit auf regionaler Ebene verbessern

Beschreibung

Die Verknüpfung von Forschungskompetenz mit der Politikgestaltung auf lokaler Ebene ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in politische Entscheidungen einfließen, die die regionale Entwicklung beeinflussen.

Dieser Prozess beinhaltet die Überbrückung der Kluft zwischen wissenschaftlicher Forschung und praktischen, realisierbaren Lösungen, die politische Entscheidungsträger umsetzen können. Durch die Einbindung der Forschung in Entscheidungsprozesse wird es möglich, evidenzbasierte politische Maßnahmen zu entwickeln, die nicht nur auf Daten basieren, sondern auch auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Dieser Beitrag untersucht Strategien, um Forschende mit lokalen politischen Entscheidungsträgern zu vernetzen, eine effektive Kommunikation zu fördern und Forschungsdaten zur Gestaltung politischer Entscheidungen zu nutzen.

 

Wie funktioniert dieses Format?

  1. Interaktion zwischen Forschenden und politischen Entscheidungsträgern.

Der Prozess wird in der Regel von Wissensvermittlern oder Forschungsmanagern innerhalb der Universität initiiert und koordiniert, die als Vermittler zwischen Forschenden und politischen Entscheidungsträgern fungieren. Sie richten regelmäßige Kommunikationskanäle ein – wie interaktive Workshops, Beratungsrunden oder gemeinsame Planungssitzungen – in denen Forschende eingeladen werden, Erkenntnisse und Daten zu präsentieren, die direkt in lokale politische Entscheidungen einfließen können.

 

  1. Nutzung von Forschungsdaten zur Beeinflussung der Politikgestaltung auf lokaler Ebene. Ein entscheidender Bestandteil dieses Prozesses ist die Sicherstellung, dass Forschungsdaten für politische Entscheidungsträger relevant und zugänglich sind. Dies kann durch die Erstellung von Policy Briefs, Tools zur Datenvisualisierung und interaktiven Berichten erreicht werden, die komplexe Forschungsergebnisse in umsetzbare Erkenntnisse umwandeln. Forschende können mit Kommunalverwaltungen zusammenarbeiten, um wichtige Erkenntnisse hervorzuheben, die sich mit spezifischen regionalen Themen wie Nachhaltigkeit, wirtschaftliche Entwicklung und öffentliche Gesundheit befassen.

 

So könnten beispielsweise Forscher der Universität Granada sozioökonomische Forschungsergebnisse zu lokalen Entwicklungstrends im Zusammenhang mit der ökologischen und digitalen Wende präsentieren – wie nachhaltige Landnutzung, Klimaanpassung, die Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen oder die digitale Kluft – sowie Forschungsergebnisse zur Erhaltung des archäologischen Erbes und datengestützte Empfehlungen unterbreiten, die mit den politischen Zielen der Stadterneuerung oder des Kulturerhalts im Einklang stehen.

 

  1. Feedback und kontinuierliches Engagement. Eine erfolgreiche Verbindung zwischen Forschung und Politik erfordert kontinuierliches Engagement. Forschende sollten nicht nur ihre Ergebnisse teilen, sondern sich auch aktiv am Prozess der politischen Umsetzung beteiligen. Dies kann durch dialogorientierte Folgekonsultationen geschehen, wie beispielsweise Treffen oder Workshops mit politischen Entscheidungsträgern, die durch schriftliches Feedback oder kurze analytische Notizen ergänzt werden können. Diese Interaktionen ermöglichen es den Forschenden, zu beurteilen, wie ihre Erkenntnisse angewendet wurden, und ihre Strategien entsprechend anzupassen. Die kontinuierliche Interaktion zwischen Forschenden und politischen Entscheidungsträgern ermöglicht es, politische Maßnahmen zu verfeinern, sobald neue Daten vorliegen, und stellt sicher, dass Entscheidungen flexibel bleiben und auf sich wandelnde lokale Bedürfnisse reagieren können.

 

  1. Nutzung digitaler Plattformen für den kontinuierlichen Austausch. Digitale Plattformen wie die Website von Impronta Granada spielen eine entscheidende Rolle dabei, die Sichtbarkeit von Forschungsprojekten zu gewährleisten und sicherzustellen, dass Forschungsergebnisse für lokale Akteure kontinuierlich zugänglich sind. So ermöglichen es solche Plattformen den Forschern beispielsweise, Projektaktualisierungen, Ergebnisse und Empfehlungen zu teilen, wodurch es für lokale politische Entscheidungsträger einfacher wird, den Forschungsfortschritt zu verfolgen und ihre politischen Entscheidungen an die aktuellen Daten anzupassen.

