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Einführung in die “Public-Factory“ – die öffentlich zugängliche Fabrik

Beschreibung

Die „Public-Factory“ ist eine Einrichtung, die zu Beginn des akademischen Jahres 2018 in Lyon eröffnet wurde. Sie bietet modulare, benutzerfreundliche Räume für Studierende und Lehrende sowie für lokale Akteure (Behörden, Kommunalverwaltungen, Unternehmen, Vereine).

Die „Public-Factory“ besteht aus einer Reihe von Räumen, in denen sich Menschen treffen, zusammenkommen und an Veranstaltungen teilnehmen sowie lernen, sich austauschen und diskutieren können.

Worum geht es bei diesem Format?

Ziel ist es, ein wissenschaftliches, künstlerisches und bürgerschaftliches Programm zu entwickeln, das im Einklang mit den Aktivitäten der Schule, von Sciences Po Lyon und ihrer Stiftung steht. Es wurde jedoch auch auf der Grundlage eines politikwissenschaftlichen Lehrplans konzipiert, der darauf abzielt, Studierende im vierten Studienjahr in konkrete und komplexe Themen von allgemeinem Interesse einzubeziehen, zu denen die Geistes- und Sozialwissenschaften nützliche Denkanstöße und Antworten liefern können.

Ziel der „Public-Factory“ ist es, den Austausch zwischen Studierenden, Forschenden, politischen Entscheidungsträgern (Beamten auf staatlicher und lokaler Ebene und Krankenhäusern, anderen Institutionen, gewählten Vertretern), öffentlich-rechtlichen Vertretern und sozioökonomischen Akteuren rund um Fragen der Transformation des politischen Handelns herzustellen und zu unterstützen.

Die Universität Lyon 2, das IAE Lyon 3, die ENS und die Universität Lyon beteiligen sich ebenfalls, indem sie ihre Studierenden für bestimmte Projekte mobilisieren und gleichzeitig ein wissenschaftliches, künstlerisches und bürgerschaftliches Programm entwickeln, das mit den Aktivitäten der Hochschule, von Sciences Po Lyon und ihrer Stiftung verbunden ist.

Über einen Zeitraum von sechs Jahren hat die „Public-Factory“ fast 50 Projekte durchgeführt, an denen mehr als 300 Studierende und 40 verschiedene Partner beteiligt waren. Jedes Jahr arbeiten rund hundert Studierende mit lokalen Behörden, Ministerien, Unternehmen und Vereinen zusammen, die sich für die Bewältigung öffentlicher Belange engagieren.

 

Wie funktioniert das Format?

„Public-Factory“-Projekte werden in Form praxisorientierter Schulungen durchgeführt. Sie basieren auf Phasen der Recherche und der Beschäftigung vor Ort, wodurch die Studierenden die verschiedenen Akteure kennenlernen können, die am Projektthema beteiligt sind oder davon betroffen sind.

Es handelt sich um eine pädagogische Methode des praxisorientierten Lernens mit einer verstärkten kreativen und praktischen Dimension. Das gemeinsame Leitmotiv ist der praxisorientierte Forschungsansatz in der Pädagogik Kurt Lewins.

Konkret sind dies die verschiedenen Schritte eines „Public-Factory“-Projekts

  • Jedes Jahr erfolgt ein Aufruf zur Interessenbekundung für Projekte im Bereich der öffentlichen Politik.

Nach Eingang der Anfrage wird das Problem in Absprache mit den Teams der „Public-Factory“ und den Dozenten angegangen und neu überdacht. Dies ist der Schritt der gemeinsamen Arbeit und der Neudefinition des Anwendungsbereichs und der Erwartungen.

Parallel dazu bilden die Studierenden von September bis April Gruppen von acht bis zehn Studierenden (von insgesamt rund 100 Studierenden).

  • Die zentrale Idee besteht darin, die Projektteams in die Praxis einzubinden, um zu verstehen, wie die verschiedenen Interessengruppen das gewählte Problem erleben. Parallel dazu erstellen die Projektteams eine Literaturübersicht, um ihre Arbeit anhand der für ihr Thema relevanten Literatur zu lenken.
  • Schließlich wird für jedes Projekt eine Feedback-Sitzung organisiert, bei der die Studierenden die Gelegenheit erhalten, ihre Schlussfolgerungen und Empfehlungen allen anwesenden Partnern, Lehrkräften und Fachleuten vorzustellen. Jedes Jahr können wir mit rund 15 Projekten für etwa 100 Studierende rechnen. Die Ergebnisse der Arbeit sind frei zugänglich, da die „Public-Factory“ Teil der Wissensgemeinschaft sein möchte.

 

Beispiele

Public Factory website: https://www.sciencespo-lyon.fr/public-factory/

Projects for the year 2025-26: sciencespo-lyon.fr/public-factory/dispositif-pedagogique/projets-de-lannee-en-cours-2/

 

Quellen und weiterführende Literatur

Action-Research and Kurt Lewin: https://cedrea.net/La-demarche-de-recherche-action-une-rupture-epistemologique

 

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