Evaluierung der Ergebnisse der Dialoge zwischen Wissenschaft und Politik in Granada
Erkenntnisse aus den ENGAGEgreen-Umfragen
Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick
- Gesamtzahl der Befragten: 64 (43 + 21) aus allen Sektoren der Vierfach-Helix
- Durchschnittliche Gesamtzufriedenheit: bei beiden Veranstaltungen durchweg über 4 von 5
- Am besten bewertete Aspekte: Zufriedenheit der Teilnehmenden, Networking und Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit
- Am schlechtesten bewertete Aspekte: Zeitmanagement, Klarheit der Ziele und politische Weiterverfolgung
- Die Ergebnisse zeigen ein starkes institutionelles Vertrauen in die Universität Granada als Organisatorin des regionalen Dialogs
Beschreibung
Dieser Beitrag präsentiert die zusammengefassten Ergebnisse zweier Evaluierungsumfragen, die im Anschluss an das erste Impronta-Treffen in Granada (Januar 2025) und das erste Treffen der Kreisräte der UGR (Juli 2025) durchgeführt wurden.
Beide Veranstaltungen wurden im Rahmen des Erasmus+-Projekts „ENGAGEgreen“ als Plattformen für den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik konzipiert und brachten Vertreter und Vertreterinnen aus Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft der gesamten Provinz Granada zusammen.
Die Analyse kombiniert quantitative Zufriedenheitsindikatoren mit qualitativem Feedback, um die Wahrnehmung der Teilnehmenden, Verbesserungsmöglichkeiten und die Gesamtwirkung des auf dem Living-Lab-Ansatz basierenden Governance-Modells zu bewerten.
Wie funktioniert das Format?
Die Fragebögen zur Nachbewertung der Veranstaltungen wurden innerhalb von 24 Stunden nach jedem Treffen in digitaler Form über einen QR-Code und per E-Mail verteilt.
Die Fragebögen basierten auf einer fünfstufigen Berwertungs-Skala, ergänzt durch offene Fragen. Die Methodik stellte eine sektorübergreifende Beteiligung sicher und ermöglichte einen Vergleich zwischen den beiden Veranstaltungen. Die Antworten wurden mit direkten Beobachtungen und informellem Feedback, das vom Organisationsteam gesammelt wurde, abgeglichen.
Während des ersten Impronta Granada-Treffens (Januar 2025):
- Am besten bewertet wurde die Gesamtzufriedenheit (4,53), was auf eine hohe Zustimmung hinsichtlich der Relevanz und Durchführung der Veranstaltung im Rahmen des Dialogs zwischen Wissenschaft und Politik unter Anwendung der Living-Lab-Methodik hindeutet
- Die Organisation schnitt etwas schlechter ab (4,45), was darauf hindeutet, dass insbesondere beim Zeitmanagement und bei der Wahl des Veranstaltungsortes noch Optimierungsbedarf besteht
- Die Möglichkeiten zum Networking (4,36) wurden gut angenommen, doch das Feedback deutet darauf hin, dass sich die Teilnehmenden für künftige Veranstaltungen einen etwas strukturierteren und praxisorientierteren Austausch wünschen
| Indikator | Durchschnitt (von 5) |
| Gesamt-Zufriedenheit | 4.53 |
| Networking-Gelegenheit | 4.36 |
| Veranstaltungs-Organisation | 4.45 |
Während des ersten Treffens der UGR-Kreisräte (Juli 2025):
Am besten bewertete Aspekte:
- Absicht der Wissenschaftler, den Kontakt zu Vertretern und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung aufrechtzuerhalten (4,70)
- Wunsch der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, künftig an weiteren Aktivitäten zum Wissensaustausch teilzunehmen (4,60)
- Weiterempfehlung der Veranstaltung durch Wissenschaftler und wissenschaftlerinnen (4,60)
- Interesse der öffentlichen Verwaltung an weiterem Austausch mit Forschenden (4,50)
- Zufriedenheit mit dem Veranstaltungsort (4,48)
- Schaffung einer angenehmen und vertrauensvollen Atmosphäre (4,28)
Am schlechtesten bewertete Aspekte:
- Erhalt konkreter politischer Empfehlungen durch die öffentliche Verwaltung (3,29)
- Einschätzung der öffentlichen Verwaltung, einen allgemeinen Überblick oder spezifische Daten erhalten zu haben (3,29)