 

Herausforderungen (und mögliche Lösungsansätze)

  • Komplexität der Forschungsdaten.

Wissenschaftliche Forschung ist oft komplex, und es kann eine Herausforderung sein, sie in klare, umsetzbare politische Empfehlungen für Kommunalverwaltungen zu übersetzen. Entscheidend für diesen Prozess ist es, sicherzustellen, dass Forschende in der Lage sind, ihre Ergebnisse zu vereinfachen und dabei ihre wissenschaftliche Integrität zu wahren. So müssen beispielsweise quantitative Forschungsergebnisse zu Bodengesundheit, Klimaanpassung oder digitaler Inklusion möglicherweise in klare Indikatoren, visuelle Zusammenfassungen oder Policy Briefs übersetzt werden, die die Auswirkungen auf die lokale Planung oder Bereitstellung von Dienstleistungen hervorheben, anstatt detaillierte methodische Erläuterungen zu liefern.

  • Einbindung von Interessengruppen.

Die Einbindung von politischen Entscheidungsträgern in den Forschungsprozess ist nicht immer einfach. Kommunalbehörden haben möglicherweise konkurrierende Prioritäten, und die Integration von Forschungsexpertise in politische Rahmenbedingungen kann erhebliche Anstrengungen erfordern, um bürokratische Hürden zu überwinden.

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler

  • Aufgaben

○ Präsentation von Forschungsergebnissen

○ Erstellung von Policy Briefs

○ Teilnahme an gemeinsamen Workshops mit politischen Entscheidungsträgern

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeit für die Verbreitung von Forschungsergebnissen und die Teilnahme an Veranstaltungen

○ Kommunikationsmittel zur Präsentation von Forschungsdaten gegenüber politischen Entscheidungsträgern

 

Manager*innen für Wissensaustausch und Forschung

  • Aufgaben

○ Koordination der Einbindung von Forschenden in die Zusammenarbeit mit lokalen politischen Entscheidungsträgern

○ Moderation von Workshops

○ Sicherstellung, dass Forschungsergebnisse zugänglich und für die Bedürfnisse der lokalen Verwaltung relevant sind

  • Erforderliche Ressourcen

○ Digitale Plattformen zur Verbreitung von Forschungsergebnissen und für kontinuierliches Feedback

○ Unterstützung bei der Organisation gemeinsamer Workshops und Konsultationen

 

Politische Entscheidungsträger

  • Aufgaben

o Einbeziehung von Forschungsdaten in die lokale Politik und Bereitstellung von Ressourcen für forschungsgestützte Initiativen.

  • Erforderliche Ressourcen

○ Politische Fachkompetenz zur Interpretation von Forschungsdaten und deren Einbeziehung in die Entscheidungsfindung

○ Finanzielle und administrative Ressourcen zur Unterstützung von Forschungsanträgen in lokalen Entwicklungsprojekten

 

Beispiele

UGR County Councils bezeichnet die von der Universität Granada (UGR) im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen geleitete Initiative, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlichen Forschern, Kommunalverwaltungen und Akteuren aus den Gemeinden zu fördern. Im Mittelpunkt dieser Initiative steht die Auseinandersetzung regionaler Herausforderungen durch gemeinsam erarbeitete, forschungsbasierte Lösungen. Das zweite Impronta-Granada-Treffen ist die dritte Pilotveranstaltung, die von der UGR im Rahmen dieses Projekts organisiert wurde und bei der Forschende, politische Entscheidungsträger und lokale Gemeinschaften zusammenkamen, um Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in ländlichen und städtischen Gebieten zu erörtern und zu entwickeln

Die Initiative „UGR County Councils“ spielte eine entscheidende Rolle bei der Vernetzung von Forschenden und politischen Entscheidungsträgern. Im Rahmen von Online-Vorbereitungssitzungen und interaktiven Workshops wurde die Initiative von der Universität Granada über ihre Strukturen zum Wissensaustausch koordiniert, die Forscher der UGR einluden, ihre Forschungsprojekte vorzustellen. Diese Projekte wurden in einer Excel-Datenbank erfasst und über die Impronta Granada-Website veröffentlicht. Die Website ermöglichte es politischen Entscheidungsträgern, die Profile der UGR-Forscher einzusehen, diese nach Kreisrat zu filtern und zu verstehen, inwiefern ihre Forschung mit den Bedürfnissen der regionalen Entwicklung übereinstimmte. Diese Bemühungen gipfelten im zweiten Impronta-Granada-Treffen, bei dem Forscher ihre Projekte in Kurzvorträgen präsentierten und direkt mit lokalen Behörden und Unternehmen in Kontakt traten, um die praktischen Anwendungsmöglichkeiten ihrer Forschungsergebnisse zu erörtern. Dieser Prozess stellte sicher, dass Forschungsdaten zugänglich und sichtbar waren und in den politischen Entscheidungsprozess auf lokaler Ebene integriert wurden.

 

Quellen und weiterführende Literatur

● Impronta-Granada-Website – Impronta-Granada-Akteurprofile und UGR-Projekte in den Bezirksräten.

● Offizielle Berichterstattung über das zweite Impronta Granada-Treffen – Veranstaltung „Universität und Territorium“: https://improntagranada.es/impronta/ii-impronta-granada-meeting-strengthens-the-university-territory-alliance-in-loja/

 

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Integration und Interaktion mit verschiedenen Interessengruppen

Integration und Interaktion mit verschiedenen Interessengruppen: politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler, lokale Unternehmen und Bürgervertretende

Beschreibung

Die erfolgreiche Integration und Interaktion mit einem breiten Spektrum von Interessengruppen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass lokale Entwicklungsprojekte umfassend, inklusiv und nachhaltig sind.

Die Einbindung von Interessengruppen ist keine einmalige Maßnahme, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der klare Kommunikation, transparente Entscheidungsfindung und eine fortlaufende Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erfordert. Das Verständnis der Rollen und Erwartungen jeder Interessengruppe ist von grundlegender Bedeutung für die Schaffung eines kooperativen Umfelds, in dem alle Stimmen gehört und wertgeschätzt werden.

Dieser Beitrag untersucht Methoden und bewährte Verfahren zur Einbindung von Interessengruppen und zur Förderung ihrer aktiven Teilnahme an territorialen Entwicklungsinitiativen. Darüber hinaus befasst er sich mit Strategien zum Umgang mit Interessenkonflikten, die zwischen den Interessengruppen in kooperativen territorialen Projekten auftreten können.

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

  • Ziel: Schaffung eines Rahmens für die Einbindung von Interessengruppen in territoriale Entwicklungsprojekte durch die Förderung von Zusammenarbeit und gegenseitigem Verständnis zwischen verschiedenen Sektoren.
  • Ansatz: Eine mehrphasige Strategie, die die Identifizierung von Interessengruppen, Konsultation, Zusammenarbeit und kontinuierliche Feedbackschleifen umfasst, um sicherzustellen, dass jede Interessengruppe während des gesamten Prozesses aktiv eingebunden bleibt.
  • Ergebnis: Die Schaffung inklusiver und nachhaltiger Lösungen, die die Interessen und Bedürfnisse aller relevanten Interessengruppen widerspiegeln.

Wie funktioniert das Format?

Erfassung und Identifizierung von Interessengruppen

Der erste Schritt zur Integration und Interaktion mit Interessengruppen besteht darin, die wichtigsten Interessengruppen zu identifizieren und ihre Rolle im Projekt zu verstehen. Dazu gehören Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung, Wissenschaftler, lokale Unternehmen, Bürger und Bürgerinnen und andere relevante Akteure, die mit dem jeweiligen Thema in Verbindung stehen. Die Identifizierung der Interessengruppen kann mithilfe verschiedener, sich ergänzender Methoden erfolgen: durch Rückgriff auf das Wissen und die Netzwerke der bereits am Projekt beteiligten Personen, durch Recherchen im Internet und auf Websites, durch die Auswertung institutioneller Dokumente und früherer Initiativen, durch die Konsultation von Verzeichnissen und öffentlichen Datenbanken, durch direkte Befragung betroffener Gruppen und lokaler Organisationen sowie durch den Einsatz von Schneeballtechniken, bei denen erste Kontakte weitere relevante Akteure vorschlagen. Workshops, Interviews, Umfragen und partizipative Kartierungsübungen können ebenfalls dazu beitragen, die Interessengruppenkarte zu erweitern und zu validieren. Dieser Prozess ermöglicht es den Projektleitenden zu ermitteln, wer von dem Projekt betroffen ist, wer über relevantes Fachwissen verfügt, wer Entscheidungsbefugnisse hat und wer Ressourcen, Legitimität oder Umsetzungskapazitäten einbringen kann, um den Erfolg des Projekts zu unterstützen.