- Nutzbarkeit des Programms (3,76)
- Dauer und Struktur der Veranstaltung (3,71)
- Gleiche Möglichkeit für alle Teilnehmende, sich einzubringen (3,78)
Herausforderungen
- Gewährleistung einer ausgewogenen Vertretung aller Sektoren der Vierfach-Helix
- Einhaltung der begrenzten Zeit für Präsentationen und Gruppendiskussionen
- Umsetzung der Zufriedenheitsdaten in operative politische Maßnahmen
- Sicherstellung, dass Empfehlungen auf institutioneller Ebene weiterverfolgt werden
- Förderung der Klarheit hinsichtlich der Ziele und des Zwecks in Bezug auf die erwarteten Ergebnisse und den tatsächlichen Einfluss der UGR-Kreisräte
Aufgaben und Ressourcen
Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen
- Durchführung einer quantitativen Analyse von 64 gültigen Antworten (43 + 21) und Berechnung der Durchschnittsbewertungen
- Ermittlung statistisch konsistenter Zufriedenheitswerte: insgesamt 4,53, Organisation 4,45, Networking 4,36 im Januar 2025; sowie 4,70 für die Bereitschaft der Wissenschaftler zur Mitwirkung, 4,50 für das Interesse der Vertreter von Politik und Verwaltung und 4,48 für die Qualität des Veranstaltungsortes im Juli 2025
- Auswertung des qualitativen Feedbacks zur Hervorhebung von fünf wiederkehrenden Stärken: Wertschätzung der Initiative, Relevanz der Inhalte, Engagement für die Zusammenarbeit, Bereitschaft zum Mitwirken und Interesse an Folgemaßnahmen
- Ermittlung wiederkehrender Verbesserungsbereiche: Zeiteinteilung, Erreichbarkeit des Veranstaltungsorts, Förderung des politischen Engagements, Klarstellung der Living-Lab-Ziele und Notwendigkeit praktischer Maßnahmen
- Gewinnung vergleichender Erkenntnisse, die eine Annäherung der Erwartungen von Wissenschaft und Politik hinsichtlich einer kontinuierlichen Zusammenarbeit aufzeigen
Manager und Managerinnen für Wissensaustausch und Forschung
- Die Umfrageergebnisse wurden zusammengefasst und die kodierten offenen Antworten thematisch geordnet
- Es wurden übersichtliche Dashboards erstellt, die Trends hinsichtlich Zufriedenheit und Wahrnehmung veranschaulichen
- Es wurden interne Nachbesprechungen mit dem ENGAGEgreen-WP3-Koordinationsteam organisiert, um die Ergebnisse zu interpretieren und in die Entwicklung des Toolkits einfließen zu lassen
- Es wurden umsetzbare Empfehlungen für nachfolgende Veranstaltungen entworfen, darunter verbesserte Moderationsmethoden und verlängerte Gruppenarbeits-Veranstaltungen
Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Verwaltung
- Lieferten reflektierende Anregungen dazu, wie die Ergebnisse der Evaluation in die Planung auf Kreisebene einfließen könnten
- Zeigten Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit, bewerteten jedoch den Erhalt konkreter, umsetzbarer Ergebnisse als weniger positiv
- Legten den Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Steigerung der Inklusivität und zur Klärung der erwarteten Ergebnisse künftiger UGR-Kreisräte.
- Erkannten an, dass eine systematische Evaluation nach der Veranstaltung die Rechenschaftspflicht verbessert und die Faktengrundlage für politische Entscheidungen stärkt.
Erstes Impronta-Treffen in Granada (Jan. 2025):
43 Rückmeldungen; Gesamtzufriedenheit 4,53 von 5; Networking 4,36; Organisation 4,45. Im Feedback wurde die sektorübergreifende Beteiligung gelobt, jedoch eine verbesserte Zeitplanung und eine stärkere politische Einbindung gefordert.
Erstes Treffen der UGR-Bezirksräte (Juli 2025):
21 Rückmeldungen; ausgewogene Vertretung von Wissenschaft (37,5 %), Wirtschaft (23,8 %), Zivilgesellschaft (19,4 %) und öffentlicher Verwaltung (19,3 %); Bereitschaft der Wissenschaftler, den Kontakt aufrechtzuerhalten: 4,70; Interesse der Vertreter aus Politik und Verwaltung: 4,50. In den Rückmeldungen wurde die Notwendigkeit klarerer Ziele und längerer, inklusiverer Gruppenveranstaltungen betont.
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