Konsultationen und Bedarfsanalyse

Sobald die Stakeholder identifiziert sind, besteht der nächste Schritt darin, sie durch Konsultationen in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Dies kann durch Umfragen, Fokusgruppen, Gemeinschaftstreffen oder Online-Konsultationen erfolgen. Ziel ist es, Einblicke in ihre Bedürfnisse, Erwartungen und Bedenken zu gewinnen. Bei einem Raumordnungsprojekt könnten Mitarbeitende aus der Politik beispielsweise an Wirtschaftswachstum interessiert sein, während lokale Gemeinden möglicherweise Nachhaltigkeit und den Erhalt des kulturellen Erbes in den Vordergrund stellen.

  • Gemeinsame Gestaltung und kooperative Workshops

Nach den Rückmeldungen der Interessengruppen besteht der nächste Schritt darin, von der Beratung zur gemeinsamen Gestaltung überzugehen. Hier kommen die Interessengruppen in kooperativen Workshops zusammen, um Lösungen zu entwerfen. Diese Workshops sollten so strukturiert sein, dass sie eine inklusive Beteiligung ermöglichen und sicherstellen, dass jede Interessengruppe ihre Perspektiven einbringen kann. Beispielsweise könnten Forscher der UGR wissenschaftliche Erkenntnisse und politische Analysen beisteuern, während lokale Unternehmen ihr Wissen über die regionale Wirtschaft und Markttrends einbringen könnten.

  • Umgang mit Interessenkonflikten

Bei jedem regionalen Kooperationsprojekt können Interessenkonflikte zwischen den Beteiligten auftreten, insbesondere wenn die Ziele von Kommunalverwaltungen, Wissenschaftlern und Unternehmen voneinander abweichen. Der Umgang mit diesen Konflikten ist entscheidend für die Aufrechterhaltung produktiver Beziehungen.

Strategien zum Umgang mit Interessenkonflikten umfassen:

○             Offene Kommunikation und Transparenz hinsichtlich der Ziele und Rahmenbedingungen der einzelnen Interessengruppen.

○             Kompromisse und Verhandlungen, bei denen die Interessengruppen eine gemeinsame Basis finden oder sich auf Kompromisse einigen, die ihre Interessen in Einklang bringen.

○             Moderation durch Dritte zur Schlichtung von Meinungsverschiedenheiten und zur Einbringung neutraler Perspektiven, die die Zusammenarbeit fördern.

○             Vertrauensaufbau durch Einbindung aller Interessengruppen in den Entscheidungsprozess, um sicherzustellen, dass jeder das Gefühl hat, seine Meinung werde wertgeschätzt und zur gemeinsamen Vision beitrage.

 

Kontinuierliches Feedback und Anpassung

Die Einbindung der Interessengruppen endet nicht nach der ersten Konsultation oder dem ersten Workshop. Es ist wichtig, Feedbackschleifen und kontinuierliche Kommunikationskanäle zu schaffen, um sicherzustellen, dass die Interessengruppen während des gesamten Projekts eingebunden bleiben. Dazu können regelmäßige Updates, Umfragen zur Ermittlung der Zufriedenheit und öffentliche Treffen zur Überprüfung des Fortschritts gehören. Feedback hilft dabei, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und ermöglicht Anpassungen, damit das Projekt weiterhin den Erwartungen der Interessengruppen entspricht.

 

Digitale Plattformen für die kontinuierliche Interaktion

Eine der effektivsten Möglichkeiten, Interessengruppen einzubeziehen und mit ihnen zu interagieren, sind digitale Plattformen. Tools wie die Impronta Granada-Website ermöglichen es den Interessengruppen, auf Informationen zu laufenden Projekten zuzugreifen, Feedback zu geben und sich mit anderen Teilnehmenden zu vernetzen. Plattformen wie diese sind entscheidend für die Aufrechterhaltung des Engagements, insbesondere in geografisch weit verstreuten Gebieten, in denen persönliche Treffen unter Umständen nicht praktikabel sind.

 

Herausforderungen (und mögliche Lösungsansätze)

  • Vielfältige Interessen: Die Einbindung verschiedener Interessengruppen bedeutet, sich mit unterschiedlichen Anliegen und Prioritäten auseinanderzusetzen. Diese unter einen Hut zu bringen, kann schwierig sein, insbesondere wenn die Interessengruppen widersprüchliche Ziele verfolgen oder nur über begrenzte Ressourcen verfügen. Der Umgang mit diesen Unterschieden erfordert eine gute Kommunikation und die Fähigkeit, Gemeinsamkeiten zu finden.
  • Nachhaltiges Engagement: Während das anfängliche Engagement oft groß ist, kann es eine Herausforderung sein, das langfristige Engagement der Interessengruppen aufrechtzuerhalten, insbesondere bei denen, die konkurrierende Prioritäten haben (z. B. Forschende mit hoher akademischer Arbeitsbelastung oder Vertretende der Politik und Verwaltung, die mit Haushaltszwängen konfrontiert sind).
  • Kommunikationsbarrieren: Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es entscheidend, dass die Kommunikation zwischen allen Interessengruppen klar und effektiv bleibt. Sprachunterschiede, Fachjargon oder unterschiedliche Grade des Engagements können Hindernisse für eine effektive Zusammenarbeit darstellen.

 

Aufgaben und Ressourcen

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

  • Aufgaben

○ Bereitstellung von Forschungsdaten und wissenschaftlichen Analysen zur Untermauerung des Entscheidungsprozesses.

○ Teilnahme an gemeinsamen Workshops und Konsultationen zum Wissensaustausch und zur Entwicklung von Lösungen.

  • Erforderliche Ressourcen

○ Zeit für Feldforschung und Datenverbreitung.

○ Kommunikationsmittel zum Austausch von Forschungsergebnissen und zur Vernetzung mit anderen Interessengruppen.

 

Manager und Managerinnen für Wissensaustausch

  • Aufgaben:

○ Förderung der Einbindung von Interessengruppen durch die Organisation von Workshops und Konsultationen.

○ Sicherstellung, dass der Wissensaustausch effektiv ist und die Standpunkte aller Interessengruppen in der Projektgestaltung berücksichtigt werden.

  • Erforderliche Ressourcen:

○ Digitale Plattformen für den kontinuierlichen Austausch und die Datenerhebung (z. B. Websites, Umfrage-Tools, Kommunikationskanäle).

 

Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung

  • Aufgaben:

○ Bereitstellung politischer Rahmenbedingungen und Ressourcen zur Unterstützung von Kooperationsprojekten.

○ Sicherstellung, dass die durch die Einbindung der Interessengruppen entwickelten Lösungen mit den Prioritäten der lokalen Verwaltung im Einklang stehen.

  • Erforderliche Ressourcen:

○ Politische Fachkompetenz zur Moderation von Diskussionen und zur Schaffung von Übereinstimmung zwischen den Interessengruppen.

○ Budget und Finanzmittel für die Projektumsetzung und Folgeaktivitäten.

 

Beispiele:

UGR County Councils ist eine von der Universität Granada (UGR) im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGEgreen geleitete Initiative, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlichen Forschenden, Kommunalverwaltungen und Akteuren aus den Gemeinden zu fördern. Im Mittelpunkt dieser Initiative steht die Bewältigung regionaler Herausforderungen durch gemeinsam erarbeitete, forschungsbasierte Lösungen.

Das zweite Impronta-Granada-Treffen ist die dritte Pilotveranstaltung, die von der UGR im Rahmen dieses Projekts organisiert wurde und bei der Forschende, Akteure aus Politik und Verwaltung und lokale Gemeinden zusammenkommen, um Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in ländlichen und städtischen Gebieten zu erörtern und zu entwickeln.

  1. Zweites „Impronta Granada“-Treffen und die UGR-Bezirksräte: Die UGR-Bezirksräte bauten erfolgreich zahlreiche Interessengruppen auf, indem sie Multi-Stakeholder-Plattformen schufen, auf denen Forschende, Kommunalverwaltungen und die Zivilgesellschaft zusammenarbeiten konnten. Die vorbereiteten Online-Treffen und die anschließenden interaktiven Workshops im Rahmen des zweiten „Impronta Granada“-Treffens stellten sicher, dass Forscher ihre Arbeit präsentieren und direkt auf lokale Bedürfnisse eingehen konnten, während Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung den wissenschaftlichen Forschungen einen praxisnahen Kontext lieferten.
  2. Impronta Granada-Website: Die Impronta Granada-Website bot eine leicht zugängliche Plattform für den Austausch zwischen den Akteuren. Dort wurden Profile der Akteure und Einträge zu UGR-Projekten vorgestellt, wodurch Forschende mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung, Unternehmen und lokalen Gemeinschaften in Kontakt treten konnten. Die Website diente zudem als Instrument für Feedback und weiteren Austausch und stellte sicher, dass lokale Akteure stets informiert und in die Projekte eingebunden blieben.

 

Quellen und weiterführende Literatur

 

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